{"id":2652,"date":"2024-03-07T08:30:00","date_gmt":"2024-03-07T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=2652"},"modified":"2024-11-21T12:03:29","modified_gmt":"2024-11-21T11:03:29","slug":"cals119","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2024\/03\/cals119\/","title":{"rendered":"Enth\u00fcllung: Ein neuer Blick auf 1. Korinther 11"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\"><a href=\"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/02\/cals70\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vor vier Jahren<\/a> schrieb ich \u00fcber ein Buch von <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B003A8413G\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B003A8413G&amp;linkId=41d0139ab6dfc479edc25de0e3cfc2cc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bruce Winter (2003)<\/a> \u00fcber die sogenannten \u201eNeuen Frauen\u201c im R\u00f6mischen Reich. Winter ist der Ansicht, dass manche Frauen der Oberschicht im ersten Jahrhundert einen Lebensstil der sexuellen Freiheit auslebten und die kulturelle Norm der Sittsamkeit und Bescheidenheit f\u00fcr Frauen radikal ablehnten. Er argumentiert, dass diese Bewegung auch in der Gemeinde in Korinth einen gewissen Einfluss gewonnen habe. Dieser Hintergrund erkl\u00e4re, was in der Korinther Gemeinde vor sich ging und was Paulus dazu veranlasste, in 1. Korinther 11,2-16 zu schreiben: Frauen weigerten sich, ihr Haar zu bedecken. Obwohl ich Winters These damals \u00fcberzeugend fand, zwingt mich ein weiteres Buch, diese Erkl\u00e4rung neu zu \u00fcberdenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/LS0HLWrRhWY\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">VIDEO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Paul und Gender<\/em>: Keine \u201eNeuen Frauen\u201c?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Buch ist von Cynthia Long Westfall (2016) und der Titel lautet <a href=\"https:\/\/amzn.to\/49l58q8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Paul and Gender<\/em><\/a>. Als solches behandelt es ein breiteres Thema, aber \u00fcberschneidet sich mit Winter: Was geschah in Korinth?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Westfall (ebd.: 15) verweist auf die Kritik zu Winters These in Cohick (2009: 72-5): Es gibt kaum handfeste Belege f\u00fcr die Existenz dieser \u201eNeuen Frauen\u201c. Und falls es sie tats\u00e4chlich gegeben habe, seien sie nicht zahlreich gewesen. Es gebe keinen Beweis daf\u00fcr, dass ihr Einfluss Korinth erreicht habe, au\u00dfer dem, was wir im 1. Korintherbrief finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das ist aber ein klassischer Zirkelschluss: Die \u201eNeuen Frauen\u201c verursachten das Problem in Korinth, und das Problem in Korinth ist ein Beweis f\u00fcr die Existenz und den Einfluss der \u201eNeuen Frauen\u201c in Korinth.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Es sind nicht die Frauen, es sind die M\u00e4nner<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Westfall pr\u00e4sentiert einen ganz anderen Blick auf die Frauen und ihr Verhalten in 1. Korinther 11 als Winter (und die meisten anderen Ausleger). Ihrer Ansicht nach ging es nicht darum, dass Frauen sich weigerten, die traditionelle Kopfbedeckung zu tragen. Vielmehr zwangen die M\u00e4nner in der Gemeinde zumindest bestimmte Kategorien von Frauen (Sklavinnen und ehemalige Prostituierte) dazu:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Es wird \u00fcblicherweise ohne Frage angenommen, dass Paulus die korinthischen Frauen korrigierte. Die Textstelle ist jedoch schl\u00fcssiger, wenn man davon ausgeht, dass die korinthischen Frauen sich weigerten, ihre Kopfbedeckungen oder Schleier abzulegen, aber von den Autorit\u00e4tstr\u00e4gern, M\u00e4nnern in der Hausgemeinde oder m\u00f6glicherweise sogar von ihren eigenen Ehem\u00e4nnern, unter Druck gesetzt oder ermutigt wurden, ihre Schleier abzulegen. (Westfall 2016: 32; vgl. Esther 1,11)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Schlie\u00dflich verboten die gesellschaftlichen Regeln und das r\u00f6mische Recht sowohl den Sklavinnen als auch den Prostituierten das Tragen einer Kopfbedeckung (ebd.: 31), so dass die M\u00e4nner das Recht auf ihrer Seite hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Westfall (ebd.: 24-37) liefert \u00fcberzeugende Argumente f\u00fcr diese Erkl\u00e4rung. Zum einen argumentiert sie, dass Frauen in m\u00e4nnlich dominierten Kulturen wie dem Mittelmeerraum zur Zeit des Paulus und dem Nahen Osten heute nur ungern eine Kopfbedeckung ablegen, weil sie sich dadurch entbl\u00f6\u00dfen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Sie weist auch darauf hin, dass 1. Korinther 11,10 mit diesem Hintergrund am meisten Sinn ergibt: \u201eDarum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben\u201c, so die Lutherbibel 1984, wobei <em>Macht<\/em> oft als Kopfbedeckung und als Symbol der Unterordnung ausgelegt wird. <a href=\"https:\/\/www.wilrens.org\/2020\/02\/cals70\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wie vor vier Jahren schon dargelegt<\/a>, geht es im Kontext aber nicht um Unterordnung. Und der Vers sagt nichts \u00fcber ein Symbol oder Zeichen aus, das Frauen tragen sollten. Die korrekte \u00dcbersetzung lautet: \u201eEine Frau sollte Autorit\u00e4t \u00fcber ihr Haupt haben\u201c; denn <em>Autorit\u00e4t haben<\/em> ist im Griechischen immer aktiv und bezieht sich auf die legitime Macht, die jemand aus\u00fcben darf, nicht auf die Autorit\u00e4t, unter der die Person steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das ist aber eine \u00fcberraschende Aussage, wenn Paulus versucht die Frauen zu korrigieren und will, dass sie aufh\u00f6ren die Kopfbedeckung abzulehnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wahrscheinlicher ist, dass Paulus sich im Streit zwischen M\u00e4nnern und Frauen direkt auf die Seite der Frauen stellt. Er unterst\u00fctzt ihr Recht, eine Kopfbedeckung zu tragen. Selbst Sklavinnen und ehemalige Prostituierte \u2013 wenn es welche gab \u2013 mussten sich in der Gemeinde nicht den Blicken der M\u00e4nner aussetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch die Bemerkung \u00fcber die Streitsucht, die den Abschnitt abschlie\u00dft (1. Kor. 11,16), st\u00fctzt Westfalls Ansicht: Die verwendeten W\u00f6rter sind m\u00e4nnlich, nicht weiblich (ebd.: 36f). Zumindest einige von denen, die sich mit Paulus \u00fcber die Kopfbedeckung stritten, sind m\u00e4nnlich, nicht weiblich. Paulus korrigiert nicht die Frauen; er korrigiert die M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Korinther 11 verstehen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Westfall versetzt uns in eine bessere Position, um 1. Korinther 11 zu interpretieren. Um den Abschnitt zu verstehen, m\u00fcssen wir (1) die kulturelle Praxis und Bedeutung der Kopfbedeckung zu dieser Zeit verstehen; (2) die Bedeutung der Metapher <em>Haupt (<\/em>griechisch <em>kephale) <\/em>in diesem Zusammenhang bestimmen; und (3) die Argumentation in Bezug auf Sch\u00f6pfung und Herrlichkeit erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Kulturelle Praxis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich sollte darauf hinweisen, dass es keine Meinungsverschiedenheit zwischen Winter und Westfall in Bezug auf kulturelle Praxis und Bedeutung gibt. Westfall enth\u00e4lt allerdings die wesentliche Erg\u00e4nzung, die bei Winter fehlt, dass Sklavinnen und Prostituierten damals vom Tragen eines Schleiers ausgeschlossen waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Kopfbedeckung signalisierte Sittsamkeit und Bescheidenheit; sie stand f\u00fcr die Ehre der Frau und gew\u00e4hrte ihr Schutz. Sie bedeutete keine Unterordnung:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Es ist wichtig festzustellen, was die Kopfbedeckung f\u00fcr Frauen in der griechisch-r\u00f6mischen Kultur bedeutete und was es bedeutete, einen unbedeckten Kopf zu haben &#8230; Aber in traditionellen Bibelstudien sind die meisten davon ausgegangen, dass Verschleierung in 1. Korinther 11,3-16 \u201eUnterordnung\u201c bedeutet, ohne sich mit der Bedeutung zu befassen, die die Verschleierung f\u00fcr Frauen in der alten \u00f6stlichen Mittelmeerkultur oder in ihrer verbreiteten Verwendung in einer Reihe moderner Kulturen hatte und hat. Kenneth Bailey stellt fest: \u201eIn der traditionellen Gesellschaft des Nahen Ostens, von den Tagen der j\u00fcdischen Rabbiner bis heute, war und ist eine Frau verpflichtet, ihr Haar in der \u00d6ffentlichkeit zu bedecken.\u201c (Westfall 2016: 26, zitiert nach Bailey 2008: 248)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Und der Grund? Haare galten im Nahen Osten und gelten dort oft auch heute noch als erregend; anst\u00e4ndige Frauen w\u00fcrden die Haare bedecken wollen. Deshalb:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Paulus war wie andere Mitglieder seiner Kultur der Meinung, dass Haare sexy oder ein Mittel der Anziehung seien (11,15). Die Sch\u00f6nheit einer bescheidenen und keuschen Frau sollte nicht \u00f6ffentlich zur Schau gestellt, sondern nur ihrem Ehemann gezeigt werden. (ebd.: 30)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg?resize=200%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2655\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg?resize=683%2C1024&amp;ssl=1 683w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg?resize=768%2C1152&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg?resize=1024%2C1536&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg?w=1365&amp;ssl=1 1365w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nguyen 2019, CC BY 4.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Die Bedeutung von <em>Kephale<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Verwendung des Begriffs <em>kephale<\/em> (griechisch: <em>Kopf <\/em>oder<em> Haupt<\/em>) als Bild oder Metapher hat erregte Debatten ausgel\u00f6st. Ich kann hier nur kurz zusammenfassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zun\u00e4chst einmal: In der deutschen Sprache suggeriert die Metapher<em> Haupt<\/em> Autorit\u00e4t oder F\u00fchrung. Im Hebr\u00e4ischen kann <em>Haupt<\/em> ebenfalls Autorit\u00e4t bedeuten. Im Griechischen ist das aber NICHT der Fall. Interessanterweise: In der alten \u00dcbersetzung der hebr\u00e4ischen Bibel ins Griechische, der Septuaginta, wird der hebr\u00e4ischeBegriff f\u00fcr<em> Haupt<\/em>, wenn er im \u00fcbertragenen Sinne verwendet wird, nur in wenigen F\u00e4llen mit dem griechischen Begriff f\u00fcr <em>Haupt<\/em> (<em>kephale<\/em>) \u00fcbersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Stattdessen kann <em>kephale<\/em>, wenn das Wort im Griechischen als Metapher verwendet wird<em>, <\/em>mehrere andere Bedeutungen annehmen. Eine davon ist die Idee <em>Quelle<\/em> oder <em>Ursprung<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine solche Bedeutungsoption (<em>Quelle<\/em> oder <em>Ursprung<\/em>) wird manchmal bestritten. (Die Bedeutung passt jedoch au\u00dferordentlich gut zur Logik und Argumentation von 1. Korinther 11 \u2013 und zwar so gut, dass die Verwendung hier ausreichen k\u00f6nnte, um sie als innovative Benutzung der Metapher durch Paulus zu etablieren, selbst wenn diese Bedeutung nicht an anderer Stelle nachgewiesen werden k\u00f6nnte.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Allerdings wird bei der Ablehnung der potenziellen Bedeutung von <em>Quelle<\/em> und<em> Ursprung <\/em>\u00fcbersehen, dass wir nicht unbedingt anbiologischen Ursprungdenken m\u00fcssen. Offensichtlich sind der Ehemann und M\u00e4nner im Allgemeinen biologisch nicht der Ursprung ihrer Ehefrau oder Frauen allgemein. Die Idee kann aber auch<em> Quelle des Lebens<\/em> sein und sich auf den Versorger oder Broterwerber beziehen: denjenigen, der ein Leben n\u00e4hrt und erh\u00e4lt. Auch <em>Quelle der Identit\u00e4t<\/em>, insbesondere im Kontext der Familie, ist m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies ist die Bedeutung, die es laut Westfall (2016: 38) im Kontext von 1. Korinther 11 hat: <em>Ursprung, <\/em>sowohl des Lebensals auch der Identit\u00e4t, denn verwendet wird hier die \u201eSprache der Urspr\u00fcnge des Lebens und der Sch\u00f6pfung nach dem Bilde Gottes in 11,7-12\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferdem gibt es die Verbindung zu 1. Korinther 11,3. Dieser Vers ist der Ausgangspunkt des Paulus, seine Grundlage f\u00fcr die Argumentation, die folgt, obwohl nicht sofort klar ist, wie seine drei Aussagen mit dem Rest des Textes zusammenh\u00e4ngen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Das Haupt [Gr. <em>kephale<\/em>] eines jeden Mannes ist Christus<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Das Haupt einer Ehefrau\/Frau ist der Ehemann\/Mann<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Das Haupt Christi ist Gott<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn Paulus damit eine Hierarchie begr\u00fcnden will (Gott \u2013 Christus \u2013 Mann \u2013 Frau), ist seine Reihenfolge verwirrend. Die Aussagen passen aber hervorragend zur Idee der Herkunft.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Bei der ersten Aussage k\u00f6nnte man denken, es geht um Christus als Quelle und Ursprung des Lebens in der Erl\u00f6sung. Aufgrund des Kontextes (der Sch\u00f6pfung) denkt Paulus jedoch eher an Christus als das Wort und das urspr\u00fcngliche Ebenbild Gottes (2. Kor. 4,4; vgl. Hebr. 1,3): \u201eChristus ist die Quelle des Lebens des Menschen, weil er der Sch\u00f6pfer ist, der den Menschen in 1. Mose 2,4-9 geformt hat\u201c (ebd.: 87).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Laut der zweiten Aussage kommt die Frau vom Mann: \u201eDer Mann ist die Quelle des Lebens der Frau, weil sie in 1. Mose 2,18-23 aus dem Mann erschaffen wurde\u201c (ebd.). Paulus wird dies sp\u00e4ter ausgleichen, indem er auf die Tatsache hinweist, dass jetzt jeder Mann von einer Frau geboren wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und bei der dritten Aussage geht es nicht um die F\u00fchrung innerhalb der Dreifaltigkeit. Der Vater und der Sohn sind gleichberechtigt. Es gibt keine einseitige Unterordnung. Es geht hier entweder um den ewigen Sohn, der aus dem Vater hervorgeht, oder vielleicht um Jesus als den g\u00f6ttlichen Sohn, der von Gott geboren wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Westfall (ebd.: 38) paraphrasiert daher 1. Korinther 11,3 wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Aber ich m\u00f6chte, dass ihr erkennt, dass das Leben eines jeden Mannes von Christus kommt, das Leben der Frau vom Mann und das Leben Christi von Gott.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieses Verst\u00e4ndnis von <em>kephale<\/em> erkl\u00e4rt \u00fcbrigens auch Paulus\u2018 Verst\u00e4ndnis von Adam und Christus als Haupt des Menschengeschlechts:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Adam ist das Haupt der Menschheit, weil er die Quelle des biologischen Lebens ist. Adam wird von der Menschheit keine \u00dcberlegenheit, Ehre, Autorit\u00e4t oder Ehrfurcht zuteil; Vielmehr handelt es sich um eine Beziehung der Identit\u00e4t, die sich aus ihrem Ursprung ergibt und die Paulus negativ bewertet. Jesus l\u00f6st Adam als Haupt ab, weil Jesus die geistliche, lebensspendende Quelle ist, die die Gemeinde n\u00e4hrt, und die Gemeinde bildet eine organische Einheit mit ihm. (ebd.: 85f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Die Logik der Herrlichkeit in 1. Korinther 11<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Zum Teil basiert die Argumentation des Paulus in 1. Korinther 11,4-16 auf kulturellen Normen, die relativ und zeitlich begrenzt sind (1. Kor. 11,4-6 und 1. Kor. 11,13-15; man beachte die chiastische Struktur, siehe Bild). Wir empfinden keine Scham aufgrund dessen, ob unser Haupt im Gebet bedeckt ist oder nicht. Es ist in der westlichen Kultur auch keine Schande f\u00fcr eine Frau, kurze Haare zu haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-chiasm-D.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"720\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-chiasm-D.jpg?resize=960%2C720&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2654\" style=\"width:480px;height:360px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-chiasm-D.jpg?w=960&amp;ssl=1 960w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-chiasm-D.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-chiasm-D.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Um was geht es hier? Einfach ausgedr\u00fcckt: Paulus m\u00f6chte nicht, dass die Gemeinde aufgrund der Art und Weise, wie sich ihre Mitglieder kleiden oder ihre Haare tragen, auf schockierende Weise auff\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber im Zentrum des Abschnitts wechselt Paulus zu einem Argument, das auf der Sch\u00f6pfung basiert (1. Kor. 11,7-9 und 1. Kor. 11,11f). Wie funktioniert dieses Argument und welche Rolle spielt <em>Herrlichkeit<\/em> dabei?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Text wird oft so gelesen, als sei die Frau \u201enur\u201c die Herrlichkeit des Mannes und daher weniger als der Mann, der schlie\u00dflich das Bild und die Herrlichkeit [Luther: <em>der Abglanz<\/em>] Gottes ist. Paulus wusste jedoch sehr wohl, dass in 1. Mose 1,26f das Bild Gottes sowohl m\u00e4nnlich als auch weiblich ist: Die Frau ist (auch) das Ebenbild Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Paulus geht es nicht darum, dass die Frau <em>weniger <\/em>hat oder ist als der Mann, sondern darum, dass sie etwas ist, was der Mann nicht ist: Sie ist n\u00e4mlich (auch) die Herrlichkeit des Mannes (w\u00e4hrend der Mann nicht die Herrlichkeit der Frau ist). <em>Und aus diesem Grund kleideten sie sich in dieser Kultur auf unterschiedliche Weise<\/em>. Die Herrlichkeit und Sch\u00f6nheit der Frauen waren zu stark \u2013 f\u00fcr diejenigen, die an einen solchen Anblick nicht gew\u00f6hnt waren \u2013, um sie in vollem Umfang \u00f6ffentlich zur Schau zu stellen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Was kann es dann bedeuten, dass der Mann die Herrlichkeit Gottes ist, die Frau aber die Herrlichkeit des Mannes? In diesem Zusammenhang zeigt der Mann seine Demut, indem er vor Gott als das ungeschm\u00fcckte Ebenbild Gottes erscheint, und die Frau erweist Gott, sich selbst und ihrer Familie Ehre, indem sie ihre Herrlichkeit\/Sch\u00f6nheit in der \u00d6ffentlichkeit und im Gottesdienst mindert. (Westfall 2016: 40)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">[Frauen] sind visuell die Herrlichkeit der Herrlichkeit \u2013 das hei\u00dft, Frauen haben die gr\u00f6\u00dfere Herrlichkeit. Die Tatsache, dass die Frau um des Mannes willen geschaffen wurde (1. Kor. 11,9), deutet auf den Zweck ihrer gr\u00f6\u00dferen Sch\u00f6nheit und ihrer Anziehungskraft f\u00fcr den Mann hin. Paulus argumentiert, dass das \u201eHaupt\u201c der Frau im Gottesdienst bedeckt sein muss, damit die Verherrlichung auf Gott gerichtet ist [nicht auf die Sch\u00f6nheit der Frau]. (ebd.: 41)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">An dieser Stelle ist es wichtig, sich an die kulturelle Bedeutung und Wahrnehmung von weiblichem Haar und einem unbedeckten Kopf zu erinnern:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Das Haar einer Frau ist ein prim\u00e4rer Teil der Sch\u00f6nheit, was der Grund f\u00fcr die Verschleierung ist. Wenn eine Frau mit unbedecktem Haupt betet oder prophezeit, konkurriert die herrliche Erscheinung ihres Haares mit der Anbetung Gottes, weil es die \u201eHerrlichkeit des Mannes\u201c (1. Kor. 11,15) zeigt. F\u00fcr eine Frau war ihr unbedeckter Kopf ein Stigma, weil er in der Kultur sexuelle Verf\u00fcgbarkeit, Unreinheit und niedrigen Status symbolisierte (1. Korinther 11,5-6). (ebd.: 68)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Deshalb mussten in dieser Kultur die Haare im Gottesdienst bedeckt sein (und M\u00e4nner sollten Frauen nicht davon abhalten, dies zu tun):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn es um die \u00e4u\u00dfere Erscheinung geht, gibt es einen Unterschied zwischen der Herrlichkeit der M\u00e4nner und der Herrlichkeit der Frauen. In \u00dcbereinstimmung mit der Kultur glaubte Paulus, dass Gott die Frau geschaffen hat, um attraktiver oder herrlicher zu sein, so dass sie die Herrlichkeit des Mannes ist. Dies wird zu einem pragmatischen Problem genau an dem Punkt, an dem Frauen versuchen, den Geist in Prophetie zu manifestieren (1. Kor. 11,5; 12,7, 10), oder wenn sie im Gebet f\u00fchren, um Gott anzubeten. Das Mandat zur Verschleierung sollte jedoch weder als Polemik gegen Frauen noch als Unterordnung der Frauen unter die M\u00e4nner verstanden werden, denn die Verschleierung war ihr Schutz und ein Zeichen f\u00fcr den Status und die Ehre, die eine Frau in der griechisch-r\u00f6mischen Kultur besitzen konnte. (ebd.: 70)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das hat nichts mit Autorit\u00e4tsstrukturen zu tun:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Sein [Paulus] Fokus und seine Sorge liegen nicht darauf, die Autorit\u00e4t oder Kontrolle der Ehem\u00e4nner \u00fcber ihre Frauen zu st\u00e4rken oder zu vergr\u00f6\u00dfern, sondern vielmehr sicherzustellen, dass Gott verherrlicht wird, dass die Frauen nicht pers\u00f6nlich entehrt oder besch\u00e4mt werden, w\u00e4hrend sie beten und prophezeien, und dass sie keine unangemessene Botschaft durch ihre Kleidung aussenden, indem sie ihre Haare zeigen, w\u00e4hrend sie dienen und anbeten. Wenn Frauen sich weigerten, ihre Kopfbedeckung abzunehmen, unterst\u00fctzte Paulus sie, ihr Urteilsverm\u00f6gen und ihre Ehre innerhalb der Gemeinde, m\u00f6glicherweise sogar gegen die Gemeindeleitung. (ebd.: 42)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-anja-bauermann-sUoG-rKMuOI-unsplash-scaled.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"199\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-anja-bauermann-sUoG-rKMuOI-unsplash.jpg?resize=199%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2653\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-anja-bauermann-sUoG-rKMuOI-unsplash-scaled.jpg?resize=199%2C300&amp;ssl=1 199w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-anja-bauermann-sUoG-rKMuOI-unsplash-scaled.jpg?resize=680%2C1024&amp;ssl=1 680w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-anja-bauermann-sUoG-rKMuOI-unsplash-scaled.jpg?resize=768%2C1156&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-anja-bauermann-sUoG-rKMuOI-unsplash-scaled.jpg?resize=1020%2C1536&amp;ssl=1 1020w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-anja-bauermann-sUoG-rKMuOI-unsplash-scaled.jpg?resize=1360%2C2048&amp;ssl=1 1360w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/cals-119-anja-bauermann-sUoG-rKMuOI-unsplash-scaled.jpg?w=1700&amp;ssl=1 1700w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterwanderung der Stereotypen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Obwohl es sich nicht direkt auf 1. Korinther 11 bezieht, ist das, was folgt, zu gut und zu wichtig, um es wegzulassen. Es liefert ein zus\u00e4tzliches und starkes Argument gegen den Ausschluss von Frauen aus der Lehre oder von F\u00fchrungspositionen. Das Argument basiert auf Paulus\u2018 Verwendung von m\u00e4nnlichen und weiblichen Stereotypen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Erstens sollten wir anerkennen, dass es unwahrscheinlich ist, dass Paulus unkritisch kulturelle Normen unterst\u00fctzen w\u00fcrde; er tat dies auf jeden Fall nicht, wenn es um F\u00fchrung oder Weisheit und Rhetorik ging:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Viele Ausleger gehen davon aus, dass Paulus Geschlechterstereotypen in der griechisch-r\u00f6mischen Kultur best\u00e4tigt hat, weil sie glauben, dass der Haushaltskodex, der in den Paulusbriefen zu finden ist, einfache Wiederholungen und Best\u00e4tigungen dessen enthalten, was f\u00fcr die Rolle des Mannes und die Rolle der Frau im griechisch-r\u00f6mischen Haushalt typisch war (z.B. Kol. 3,18-4,1 \/\/ Eph. 5,18, 21-6,9). Diese Annahme ist ein sehr merkw\u00fcrdiger Ausgangspunkt f\u00fcr eine Theologie der Geschlechter, wenn man bedenkt, dass Paulus in R\u00f6mer 12,1-2 auf Nichtkonformit\u00e4t mit der Kultur dr\u00e4ngt. Paulus war sich des Drucks seiner Kultur sehr bewusst, der versuchte, ihn in die stereotypen m\u00e4nnlichen Rollen des F\u00fchrers und Redners zu pressen. Paulus lehnte diese Modelle f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr seine Gemeinden sowohl in seiner Theologie als auch in seinen Erwartungen ausdr\u00fccklich ab. (Westfall 2016: 45)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir w\u00fcrden erwarten, dass Paulus das Gleiche f\u00fcr kulturelle Vorstellungen \u00fcber Geschlecht tut. Und tats\u00e4chlich stellt sich heraus, dass Paulus regelm\u00e4\u00dfig m\u00e4nnliche Bilder verwendet, um ALLE Gl\u00e4ubigen zu beschreiben, M\u00e4nner und Frauen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Paulus wandte oft m\u00e4nnliche Bilder auf alle Gl\u00e4ubigen an. Dazu geh\u00f6ren Eigenschaften wie St\u00e4rke und Geschicklichkeit im Krieg, im sportlichen Wettkampf und im Gladiatorenkampf. (ebd.: 46f)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">[\u00dcber die geistliche Waffenr\u00fcstung in Epheser 6,10ff:] Diese Aspekte der geistlichen Kriegsf\u00fchrung, die die R\u00fcstung symbolisiert, sind f\u00fcr alle Christen, unabh\u00e4ngig von ihrem Geschlecht, von wesentlicher Bedeutung. Indem er alle Christen mit Bildern der m\u00e4nnlichen Kriegsf\u00fchrung konfrontierte, lud Paulus Frauen ein und ermutigte sie, sich direkt mit einer der m\u00e4nnlichen Ikonen dieser Kultur zu identifizieren. (ebd.: 48)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Am auff\u00e4lligsten ist das Gebot des Paulus an die Korinther \u2013 an alle, M\u00e4nner und Frauen \u2013, m\u00e4nnlich zu sein oder ein Mann zu werden (1. Kor. 16,13, \u00fcbersetzt mit \u201eseid mutig!\u201c, angeblich eine \u201em\u00e4nnliche\u201c Tugend).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Indem Paulus diese Eigenschaften sowohl auf M\u00e4nner als auch auf Frauen ausdehnt, l\u00e4dt er Frauen ein, sich mit m\u00e4nnlichen Stereotypen zu identifizieren. Aber er geht auch in die andere Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In einem \u00fcberraschenden Schritt verwendet Paulus m\u00fctterliche Bilder f\u00fcr den pastoralen Dienst, indem er sein Engagement f\u00fcr die F\u00fcrsorge der Gl\u00e4ubigen mit Metaphern f\u00fcr die Geburt und das Stillen darstellt: \u201eMilch habe ich euch zu trinken gegeben\u201c (1. Kor. 3,2), zu einer Zeit, als die Milch f\u00fcr S\u00e4uglinge nicht aus der Flasche, sondern aus der Brust kam (ebd.: 52; man beachte, dass das AT \u00e4hnliche Bilder f\u00fcr Gott verwendet!).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies steht im Gegensatz zu stereotypen m\u00e4nnlichen F\u00fchrungsbildern. Paulus betont, dass weibliche Rollen geeignete Bilder f\u00fcr den geistlichen Dienst sind. Wenn man es in diesem Licht betrachtet, k\u00f6nnte man sich fragen, warum Frauen oft von der Arbeit als Pastorinnen ausgeschlossen werden, wenn man bedenkt, dass sie, wenn die Klischees stimmen, hervorragend f\u00fcr den Job ger\u00fcstet sind:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">In 1. Korinther 3,1-2 greift Paulus auf die Bilder des Stillens und der fr\u00fchkindlichen Betreuung zur\u00fcck, um die pastorale F\u00fcrsorge zu beschreiben, die f\u00fcr neue und unreife Gl\u00e4ubige notwendig ist &#8230; W\u00e4hrend im Fall von Korinth der Hinweis auf das Stillen etwas abwertend war, war er im Fall der Gemeindegr\u00fcndung in Thessalonich eine prim\u00e4re Metapher f\u00fcr vorbildliche F\u00fcrsorge [1. Thess 2,6f] &#8230; Es ist bezeichnend, dass Paulus sich mit diesen biologischen weiblichen Rollen identifizierte, die Frauen am meisten von M\u00e4nnern unterscheiden, und intime weibliche Rollen in Kontrast zur stereotypen Dominanz m\u00e4nnlicher F\u00fchrer setzte. Paulus\u2018 Verwendung von m\u00fctterlichen Bildern f\u00fcr die Seelsorge verdeutlicht die Vereinbarkeit vom pastoralen Dienst mit weiblichem Engagement und einer weiblichen Rolle der F\u00fcrsorge, aber er geht nicht davon aus, dass ein Mann nicht zu vergleichbarer Intimit\u00e4t, F\u00fcrsorge und Hingabe f\u00e4hig ist. Es ist daher seltsam, dass Paulus den pastoralen Dienst als m\u00fctterliche F\u00fcrsorge definiert, dass aber historisch gesehen Frauen auf der Grundlage anderer paulinischer Schriften von kirchlichen Positionen ausgeschlossen wurden, die einen pastoralen Dienst beinhalten. (ebd.: 53f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Die bemerkenswerteste Subversion stereotyper Geschlechterrollen bei Paulus, so Westfall (ebd.: 56-59), findet sich in Epheser 5,21-33. Der Ehemann, dem zun\u00e4chst Autorit\u00e4t zugesprochen wird, ist in der Braut Christi aufgenommen. In Bezug auf seine Frau ist er f\u00fcr Aktivit\u00e4ten verantwortlich, die traditionell dem Bereich der Frauen zuzuordnen sind (Liebe, F\u00fcrsorge, Pflege). Darin \u00e4hnelt er Christus, der die Kirche w\u00e4scht, reinigt und kleidet (gelinde gesagt: <em>keine<\/em> m\u00e4nnlichen Aufgaben!). Indem Paulus M\u00e4nner als f\u00fcrsorglich f\u00fcr ihre Frauen darstellt und Christus dies f\u00fcr die Gemeinde tut, nehmen beide f\u00fcr ihre Kultur typisch weibliche Rollen ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Kurz gesagt, in Epheser 5 \u201ewird den M\u00e4nnern geboten, ihre Funktion als Haupt auszu\u00fcben, indem sie sich mehr wie Frauen verhalten\u201c (ebd.: 59).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Paulus dehnt m\u00e4nnliche Tugenden auf Frauen aus und verwendet traditionell weibliche Rollen und T\u00e4tigkeiten, um den Dienst in der Gemeinde zu beschreiben. Er scheint sich nicht sonderlich darum zu k\u00fcmmern, traditionelle Rollen aufrechtzuerhalten, wie sie von der gefallenen und von Gott abgewandten Kultur vorgeschrieben werden, abgesehen von der Notwendigkeit strategischer Kompromisse, um diese Kultur zu erreichen und zu erl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Denn in Christus haben wir alle am Dienst der Vers\u00f6hnung teil, entsprechend unseren Gaben, nicht nach unserem Geschlecht, und wir geh\u00f6ren alle zum k\u00f6niglichen Priestertum, berufen, mit ihm zu herrschen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob wir m\u00e4nnlich oder weiblich sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Mortel, Richard. 2016. \u201cLivia Drusilla, wife of Augustus and mother of Tiberius, d. 19 CE, National Archeological Museum, Madrid (1) (29074219390).jpg\u201d &lt;<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Livia_Drusilla,_wife_of_Augustus_and_mother_of_Tiberius,_d._19_CE,_National_Archeological_Museum,_Madrid_(1)_(29074219390).jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Livia_Drusilla,_wife_of_Augustus_and_mother_of_Tiberius,_d._19_CE,_National_Archeological_Museum,_Madrid_(1)_(29074219390).jpg<\/a>&gt; [Accessed 8 January 2020] CC BY 2.0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nguyen, Marie-Lan. 2019. \u201cMessalina from Rome Louvre\u201d &lt;<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Messalina_from_Rome_Louvre_Ma1224_n5.jpg<\/a>&gt; [Accessed 6 February 2024] CC-BY 4.0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bauermann, Anja. 2023 &lt;<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/a-black-and-white-photo-of-a-womans-head-sUoG-rKMuOI\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/unsplash.com\/photos\/a-black-and-white-photo-of-a-womans-head-sUoG-rKMuOI<\/a>&gt; [Accessed 5 February 2024] CC0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Titel wurde mit Hilfe von ChatGPT generiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bailey, Kenneth E. 2008. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3u9Sue9\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Jesus through Middle Eastern Eyes: Cultural Studies in the Gospels <\/em><\/a>(Downers Grove, IL: IVP Academic) (bezahlter Link)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Cohick, Lynn H. 2009. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3SGziN5\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Women in the World of the Earliest Christians: Illuminating Ancient Ways of Life<\/em><\/a> (Grand Rapids, MI: Baker Academic) (bezahlter Link)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Westfall, Cynthia Long. 2016. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/49l58q8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Paul and Gender: Reclaiming the Apostle\u2019s Vision for Men and Women in Christ<\/em><\/a> (Grand Rapids, MI: Baker Academic) (bezahlter Link)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Winter, Bruce W. 2003. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B003A8413G\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B003A8413G&amp;linkId=41d0139ab6dfc479edc25de0e3cfc2cc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Roman Wives, Roman Widows: The Appearance of New Women and the Pauline Communities<\/em><\/a> (Grand Rapids, MI: W. B. Eerdmans) (bezahlter Link)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verk\u00e4ufen. Einige der Links in diesem Text sind \u201eAffiliate Links\u201c. Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor vier Jahren schrieb ich \u00fcber ein Buch von Bruce Winter (2003) \u00fcber die sogenannten \u201eNeuen Frauen\u201c im R\u00f6mischen Reich. Winter ist der Ansicht, dass manche Frauen der Oberschicht im ersten Jahrhundert einen Lebensstil der sexuellen Freiheit auslebten und die kulturelle Norm der Sittsamkeit und Bescheidenheit f\u00fcr Frauen radikal ablehnten. 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