{"id":733,"date":"2014-11-06T11:36:27","date_gmt":"2014-11-06T10:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=733"},"modified":"2024-08-07T16:27:58","modified_gmt":"2024-08-07T14:27:58","slug":"cals7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2014\/11\/cals7\/","title":{"rendered":"Des Kaisers neue Kleider: Kaiserkult im R\u00f6mischen Reich"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ich von N. T. Wrights W\u00e4lzer \u00fcber Paulus lerne, Teil 1<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Buch hei\u00dft <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0800626834\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0800626834&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=KXL3TNKR4OS4K2PB\">Paul and the Faithfulness of God<\/a>. Ich habe es w\u00e4hrend der Weihnachtspause zu lesen angefangen und jetzt, mehr als zehn Monate sp\u00e4ter, bin ich immer noch dran. Ich lerne aber viel, und m\u00f6chte diesen Monat etwas davon weitergeben. Wahrscheinlich werden sich im n\u00e4chsten Jahr einige weitere Ausgaben von Create a Learning Site mit diesem Buch befassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0800626834\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0800626834&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=KXL3TNKR4OS4K2PB\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Paul and the Faithfulness of God<\/a> ist der vierte Band in seiner Reihe \u00fcber <span style=\"text-decoration: underline;\">Christian Origins and the Question of God<\/span>. Es geht also darum, Ursprung und Anfang des Christentums zu verstehen. Laut N.T. Wright spielt die Frage nach dem Wesen Gottes dabei eine Hauptrolle: Die ersten Christen definierten den einen Gott des j\u00fcdischen Monotheismus neu, indem sie ihm Jesus und den Heiligen Geist zurechneten, allerdings ohne den Monotheismus auch nur im Geringsten in Frage zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"http:\/\/youtu.be\/--lIVhzABO8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #ff6600;\">Diesen Brief gibt es in Englisch auch als Video Podcast<\/span><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zun\u00e4chst der Kontext dieses vierten Bandes:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=sbsdeutschlan-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3868272429\" alt=\"\">Der erste Band hie\u00df <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3868272429\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3868272429&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=HHNHGWE5SSCN3KBT\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Neue Testament und das Volk Gottes<\/a> (Englisch: <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0800626818\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0800626818&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=MPQ2G3BTG45FQL2F\">The New Testament and the People of God<\/a>), erschien in englischer Fassung 1992 (ja, das ist 22 Jahre her; die deutsche \u00dcbersetzung erschien allerdings erst 2011), und z\u00e4hlt <strong>535<\/strong> Seiten (auf Deutsch <strong>698<\/strong>). Das Buch legt eine theoretische Grundlage f\u00fcr die Reihe und verwendet das Konzept Weltanschauung, um Judentum und Christentum des ersten Jahrhunderts zu analysieren.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=sbsdeutschlan-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3868273832\" alt=\"\">Der zweite Band, <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3868273832\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3868273832&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=KD3YAKF7MKRLOQCL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jesus und der Sieg Gottes<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0800626826\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0800626826&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=GTRYKJ465ZHX7CQG\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jesus and the Victory of God<\/a>), erschien 1997, f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter (als deutsche \u00dcbersetzung 2013). Er ist ein Versuch, Jesus historisch zu verstehen, im Kontext des antiken Judentums. Was Jesus sagte, tat und von sich glaubte, macht in diesem Kontext Sinn; dass ein Jude zu dieser Zeit so etwas denken konnte, wird nachvollziehbar. Das Buch z\u00e4hlt <strong>741<\/strong> Seiten (auf Deutsch <strong>864<\/strong>), und das ohne ein Wort \u00fcber das, was nach der Kreuzigung folgte.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=sbsdeutschlan-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3868274448\" alt=\"\">Dieses Thema, die Auferstehung, sollte urspr\u00fcnglich das letzte Kapitel im zweiten Band werden. Da dieser Band auch ohne dieses Kapitel schon zu gro\u00df zu werden drohte, und da der Verfasser meinte, ohnehin \u00fcber ausreichend Material zu verf\u00fcgen, nahm er sich vor, einen zus\u00e4tzlichen, vorher nicht geplanten kurzen Band zur Auferstehung zu schreiben. Dieses Vorhaben scheint au\u00dfer Kontrolle geraten zu sein, denn das Buch <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3868274448\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3868274448&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=2TGSIDSAB55BAN6H\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Auferstehung des Sohnes Gottes<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0800626796\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0800626796&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=UTNYDF5WCYZPHMPH\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">The Resurrection of the Son of God<\/a>), das 2003 erschien (die deutsche \u00dcbersetzung 2014), z\u00e4hlt <strong>817<\/strong> Seiten (in Deutsch <strong>1036<\/strong>). Dieser vermeintlich kurze Zusatzband wurde zum vorl\u00e4ufig l\u00e4ngsten.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=sbsdeutschlan-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0800626834\" alt=\"\">Zehn lange Jahre vergingen, in denen N.T. Wright viele k\u00fcrzere B\u00fccher schrieb (der Mann schreibt schneller, als ich lesen kann), bis endlich, November 2013 (die deutsche Ausgabe l\u00e4sst noch auf sich warten) der Band zu Paulus erschien: <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0800626834\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0800626834&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=KXL3TNKR4OS4K2PB\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Paul and the Faithfulness of God<\/a>. Umfang: <strong>1700<\/strong> Seiten&#8230; Kein Wunder, dass er zehn Jahre brauchte, um es zu schreiben; und kein Wunder, dass ich mit dem Lesen nicht fertig werde.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">In diesem ersten Aufsatz zum Buch des N.T. Wright befasse ich mich mit dem Kaiserkult und mit der Ideologie des R\u00f6mischen Reiches, die in Rom zunehmend wichtig wurden. Der Kaiser wurde sozusagen neu angezogen. Diese neue Identit\u00e4t des Kaisers erinnert mich an das M\u00e4rchen \u201eDes Kaisers neue Kleider\u201c. Ich nehme an, dass du es kennst; falls erw\u00fcnscht, <a href=\"https:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/marchen-1227\/71\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">l\u00e4sst es sich hier lesen<\/a>. Die neuen Kleider stellen sich im M\u00e4rchen als illusorisch heraus; der Kaiser geht nackt \u00fcber die Stra\u00dfe, auch wenn niemand das zugeben will. Der neue Status des Kaisers in Rom war ebenfalls illusorisch, war er doch ein Mensch und kein Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieser Kult und die Ideologie sind wichtig, nicht nur weil sie den Anlass zum Buch Offenbarung bilden, sondern auch durch ihre pr\u00e4gende Wirkung auf andere Teile des Neuen Testaments, mehr als mir bisher bewusst war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bevor ich damit anfange, m\u00f6chte ich noch folgendes klar machen: N.T. Wrights Ansichten zu Paulus und seine Theologie sind zum Teil unter Evangelikalen umstritten. Um nur ein Beispiel zu erw\u00e4hnen: Wright besteht darauf, die Formulierung \u201eGottes Gerechtigkeit\u201c (z.B. R\u00f6m. 1,17) so zu \u00fcbersetzen: \u201edie [Bundes-]Treue Gottes\u201c; daher auch der englische Titel des Buches. Um diese und andere Streitpunkte geht es hier nicht. Ich schreibe hier weder eine Kritik des Buches, noch setze ich mich mit der sogenannten \u201eNew Perspective\u201c, der neuen Perspektive auf Paulus auseinander. Ich befasse mich hier mit dem, was ich von ihm lerne, nicht mit den Punkten, in denen ich seine Ansicht nicht teile. Nur dieses: Allzu einfach darf man es sich bei der Kritik an Wright nicht machen. Er ist oft anderer Meinung als andere Vertreter der \u201eneuen Perspektive\u201c. Er kann somit nicht einfach mit ihnen in den gleichen Topf geworfen werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wer ist C\u00e4sar gleich? Und wer kann mit ihm k\u00e4mpfen? (frei nach Offb. 13,4b)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Als das Neue Testament fertig gestellt wurde, wahrscheinlich mit dem Buch Offenbarung, war Beteiligung an der Kaiserverehrung noch nicht zur Pflicht geworden. Das \u00e4nderte sich bald, auch wenn die neue Pflicht nicht sehr konsequent durchgesetzt wurde. Domitian, Kaiser von 81 bis 96, verlangte als Dominus et Deus, Herr und Gott, angesprochen zu werden \u2013 ein Vorgeschmack auf das, was kommen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Buch Offenbarung pr\u00e4sentiert sich unter anderem als eine Prophetie, die der Kirche angesichts dieser Bedrohung warnen und sie st\u00e4rken sollte. Es ist besonders die Darstellung des Tieres in Offenbarung 13, die darlegt, wie der Kaiser in Rom sich zunehmend zur Marionette des Drachen (und somit des Teufels) und zur Verk\u00f6rperung des B\u00f6sen entwickelte, gerade auch deswegen, weil er zunehmend zum Objekt der Verehrung und Anbetung wurde. Diese Tendenz war im Osten des Reiches, wo Johannes sein Buch schrieb, besonders ausgepr\u00e4gt. Nach der herk\u00f6mmlichen Ansicht hielten sich die Kaiser in Rom zumindest anfangs zur\u00fcck, ausgenommen so durchgeknallte Charaktere wie Caligula. In Rom erhielten die Kaiser im ersten Jahrhundert erst nach ihrem Tod den g\u00f6ttlichen Status.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wrights Beschreibung der Welt, in der Paulus lebte, besonders seine Analyse des Selbstverst\u00e4ndnisses Roms, f\u00fcgt diesem Bild einiges hinzu und korrigiert manches. Ein wichtiges Hindernis ist unser modernes westliches Denken, das stark von der Aufkl\u00e4rung gepr\u00e4gt ist. Daher denken wir in Kategorien, die sich deutlich voneinander unterscheiden, und die sich gegenseitig ausschlie\u00dfen, wie zum Beispiel \u201emenschlich\u201c und \u201eg\u00f6ttlich\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Menschen damals nahmen die Welt anders wahr. F\u00fcr sie war die Grenze zwischen \u201emenschlich\u201c und \u201eg\u00f6ttlich\u201c eher durchl\u00e4ssig. Die G\u00f6tter kamen gelegentlich auf die Erde und erzeugten dort sogar Nachwuchs. Und obwohl es eine Seltenheit war, konnten Menschen G\u00f6tter werden. Genau das geschah Julius Caesar und manchen seiner Nachfolger nach ihrem Tod. Es gab ein ganzes Spektrum von rein menschlich \u00fcber Zwischenformen hin zu den G\u00f6ttern des Olymp. Es gab somit mehr M\u00f6glichkeiten als nur \u201eMensch\u201c oder \u201eGott\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine zweite wichtige \u00dcberlegung: Man muss vieles nicht klar sagen, sondern kann es auch andeuten, indem man subtil auf das wahre Wesen des Kaisers und des Kaiserreiches anspielt. Einige Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Als Octavian, uns besser bekannt als Kaiser Augustus, 27 v. Chr. offiziell als Alleinherrscher eingesetzt wurde, erhielt er unter anderem den Titel \u201eAugustus\u201c, das hei\u00dft: der Erhabene. Der Begriff ist mehrdeutig.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Das Bild oben zeigt eine bekannte Statue des Octavian, dargestellt als Armeef\u00fchrer. Die Statue ist voller Symbolik, die zum Teil \u00fcber das Menschliche hinausgeht. Der Kaiser ist zum Beispiel barfu\u00df abgebildet. So wurden nur au\u00dfergew\u00f6hnliche Helden und G\u00f6tter, nicht aber normal Sterbliche dargestellt. Das kleine Gesch\u00f6pf links ist Cupido, der r\u00f6mische Liebesgott und ein Sohn der Venus. Er erinnert daran, dass die Familie des Octavian, wie sie behauptete, ebenfalls von dieser G\u00f6ttin abstammte. Sp\u00e4tere Kaiser gingen weiter. Es gibt eine Statue des Claudius, die ihn als Jupiter, Roms Hauptgott, darstellt, komplett mit Adler (9864; hier und nachfolgend verweisen diese Zahlen auf die Position in der Kindle Version des Buches).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Da Julius Caesar, der Adoptivvater Octavians, nach seinem Tod den Status eines Gottes zugeschrieben wurde, konnte Augustus sich logischerweise und rechtm\u00e4\u00dfig als \u201eSohn des G\u00f6ttlichen C\u00e4sar\u201c bezeichnen, was er unter anderem auf M\u00fcnzen tat. Die Formulierung ist subtil; sie bezeichnet ihn weder als Gott noch als Sohn Gottes, aber sie ist nicht weit davon entfernt. Sie deutet auf jeden Fall an, dass Augustus mehr sei als nur ein Mensch.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">M\u00fcnzen waren ohnehin wichtige Propagandamittel. Es gab kein Fernsehen und keine Verlage. Somit gab es f\u00fcr die meisten Menschen nur wenige Abbildungen, die sie je zu Gesicht bekamen. N.T. Wright erinnert uns daran, dass M\u00fcnzen \u201edie einzigen Massenkommunikationsmedien der alten Welt waren\u201c (8959). \u201eDa wir gewohnt sind, menschliche Gesichter auf M\u00fcnzen zu sehen, vergessen wir m\u00f6glicherweise, dass die R\u00f6mer erst zur Zeit von Julius Caesar begannen, lebende menschliche Wesen auf M\u00fcnzen abzubilden, und dass Augustus dies weiter entwickelte, indem er sein eigenes Bildnis auf unterschiedliche Weise darstellen lie\u00df, nicht zuletzt in der Gestalt eines Gottes\u201c (8964-68).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Hier wird sichtbar, dass es ein breites und kontinuierliches Spektrum an M\u00f6glichkeiten gab. Wenn Augustus (noch) kein Gott war, war er doch auf dem Weg dorthin, und einem g\u00f6ttlichen Wesen schon n\u00e4her und \u00e4hnlicher als normale Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferhalb Roms gab es weniger Zur\u00fcckhaltung, die Kaiser als G\u00f6tter zu bezeichnen. Dies traf vor allem im Osten zu, wo Herrscher schon seit Jahrhunderten als in gewissem Sinne g\u00f6ttlich gesehen wurden. Hier wurden die ersten Tempel f\u00fcr noch lebende Kaiser gebaut, allen voran in Pergamon 29 v. Chr. Genau genommen war Augustus zu dieser Zeit noch nicht einmal Kaiser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Besonders eindr\u00fccklich ist eine Inschrift, die in der r\u00f6mischen Provinz Asien gefunden wurde und auf 9 v. Chr. datiert wurde (zitiert in 9585-9610). Darin beschlie\u00dfen und verordnen eine Anzahl asiatischer St\u00e4dte eine \u00c4nderung des Kalenders. Das Jahr sollte in Zukunft mit dem Geburtstag des Kaisers Augustus beginnen, da dieser Tag \u201eder Anfang froher Botschaften\u201c (Griechisch: <i>euangelia<\/i>) geworden war. Im Text wird Augustus als Gott gefeiert, aber auch als \u201eRetter, der dem Krieg ein Ende setzte und alle Dinge in Ordnung brachte\u201c. Eine solche Redewendung verwendet man nicht f\u00fcr ein normales menschliches Wesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist weniger bekannt, dass diese Entwicklung zum Kaiserkult auch im Westen schon fr\u00fch anfing. Es hat mich \u00fcberrascht zu lesen, dass in Lyon in Frankreich schon 10 v. Chr. ein Altar f\u00fcr Augustus geweiht wurde. In Spanien geschah dies wahrscheinlich sogar schon 19 v. Chr. (9332, 9524). Mit einem solchen Altar ist zwar nicht eindeutig gesagt, dass der Kaiser ein Gott sei, es fehlt aber nicht mehr viel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Ideologie des R\u00f6mischen Reiches<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Eng verbunden mit der Position und dem wachsenden Status des Kaisers war die Geschichte, die Rom \u00fcber sich erz\u00e4hlte. Sie wurde zu einer Ideologie, die Roms Herrschaft \u00fcber die Welt rechtfertigen sollte. Zum Teil wurde sie mittels Statuen, M\u00fcnzen und anderer nonverbaler und oft symbolischer Medien verk\u00fcndet. Gleichzeitig handelte es sich aber auch um eine echte Erz\u00e4hlung, wie sie von manchen der gr\u00f6\u00dften Dichter Roms, allen voran von Vergil (70-19 BC) in seinem Riesenepos, in Worte gefasst wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese epische Erz\u00e4hlung war eine Neufassung der langen Geschichte Roms, in der diese Stadt von Anfang an zu H\u00f6herem bestimmt war. Es gab lange Zeitr\u00e4ume, in denen man meinen k\u00f6nnte, dass Rom seine Bestimmung nicht erf\u00fcllen w\u00fcrde. Dies traf besonders auf das Jahrhundert vor Augustus zu, eine Epoche, die von B\u00fcrgerkriegen gezeichnet war. Wie sich herausstellte, war es am dunkelsten kurz bevor die Sonne aufging. Mit Augustus erf\u00fcllte die Stadt Rom endlich ihr g\u00f6ttlich vorbestimmtes Schicksal, der ganzen Welt Gerechtigkeit, Frieden und Wohlstand zu bringen. Mit ihm begann ein neues, goldenes Zeitalter, lang ersehnt und jetzt Wirklichkeit:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Das Reich ben\u00fctzte jedes verf\u00fcgbare Mittel der Kunst, der Architektur, der Literatur und der Kultur im allgemeinen \u2013 alles von den kleinsten M\u00fcnzen bis hin zu der Neugr\u00fcndung von St\u00e4dten \u2013 um den R\u00f6mern nah und fern die Botschaft zu kommunizieren: Der Aufstieg zur Macht des Augustus war der Beginn des neuen Zeitalters, auf den Rom und die ganze Welt gewartet hatten. (8887-89)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Zunehmend wurde der Kaiser zum zentralen Symbol; er und der Kaiserkult hielten das Reich zusammen. Die neu erz\u00e4hlte Geschichte Roms funktionierte als eine Ideologie, die Roms Machtanspruch eloquent rechtfertigte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Sie war zu der Zeit die einzige Erz\u00e4hlung mit einem solch absoluten Anspruch \u2013 mit einer Ausnahme: die Geschichtsschreibung Israels, von der die meisten Juden ebenfalls glaubten, dass sie mit einem Weltreich der Gerechtigkeit und des Friedens enden w\u00fcrde, aber dann mit Jerusalem als Zentrum, nicht Rom. Paulus und die ersten Christen waren der \u00dcberzeugung, dass dieses Reich schon bestand, mit Jesus als K\u00f6nig. Deswegen war aus Sicht von Paulus die Geschichte, die Rom \u00fcber sich konstruiert hatte und in der Rom der Welt Gerechtigkeit und Frieden brachte, die Parodie; Israels Geschichte und das Evangelium bildeten das nichtverzerrte und wahre Original (so N.T Wright, frei wiedergegeben, in 10046, 36070, 36749).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kritik der Ideologie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Von j\u00fcdischer und christlicher Seite konnte eine deutliche Ablehnung dieser r\u00f6mischen Parodie nicht ausbleiben. Im Lichte des oben zitierten asiatischen Entschlusses, den Kalender zu \u00e4ndern, stellt sich der Anfang des Markusevangeliums als politisch brisant und subversiv heraus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Dies ist der Anfang des Evangeliums [wie im asiatischen Entschluss wird hier das griechische Wort <i>euangelion<\/i> verwendet] von Jesus Christus [wortw\u00f6rtlich \u201eGesalbter\u201c, aber im Grunde genommen ist die Bedeutung \u201eK\u00f6nig\u201c], dem Sohn Gottes [ein kaiserlicher Titel]. (Mk. 1,1; Luther 1984)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch andere Teile oder Aspekte des Neuen Testaments sind eine direkte Kritik an dieser kaiserzentrierten Ideologie. Jesus den Titel \u201eHerr\u201c oder \u201eden Namen, der \u00fcber alle Namen ist\u201c (Phil. 2,9; Luther 1984) zuzuschreiben, war nicht ausschlie\u00dflich eine geistliche oder theologische Aussage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn Paulus vom \u201eKommen\u201c des Herrn schreibt und dabei das griechische Wort <i>parousia<\/i> ben\u00fctzt, verwendet er aufs neue kaiserliches Vokabular. Das Wort bedeutet <em>Gegenwart<\/em> oder <em>Ankunft<\/em>. Wenn es um den Kaiser oder einen wichtigen Vertreter des Reiches ging, k\u00fcndigte es einen Besuch oder die Heimkehr an. Wir k\u00f6nnten somit von k\u00f6niglichem Besuch oder k\u00f6niglicher Anwesenheit reden. Man verwendete das Wort auch f\u00fcr den Besuch oder f\u00fcr die Erscheinung eines Gottes (29152ff).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieses Wissen hilft uns, das seltsame Ereignis, das in 1. Thessalonicher 4,13-17 angek\u00fcndigt wird, auch bekannt als die Entr\u00fcckung, besser zu verstehen. Beachte, dass es im Vers 15 um die k\u00f6nigliche Ankunft, die <i>parousia<\/i>, geht. (Nebenbei: Schon nur das macht klar, wie absurd die Idee einer \u201egeheimen\u201c Entr\u00fcckung ist, bei der Jesus zun\u00e4chst unsichtbar wiederkommt, um kurz vor der gro\u00dfen Tr\u00fcbsal seine Gemeinde einzusammeln, mehrere Jahre bevor er sichtbar wiederkommt.) Im Rahmen dieser k\u00f6niglichen Ankunft \u201ewerden wir, die wir leben und \u00fcbrig bleiben, \u2026 entr\u00fcckt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen\u201c (1. Thess. 4,17; Luther 1984). Diese Aussage spiegelt, wie St\u00e4dte den Kaiser oder seinen Vertreter bei seiner <i>parousia<\/i> ehren und willkommen hei\u00dfen w\u00fcrden: Die f\u00fchrenden B\u00fcrger der Stadt w\u00fcrden hinausgehen, nicht, um drau\u00dfen im Feld zu kampieren, sondern um den Kaiser bei seiner Ankunft zu empfangen und in die Stadt zu begleiten. Da Jesus aus dem Himmel herunterkommt, werden wir hinauf statt hinausgehen m\u00fcssen; nicht, um von Wolke zu Wolke zu schweben, sondern um ihn bei seiner R\u00fcckkehr zu begleiten. Wie wortw\u00f6rtlich dies alles geschehen wird, ist eine andere Frage, aber Sinn und Ziel der Aussage sind klar: Derjenige, dessen Einzug hier beschrieben wird, ist der wahrhafte Herrscher dieser Welt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Es kann nur einen geben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Augustus, Herr, Sohn Gottes, Retter der Welt, Dominus et Deus: des Kaisers neue Kleider. Johannes malt in Offenbarung 13 eine Karikatur: Der Kaiser (wie auch jeder andere Herrscher, der Vergleichbares von sich behauptet) ist kein Gott, sondern ein Tier mit \u201eauf seinen H\u00e4uptern l\u00e4sterlichen Namen\u201c (Offb. 13,1): die Titel des Kaisers. Dieses Tier verspricht, durch seine politischen Strukturen und seine Weltherrschaft die Welt zu retten und den Weltfrieden herbeizuf\u00fchren. Das k\u00f6nnen aber nur Gott und sein Messias; er, das Lamm, ist der wahre Weltherrscher und Heiland der Welt. Das Tier ist somit eine F\u00e4lschung: ein Pseudo-Lamm und ein Pseudo-Messias.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Am Ende des M\u00e4rchens spricht ein kleiner Junge aus, was jeder denkt: Der Kaiser hat ja gar nichts an! Durch die Offenbarung sagt Johannes (und Gott): Der Kaiser hat ja gar nichts an! Er ist gar kein Gott!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Staat und Regierung k\u00f6nnen niemals die tiefsten Probleme dieser Welt l\u00f6sen. Wenn die Staatsmacht trotzdem vorgibt, es zu k\u00f6nnen, dann ist die Katastrophe garantiert, und die Kirche kann und darf nicht mitziehen. Wie N.T. Wright sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Es kann letztendlich nicht zwei parallele eschatologische Erz\u00e4hlungen \u00fcber die Weltherrschaft geben. Entweder stellt die Geschichte Roms die wahre Geschichte dar, und der christliche Glaube muss sich damit zufriedengeben, als \u201etolerierte Religion\u201c unter ihrer Fahne eine Zuflucht zu finden. Oder die Geschichte Israels, die mit dem gekreuzigten und auferstandenen Messias ihren H\u00f6hepunkt findet, muss als die wahre Geschichte betrachtet werden, wobei die Geschichte Roms \u2026 h\u00f6chstens eine verzerrte Parodie der Wahrheit sein kann. (36067)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn Augustus, Nero und Domitian eine Chance gehabt h\u00e4tten, die Briefe des Paulus zu lesen, h\u00e4tte ihnen der Inhalt nicht gefallen. Kaiser m\u00f6gen es nicht, wenn man ihnen sagt, dass sie keine Kleider tragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Als Konsequenz gibt es f\u00fcr diejenigen, die die Version des Messias annehmen, eine doppelte Herausforderung. Die erste ist Verfolgung durch solche, die ihre eigene Version durchsetzen wollen. Die zweite ist die Versuchung, das Evangelium zu einer alternativen Ideologie zu verzerren und zu versuchen, die Welt mit C\u00e4sars Mitteln einzunehmen: mit Feuer und Eisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es handelt sich aber um das K\u00f6nigreich des Lammes, nicht das des Drachen. Unsere Waffen sind Liebe und Wahrheit, nicht Feuer und Eisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate links.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ich von N. T. Wrights W\u00e4lzer \u00fcber Paulus lerne, Teil 1 Das Buch hei\u00dft Paul and the Faithfulness of God. Ich habe es w\u00e4hrend der Weihnachtspause zu lesen angefangen und jetzt, mehr als zehn Monate sp\u00e4ter, bin ich immer noch dran. Ich lerne aber viel, und m\u00f6chte diesen Monat etwas davon weitergeben. 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