{"id":2434,"date":"2022-11-03T08:30:00","date_gmt":"2022-11-03T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=2434"},"modified":"2024-08-06T14:44:02","modified_gmt":"2024-08-06T12:44:02","slug":"cals103","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2022\/11\/cals103\/","title":{"rendered":"Erbs\u00fcnde: Ein R\u00e4tsel, auf das wir nicht verzichten k\u00f6nnen (Teil 1)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Die S\u00fcnde ist universell. Es gibt niemanden, der nicht s\u00fcndigt. Mit uns Menschen stimmt offenbar etwas nicht. Wie erkl\u00e4ren wir das? Diese Frage bringt uns zu einem schwierigen und kontroversen Thema, in der deutschen Sprache oft <em>Erbs\u00fcnde<\/em> genannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/ikE398LLLnI\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals-103-original-sin-1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir k\u00f6nnen sie nicht glaubhaft leugnen; wie der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr sagte: \u201eDie Lehre von der Erbs\u00fcnde ist die einzige empirisch \u00fcberpr\u00fcfbare Lehre des christlichen Glaubens\u201c. [Eigentlich zitierte Niebuhr; es waren nicht seine Worte. Es stellt sich somit die Frage nach der Quelle. Wer hat es zuerst gesagt? Mehr zu diesem Zitat im Anhang einer n\u00e4chsten Folge.] Richard Coleman (2021) argumentiert, dass es sich um ein wichtiges Instrument f\u00fcr die Kirche handelt, um in der heutigen Welt eine Stimme zu haben; es ist nicht nur ein Thema f\u00fcr Theologen. Doch zun\u00e4chst: Was ist Erbs\u00fcnde?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Erbs\u00fcnde \u2013 und ihre Fragen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Begriff Erbs\u00fcnde kommt in der Bibel nicht vor; sie ist ein sp\u00e4teres theologisches Konstrukt. Es geht zur\u00fcck auf die in 1. Mose 3 beschriebene \u00dcbertretung des Menschen und geht davon aus, dass sich diese \u00dcbertretung von allen anderen darauffolgenden S\u00fcnden unterscheidet; die Auswirkungen gehen weit \u00fcber die eigentlichen T\u00e4ter hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Wortwahl ist aus zwei Gr\u00fcnden ungl\u00fccklich. Erstens, <em>Erbs\u00fcnde<\/em> l\u00e4sst vermuten, dass etwas vererbt wird. Das ist aber nur eine der gebotenen Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die Folgen dieser ersten S\u00fcnde. Im Englischen redet man von <em>original sin<\/em>, was etwas offener und neutraler formuliert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zweitens, die Erbs\u00fcnde selbst ist nicht unbedingt S\u00fcnde. Es handelt sich um etwas, das der eigentlichen S\u00fcnde vorausgeht, eine Tendenz oder Neigung zur S\u00fcnde, die uns vom Beginn unseres Lebens innewohnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und hier beginnen die Fragen. Was genau ist die Auswirkung der ersten S\u00fcnde? Was ist in uns? Was wird vererbt oder weitergegeben und wie?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Offensichtlich beinhaltet die Erbs\u00fcnde <strong>S\u00fcndhaftigkeit<\/strong> oder <strong>Verdorbenheit<\/strong>, aber was ist das und wie funktioniert es? Liegt es an der Unfreiheit des Willens? Aber wenn das der Fall ist und wir damit geboren werden, warum sollten wir dann daf\u00fcr zur Rechenschaft gezogen werden? Geht es um die Verderbnis der menschlichen Natur? Aber was ist die menschliche Natur? Das Konzept ist abstrakt. McFarland (2010) zieht es vor, die Erbs\u00fcnde in der menschlichen Person und nicht in der menschlichen Natur zu verorten. Schlie\u00dflich ist es die Person, die s\u00fcndigt, nicht ihre Natur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Unter der Erbs\u00fcnde wird gew\u00f6hnlich verstanden, dass wir nicht in der Lage sind, <em>nicht<\/em> zu s\u00fcndigen; was auch immer sie ist, das ist ihre Folge. Werden wir also f\u00fcr etwas verurteilt, das wir nicht vermeiden k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gibt es \u00fcber diese Veranlagung hinaus eine weitere Komponente, die wir als <strong>Erb<em>schuld<\/em><\/strong> bezeichnen k\u00f6nnen? Das hei\u00dft, sind wir schuldig, ganz unabh\u00e4ngig von dem, was wir selbst getan haben, sondern einfach aufgrund der S\u00fcnde Adams? Das scheint grunds\u00e4tzlich ungerecht, und es d\u00fcrfte schwierig sein, eine solche Vorstellung zu rechtfertigen. Man hat es versucht, wie wir sehen werden, aber so etwas wie \u201ezugerechnete Schuld\u201c ist nicht leicht mit der Idee der Gerechtigkeit zu vereinbaren, nicht einmal in der Bibel: \u201eNur wer s\u00fcndigt, der soll sterben\u201c (Hesek. 18,4, 20).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zur Erbs\u00fcnde selbst gibt es in der Bibel leider nicht viele Aussagen, auf welche wir uns st\u00fctzen k\u00f6nnen. Es handelt sich vor allem um 1. Mose 3 und R\u00f6mer 5,12-21. Es gibt auch 1. Mose 8,21: \u201eDenn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist b\u00f6se von Jugend auf\u201c (eine mildere Beurteilung als die vor der Sintflut in 1. Mose 6,5; und wohlgemerkt, \u201evon Jugend auf\u201c, nicht von Geburt an). Au\u00dferdem gibt es im Alten Testament eine lange Reihe von Beispielen f\u00fcr menschliches Versagen. Josua hat es schon fr\u00fch richtig gesagt: \u201eIhr k\u00f6nnt dem HERRN nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott\u201c (Josua 24,19). Aber warum ist das so?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nach einem kurzen Blick auf 1. Mose 3 werde ich mich ausf\u00fchrlicher mit R\u00f6mer 5 befassen; das ist die entscheidende Stelle. Bei all dem verzichte ich auf Fragen nach einem historischen Adam und den Anf\u00e4ngen des Menschengeschlechts, ein Thema f\u00fcr sich; ich werde mich auf die Theologie im Buch 1. Mose und im R\u00f6merbrief beschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Mose 3<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">1. Mose 3 ist die grundlegende Geschichte zu unserem Thema, aber sie erkl\u00e4rt wenig. Sie erz\u00e4hlt nur, was geschah. Diese Bibelstelle sagt viel weniger aus, als die meisten Leser annehmen. Die Annahmen spiegeln sp\u00e4tere theologische \u00dcberlegungen wider, nicht den Text. In 1. Mose 3 werden nicht einmal die Begriffe <em>S\u00fcnde<\/em> oder <em>S\u00fcndenfall<\/em> verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Ver\u00e4nderung, die auf das in 1. Mose 3 beschriebene Ereignis folgt, ist begrenzt. Es geht haupts\u00e4chlich um Beziehungen. In theologischer Sprache ausgedr\u00fcckt, verursachte die S\u00fcnde \u201eeine grundlegende Deformation der Beziehung der Menschen zu Gott, zueinander und zum Rest der Sch\u00f6pfung\u201c (McFarland 2010: 29).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies ist weit entfernt von manchen modernen Darstellungen des S\u00fcndenfalls, die so weit gehen, dass sie sogar die G\u00fcltigkeit der Gesetze der Thermodynamik f\u00fcr die Sch\u00f6pfung vor dem S\u00fcndenfall verneinen \u2013 eine Sichtweise, die sich nur schwer mit der Welt und ihrer Geschichte, wie sie sich uns darstellt, vereinbaren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Um zu verdeutlichen, wie sehr unsere Annahmen unsere Erinnerung an den Text pr\u00e4gen, ein Beispiel: Der Text sagt uns nicht, dass Adam das Gebot bricht. W\u00f6rtlich redet der Text von \u201edem Menschen\u201c und der Frau (keine Namen), und sie essen beide. Von Anfang an gab es eine Solidarit\u00e4t in der S\u00fcnde, nicht nur eine einsame Tat (oder zwei); es gibt eine kollektive Komponente. Gemeinsam. Das wird wichtig, wenn wir sp\u00e4ter versuchen, die Erbs\u00fcnde zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich schlie\u00dfe diesen Abschnitt mit einem weiteren Beispiel daf\u00fcr, dass 1. Mose 3 weniger aussagt, als viele Bibelleser denken. Angenommen, wir k\u00f6nnen von einem \u201eS\u00fcndenfall\u201c sprechen, war es ein Fall von der Vollkommenheit, und wenn ja, in welchem Sinne? Oder sollten wir es auf einen Fall aus der Unschuld beschr\u00e4nken? Wie \u201eperfekt\u201c war Adam vor dem S\u00fcndenfall?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch hier neigen wir zu \u00dcbertreibungen. Die Menschheit in 1. Mose 2 war nicht \u201efertig\u201c; sie hatte noch einen langen Weg der Entwicklung vor sich. Vielleicht sch\u00e4tzen wir die urspr\u00fcngliche Vollkommenheit Adams zu hoch ein. Die Sch\u00f6pfung in 1. Mose war gut. Sehr gut. Aber (noch) nicht perfekt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-gc63afacec_1280.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"212\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-gc63afacec_1280.png?resize=300%2C212&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2424\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-gc63afacec_1280.png?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-gc63afacec_1280.png?resize=1024%2C723&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-gc63afacec_1280.png?resize=768%2C542&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-gc63afacec_1280.png?w=1280&amp;ssl=1 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6mer 5:12-21: Das Problem<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Nun zu R\u00f6mer 5, eine bekannterma\u00dfen schwierige Bibelstelle. Dass Paulus einer anderen Frage nachgeht als wir, macht es nicht einfacher. Ihm geht es nicht um die Erbs\u00fcnde als solche, sondern darum, das Werk Christi zu verstehen, das vom Tod rettet. Was will Paulus sagen?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">12 Deshalb, wie durch einen Menschen die S\u00fcnde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die S\u00fcnde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle ges\u00fcndigt haben.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Leider bricht Paulus seinen Satz an dieser Stelle ab, ohne seinen Gedanken zu Ende zu f\u00fchren (vielleicht tut er das aber in den Versen 18 und 19). \u201eDurch einen Menschen\u201c muss eine Anspielung auf Adam sein. Die Reihenfolge ist:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Ein Mensch &#8211;> die S\u00fcnde &#8211;> der Tod &#8211;> der Tod zu allen, weil alle ges\u00fcndigt haben<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Erkl\u00e4rung f\u00fcr das abschlie\u00dfende Element in dieser Kette lautet: \u201eWeil alle ges\u00fcndigt haben\u201c. Dies ist der eigentliche Knackpunkt des Verses. In welchem Sinne haben sie alle ges\u00fcndigt? Sterben die Menschen wegen ihrer eigenen S\u00fcnden? Immerhin ist das der Grund, der in Vers 12 genannt wird: <em>Sie<\/em> haben ges\u00fcndigt. Und dass \u201eder Tod zu allen Menschen durchgedrungen\u201c ist, deutet m\u00f6glicherweise auf einen Prozess hin, der Zeit braucht, und nicht auf ein sofortiges und einmaliges Ereignis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich habe mich daher oft gefragt, ob es eine Alternative zur \u201eklassischen\u201c Lesart gibt, die besagt, dass alle Menschen aufgrund von Adams S\u00fcnde sterben, nicht aufgrund ihrer eigenen: Sie sterben, weil alle <em>in Adam<\/em> ges\u00fcndigt haben \u2013 eine weit verbreitete Auslegung von R\u00f6mer 5.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es f\u00e4llt jedoch auf, dass der Ausdruck \u201ein Adam\u201c in R\u00f6mer 5 nicht vorkommt. Es gibt ihn sogar nur ein einziges Mal in der Bibel, n\u00e4mlich in 1. Korinther 15,22. Es ist m\u00f6glich, dass Paulus diese Idee, <em>in Adam<\/em>, im Sinn hatte. Es ist aber nicht das, was in seinem Text steht. Und es war auch keine bekannte und etablierte Idee, von der er erwarten konnte, dass seine Leser sie kennen, und die er deshalb unerw\u00e4hnt und unerkl\u00e4rt lassen kann. Wenn Paulus sagen wollte: \u201eIn Adams S\u00fcnde haben wir alle ges\u00fcndigt, und deshalb sterben wir alle, weil wir alle ges\u00fcndigt haben \u2013 in Adam\u201c, dann h\u00e4tte er um einiges deutlicher sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">(Ein Hinweis von historischem Interesse: Das angenommene Vorhandensein von \u201ein Adam\u201c in R\u00f6mer 5 verdankt sich einem \u00dcbersetzungsfehler in der Vulgata, der alten \u00dcbersetzung der Bibel ins Latein. Der Satzteil \u201eweil sie alle ges\u00fcndigt haben\u201c wurde missverstanden und \u00fcbersetzt: \u201e&#8230; in dem [d. h. in Adam] alle ges\u00fcndigt haben\u201c. Das beantwortet nat\u00fcrlich die Frage, aber nicht aus einem guten Grund. Es mag eine g\u00fcltige Erkl\u00e4rung daf\u00fcr sein, was Paulus im Sinn hatte, aber der Text sagt es nicht.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Anders gefragt: Ist die Konsequenz, dass jeder Mensch stirbt, eine unmittelbare (d. h. direkte, aufgrund der S\u00fcnde Adams)? Oder ist sie eine mittelbare, d.h. indirekte Konsequenz, mit etwas zwischen Ursache und Wirkung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Ein Mensch &#8211;> die S\u00fcnde &#8211;> alle S\u00fcnder\/s\u00fcndig &#8211;> alle haben ges\u00fcndigt &#8211;> der Tod zu allen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Vers 15 l\u00e4sst uns mit der gleichen Frage zur\u00fcck:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">15 Aber nicht verh\u00e4lt sich\u2019s mit der Gabe wie mit der S\u00fcnde. Denn wenn durch die S\u00fcnde des Einen die Vielen gestorben sind, um wie viel mehr ist Gottes Gnade und Gabe den Vielen \u00fcberreich zuteilgeworden durch die Gnade des einen Menschen Jesus Christus.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Vielen sind durch die S\u00fcnde des Einen gestorben: direkt oder indirekt, mit oder ohne einen oder mehrere Schritte dazwischen?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-and-eve-ga4670aec8_1920.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"253\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-and-eve-ga4670aec8_1920.png?resize=253%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2433\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-and-eve-ga4670aec8_1920.png?resize=253%2C300&amp;ssl=1 253w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-and-eve-ga4670aec8_1920.png?resize=865%2C1024&amp;ssl=1 865w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-and-eve-ga4670aec8_1920.png?resize=768%2C909&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-and-eve-ga4670aec8_1920.png?resize=1298%2C1536&amp;ssl=1 1298w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-adam-and-eve-ga4670aec8_1920.png?w=1622&amp;ssl=1 1622w\" sizes=\"auto, (max-width: 253px) 100vw, 253px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6mer 5:12-21: Direkt oder indirekt?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Abschweifung in den Versen 13 und 14 bietet eine gewisse Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Option, dass es tats\u00e4chlich Adams S\u00fcnde war, die zur Verurteilung aller f\u00fchrte, weil sie die einzige \u00dcbertretung war, f\u00fcr die es ein Gesetz gab (\u201eDu sollst nicht essen\u201c, 1. Mo. 2,17) \u2013 und \u201ewo kein Gesetz ist, da wird S\u00fcnde nicht angerechnet\u201c:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">13 Denn die S\u00fcnde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam; aber wo kein Gesetz ist, da wird S\u00fcnde nicht angerechnet. 14 Dennoch herrschte der Tod von Adam an bis Mose auch \u00fcber die, die nicht ges\u00fcndigt hatten durch die gleiche \u00dcbertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">In den n\u00e4chsten beiden Versen finden wir die gleiche Information wie im Vers 15 in anderen Worten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">16 Und nicht verh\u00e4lt es sich mit der Gabe wie mit dem, was durch den einen S\u00fcnder geschehen ist. Denn das Urteil hat von dem Einen her zur Verdammnis gef\u00fchrt, die Gnade aber hilft aus vielen S\u00fcnden zur Gerechtigkeit.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">eine \u00dcbertretung &#8211;> Urteil &#8211;> Verdamnis (der Tod; siehe Vers 17)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">17 Denn wenn wegen der S\u00fcnde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die F\u00fclle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">die S\u00fcnde des Einen &#8211;> der Tod herrscht<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich schlie\u00dfe mit der Schlussfolgerung des Paulus in den Versen 18 und 19, die den in Vers 12 unvollendet gebliebenen Gedanken zu vollenden scheint:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">18 Wie nun durch die S\u00fcnde des Einen die Verdammnis \u00fcber alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen f\u00fcr alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben f\u00fchrt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">eine \u00dcbertretung &#8211;> Verdamnis \u00fcber alle Menschen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu S\u00fcndern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Ungehorsam des einen Menschen &#8211;> die Vielen werden zu S\u00fcndern<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Die beiden Verse f\u00fchren uns zu dem Dilemma zur\u00fcck, mit dem wir begonnen haben. Ist die Verurteilung \u201eunmittelbar\u201c oder zeigt uns Vers 19 das \u201eDazwischen\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Sind wir laut Paulus aufgrund von Adams \u00dcbertretung zum Tode verurteilt? Aber wie kann das gerecht sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Oder k\u00f6nnen wir den etwas milderen Weg einschlagen, bei dem alle Menschen zun\u00e4chst zu S\u00fcndern wurden, als Adam die T\u00fcr zur S\u00fcnde \u00f6ffnete, und daher durch ihre eigene S\u00fcnde schuldig sind, nicht durch die S\u00fcnde Adams? Die letztere Option f\u00fchrt nat\u00fcrlich auch zu einer schwierigen Frage der Gerechtigkeit. Wenn die S\u00fcnde f\u00fcr den gefallenen Menschen unausweichlich ist, warum werden wir dann f\u00fcr etwas verantwortlich gemacht, das wir nicht vermeiden k\u00f6nnen? Aber zumindest h\u00e4tten wir etwas getan, um die Strafe zu verdienen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bis zu diesem Punkt habe ich die Parallele, die Paulus zwischen Adam und Christus zieht, au\u00dfer Betracht gelassen. Wir sollten hier vorsichtig sein. Adam ist nur ein Typus oder Bild (R\u00f6m. 15,14), kein vollst\u00e4ndiges \u00c4quivalent. Die entscheidende Parallele, auf die er immer wieder hinweist, ist \u201edurch einen Menschen\u201c. Aber Adam ist Christus nur in mancher Hinsicht \u00e4hnlich. Paulus selbst weist darauf hin, dass Adams \u00dcbertretung dem Gehorsam Christi zum Teil \u00e4hnlich und zum Teil un\u00e4hnlich ist. So l\u00e4sst sich die Frage also nicht l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Allerdings, im Gro\u00dfen und Ganzen macht diese Parallele zusammen mit R\u00f6mer 5,13-14 (wie oben erw\u00e4hnt) und der wiederholten Vorstellung, dass die \u00dcbertretung des Einen zur Verurteilung f\u00fchrt, ohne ausdr\u00fcckliche Hinweise auf irgendetwas dazwischen, es wahrscheinlicher, dass die Verurteilung zum Tod f\u00fcr die Menschheit unmittelbar ist und aus dieser einen S\u00fcnde folgt, nicht aus unseren eigenen S\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Frage der Gerechtigkeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir sto\u00dfen also auf eine Frage der Gerechtigkeit. Wie kann eine Verurteilung aufgrund dieser ersten \u00dcbertretung (und somit nicht aufgrund von Dingen, die wir selbst getan haben) gerecht sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine klassische reformierte Antwort ist die Anrechnung: Adams S\u00fcnde wird allen seinen Nachkommen zugerechnet, wodurch sie rechtlich schuldig werden; die Verurteilung ist daher rechtlich korrekt. Aber ist sie auch gerecht? Wie Oliver Crisp es ausdr\u00fcckt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Einige reformierte Theologen haben argumentiert, dass Gott die Erbs\u00fcnde unserer ersten Eltern unmittelbar und direkt auf alle nachfolgenden Generationen der Menschheit \u00fcbertr\u00e4gt und dass wir auf dieser Grundlage als schuldig an der Erbs\u00fcnde gelten. Dies scheint jedoch eine sehr merkw\u00fcrdige Regelung zu sein, bei der die moralischen Folgen der S\u00fcnde eines anderen Menschen durch g\u00f6ttliche Anordnung direkt auf mich \u00fcbertragen werden, so dass ich f\u00fcr etwas schuldig werde, das ich nicht getan habe. Das scheint monumental ungerecht zu sein. (Crisp 2020: 38)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es reicht nicht aus, zu argumentieren: Wer die Verurteilung wegen Adams S\u00fcnde ablehnt, lehnt aus denselben Gr\u00fcnden auch die Vergebung in Christus ab. Es ist eine Sache, gn\u00e4dig zu sein; Barmherzigkeit ist <em>mehr<\/em> als gerecht, nicht weniger. Selbst im menschlichen Recht gibt es daf\u00fcr einen Rahmen: die Begnadigung. Aber es ist eine andere Sache, einen Menschen f\u00fcr ein Verbrechen zu bestrafen, das er oder sie nicht begangen hat. Das ist <em>weniger<\/em> als gerecht, und deshalb ungerecht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vielleicht ist unser Problem an diesem Punkt der westliche Individualismus und eine \u00fcberm\u00e4\u00dfig juristische Denkweise. Wenn wir eine kollektivere Sichtweise zulassen, wird deutlich, dass die Entscheidungen der Vorg\u00e4nger (insbesondere der Vorfahren) und unserer kollektiven Gemeinschaft, wie z. B. unserer Nation, unausweichlich alle Mitglieder betreffen, auch die, die noch nicht geboren sind. Kein Mensch ist eine Insel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vielleicht gab es einfach keinen anderen Weg, keine Alternative. Als die Menschen erst einmal den Weg der Unabh\u00e4ngigkeit und der S\u00fcnde eingeschlagen hatten, gab es f\u00fcr sie und ihre Nachkommen keine M\u00f6glichkeit mehr, umzukehren und wieder s\u00fcndlos zu werden, frei von der Herrschaft der S\u00fcnde und der S\u00fcndhaftigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Verurteilung und das Todesurteil aufgrund der ersten S\u00fcnde k\u00f6nnen daher proleptisch gemeint sein, d. h. im Vorgriff auf die Folgen, die der Beginn der S\u00fcnde f\u00fcr das gesamte Menschengeschlecht haben w\u00fcrde. Gott wusste von Anfang an genau, wohin der Weg f\u00fchren w\u00fcrde. Auch wenn es also keine Erb<em>schuld<\/em> gibt, so scheint es doch eine Erb<em>verurteilung<\/em> zu geben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-comic-characters-g90efb654c_1280.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"199\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-comic-characters-g90efb654c_1280.png?resize=300%2C199&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2425\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-comic-characters-g90efb654c_1280.png?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-comic-characters-g90efb654c_1280.png?resize=1024%2C678&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-comic-characters-g90efb654c_1280.png?resize=768%2C509&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-103-comic-characters-g90efb654c_1280.png?w=1280&amp;ssl=1 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zum Schluss: Keine Erkl\u00e4rung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber diese Universalit\u00e4t des Todes ist eine Sache. R\u00e4tselhafter ist unsere universelle Neigung zur S\u00fcnde. Bislang haben wir keine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Existenz und Weitergabe der Erbs\u00fcnde im Sinne einer unvermeidlichen Tendenz gefunden, die \u00fcber die Vorstellung hinausgeht, dass die S\u00fcnde herrscht (R\u00f6m. 5:21).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es lohnt sich, hier noch auf R\u00f6mer 7 hinzuweisen. Die dort beschriebene menschliche Erfahrung ist, wie Paulus die unvermeidliche Neigung beschreibt, die in R\u00f6mer 5 weitgehend unsichtbar bleibt: \u201eDenn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das B\u00f6se, das ich nicht will, das tue ich\u201c (R\u00f6m. 7,19).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch die besten von uns, wenn wir uns am meisten anstrengen, scheitern allzu oft daran, unseren Idealen und Verpflichtungen gerecht zu werden. Diese empirische Tatsache weist auf ein tiefes Problem in uns hin. Es k\u00f6nnte durchaus zu Gottes proleptischem Urteil in 1. Mose 3 gef\u00fchrt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber wie ist die S\u00fcndhaftigkeit zu erkl\u00e4ren? (Fortsetzung folgt.)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Engin akyurt. 2021. &lt;<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/LAdxcOfhbrc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/unsplash.com\/photos\/LAdxcOfhbrc<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">CCXpistiavos. 2017. &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/vectors\/adam-bibel-bibel-bilder-2061819\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/vectors\/adam-bibel-bibel-bilder-2061819\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Darksouls1. 2016. &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/adam-und-eva-alt-baum-des-wissens-1649339\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/adam-und-eva-alt-baum-des-wissens-1649339\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">CCXpistiavos. 2017. &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/vectors\/komische-charaktere-gott-adam-bibel-2061817\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/vectors\/komische-charaktere-gott-adam-bibel-2061817\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Chesterton, Gilbert Keith. 1908. <a href=\"https:\/\/www.gutenberg.org\/ebooks\/130\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Orthodoxy<\/em><\/a> (Public Domain Books) Kindle Edition<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Coleman, Richard J. 2021. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3UNHmfq\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Original Sin in the Twenty-First Century<\/em><\/a> (Eugene, OR: Wipf &amp; Stock)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Crisp, Oliver D. 2020. \u2018A Moderate Reformed View\u2019, in <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3E76tUu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Original Sin and the Fall: Five Views<\/em><\/a>, ed. by J. B. Stump and Chad Meister (Downers Grove, IL: IVP Academic)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">McFarland, Ian A. 2010. <em>In Adam\u2019s Fall: A Meditation on the Christian Doctrine of Original Sin<\/em>, Challenges in Contemporary Theology (Chichester, UK; Maldon, MA: Wiley-Blackwell)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Niebuhr, Reinhold. 2012. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3xYrUmQ\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Man\u2019s Nature and His Communities: Essays on the Dynamics and Enigmas of Man\u2019s Personal and Social Existence<\/em><\/a> (Eugene, OR: Wipf and Stock)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Orwell, George. 1976 (1945). <em>Animal Farm<\/em> (Harmondsworth, UK: Penguin Books)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wiley, Tatha. 2002. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3UM5K0R\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Original Sin: Origins, Developments, Contemporary Meanings<\/em><\/a> (New York: Paulist Press) Kindle Edition<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in this text are \u2018affiliate links\u2019. As an Amazon Associate, I earn from qualifying purchases. This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es kommt nicht oft vor, dass wir eine biblische Wahrheit empirisch belegen k\u00f6nnen; in diesem Fall geht das. Allerdings hei\u00dft das nicht, das Ph\u00e4nomen sei leicht erkl\u00e4rbar. Erster Teil von zwei.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2426,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"nf_dc_page":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[118,29,177],"tags":[458,454,455,460,453,459,456,457],"class_list":["post-2434","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1-mose-genesis","category-romer","category-theologie","tag-1-mose-3","tag-erbschuld","tag-erbsunde","tag-foderaltheologie","tag-romer-5","tag-sunde","tag-sundenfall","tag-tod"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/cals-104-engin-akyurt-LAdxcOfhbrc-unsplash-scaled.jpg?fit=2560%2C1707&ssl=1","jetpack-related-posts":[{"id":2437,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2023\/01\/cals104\/","url_meta":{"origin":2434,"position":0},"title":"Erbs\u00fcnde: Eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Unerkl\u00e4rliche (Teil 2)","author":"wilrens","date":"January 5, 2023","format":false,"excerpt":"In einer fr\u00fcheren Ausgabe habe ich mit einer Untersuchung der Erbs\u00fcnde begonnen. 1. 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