{"id":2437,"date":"2023-01-05T08:30:00","date_gmt":"2023-01-05T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=2437"},"modified":"2024-08-06T14:37:08","modified_gmt":"2024-08-06T12:37:08","slug":"cals104","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2023\/01\/cals104\/","title":{"rendered":"Erbs\u00fcnde: Eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Unerkl\u00e4rliche (Teil 2)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">In <a href=\"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2022\/11\/cals103\/\">einer fr\u00fcheren Ausgabe<\/a> habe ich mit einer Untersuchung der Erbs\u00fcnde begonnen. 1. Mose 3 beschreibt ihren Ursprung: Etwas geschah, damals. In R\u00f6mer 5 sieht Paulus in diesem Ereignis den Grund daf\u00fcr, dass alle Menschen unter dem Urteil des Todes stehen, m.E. aufgrund einer Erb<em>verurteilung<\/em>, nicht einer Erb<em>schuld<\/em>. Eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die universelle menschliche S\u00fcndhaftigkeit, eine empirische Tatsache, fand ich dort aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In dieser Ausgabe werde ich mich mit Erkl\u00e4rungsvorschl\u00e4gen f\u00fcr diese unvermeidbare Neigung zur S\u00fcnde befassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/ikE398LLLnI\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals-104-original-sin-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erkl\u00e4rungen in Vergangenheit und Gegenwart<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie l\u00e4sst sich die Erbs\u00fcnde erkl\u00e4ren? Die Meinungen gehen auseinander, und die Antworten haben sich im Laufe der Jahrhunderte ge\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-family-g622d4a2ec_1920.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-family-g622d4a2ec_1920.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2432\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-family-g622d4a2ec_1920.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-family-g622d4a2ec_1920.jpg?resize=1024%2C684&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-family-g622d4a2ec_1920.jpg?resize=768%2C513&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-family-g622d4a2ec_1920.jpg?resize=1536%2C1026&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-family-g622d4a2ec_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Das biologische Modell.<\/strong> Der Kirchenvater Augustinus glaubte, dass die Erbs\u00fcnde von Generation zu Generation weitergegeben (\u00fcbertragen) wird, zusammen mit oder als Teil der menschlichen Natur. Es handelt sich um einen nahezu biologischen Prozess, der mit der genetischen Vererbung vergleichbar ist. Das macht es schwierig, von unserer Verantwortung f\u00fcr die S\u00fcnde zu sprechen. Au\u00dferdem kann die S\u00fcnde oder die S\u00fcndhaftigkeit kaum biologisch bedingt sein. Sie ist nicht in unserer DNS enthalten; es gibt kein Gen f\u00fcr S\u00fcnde. Es stellt sich heraus, dass diese Erkl\u00e4rung keine ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Das Fehlen von etwas.<\/strong> Erbs\u00fcnde muss nicht unbedingt <em>etwas<\/em> sein; sie k\u00f6nnte auch ein Mangel sein, die <em>Abwesenheit<\/em> van etwas. In der mittelalterlichen und katholischen Theologie wird dieser Mangel als urspr\u00fcngliche Gerechtigkeit verstanden, die Adam durch den S\u00fcndenfall verloren hat. Die urspr\u00fcngliche Gerechtigkeit war ein g\u00f6ttliches Geschenk, das den Menschen bef\u00e4higt h\u00e4tte, in \u00dcbereinstimmung mit Gottes Willen zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies erscheint jedoch etwas d\u00fcnn. Warum sollte der Mensch ohne diese Gabe, in seinem nat\u00fcrlichen, geschaffenen (!) Zustand, grunds\u00e4tzlich zur S\u00fcnde neigen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Der Beziehungsfaktor.<\/strong> Alternativ k\u00f6nnte das Fehlen einer Beziehung zu Gott das Problem sein. Diese Beziehung war nach Eden verloren gegangen: Die Menschen lebten ohne Gott. Menschen, die in ein gottloses Vakuum hineingeboren werden, wenden sich ganz nat\u00fcrlich nach innen statt nach oben; sie f\u00fchren schlie\u00dflich im wahrsten Sinne des Wortes ein <em>gottloses<\/em> Leben. Das l\u00e4sst uns wenig oder gar keine Chance, ein rechtschaffenes und gottgef\u00e4lliges Leben zu f\u00fchren. Wir k\u00f6nnen den Gott, den wir nicht kennen, nicht lieben, geschweige denn mit ganzem Herzen, Verstand und Seele, wie wir es sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In der Theologie wurde die Erbs\u00fcnde mit mehreren \u201eWurzels\u00fcnden\u201c gleichgesetzt, die angeblich ihr Wesen ausmachen: Unglaube, Stolz, nichtauthentisch leben, Mangel an Liebe und Egoismus. Mir scheint jedoch, dass die Erbs\u00fcnde all diesen Dingen vorausgeht. Sie sind ihre Folgen, nicht die Erbs\u00fcnde selbst. Mit Ausnahme vielleicht der fehlenden oder fehlgeleiteten Liebe; die kommt eventuell als Essenz der Erbs\u00fcnde in Frage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Das realistische Verst\u00e4ndnis.<\/strong> Wir waren alle w\u00f6rtlich \u201ein Adam\u201c, weil wir seine Nachkommen sind und daher noch \u201ein ihm\u201c waren. Wir finden eine solche Idee in Hebr\u00e4er 7,9f: \u201eUnd sozusagen ist auch Levi, der doch selbst den Zehnten nimmt, in Abraham mit dem Zehnten belegt worden. Denn er sollte seinem Stammvater ja erst noch geboren werden, als Melchisedek diesem entgegenging.\u201c. Die einleitende Formulierung, \u201esozusagen\u201c, deutet jedoch darauf hin, dass der Autor wei\u00df, dass er es hier auf die Spitze treibt, um des rhetorischen Effekts willen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was w\u00e4re, wenn wir diese Idee auf alle anwenden w\u00fcrden, die Vater oder Mutter geworden sind? Haben alle ihre Nachkommen Anteil an dem, was ihre Eltern vor der Geburt oder Empf\u00e4ngnis getan haben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich w\u00fcsste nicht, wie man mit dem heutigen biologischen Wissen \u00fcberzeugend argumentieren k\u00f6nnte, dass wir \u201ewirklich\u201c in Adam anwesend waren. Und ich bin mir nicht sicher, ob es viel erkl\u00e4rt, selbst wenn es so war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Das f\u00f6deralistische Modell.<\/strong> <em>F\u00f6deral<\/em> leitet sich vom lateinischen <em>foedus<\/em> ab, was <em>Bund<\/em> oder <em>B\u00fcndnis<\/em> bedeutet. In diesem Modell war Adam durch einen g\u00f6ttlichen Bund unser rechtliches Oberhaupt, das uns vertrat, \u00e4hnlich wie ein Monarch oder Pr\u00e4sident eine Nation repr\u00e4sentiert. Als Vertreter der Menschheit hat Adam die Entscheidung f\u00fcr uns getroffen. Wegen seiner \u00dcbertretung sind wir zum Tode verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es stimmt, dass Entscheidungen, die zum Beispiel von Staatsoberh\u00e4uptern oder anderen gesetzlichen Vertretern getroffen werden, Konsequenzen f\u00fcr die Menschen haben, die sie vertreten. Wir w\u00fcrden jedoch normalerweise die Vertretenen nicht als individuell schuldig betrachten. Kein Deutscher, der nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde, ist schuldig an den deutschen Verbrechen w\u00e4hrend des Krieges. Die Deutschen sprechen von historischer Verantwortung, ja, aber nicht von Schuld.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Zurechnung der Schuld Adams an alle seine Nachkommen beantwortet die Frage (wenn sie das tut) auf Kosten der Gerechtigkeit. Au\u00dferdem wird Adam nirgendwo in der Schrift als unser Haupt bezeichnet (so wie Christus es ist). Wie kommt er also dazu, unser gesetzlicher Vertreter zu sein? Das f\u00f6derale Modell setzt voraus, was es zu beweisen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dar\u00fcber hinaus bietet das Modell keine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die universelle Neigung zur S\u00fcnde, die die Menschheit plagt. Es geht um Schuld und Verurteilung; aber wie sollen wir die S\u00fcndhaftigkeit der Menschen erkl\u00e4ren?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-ukraine-g3a1c5588b_1920.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-ukraine-g3a1c5588b_1920.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2431\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-ukraine-g3a1c5588b_1920.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-ukraine-g3a1c5588b_1920.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-ukraine-g3a1c5588b_1920.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-ukraine-g3a1c5588b_1920.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-ukraine-g3a1c5588b_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Die S\u00fcnde als Macht.<\/strong> Die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung des Menschen in 1. Mose 3 stellte ihn au\u00dferhalb von Gottes Schutz. Er fiel der Macht der S\u00fcnde zum Opfer, einer Macht, auf die Paulus in R\u00f6mer 6 und 7 Bezug nimmt und die fast (oder ganz?) pers\u00f6nliche Z\u00fcge annimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich bin mir nicht sicher, ob dies eine vollst\u00e4ndige Antwort ist, aber es ist zumindest eine Teilantwort.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-stress-gc84886ad1_1920.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-stress-gc84886ad1_1920.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2430\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-stress-gc84886ad1_1920.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-stress-gc84886ad1_1920.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-stress-gc84886ad1_1920.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-stress-gc84886ad1_1920.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-stress-gc84886ad1_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Psychologische und existenzielle Modelle.<\/strong> Viele moderne Leser betrachten 1. Mose 2 und 3 als eine zeitlose Aussage \u00fcber die menschliche Natur oder Existenz. F\u00fcr sie geht es in der Geschichte nicht um ein historisches Ereignis (oder einen Prozess). Sie dr\u00fcckt etwas aus, das allgemein f\u00fcr die Menschheit gilt; die Erz\u00e4hlung handelt von uns allen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bei solchen Ans\u00e4tzen wird die Erbs\u00fcnde allerdings zu einem festen, nat\u00fcrlichen Teil von uns, zu etwas, das zum menschlichen Wesen geh\u00f6rt. Das w\u00fcrde aber hei\u00dfen, dass der Fehler in der Sch\u00f6pfung liegt und somit Gott als Sch\u00f6pfer f\u00fcr das Problem verantwortlich ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-geese-ge08a57639_1920.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"140\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-geese-ge08a57639_1920.jpg?resize=300%2C140&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2427\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-geese-ge08a57639_1920.jpg?resize=300%2C140&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-geese-ge08a57639_1920.jpg?resize=1024%2C479&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-geese-ge08a57639_1920.jpg?resize=768%2C359&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-geese-ge08a57639_1920.jpg?resize=1536%2C718&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-geese-ge08a57639_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Die soziologische Erkl\u00e4rung.<\/strong> Jeder Mensch wird in ein Menschengeschlecht hineingeboren, das bereits von Gott getrennt ist und in vielerlei Hinsicht unter der Herrschaft der S\u00fcnde steht. Wenn wir die menschliche Pers\u00f6nlichkeit als etwas verstehen, das sich allm\u00e4hlich entwickelt und entfaltet, ist es leicht zu erkennen, dass sie von ihrer Umgebung gepr\u00e4gt werden muss. Es kann sich keine Liebe zu Gott entwickeln. Was sonst wird dieser neue Mensch lieben und abg\u00f6ttisch verehren, wenn nicht sich selbst oder andere?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">F\u00fcr diese Ansicht gibt es biblische Belege:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den K\u00f6nig, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. (Jes. 6,5)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Toren sprechen in ihrem Herzen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u201eEs ist kein Gott.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gr\u00e4uel;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">da ist keiner, der Gutes tut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber sie sind alle abgewichen und allesamt [besser: zusammen] verdorben;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. (Ps. 14,1-3; vgl. Ps. 53,1-3)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Psalm 51,7, \u201emeine Mutter hat mich in S\u00fcnden [w\u00f6rtlich: S\u00fcnde, Singular] empfangen\u201c, k\u00f6nnte ebenfalls hierher passen. Dieser Vers wird oft als Hinweis auf die Erbs\u00fcnde verstanden, wahrscheinlich zu Recht. Es handelt sich um eine bestehende Realit\u00e4t, in die David hineingeboren wurde. Die S\u00fcnde ist nicht die von David. Und vielleicht ist es auch nicht die seiner Mutter, zumindest nicht ihrer allein, sondern die des gesamten Menschengeschlechts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt eine Solidarit\u00e4t in der S\u00fcnde, eine Verbundenheit, in der wir uns kollektiv von Gott abwenden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-social-media-g1d4f4c49e_1280.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"646\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-social-media-g1d4f4c49e_1280.png?resize=1024%2C646&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2429\" style=\"width:512px;height:323px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-social-media-g1d4f4c49e_1280.png?resize=1024%2C646&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-social-media-g1d4f4c49e_1280.png?resize=300%2C189&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-social-media-g1d4f4c49e_1280.png?resize=768%2C484&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-social-media-g1d4f4c49e_1280.png?w=1280&amp;ssl=1 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Erkl\u00e4rung ist richtig?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich mich in den obigen Ausf\u00fchrungen nicht auf eine eindeutige Antwort festgelegt habe. Die Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die Erbs\u00fcnde haben sich im Laufe der Jahrhunderte ge\u00e4ndert; die empirische Tatsache bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich werde aber versuchen, eine Schlussfolgerung zu ziehen. Die Universalit\u00e4t der Erbs\u00fcnde beinhaltet meines Erachtens eine wichtige soziale Komponente: Wir werden geboren als Mitglieder einer autonomen und rebellischen Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Sie beinhaltet auch eine Beziehungskomponente: Wir sind bereits bei der Geburt von Gott getrennt. Wir stehen in einer Beziehung zu s\u00fcndigen Menschen, aber nicht zu ihm. Infolgedessen lieben und verehren wir Gott nicht. Wir kennen ihn nicht einmal. Stattdessen machen wir uns die menschliche Autonomie zu eigen, die der Mensch und seine Frau in 1. Mose 3 gew\u00e4hlt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Infolgedessen wird jeder von uns zu seinem eigenen, unzureichenden Zentrum, indem wir uns nach innen beugen. Wir folgen bereitwillig unseren ungeordneten Begierden und s\u00fcndigen tats\u00e4chlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt auch eine geistliche Komponente: Die Welt steht unter der Macht der S\u00fcnde; sie herrscht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Erkl\u00e4ren diese Faktoren die Erbs\u00fcnde hinreichend? Ich bin mir nicht sicher, dass dies der Fall ist. Es mag sein, dass sich die S\u00fcnde auf der tiefsten Ebene einer Erkl\u00e4rung entzieht. Wie das B\u00f6se ergibt auch sie keinen Sinn; sie ist buchst\u00e4blich sinnlos.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ihre Bedeutung f\u00fcr heute<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Zu Beginn dieser Untersuchung habe ich Richard Coleman (2021) erw\u00e4hnt. Ich teile weder die Art und Weise, wie er 1. Mose liest, noch sein Verst\u00e4ndnis der Erbs\u00fcnde. Aber einige der von ihm aufgezeigten Implikationen f\u00fcr die heutige Zeit haben mir gefallen. Er spricht von einer Theologie, die \u201emit der bleibenden Wahrheit der Erbs\u00fcnde bewaffnet ist\u201c (ebd.: 8) \u2013 eine radikale Idee. Wie kann sie uns helfen? Zwei Punkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>1. \u201eErbg\u00fcte\u201c<\/strong>. Erstens setzt Coleman der Erbs\u00fcnde ein Konzept der urspr\u00fcnglichen G\u00fcte entgegen. Normalerweise reden wir dabei vom Ebenbild Gottes. Aber wie auch immer wir es nennen, wir d\u00fcrfen diese andere Seite der menschlichen Existenz nicht aus den Augen verlieren. Es w\u00e4re falsch, zu viel daraus zu machen, aber es w\u00e4re ebenso ein Fehler, sie ganz auszulassen. Menschen sind nie v\u00f6llig und ausschlie\u00dflich schlecht und b\u00f6se \u2013 im Gegensatz zum biblischen Bild des Satans, dessen Wesen total und vollst\u00e4ndig b\u00f6se ist. Vielmehr sind wir eine seltsame und widerspr\u00fcchliche Mischung aus dem Besten \u2013 oder zumindest dem Guten \u2013 und dem Schlechtesten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Mensch ist edel, seine urspr\u00fcngliche W\u00fcrde ist nicht v\u00f6llig verloren, aber sie ist gebrochen. Diese Gebrochenheit von Geburt an ist die Erbs\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>2. Vorsicht<\/strong>. Eine wichtige praktische Konsequenz ist, und das ist der zweite Punkt: \u201eWir sind nicht so gut wie unsere Ideale\u201c (ebd.: 5).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist wohl besonders aus diesem Grund, dass der Kommunismus so spektakul\u00e4r gescheitert ist. Zu oft haben seine F\u00fchrer die Ideale des Anfangs aus den Augen verloren und ein privilegiertes Leben gef\u00fchrt. Wie George Orwell persiflierte: Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als andere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir bleiben hinter unseren besten Absichten und Idealen zur\u00fcck. Das Wissen darum (auch wenn die Menschheit dazu neigt, dies zu vergessen) sollte uns zur Vorsicht mahnen. Diese Vorsicht ist besonders wichtig, wenn eine sch\u00f6ne neue Welt mit aufregenden Durchbr\u00fcchen auf uns zukommt \u2013 wie die Verhei\u00dfung der k\u00fcnstlichen Intelligenz, der Gentechnik und der M\u00f6glichkeit, das Altern umzukehren und eine viel l\u00e4ngere Lebensspanne zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir sollten vorsichtig sein und die Augen offenhalten. Und mit \u201euns\u201c meine ich nicht nur Christen; jeder sollte sich dieser immerw\u00e4hrenden Gefahr bewusst sein, auch wenn er die Idee der Erbs\u00fcnde ablehnt. Es bleibt das Problem: Wir sind nicht so gut wie unsere besten Ideen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vielleicht hat es G. K. Chesterton am besten ausgedr\u00fcckt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Aber das Christentum predigt eine offensichtlich unattraktive Idee, wie die Erbs\u00fcnde; aber wenn wir ihre Ergebnisse abwarten, sind sie Pathos und Br\u00fcderlichkeit und ein Donnerwetter von Lachen und Mitleid; denn nur mit der Erbs\u00fcnde k\u00f6nnen wir gleichzeitig den Bettler bemitleiden und dem K\u00f6nig misstrauen. (Chesterton 1908: 150)<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Erbg\u00fcte und gesunde Skepsis. Deshalb: den Bettler bemitleiden. Dem K\u00f6nig misstrauen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anhang: &#8220;empirisch \u00fcberpr\u00fcfbar&#8221;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Also, wer hat es zuerst gesagt? Tatha Wiley hat es fast richtig erkannt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Reinhold Niebuhr zitierte einmal eine Bemerkung aus der <em>London Times<\/em>, dass \u201edie Lehre von der Erbs\u00fcnde die einzige empirisch \u00fcberpr\u00fcfbare Lehre des christlichen Glaubens ist.\u201c (Wiley 2002: kindle loc. 2534f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Wiley f\u00fcgt in einer Fu\u00dfnote hinzu (ebd.: kindle loc. 3332): \u201eSeine Bemerkung spiegelt eine von G. K. Chesterton ge\u00e4u\u00dferte Meinung wider\u201c. Ihre Quelle ist Niebuhr selbst (2012: 24; urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlicht 1965):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich denke immer noch, dass das<em> London Times Literary Supplement<\/em> im Wesentlichen richtig lag, als es vor einigen Jahren schrieb: \u201eDie Lehre von der Erbs\u00fcnde ist die einzige empirisch \u00fcberpr\u00fcfbare Lehre des christlichen Glaubens.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Leider konnte ich weder Niebuhrs Quelle noch ihren Autor ausfindig machen. Wiley hat recht, dass G. K. Chesterton etwas \u00c4hnliches einige Jahrzehnte fr\u00fcher gesagt hat:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Bestimmte neue Theologen bestreiten die Erbs\u00fcnde, die der einzige Teil der christlichen Theologie ist, der wirklich bewiesen werden kann. (Chesterton 1908: 7)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch das folgende Zitat wird im Internet h\u00e4ufig Chesterton zugeschrieben, aber ich habe keine Quelle daf\u00fcr finden k\u00f6nnen; ich bin nicht sicher, ob es tats\u00e4chlich von ihm kommt und ob er genau diese Worte verwendete:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Die Erbs\u00fcnde ist die einzige Lehre, die durch 2.000 Jahre Menschheitsgeschichte empirisch best\u00e4tigt worden ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">CCXpistiavos. 2017 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/vectors\/abel-bibel-bibel-bilder-kain-2061823\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/vectors\/abel-bibel-bibel-bilder-kain-2061823\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Smpratt90. 2017 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/familie-neugeborenes-baby-kind-2610205\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/familie-neugeborenes-baby-kind-2610205\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Geralt. 2022 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/ukraine-russland-k\u00f6pfe-familie-7055808\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/ukraine-russland-k\u00f6pfe-familie-7055808\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ibid. 2022 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/stress-burnout-verzweiflung-7453430\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/stress-burnout-verzweiflung-7453430\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Pixel2013. 2017 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/g\u00e4nse-gans-familie-g\u00e4nsek\u00fccken-2494952\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/g\u00e4nse-gans-familie-g\u00e4nsek\u00fccken-2494952\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">GDJ. 2018 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/vectors\/social-media-verbindungen-vernetzung-3846597\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/vectors\/social-media-verbindungen-vernetzung-3846597\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">planet_fox. 2020 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/obdachlos-penner-armut-person-5283148\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/obdachlos-penner-armut-person-5283148\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Literaturangaben<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Chesterton, Gilbert Keith. 1908. <a href=\"https:\/\/www.gutenberg.org\/ebooks\/130\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Orthodoxy<\/em><\/a> (Public Domain Books) Kindle Edition<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Coleman, Richard J. 2021. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3UNHmfq\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Original Sin in the Twenty-First Century<\/em><\/a> (Eugene, OR: Wipf &amp; Stock)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Crisp, Oliver D. 2020. \u2018A Moderate Reformed View\u2019, in <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3E76tUu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Original Sin and the Fall: Five Views<\/em><\/a>, ed. by J. B. Stump and Chad Meister (Downers Grove, IL: IVP Academic)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">McFarland, Ian A. 2010. <em>In Adam\u2019s Fall: A Meditation on the Christian Doctrine of Original Sin<\/em>, Challenges in Contemporary Theology (Chichester, UK; Maldon, MA: Wiley-Blackwell)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Niebuhr, Reinhold. 2012. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3xYrUmQ\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Man\u2019s Nature and His Communities: Essays on the Dynamics and Enigmas of Man\u2019s Personal and Social Existence<\/em><\/a> (Eugene, OR: Wipf and Stock)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Orwell, George. 1976 (1945). <em>Animal Farm<\/em> (Harmondsworth, UK: Penguin Books)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wiley, Tatha. 2002. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3UM5K0R\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Original Sin: Origins, Developments, Contemporary Meanings<\/em><\/a> (New York: Paulist Press) Kindle Edition<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in this text are \u2018affiliate links\u2019. As an Amazon Associate, I earn from qualifying purchases. This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer fr\u00fcheren Ausgabe habe ich mit einer Untersuchung der Erbs\u00fcnde begonnen. 1. Mose 3 beschreibt ihren Ursprung: Etwas geschah, damals. In R\u00f6mer 5 sieht Paulus in diesem Ereignis den Grund daf\u00fcr, dass alle Menschen unter dem Urteil des Todes stehen, m.E. aufgrund einer Erbverurteilung, nicht einer Erbschuld. 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