{"id":792,"date":"2015-04-02T06:13:01","date_gmt":"2015-04-02T04:13:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=792"},"modified":"2024-08-07T16:12:10","modified_gmt":"2024-08-07T14:12:10","slug":"cals12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2015\/04\/cals12\/","title":{"rendered":"Briefe, die keine sind: &#8220;Socio-rhetorical criticism&#8221; als Hilfsmittel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Indem ich dieses Thema aufgreife, nehme ich euch mit in meine eigene Lernerfahrung. \u201eSocio-rhetorical criticism\u201c ist eine relativ neue Vorgehensweise in der Bibelwissenschaft, und ich habe mir Zeit genommen, sie etwas besser kennen zu lernen. Eine gute und allgemein akzeptierte deutsche \u00dcbersetzung f\u00fcr diesen Fachausdruck habe ich allerdings nicht gefunden. Eine m\u00f6gliche \u00dcbersetzung ist <i>sozial-rhetorische Methode<\/i>; das ist aber meine eigene Wortwahl, nicht ein etablierter Fachbegriff. Genau genommen handelt es sich um eine Form der Bibelkritik, wie es im Deutschen zum Beispiel auch Textkritik gibt. Da das Wort <i>Kritik<\/i> im allt\u00e4glichen Gebrauch eher negativ geladen und somit missverst\u00e4ndlich ist, bevorzuge ich das neutralere Wort <i>Methode<\/i>. Klar ist: Wir haben es hier mit einer Analyse des Textes aus einer ganz bestimmten Perspektive (sozial und rhetorisch) zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><span style=\"color: #ff6600;\"><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4QAozobnAPQ\"><span style=\"color: #ff6600;\"><span style=\"color: #800000;\">Diesen Brief gibt es in Englisch auch als Video Podcast<\/span><\/span><\/a><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><b>Sozial<\/b>. Es ist schon lange \u00fcblich, einen Text historisch zu betrachten, als Teil seines historischen Kontextes. Diese historische Perspektive \u00fcberschneidet sich erheblich mit der sozialen. Allerdings interessiert sich die sozialwissenschaftliche Perspektive nicht in erster Linie f\u00fcr gro\u00dfe Ereignisse und wichtige Pers\u00f6nlichkeiten, sondern vor allem f\u00fcr das normale Leben auf allen Gesellschaftsebenen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><b>Rhetorisch<\/b>. Die Rhetorik war in der Antike eine angesehene Kunst, die mit wissenschaftlicher Pr\u00e4zision untersucht und unterrichtet wurde. Es gab klare Regeln und Richtlinien f\u00fcr die rhetorische Praxis (mehr dazu sp\u00e4ter). Es war Teil einer guten Ausbildung, Rhetorik theoretisch wie praktisch zu erlernen. Besonders in den letzten 20 Jahren ist uns zunehmend bewusst geworden, wie viele Elemente und Techniken der antiken Rhetorik sich im Neuen Testament wiederfinden. Rhetorik ist die Kunst oder die F\u00e4higkeit zu \u00fcberzeugen. Das war mit Sicherheit auch das Ziel der Verfasser des Neuen Testamentes \u2013 daher ist es nicht \u00fcberraschend, dass sie ohne zu z\u00f6gern die rhetorischen Mittel einsetzten, die ihnen bekannt waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Da die Rhetorik ein so wesentlicher Teil der damaligen Gesellschaft war, macht es Sinn, die beiden Begriffe zu kombinieren: sozial-rhetorisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><b>M\u00fcndlich<\/b>. Zus\u00e4tzlich zu diesen Begriffen gibt es dann noch den m\u00fcndlichen Aspekt. Zwischen 80 und 90 % der damaligen Bev\u00f6lkerung konnten nicht lesen (Witherington 2009:7); sie brauchten jemanden, der ihnen vorlas. Texte waren meistens sowieso nicht zum privaten Lesen gedacht, sondern um innerhalb einer Gruppe oder in der \u00d6ffentlichkeit laut vorgelesen zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn man nicht selber anwesend sein konnte, um seine Gedanken oder seine Meinung mitzuteilen, dann war ein schriftlicher Text die beste Alternative: \u201eSie sind meistens Ersatz f\u00fcr m\u00fcndliche Kommunikation\u201c (ibid.: 4; siehe auch Witherington 2012 und Offb. 1:1-3). Sie stellen \u201em\u00fcndliche Texte\u201c dar, und \u201edas ist kein Widerspruch\u201c (Witherington 2012).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies trifft besonders auf die Paulusbriefe zu; diese mussten den Apostel ersetzen, wenn er nicht direkt zu seinen Zuh\u00f6rern sprechen konnte. Briefe in der L\u00e4nge, wie Paulus sie schrieb, waren in der damaligen Zeit eine Seltenheit. Sie haben mehr gemeinsam mit der Praxis des \u00f6ffentlichen Redens und der Rhetorik als mit der Art und Weise, wie im ersten Jahrhundert n. Chr. Briefe geschrieben wurden. Wie Witherington (2009:10) betont, trifft dies auf den 1. Johannesbrief und auf den Hebr\u00e4erbrief noch st\u00e4rker zu. Bei ihnen handelt es sich gar nicht um Briefe, sondern um Predigten oder Vortr\u00e4ge. Die bekannteste Parallele neben der Bibel sind die literarischen Briefe Ciceros, die im ersten Jahrhundert v. Chr. geschrieben wurden. Zu seiner Zeit war die Rhetorik schon eine alte Kunst. Ciceros Briefe scheinen aber eine Neuheit gewesen zu sein; wie die Briefe der Bibel unterscheiden sie sich stark von der \u00fcblichen Briefform. Daher ist \u201eBrief\u201c hier die falsche Kategorie; wir haben es mit schriftlichen Vortr\u00e4gen zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zugegebenerma\u00dfen gibt es am Anfang und am Schluss der meisten Briefe in der Bibel die Elemente, die f\u00fcr damalige Briefe \u00fcblich waren (Verfasser, Empf\u00e4nger, Segen usw.). Was aber zwischen dieser Einf\u00fchrung und dem Schluss steht, d.h. im eigentlichen Hauptteil des Briefes, hat wenig mit der damaligen Briefkultur und alles mit der antiken Rhetorik zu tun. Die einzige Ausnahme bilden einige wenige \u201eechte\u201c Briefe, wie 2. und 3. Johannes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In unserer Zeit h\u00e4tte Paulus vielleicht eine MP3-Aufnahme oder ein YouTube Video gemacht. Oder er h\u00e4tte eine Plattform f\u00fcr eine Webkonferenz benutzt. Zu seiner Zeit musste er sich aber mit Briefen begn\u00fcgen. Dabei war es von Vorteil, wenn er den Brief durch einen Vertrauten \u00fcberbringen lassen konnte. In diesem Fall war der \u00dcberbringer wohl auch derjenige, der den Brief m\u00fcndlich vortrug. Damit hatte Paulus die Gelegenheit, dieser Person den Inhalt n\u00e4her zu erkl\u00e4ren und ihr Anweisungen f\u00fcr die Pr\u00e4sentation zu geben. Eine solche Erl\u00e4uterung oder Vorbereitung war damals fast zwingend notwendig:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Ein normaler Brief in griechischer Sprache hatte keine Trennungen zwischen W\u00f6rtern, S\u00e4tzen, Abs\u00e4tzen usw.; kaum Satzzeichen; alles in Gro\u00dfbuchstaben. Stell dir zum Beispiel vor, einen Text, der wie folgt anf\u00e4ngt, auseinander dividieren zu m\u00fcssen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">PAULUSEINAPOSTELNICHTVONMENSCHENAUCHNICHTDURCHEINENMENSCHENSONDER<br>NDURCHJESUSCHRISTUSUNDGOTTDENVATERDERIHNAUFERWECKTHATVONDENTOTEN<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine solche Anh\u00e4ufung von Buchstaben zu entziffern geht nur, indem man sich sorgf\u00e4ltig vortastet, und dabei laut zu lesen versucht. (Ibid.: 8)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Briefe, die wir im NT vorfinden, sind zum gr\u00f6\u00dften Teil wesentlich l\u00e4nger als weltliche Briefe jener Zeit. Sie sind <i>nicht in erster Linie Briefe<\/i>, obwohl sie zum Teil wie Briefe mit Anrede und Schlussfloskel aufgebaut sind. Sie sind Vortr\u00e4ge, Predigten und rhetorische Reden unterschiedlicher Art, die ihre Verfasser nicht pers\u00f6nlich an eine ganz bestimmte Zuh\u00f6rerschaft \u00fcberbringen konnten, weshalb sie einen Ersatz schickten, um sie zu verk\u00fcnden. Solche Dokumente wurden nicht einfach irgendjemandem mitgegeben. Soweit wir das sagen k\u00f6nnen, erwartete Paulus von seinen Mitarbeitern, wie zum Beispiel Timotheus, Titus oder Ph\u00f6be, dass sie hingehen und den Inhalt des Dokuments m\u00fcndlich und rhetorisch effektiv \u00fcberbringen w\u00fcrden. Das war wohl auch deswegen eine Notwendigkeit, weil das Dokument ohne Wortteilung oder Satzzeichen auskam; somit konnte nur jemand, der ge\u00fcbt war, solche nahtlose Prosa in <i>scriptum continuum<\/i> zu lesen \u2013 ja, jemand der den Inhalt des Dokuments <i>schon kannte<\/i> \u2013 die richtigen Stellen betonen und so die Botschaft effektiv kommunizieren. (Ibid.:9)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Paulus der Rhetoriker<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Obwohl Paulus in 1. Korinther 2,1-5 bestreitet, in Korinth Rhetorik eingesetzt zu haben, und obwohl die Korinther ihm erb\u00e4rmliche rhetorische F\u00e4higkeiten vorwerfen, scheint Paulus in Wirklichkeit ein hervorragender Rhetoriker gewesen zu sein. Er verwendet in seinen Briefen h\u00e4ufig rhetorische Kunstgriffe, vor allem im R\u00f6merbrief und \u2013 ironischerweise \u2013 in den Korintherbriefen. Wahrscheinlich hat Paulus w\u00e4hrend seines Aufenthalts in Korinth bewusst weniger Rhetorik verwendet, um sich von den vielen herumreisenden (und bisweilen zweifelhaften) Lehrern der Philosophie und der Rhetorik zu unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In seinen Schriften entpuppt sich Paulus aber als rhetorischer Meister. Er wurde dazu \u00fcbrigens genau am richtigen Ort geboren. Der griechische Geograph Strabo (ca. 63 v.Chr. bis 24 n.Chr.) berichtet, dass die Einwohner von Tarsus Wissen und Bildung \u00fcberaus sch\u00e4tzten und in dieser Hinsicht Athen und Alexandrien \u00fcbertrafen; mehrere namhafte Stoiker, Vertreter der einflussreichsten philosophischen Bewegung jener Zeit, kamen aus Tarsus (<i>Geography<\/i> 14.5.13-14).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Im Oktober letzten Jahres habe ich \u00fcber R\u00f6mer 7 und das Rollenspiel des Paulus geschrieben: Obwohl er die ich-Form verwendet, schreibt er nicht von seiner pers\u00f6nlichen Erfahrung, sondern von der der Israeliten, als sie am Berg Sinai das Gesetz erhielten (<a href=\"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2014\/10\/cals6\/\">diesen Text gibt es hier<\/a>). Das kann man leicht \u00fcbersehen, wenn man den Text still f\u00fcr sich liest. Ein guter Redner (f\u00fcr den R\u00f6merbrief war es eine Frau, Ph\u00f6be) hat aber die M\u00f6glichkeit, deutlich zu machen, dass er oder sie jetzt in eine Rolle einsteigt, und nicht als der Verfasser, sondern als eine andere Person redet. Da ein solcher Rollenwechsel in der damaligen Rhetorik nicht ungew\u00f6hnlich war, h\u00e4tten die Zuh\u00f6rer wahrscheinlich verstanden, was stattfand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Etwas \u00c4hnliches trifft zu auf die vielen rhetorischen Fragen, die Paulus im R\u00f6merbrief verwendet; davon gibt es \u00fcber das ganze Buch verteilt etwa 75. Mehrmals wendet sich Paulus in diesem Brief an einen hypothetischen Gegner (R\u00f6m. 2,1; 6,1; 9,18-21), um so m\u00f6gliche Gegenargumente zu widerlegen. Das alles war in der damaligen Rhetorik gebr\u00e4uchlich; der Fachbegriff f\u00fcr diese Tricks ist <i>diatribe<\/i>. Ein guter Redner (oder Vorleser) konnte sie umso effektiver einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch Ausdr\u00fccke wie \u201eich lasse euch aber wissen\u201c oder \u201eich ermahne euch nun\u201c wurden in der Rhetorik \u00f6fter als Einf\u00fchrung verwendet, in Briefen aber nicht (so Witherington 2012). Das alles macht klar, dass die Rhetorik und nicht die Briefkultur der bessere Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis der neutestamentlichen Briefe ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die klassische Rhetorik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bis jetzt haben wir von rhetorischen Fragen, <i>diatribe<\/i>, Personifizierung (Rollenspiel) und anderen Mikroelementen der antiken Rhetorik gesprochen. Ihr Einfluss zeigt sich aber auch in der Struktur von Texten, also auf der Makroebene. Im Folgenden gibt es einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die Hauptpunkte der damaligen Theorie der Rhetorik. Darin wurden drei Gattungen unterschieden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\"><b>Gerichtsrede<\/b>. Diese bezieht sich auf die Vergangenheit. Ihr Ziel ist die Urteilsfindung. Sie wurde deswegen vor allem im Gerichtssaal eingesetzt, und ist daher f\u00fcr das Bibelstudium weniger wichtig.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Abw\u00e4gende oder beratende Rede<\/b> (auch Parlamentsrede). Hier geht es um die Zukunft. Ihr Ziel ist einerBeurteilung oder Entscheidung . Anders gesagt, ihr Ziel ist eine bestimmte Handlungsweise. Das deckt sich mit dem Ziel vieler Briefe im Neuen Testament.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Lobrede (oder auch Tadel)<\/b>. Sie betrifft die Gegenwart, und ihr Inhalt ist Lob oder Tadel. Daher eignet sich diese Gattung gut f\u00fcr Beerdigungen, Geburtstage, Jahrestage, Feiern und sonstige offizielle Anl\u00e4sse. Beispiele im Neuen Testament sind u.a. Epheser, 1. Korinther 13, 1. Thessalonicher und Hebr\u00e4er 11.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Damit man \u00fcberzeugen kann, so die Theorie, braucht es drei Elemente:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\"><b>Logos<\/b>: der Appell an die Logik, indem man Argumente, Beispiele usw. verwendet.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Pathos<\/b>: der Appell an die Gef\u00fchle. Besonders gegen Ende, wenn die Argumentation zusammengefasst wird, wurde es als wichtig erachtet, die Emotionen anzusprechen und zu erregen.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Ethos<\/b>: eine Kombination aus Charakter, moralischer Autorit\u00e4t und Kompetenz, wie sie von den Zuh\u00f6rern wahrgenommen wird. Deshalb war es wichtig, gleich am Anfang der Rede als Redner seine Autorit\u00e4t zu belegen und ein gutes Verh\u00e4ltnis zum Publikum zu begr\u00fcnden, was Paulus in jedem seiner Briefe tut.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Es war \u00fcblich, in der Struktur einer Rede sechs Teile oder Komponenten zu unterscheiden. Sie sind vor allem unter ihren lateinischen Namen bekannt, die ich hier auch verwenden werde. Alle sechs lassen sich in unterschiedlichen Texten im Neuen Testament wiederfinden.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\"><b>Exordium<\/b>: die Einleitung. In diesem Teil ist es wichtig, ein gutes Verh\u00e4ltnis zu den Zuh\u00f6rern aufzubauen und die eigene Autorit\u00e4t zu begr\u00fcnden. Hier werden die Hauptthemen erw\u00e4hnt oder mindestens auf solche hingewiesen. Das alles ist nat\u00fcrlich genau das, was Paulus in jedem seiner Briefe am Anfang macht. F\u00fcr ein Beispiel, siehe 1. Korinther 1,5-9 oder R\u00f6mer 1,1-7.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Narratio<\/b>: die Fakten, oft in Form einer kurzen Erz\u00e4hlung. Siehe zum Beispiel 1. Korinther 1,11-17 oder R\u00f6mer 1,8-15.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Propositio<\/b>: die eigentliche These. R\u00f6mer 1,16f, direkt nach der Narratio in den Versen 8-15, bildet ein hervorragendes Beispiel, wie auch 1. Korinther 1,10 (Luther 1984): \u201eIch ermahne euch aber, liebe Br\u00fcder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung.\u201c<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Probatio (auch confirmatio)<\/b>: Belege und Argumente. Hier spielt der Appell an die Logik eine Hauptrolle. Im R\u00f6merbrief folgt dieser Teil direkt nach der These.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Refutatio<\/b>: Gegenargumente. Der Redner zeigt Alternativen an und versucht sie zu widerlegen. Dieser Teil kann fehlen.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><b>Peroratio<\/b>: die Schlussfolgerung. Dazu geh\u00f6ren eine Zusammenfassung der Argumentation und ein Appell an die Emotionen. Im R\u00f6merbrief findet sich dieser Teil vor allem in Kapitel 14 und 15.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich befasse mich hier haupts\u00e4chlich mit Paulus. Ich m\u00f6chte aber doch erw\u00e4hnen, dass das rhetorisch absolut perfekteste Beispiel im Neuen Testament der Hebr\u00e4erbrief ist. Er zeigt viele Merkmale dieser Kunst. So wird in diesem Brief die Technik der <i>synkrisis<\/i> h\u00f6chst effektiv eingesetzt: Die Hauptaussage wird untermauert, indem etwas Punkt f\u00fcr Punkt mit etwas anderem verglichen wird. Vielleicht steckt darin noch ein Thema f\u00fcr eine weitere Ausgabe dieses Trainingbriefes!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Besch\u00e4ftigung mit der Rhetorik der Antike ist somit nicht nur historisch interessant. Sie kann einen wesentlichen Beitrag zum besseren Verst\u00e4ndnis des Neuen Testaments leisten. Ein letztes Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Wir h\u00e4tten es uns ersparen k\u00f6nnen, uns mit all jenen langen und d\u00fcsteren Argumenten auseinanderzusetzen, dass diese zwei Briefe [gemeint sind Epheser und Kolosser] unm\u00f6glich von Paulus sein k\u00f6nnen, weil sie so anders sind, eine andere Satzstruktur aufweisen, ein anderes Vokabular verwenden und so weiter, wenn jemand der Tatsache Beachtung geschenkt h\u00e4tte, dass diese Briefe im Stil der asiatischen Rhetorik, der wortreichsten und am meisten hyperbolischen Form der Rhetorik im ersten Jahrhundert geschrieben wurden. Dies war \u00fcberaus angebracht, da Paulus an genau die Region schrieb, wo ein solcher rhetorischer Stil sehr beliebt war und wo er auch seinen Ursprung hatte \u2013 die Provinz Asien. Als geschickter Rhetoriker war Paulus in der Lage, seinen Stil an seine Zielgruppe anzupassen, und das macht er in diesen Dokumenten. S\u00e4tze, die 26 Zeilen z\u00e4hlen und viele Adjektive und sogar \u00dcberfl\u00fcssiges, sind in der asiatischen Rhetorik kein Problem, wie jeder wei\u00df, der die wortreiche Nimrud dag Stele, ein Lob dieses Herrschers, gelesen hat. Wie Luke Johnson in mehreren seiner Kommentare sagte, es war eine \u00fcbliche rhetorische Taktik, den Stil zu wechseln, um unterschiedliche Zielgruppen \u00fcberzeugen zu k\u00f6nnen. Es handelt sich dabei nicht um unterschiedliche Verfasser. Es handelt sich um rhetorische Flexibilit\u00e4t. (Witherington 2012)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\"><i>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/i> (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 1984)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Witherington, B., III, <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1556359292\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=1556359292&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=73IEGHVDMOCB27N6\"><i>New Testament Rhetoric: An Introductory Guide to the Art of Persuasion in and of the New Testament<\/i><\/a> (Eugene, OR: Wipf &amp; Stock, 2009a)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ibid., <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1602581967\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=1602581967&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=2CDNIQMQQDSXSX23\"><i>What\u2019s in the Word: Rethinking the Socio-Rhetorical Character of the New Testament<\/i><\/a> (Waco, TX: Baylor University Press, 2009b)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ibid. \u201cThe SBL in Chicago- A Potpourri of Things\u2013 Part One\u201d <a href=\"http:\/\/www.patheos.com\/blogs\/bibleandculture\/2012\/12\/19\/the-sbl-in-chicago-a-potpourri-of-things-part-one\/\">http:\/\/www.patheos.com\/blogs\/bibleandculture\/2012\/12\/19\/the-sbl-in-chicago-a-potpourri-of-things-part-one\/<\/a> (19 Dec. 2012; retrieved 22 Dec. 2014)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate links.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Indem ich dieses Thema aufgreife, nehme ich euch mit in meine eigene Lernerfahrung. \u201eSocio-rhetorical criticism\u201c ist eine relativ neue Vorgehensweise in der Bibelwissenschaft, und ich habe mir Zeit genommen, sie etwas besser kennen zu lernen. 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