{"id":2363,"date":"2022-06-02T08:30:00","date_gmt":"2022-06-02T06:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=2363"},"modified":"2024-08-06T15:10:24","modified_gmt":"2024-08-06T13:10:24","slug":"cals98","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2022\/06\/cals98\/","title":{"rendered":"Unser Vater im Himmel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">F\u00fcr die Konferenz unserer Bibelschulmitarbeiter in JMEM Europa im letzten Monat habe ich eine Bibelmeditation vorbereitet. Ich habe sie gleichzeitig so gestaltet, dass wir die grundlegenden Schritte des induktiven Bibelstudiums ge\u00fcbt haben. Im Mittelpunkt stand eine vertraute Bibelstelle, die viele von uns sogar auswendig kennen. Ich war erstaunt, wie viel es noch zu entdecken gab, indem wir ganz einfache Beobachtungen (Schritt 1) und Auslegung (Schritt 2) als Vorbereitung f\u00fcr die Anwendung (Schritt 3) machten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/UlyDv-vgok0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals-98-our-father\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Bibelstelle, um die es ging, ist das Vaterunser aus dem Matth\u00e4us-Evangelium:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Unser Vater im Himmel!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dein Name werde geheiligt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dein Reich komme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Unser t\u00e4gliches Brot gib uns heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">[Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.] (Mt. 6,9-13; f\u00fcr die letzte Zeile vergleiche 1. Chron. 29,11)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie du siehst, habe ich den Text Zeile f\u00fcr Zeile angeordnet. Die erste Zeile besteht aus der Anrede, die angibt, zu wem gesprochen wird. Es folgen sieben Bitten, die jeweils durch einen Imperativ gekennzeichnet sind, die Form des Verbs, die dem Angesprochenen sagt, was er tun soll. Dann folgt eine abschlie\u00dfende Zeile. Da sie mit \u201edenn\u201c beginnt, gibt sie eine Begr\u00fcndung oder erkl\u00e4rende Hintergrundinformationen f\u00fcr das, was zuvor gesagt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich habe die letzte Zeile in eckige Klammern gesetzt. Obwohl sie sehr alt ist und immer mitgebetet wird, wenn das Vaterunser im Gottesdienst usw. gesprochen wird, machen die Handschriftenbelege deutlich, dass sie nicht Teil des urspr\u00fcnglichen Textes ist. Allerdings schlossen alte j\u00fcdischen Gebete in der Regel mit einer Doxologie, einer Lobpreisung Gottes (vom Griechischen <em>doxa<\/em>, Herrlichkeit). \u00c4hnlich wie wir das hebr\u00e4ische Wort <em>Amen<\/em> am Ende eines Gebets erwarten, h\u00e4tten die Urchristen eine Art Doxologie als Abschluss erwartet. Tats\u00e4chlich endet das Vaterunser bereits in der <em>Didache<\/em>, einem antiken christlichen Text, der wahrscheinlich vor dem Ende des ersten Jahrhunderts verfasst wurde, mit einer Zeile, die fast identisch ist mit der, die wir so gut kennen; nur das Reich fehlt: \u201eDenn dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Da diese letzte Zeile normalerweise mitgesprochen wird, habe ich sie f\u00fcr die \u00dcbung behalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein paar Beobachtungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Abbildung zeigt, wie ich Beobachtungen im Text markiert habe. Ein paar Anmerkungen dazu. Die h\u00e4ufigste Wiederholung ist die der Pronomen. Wir fangen mit dem Wort <em>unser<\/em> an; die Wortgruppe <em>wir\/uns\/unser<\/em> kommt neunmal vor. <em>Dein<\/em> kommt viermal vor, in jeder der ersten drei Bitten und in der Schlusszeile.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich habe weitere W\u00f6rter markiert, zum Teil, weil sie wiederholt werden, zum Teil, weil ihre Bedeutung nicht sofort klar ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wichtig ist auch, was ich weggelassen habe: den Kontext! Dies ist \u00fcbrigens eine der schwierigsten Beobachtungen, die man machen kann: zu sehen, was fehlt. Jesus hat dieses Gebet als Teil einer l\u00e4ngeren Rede vorgetragen. Und in Matth\u00e4us 6,14f. f\u00fcgte er eine wichtige Klarstellung in Bezug auf das Thema Vergebung im Vers 12 hinzu. Ich habe dieses Material nicht in die \u00dcbung aufgenommen, einfach nur, um sie \u00fcberschaubar zu halten, und auch weil der Gebrauch des Gebets im Gottesdienst diesen Kontext ignoriert. Damit klammere ich zugegebenerma\u00dfen wesentliche Fragen aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CALS-98-our-father-text-D.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CALS-98-our-father-text-D.jpg?resize=1024%2C576&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2361\" style=\"width:768px;height:432px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CALS-98-our-father-text-D.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CALS-98-our-father-text-D.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CALS-98-our-father-text-D.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CALS-98-our-father-text-D.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auslegung 1: Bedeutung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Pronomen. <\/strong>Auch in der Auslegung m\u00f6chte ich mit den Pronomen beginnen. Schon mit dem ersten Wort und auch weiterhin macht uns das Gebet zum Teil einer Gemeinschaft. Wir beten es gemeinsam mit allen Gl\u00e4ubigen und <em>f\u00fcr<\/em> alle Gl\u00e4ubigen, niemals nur f\u00fcr uns selbst. In diesem Gebet gibt es kein \u201eIch\u201c. Was wir in den Bitten 4 bis 7 erbitten, erbitten wir f\u00fcr uns alle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Gott zuerst.<\/strong> Obwohl der Text in der \u00dcbersetzung mit \u201eunser\u201c beginnt, lautet das erste Wort im Griechischen \u201eVater\u201c (daher auch die sehr w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung und Bezeichnung \u201eVaterunser\u201c). Wie wir schon festgestellt haben, geht es in den ersten drei Bitten um Gott. Seine Anliegen haben Vorrang. Unsere Bed\u00fcrfnisse stehen an zweiter Stelle; sie sind das Thema ab der vierten Bitte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vielleicht geht es dabei nicht so sehr darum, wessen \u201eBed\u00fcrfnisse\u201c Vorrang haben, sondern um die Perspektive: eine himmlische, nicht eine irdische; wir sollten die Dinge aus Gottes und nicht aus unserer Perspektive betrachten. Damit verbunden gibt es eine Bewegung vom Himmel (wo Gott ist und herrscht) hinunter zur Erde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Anrede.<\/strong> Die Anrede ist wesentlich. Wenn Gott unser Vater ist, k\u00f6nnen wir erwarten, dass er f\u00fcr unsere Bitten offen ist. Wenn Gott im Himmel ist, ist er in der Lage, etwas f\u00fcr uns zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Reich. <\/strong>Es sind einige Bedeutungsfragen zu kl\u00e4ren. <em>Reich<\/em> kann eine statische Bedeutung haben; dann bezieht es sich auf ein Gebiet, ein Territorium. Allerdings wird hier gebetet, dass das Reich kommen soll. Das passt nicht zu einem Gebiet. Das Wort muss hier daher seine dynamische Bedeutung haben: die k\u00f6nigliche Handlung des Herrschens oder die Aus\u00fcbung der k\u00f6niglichen Macht \u2013 kurz <em>Herrschaft<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">So verstanden, unterscheidet sich die Bedeutung nicht allzu sehr von der n\u00e4chsten Zeile: \u201cDein Wille geschehe\u201c. Wie wir gleich sehen werden, ist die vorhergehende Zeile in ihrer Bedeutung ebenfalls \u00e4hnlich. In jeder dieser drei Bitten kommt ein gleichartiger Gedanke zum Ausdruck. Sie sind zwar keine Synonyme, aber sie liegen in ihrer Bedeutung nahe beieinander und \u00fcberschneiden sich. Das sorgt f\u00fcr eine starke Betonung: Der Name, die Herrschaft und der Wille Gottes haben Vorrang und m\u00fcssen sich durchsetzen (vergleiche Mt. 6,33).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies ist der Rahmen, in dem andere Bitten, wenn sie berechtigt sind, ihren Platz finden k\u00f6nnen: sein Name (oder Charakter; deswegen sind seine Ma\u00dfst\u00e4be zu beachten), seine Herrschaft (auf der Grundlage der Gerechtigkeit, die wir in unserem Gebet und Praxis ebenfalls beachten sollten) und sein Wille.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Geheiligt.<\/strong> Aber was bedeutet es, zu beten: \u201eDein Name werde geheiligt\u201c? <em>Heiligen<\/em> bedeutet normalerweise <em>heilig machen<\/em>. Aber wir k\u00f6nnen den Namen Gottes nicht heiliger machen, als er ohnehin schon ist. Es k\u00f6nnte ein Gebet sein, dass der Name Gottes als heilig behandelt werden soll, indem die Menschen auf der Erde ihr Leben nach dem Namen und dem Charakter Gottes ausrichten. Die Bedeutung kann auch sein, dass sich sein Name auf der Erde als heilig zeigen soll, dass der Name durch Gottes Eingreifen als heilig manifestiert und erkennbar gemacht werden soll (Jes. 29,23).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese erste Bitte ist in ihrer Bedeutung der zweiten und der dritten Bitte sehr nahe. Best\u00e4tigung f\u00fcr diese Auslegung findet sich im Buch Hesekiel, wo der Prophet wiederholt davon spricht, dass Gott sich durch seine Taten als heilig erweisen will (Hesek. 20,41; 36,23; 38,16, 23; 39,27).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>T\u00e4glich.<\/strong> Es ist in der \u00dcbersetzung nicht sichtbar, aber das griechische Wort f\u00fcr \u201et\u00e4glich\u201c ist ein ungew\u00f6hnliches Wort, das im gesamten Neuen Testament nur zweimal verwendet wird (hier und in Lk. 11,3, die Parallele zu Mt. 6,11). Wahrscheinlich ist nicht <em>t\u00e4glich<\/em> oder <em>heute<\/em> gemeint, sondern <em>morgen<\/em>. Es w\u00fcrde zweifellos den Stress verringern, den Tag mit bereits vorhandener Nahrung zu beginnen, anstatt ohne sie in den Tag zu gehen und zu hoffen, dass sie kommt: Gib uns heute schon, was wir f\u00fcr morgen brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Bitte l\u00e4sst sich auf andere Bed\u00fcrfnisse ausdehnen; sie beschr\u00e4nkt sich nicht auf Brot.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auslegung 2: Verst\u00e4ndnis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Eschatologisch?<\/strong> Manchmal wird \u201edein Reich komme\u201c eschatologisch verstanden: als ein Gebet f\u00fcr die Wiederkunft Christi. Dieses Verst\u00e4ndnis ist relativ neu. Es beruht auf der Annahme, dass Jesus das Ende in \u2013 f\u00fcr ihn \u2013 n\u00e4chster Zukunft erwartete und seine J\u00fcnger lehrte, daf\u00fcr zu beten. Seine Naherwartung erwies sich aber mit der Zeit als schlichtweg falsch. Im unmittelbaren Kontext macht es jedoch mehr Sinn, die Zeile als Bitte zu verstehen, dass Gott seine k\u00f6nigliche Herrschaft vom Himmel aus in der Gegenwart aus\u00fcben soll, damit sein Wille auf der Erde geschieht, jetzt, unter den Umst\u00e4nden, in denen wir uns befinden \u2013 und nicht erst am Ende, nach seiner Wiederkunft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das macht nat\u00fcrlich einen gro\u00dfen Unterschied in unserer Anwendung des Textes und in unseren Gebeten. Wir beten nicht (nur) darum, dass Jesus endlich wiederkommt, ein Gebet, das seit fast 2000 Jahren nicht erh\u00f6rt wurde. Wir beten, dass Gottes Herrschaft hier und jetzt die Oberhand gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Vergeben.<\/strong> Die vielleicht schwierigste Zeile des Gebetes ist auch die l\u00e4ngste: Bitte 5. Das Problem ist nicht die Auslegung. Die Worte sind klar genug. Der Begriff <em>Schuld<\/em> muss hier eine Metapher sein, die eine <em>moralische<\/em> Schuld bezeichnet, da er mit Vergebung im Zusammenhang steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Bitte mit einer Bedingung einhergeht. Die \u00dcbersetzung stimmt hier nicht; im zweiten Teil der Zeile wird nicht das Pr\u00e4sens, sondern die Vergangenheitsform des Verbs verwendet (das einzige Mal im Gebet): \u201eWie auch wir unseren Schuldigern <em>vergeben haben<\/em>\u201c. Seien wir ehrlich: Es f\u00e4llt uns oft leichter, Gott zu bitten, seine Heiligkeit zu offenbaren und mit eiserner Hand zu regieren, in Feuer und Flammen, wenn n\u00f6tig. Aber Vergebung ist Teil der Art und Weise, wie Gott seine k\u00f6nigliche Herrschaft auf Erden errichtet. Wir sind aufgerufen, zu vergeben. Vorher, nicht erst nachdem wir unsere Bitten erhalten haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zu beachten ist auch, dass Jesus in Matth\u00e4us 6,14f. n\u00e4her auf diese Zeile eingeht. Vielleicht erwartet er, dass wir an diesem Punkt nach Ausnahmen oder nach einem Ausweg suchen werden. Oder vielleicht ist es Hinweis darauf, dass diese Bitte der Kern des Gebets ist. Das ist es, was Gott will. Das ist es, was seinen Namen heiligt. Das ist es, was das Reich Gottes auf die Erde bringt: wenn wir unseren Schuldigern vergeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Die Versuchung und das B\u00f6se<\/strong>. Die beiden abschlie\u00dfenden Bitten sind durch ein starkes <em>Sondern<\/em> verbunden. Anstelle des einen (f\u00fchre uns in Versuchung) wird Gott gebeten, das andere zu tun (erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen). Diese beiden Zeilen sind nicht leicht zu verstehen; um was genau bitten wir?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt die offensichtliche Schwierigkeit, dass Gott uns in die Versuchung f\u00fchren k\u00f6nnte. Vielleicht ist hier aber eine weiche oder schwache Form des F\u00fchrens gemeint. Wenn Gott souver\u00e4n ist, dann ist alles, was geschieht, in einem abgeschw\u00e4chten Sinn sein Tun; schlie\u00dflich h\u00e4tte er es auch verhindern k\u00f6nnen. In diesem Fall k\u00f6nnte man es vielleicht so sagen: Bewahre uns vor der Versuchung und dem B\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das B\u00f6se ist das genaue Gegenteil und die Verneinung des Reiches und des Willens Gottes. Von dem B\u00f6sen zu erl\u00f6sen ist daher verbunden mit dem Kommen des Reiches Gottes, denn seine Herrschaft und das B\u00f6se passen nicht zusammen; in Gottes Reich gibt es letztlich keinen Platz f\u00fcr das B\u00f6se.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vielleicht soll die Kombination der Bitten 6 und 7 uns auch f\u00fcr das Vorhandensein oder zumindest das Potenzial des B\u00f6sen in uns selbst sensibilisieren; wir sollten es nicht zu schnell \u201eirgendwo da drau\u00dfen\u201c, bei anderen, verorten und dabei unsere eigene F\u00e4higkeit zu B\u00f6sem \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nur zwei Kapitel zuvor hat sich Jesus der Versuchung gestellt und ihr standgehalten (Mt. 4,1-11). Das war eine Ausnahme. Kein Mensch vor ihm hat das geschafft. W\u00e4hrend der 40 Jahre der Pr\u00fcfung in der W\u00fcste scheiterte Israel wiederholt und konsequent. Glauben wir wirklich, dass wir es besser machen k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist schockierend, wozu Menschen f\u00e4hig sind, wenn sie sich in einem Umfeld wiederfinden, in dem Normen au\u00dfer Kraft gesetzt sind, in dem das B\u00f6se als gut gilt und als solches anerkannt wird. Wir sollten unsere F\u00e4higkeit zur Unterscheidung und zum Widerstand nicht \u00fcbersch\u00e4tzen. Es ist besser, wenn wir uns nicht in Versuchung und Pr\u00fcfung wiederfinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ein letzter Punkt: Das Ziel des Gebetes ist die Befreiung vom B\u00f6sen \u2013 denn das ist eingeschlossen in den ersten drei Bitten, die positiv artikulieren, was in der siebten Bitte negativ formuliert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Dein.<\/strong> Obwohl die letzte Zeile nicht zum Matth\u00e4usevangelium geh\u00f6rt, bildet sie einen sinnvollen Abschluss. Die Aufmerksamkeit richtet sich wieder auf Gott (<em>dein<\/em>) und auf sein Reich. Da die Herrschaft, die Macht und die Herrlichkeit ihm bereits geh\u00f6ren, ist er voll und ganz in der Lage, die sieben Bitten zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anwendung: Beten wir!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Offenes Gebet.<\/strong> Bemerkenswert: Alle Bitten dieses Gebetes sind offen und daher anpassungsf\u00e4hig f\u00fcr unterschiedliche Umst\u00e4nde, Kontexte und Bed\u00fcrfnisse. Es ist eine gro\u00dfartige Vorlage f\u00fcr das Beten. Jede Zeile kann erweitert und im Gebet konkret ausgearbeitet werden. Ich habe es z.B. als ungeheuer hilfreich empfunden, um Zeile f\u00fcr Zeile f\u00fcr die Ukraine und f\u00fcr Russland zu beten (ja, auch f\u00fcr Russland; denken wir an Bitte 5).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Vaterunser ist exemplarisch, ein Leitfaden f\u00fcr das Gebet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">jclk8888. 2015 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/bible-rosary-prayer-pray-holy-706662\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/bible-rosary-prayer-pray-holy-706662\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum eine Bibelstelle ist bekannter als diese. Was bedeutet sie aber? 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