{"id":2117,"date":"2020-12-03T08:30:00","date_gmt":"2020-12-03T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=2117"},"modified":"2024-08-06T17:42:41","modified_gmt":"2024-08-06T15:42:41","slug":"cals80","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/12\/cals80\/","title":{"rendered":"Kreuz und S\u00fchne 2: Modelle und Erl\u00e4uterungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">In der letzten Ausgabe habe ich mich mit Terminologie befasst und sechs Gruppen von Bildern oder Metaphern vorgestellt, die das Konzept <em>S\u00fchne<\/em> illustrieren. Es ist nun an der Zeit, eine gr\u00fcndlichere Erkl\u00e4rung zu versuchen. Dies ist kein geringes Unterfangen. Es kommt mir vor, wie wenn ich vor einem majest\u00e4tischen Geb\u00e4ude stehe, das viel gr\u00f6\u00dfer und herrlicher ist als die pr\u00e4chtigste Kathedrale. Und nun bin ich dabei, dieses Geb\u00e4ude zu beschreiben und zu erkl\u00e4ren&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Hinweis<\/strong><em>:<\/em> <em>Die Ausgabe ist lang (vielleicht f\u00fcr die Weihnachtsferien?). Eine weitere \u2013 k\u00fcrzere \u2013 Ausgabe zum Thema wird noch folgen. Wenn du alle drei Ausgaben als ein Dokument lesen m\u00f6chtest, kannst du sie <a href=\"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/CALS-79-81-Atonement-D.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">als PDF herunterladen<\/a>. Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/youtu.be\/lpXI1ZtZoa0\" target=\"_blank\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals-80-atonement-2\" target=\"_blank\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Aber wir sind kleine und beschr\u00e4nkte S\u00fcnder, und das S\u00fchneopfer ist gro\u00df und weitreichend. Wir sollten nicht erwarten, dass unsere Theorien es jemals vollst\u00e4ndig erkl\u00e4ren werden. Selbst wenn wir sie alle zusammenstellen, werden wir nicht mehr als ein wenig von der Weite von Gottes rettender Tat zu begreifen beginnen. (Morris 1984: 102)<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Biblische Wegweiser<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Was folgt, ist eine Auswahl relevanter Bibelstellen, die als Einf\u00fchrung in unser Thema dienen k\u00f6nnen. Sie illustrieren das R\u00e4tsel, das wir zu l\u00f6sen versuchen. Ich lade dich ein, diese Verse zu betrachten, bevor du weiterliest. Was bedeuten diese Dinge?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt! (Joh. 1,29)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein f\u00fcr alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die S\u00fcnde aufzuheben. (Heb. 9,26)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn es ist unm\u00f6glich, durch das Blut von Stieren und B\u00f6cken S\u00fcnden wegzunehmen \u2026 Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein f\u00fcr alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi \u2026 Denn mit einem Opfer hat er f\u00fcr immer die vollendet, die geheiligt werden. (Heb. 10,4, 10, 14)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen. (Mt. 26,31)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Den hat Gott f\u00fcr den Glauben hingestellt als S\u00fchne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die S\u00fcnden vergibt, die fr\u00fcher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. (R\u00f6m. 3,25f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus f\u00fcr uns gestorben ist, als wir noch S\u00fcnder waren. (R\u00f6m. 5,8)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Christus aber hat uns erl\u00f6st von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde f\u00fcr uns; denn es steht geschrieben: \u201eVerflucht ist jeder, der am Holz h\u00e4ngt\u201c. (Gal. 3,13)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist f\u00fcr unsre S\u00fcnden nach der Schrift. (1. Kor. 15,3f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">In ihm haben wir die Erl\u00f6sung durch sein Blut, die Vergebung der S\u00fcnden, nach dem Reichtum seiner Gnade. (Eph. 1,7)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet. Er hat die M\u00e4chte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie \u00f6ffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus. (Kol. 2,14f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit verg\u00e4nglichem Silber oder Gold erl\u00f6st seid von eurem nichtigen Wandel nach der V\u00e4ter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. (1. Pet. 1:18f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat f\u00fcr euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fu\u00dftapfen; er, der keine S\u00fcnde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; der nicht widerschm\u00e4hte, als er geschm\u00e4ht wurde, nicht drohte, als er litt, er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet; der unsre S\u00fcnde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der S\u00fcnde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. (1. Pet. 2,21-24)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer S\u00fcnde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg \u2026 Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die L\u00e4nge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen. Weil seine Seele sich abgem\u00fcht hat, wird er das Licht schauen und die F\u00fclle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er tr\u00e4gt ihre S\u00fcnden. (Jes. 53,5f, 10f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Modelle<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">H\u00e4ufig werden Erkl\u00e4rungen in Form von Modellen gegeben. Ein Modell ist eine vereinfachte Beschreibung der Wirklichkeit. F\u00fcr die biblische S\u00fchne-Idee basieren Modelle auf vermuteten Parallelen zwischen der menschlichen Welt und ihren Praktiken und Gottes Handeln. Mit anderen Worten, sie sind illustrativ und mehr oder weniger ungenau \u2013 eine Ann\u00e4herung an die Wirklichkeit; vergleiche zu diesem entscheidenden Punkt <a href=\"https:\/\/www.9marks.org\/article\/what-did-the-cross-achieve-the-logic-of-penal-substitution\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">den wichtigen Aufsatz von J. I. Packer<\/a> (2019) \u00fcber strafrechtliche Substitution.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist \u00fcblich, den Schwerpunkt auf drei solcher Modelle zu legen: strafrechtliche Substitution, moralischer Einfluss und die L\u00f6segeldtheorie oder das Christus-Victor-Modell. Diese drei Modelle wurden erstmals von Gustaf Aul\u00e9n (2003) in einer klassischen Studie, die urspr\u00fcnglich 1931 ver\u00f6ffentlicht wurde, auf diese Weise unterschieden. Auf dieses Buch wird oft Bezug genommen; es gibt kaum ein Buch \u00fcber S\u00fchne und Vers\u00f6hnung, in dem Gustav Aul\u00e9n nicht erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aul\u00e9ns Buch ist verst\u00e4ndlich und klar, aber es hat auch problematische Seiten, mit weitreichenden Konsequenzen. Erstens behandelt er die drei Modelle als Alternativen, die sich gegenseitig ausschlie\u00dfen: Es ist das eine oder das andere, entweder\/oder, nicht beides\/und. Zweitens ist seine Analyse der Kirchenv\u00e4ter und der Urkirche verzerrt und ungenau. Sie hat zu dem heute weit verbreiteten Mythos gef\u00fchrt, dass die Kirche in den ersten tausend Jahren ihres Bestehens an einem Christus-Victor-Verst\u00e4ndnis festhielt. Das stimmt so nicht; dazu mehr, wenn wir zum Christus-Victor-Modell kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dar\u00fcber hinaus, so kommt es mir vor, brauchen wir mehr als drei Ideen, um dem Kreuz gerecht zu werden, sogar mehr, als ich hier auff\u00fchren kann. Ich werde zum Beispiel das S\u00fcndenbock-Modell von Ren\u00e9 Girard, das Kreuz als Offenbarung und die Idee der gro\u00dfen Umkehrung, die soziale Hierarchien auf den Kopf stellt (Lk. 1,51-3), weglassen, auch deswegen, weil sie nicht die S\u00fchne im engeren Sinne des Wortes erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich habe die Erkl\u00e4rungen, die ich abdecke, teils chronologisch, teils logisch geordnet, um so einen Weg durch das Labyrinth der Gesichtspunkte zu schaffen, der es uns hoffentlich erm\u00f6glicht, uns nicht zu verirren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>So unendlich ist das Geheimnis von Gottes Heilswerk, dass wir viele interpretierende Bilder, viele T\u00f6ne, viele Stimmen brauchen (Baker und Green 2011: 139).<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Opfer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bei weitem die gebr\u00e4uchlichste Art und Weise, wie das NT \u00fcber den Tod Christi spricht, ist als Opfer. Wann immer sein Blut erw\u00e4hnt wird, was h\u00e4ufig der Fall ist, steht der Gedanke des Opfers im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Opfer wird normalerweise nicht als Modell betrachtet, vermutlich weil es die S\u00fchne nicht erkl\u00e4rt. Es scheint damals selbsterkl\u00e4rend gewesen zu sein, was heute nicht mehr zutrifft. Es wird daher eher als ein Bild denn als Modell oder Theorie betrachtet. Dennoch muss das Bild des Opfers wegen seiner Vorherrschaft in der Bibel unser Ausgangspunkt sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Bild selbst ist vielschichtig. Es gibt das Passalamm, dessen Blut den israelitischen Erstgeborenen beim Exodus vor dem Tod bewahrte. Es gibt sowohl den alten als auch den neuen, durch Blut initiierten Bund. Jesus spricht ausdr\u00fccklich davon, wenn er das heilige Abendmahl einsetzt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird f\u00fcr viele zur Vergebung der S\u00fcnden. (Mt. 26:27f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Und dann gibt es noch den Vers\u00f6hnungstag in 3. Mose 16 mit seinem aufwendigen Ritual. Er macht auf symbolische Weise die Notwendigkeit sichtbar, S\u00fcnde und Unreinheit zu beseitigen. Dar\u00fcber hinaus gibt es weitere Opfertypen, die in 3. Mose beschrieben werden. Einige sind ausdr\u00fccklich, um \u201edie S\u00fchnung zu vollziehen\u201c (z.B. 3. Mo. 4f; 6:23). Andere Opfer dienen dazu, etwas oder jemanden zu heiligen. Noch eine weitere Opferkategorie erm\u00f6glicht eine Feier der innigen Gemeinschaft mit Gott (und anderen) in Form eines Opfermahls. Hier scheint es eine Abfolge zu geben, einen dreistufigen Prozess der Ann\u00e4herung an Gott durch das Opfer: Schuld oder Unreinheit s\u00fchnen, heiligen, Gemeinschaft feiern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">L\u00e4sst sich darin die neutestamentliche Theologie der Rechtfertigung und der Heiligung erkennen, die zur Gemeinschaft mit Gott f\u00fchrt \u2013 durch den Opfertod Christi?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Blut Jesu, so 1. Johannes 1,7, \u201ereinigt uns von aller S\u00fcnde\u201c. Das ist keine Erkl\u00e4rung, aber vielleicht vermittelt es die Wahrheit wirksamer, als es eine Erkl\u00e4rung k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-medium\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"152\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-splatter-303569_1280.png?resize=152%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2110\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-splatter-303569_1280.png?resize=152%2C300&amp;ssl=1 152w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-splatter-303569_1280.png?resize=520%2C1024&amp;ssl=1 520w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-splatter-303569_1280.png?w=650&amp;ssl=1 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 152px) 100vw, 152px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber in der Mitte [des Tempelsystems] gibt es eine gro\u00dfe beherrschende Idee: Ein Opfer ist etwas, das in die H\u00e4nde Gottes gegeben wird, am dramatischsten, wenn es ein Leben ist, das mit dem Vergie\u00dfen von Blut \u00fcbergeben wird. Dieses Geschenk des Lebens oder des Blutes wirft irgendwie einen Schleier \u00fcber die S\u00fcnde oder die Krankheit oder das Fehlverhalten eines Einzelnen oder eines ganzen Volkes. Es beseitigt die Folgen der S\u00fcnde; es bietet die M\u00f6glichkeit einer von Schuld ungetr\u00fcbten Beziehung zu Gott; es ist ein Geschenk, das zwischen Gott und dem Versagen oder dem Fehlverhalten der Welt steht. Das Geschenk wird gegeben \u2013 und es ist ein kostspieliges Geschenk, weil es um Leben und Blut geht \u2013, damit Frieden und Kommunikation zwischen Himmel und Erde wiederhergestellt werden k\u00f6nnen. Und dies wurde immer durch die Tatsache symbolisiert, dass das geopferte Tier gekocht und zerst\u00fcckelt wurde, um Teil einer Mahlzeit zu werden, die nicht nur die Gemeinschaft untereinander, sondern auch die wiederhergestellte Gemeinschaft mit Gott zum Ausdruck brachte. Es ist ein Geschenk, das in der Sprache des Alten Testaments den Zorn und den Unmut Gottes abwendet. In der Fachsprache der Theologie \u201evers\u00f6hnt\u201c es Gott, es macht die Dinge mit ihm wieder gut, aber es bringt ihn auch wieder in eine aktive Beziehung zur Welt. Als H\u00f6hepunkt stellt das Opfer den Bund Gottes mit dem Volk Gottes her \u2013 oder stellt ihn wieder her, best\u00e4tigt ihn. (Williams 2017: 24f)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Wirkung des Opfers<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Trotzdem wollen wir mehr wissen. Wie funktioniert das Opfer? Welchen Mechanismus gibt es? Irgendwie reinigt es von S\u00fcnde und Unreinheit. Es bewirkt S\u00fchne, um dieses Wort noch einmal zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber \u201e<em>irgendwie<\/em>\u201c ist keine Erkl\u00e4rung. Es wirft die Frage auf: Wie bewirkt das Opfer dies? Was bewirkt es? Die klassische Antwort lautet nat\u00fcrlich, dass das Opfertier an Stelle des Opfernden stirbt und so die Folgen der S\u00fcnde auf sich nimmt. Das passt gut zum strafrechtlichen Substitutionsmodell (ersetze \u201eFolgen\u201c mit \u201eStrafe\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das gef\u00e4llt Kritikern dieses Modells nicht. F\u00fcr sie gibt es ein anderes, neues Verst\u00e4ndnis des Opfers, das das Leben und nicht den Tod in den Vordergrund stellt. F\u00fcr beide Ansichten findet sich die entscheidende Aussage in der zweiten H\u00e4lfte von 3. Mose 17, wo das Essen von Blut verboten wird:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn des Leibes Leben ist im Blut und ich habe es euch f\u00fcr den Altar gegeben, dass ihr damit ents\u00fchnt werdet. Denn das Blut ist die Ents\u00fchnung, weil das Leben in ihm ist. (3. Mo. 17,11)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Geoff Holsclaw (2019; Hervorhebung im Original) erkl\u00e4rt es so:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Viele meinen, dass laut 3. Mose 17,11 Blut als Symbol des <strong>Lebens<\/strong> und nicht als Symbol des <strong>Todes<\/strong> geopfert wird. Der Text sagt das sogar: \u201eDes Leibes Leben ist im Blut\u201c. Wenn das Leben im Blut ist, dann ist jedes Blutopfer in Wirklichkeit ein Opfern oder Freisetzen von Leben. In dieser Sichtweise wird Blut als Abwehr gegen den Tod geopfert oder als rituellen Reiniger, der die Auswirkungen der S\u00fcnde beseitigt. In dieser Sicht bietet Gott \u2013 der der Gott des Lebens ist \u2013 durch das Opfersystem Leben an als Mittel zur \u00dcberwindung des durch die S\u00fcnde eintretenden Todes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In dieser Sicht besteht die Idee des Opfers darin, nicht einen Tod durch einen anderen Tod zu ersetzen, sondern <strong>den Tod durch das Leben zu ersetzen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dem durch die S\u00fcnde verursachten Tod wird durch das Leben entgegengewirkt \u2013 vor\u00fcbergehend, weil das Tieropfer unvollkommenen ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Es kommt mir aber merkw\u00fcrdig vor, das Opfer als \u201eFreisetzen von Leben\u201c zu beschreiben. Leben wird nicht freigesetzt, sondern beendet. Ja, mein Leben wird befreit, aber auf Kosten eines anderen Lebens. Das Nettoergebnis ist in der Tat, wie Holsclaw behauptet, \u201eden Tod durch das Leben ersetzen\u201c, aber das geschieht, indem wir \u201eeinen Tod durch einen anderen Tod ersetzen\u201c, nicht durch eine \u00dcbertragung von Leben vom Tier auf den Opfernden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Hartmut Gese, einer der Begr\u00fcnder dieser neueren Sichtweise des Opfers, stellt fest: \u201eDie kultische, heiligende S\u00fchne ist in keiner Weise ein negatives Verfahren zur Beseitigung der S\u00fcnde oder zur Bu\u00dfe. Man kommt zu Gott, indem man durch das Todesurteil hindurchgeht\u201c (Gese 1981: 114). In der Tat \u2013 aber \u201edas Todesurteil\u201c impliziert eine Bestrafung, die dann den zweiten, positiven Schritt hin zu Vers\u00f6hnung erm\u00f6glicht. Es braucht sowohl das Negative (Beseitigung der S\u00fcnde) als auch das Positive (Heiligung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie im vorigen Abschnitt dargelegt wurde, gibt es eine solche positive Seite des Opfers. Je nach Art des Opfers kann es auch dazu dienen, denjenigen, der das Opfer bringt, zu heiligen und die Person aus dem profanen Bereich in die Sph\u00e4re Gottes, in den Bereich des Heiligen zu versetzen. Das Opfer dient also nicht nur dazu, die Folgen der S\u00fcnde zu bew\u00e4ltigen; das muss aber der erste Schritt sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und, was vielleicht noch wichtiger ist, beides geschieht durch den Tod. Das Opfer Christi hat die gleiche doppelte Wirkung, negativ und positiv, wie das Tieropfer, und ebenfalls durch den Tod (und die Auferstehung). Es reinigt und heiligt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn es ist unm\u00f6glich, durch das Blut von Stieren und B\u00f6cken S\u00fcnden wegzunehmen [aber durch das Blut Christi ist es nicht unm\u00f6glich] &#8230; Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein f\u00fcr alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi. (Heb. 10,4, 10)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Paulus dr\u00fcckt es so aus: Christus ist <em>f\u00fcr uns<\/em> gestorben und gleichzeitig sind wir <em>mit ihm<\/em> gestorben, damit wir auch an seiner Auferstehung teilhaben (auf diese Darstellung kommen wir noch zur\u00fcck).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bevor wir weitermachen, noch einige weitere Punkte, die es zu bedenken gilt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Wenn wir in diesem Zusammenhang von S\u00fcnden sprechen, kann es sich nicht auf die eigentlichen s\u00fcndigen Handlungen beziehen. Sie geh\u00f6ren der Vergangenheit an und k\u00f6nnen nicht durch ein Opfer gereinigt oder auf eine Substitution \u00fcbertragen werden. Das Wort <em>S\u00fcnden<\/em> muss hier eine Metonymie sein, ein verwandter Begriff, der in diesem Fall f\u00fcr die <em>Folgen<\/em> dieser S\u00fcnden steht. Die S\u00fcnden selbst k\u00f6nnen nicht weggenommen werden; aber jede daraus resultierende Schuld, Unreinheit, Fluch, anstehende Bestrafung und sonstige Folgen k\u00f6nnen weiter bestehen, bis sie beseitigt werden.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Das Opfer im Alten Testament ist in vielen F\u00e4llen stellvertretend: Das Auflegen einer Hand (z.B. 3. Mo. 1,4) zeigt an, dass das Tier denjenigen vertritt, der es opfert.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Es wird oft gesagt, dass das S\u00fchneopfer niemals Gott zum Gegenstand hat; S\u00fchne wird f\u00fcr S\u00fcnde(n) oder f\u00fcr Menschen geleistet. Es geht nicht darum, so die Argumentation, Gott umzustimmen, sondern die S\u00fcnde zu tilgen oder zu beseitigen. In 3. Mose wird jedoch oft gesagt, dass Opfergaben <em>Gott<\/em> dargebracht werden. Und nach Hebr\u00e4er 9,14 hat Jesus \u201esich selbst als Opfer Gott dargebracht\u201c, und wird durch sein Blut \u201eunser Gewissen reinigen von den toten Werken\u201c.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Einige der Opfer im Gesetz werden als \u201elieblicher Geruch\u201c beschrieben; dies deutet darauf hin, dass sie Gott zum Ziel haben und durch das Opfer eine \u00c4nderung der Haltung Gottes bewirken.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">All dies deutet darauf hin, dass die alte Art und Weise, die Wirkung des Opfers zu erkl\u00e4ren, vielleicht doch zumindest teilweise richtig ist. Damit ist nicht gesagt, dass das Opfer auf Strafersatz reduziert werden kann; das w\u00fcrde zu viel auslassen. Das Opfer, das Christus darbringt, ist nicht nur sein Tod, sondern auch sein Leben, und es besch\u00e4ftigt sich nicht nur mit dem Negativen, sondern schafft auch eine neue, positive Realit\u00e4t (vgl. Heb. 10,19-22; es reinigt nicht ein schuldiges, sondern ein b\u00f6ses Gewissen).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der selige Wechsel (Tausch)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Obwohl es kein Modell der S\u00fchne darstellt und keine Erkl\u00e4rung f\u00fcr dessen Funktionsweise liefert, muss hier das Motiv des \u201eseligen Wechsels\u201c erw\u00e4hnt werden. Zum einen ist es eine treffende Zusammenfassung dessen, was das S\u00fchnopfer f\u00fcr uns zustande bringt. Zum anderen ist es in den fr\u00fchesten Schriften der Kirche nach dem Neuen Testament weit verbreitet und findet sich auch im NT selbst wieder:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich w\u00fcrdet. (2. Kor. 8,9)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn er hat den, der von keiner S\u00fcnde wusste, f\u00fcr uns zur S\u00fcnde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit w\u00fcrden, die vor Gott gilt. (2. Kor. 5,21)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Michael Horton (2018: I, Kapitel 2) h\u00e4lt dies, und nicht irgendeine Form der L\u00f6segeld-Theorie oder des Christus-Victor-Modells, f\u00fcr das grundlegende Verst\u00e4ndnis der Urkirche. Und Oliver Crisp fasst die Aussagen des Iren\u00e4us von Lyon (ca. 130-ca. 202) und des Athanasius (ca. 297-373) bez\u00fcglich der S\u00fchne mit dieser kurzen, aber eindringlichen Zeile zusammen: \u201e<em>Christus wurde Mensch, damit wir g\u00f6ttlich werden konnten<\/em>\u201c (Crisp 2020: 47; Hervorhebung im Original). In der Tat ein gro\u00dfer Austausch.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Dies ist der wunderbare Tausch, den er aus seinem unermesslichen Wohlwollen heraus mit uns vollzogen hat; dass er, indem er mit uns Menschensohn wurde, uns mit ihm zu S\u00f6hnen Gottes gemacht hat; dass er durch seinen Abstieg auf die Erde f\u00fcr uns einen Aufstieg in den Himmel vorbereitet hat; dass er, indem er unsere Sterblichkeit auf sich nahm, uns seine Unsterblichkeit verliehen hat; dass er, indem er unsere Schw\u00e4che annahm, uns durch seine Macht gest\u00e4rkt hat; dass er, indem er unsere Armut auf sich nahm, seinen Reichtum auf uns \u00fcbertragen hat; dass er, indem er die Last unserer Missetat auf sich nahm (die uns unterdr\u00fcckte), uns mit seiner Gerechtigkeit bekleidet hat. (Calvin 1960: 1362; <em>Institutes<\/em> 4.17.2)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-medium is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"212\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/cals-80-money-transfer-3588301_1920.jpg?resize=300%2C212&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2120\" style=\"width:225px;height:159px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/cals-80-money-transfer-3588301_1920.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/cals-80-money-transfer-3588301_1920.jpg?resize=1024%2C725&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/cals-80-money-transfer-3588301_1920.jpg?resize=768%2C544&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/cals-80-money-transfer-3588301_1920.jpg?resize=1536%2C1087&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/cals-80-money-transfer-3588301_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">L\u00f6segeld- oder Loskauf-Theorie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Tod Christi ist ein L\u00f6segeld, das unsere Befreiung erlangt. Es w\u00e4re \u00fcbertrieben, hier von einer Theorie zu reden; es handelt sich eher um ein Bild. Als solches haben wir es bereits in der letzten Ausgabe angesprochen. Die L\u00f6segeld- oder Loskauf-Idee ist in den Kirchenv\u00e4tern weit verbreitet und hat klare und offensichtliche Wurzeln in der Heiligen Schrift. Folgendes ist dabei aber wichtig:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Die L\u00f6segeld-Idee wird selten zu einer umfassenderen Erkl\u00e4rung oder Theorie weiterentwickelt.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Sie ist in der Regel nur ein Bestandteil eines viel umfassenderen Verst\u00e4ndnisses des S\u00fchneopfers.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Es gibt keine \u00dcbereinstimmung dar\u00fcber, an wen das L\u00f6segeld gezahlt wurde \u2013 was es als Erkl\u00e4rung oder Theorie der S\u00fchne etwas d\u00fcrftig erscheinen l\u00e4sst.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Letzteres weist auf eine entscheidende Schw\u00e4che der L\u00f6segeld-Theorie hin. Es macht kaum Sinn, dass Gott sich selbst bezahlen w\u00fcrde, um unsere Freiheit zu erkaufen. Wurde das L\u00f6segeld also an den Teufel gezahlt? Aber warum sollte der Teufel irgendwelche gesetzlichen Rechte \u00fcber die Menschheit haben, Rechte von solcher Art, dass Gott sich verpflichtet f\u00fchlte, sie zu beachten? Ist Satan nicht selbst ein gesetzloser Rebell, dessen Macht auf roher Gewalt und T\u00e4uschung beruht und nicht auf legitimer Autorit\u00e4t?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In einigen Versionen der L\u00f6segeld-Theorie wird der Teufel zu einem Deal \u00fcberlistet. Er nimmt Jesus im Tausch gegen die Menschheit an und \u00fcbersieht dabei, dass Jesus Gott in menschlicher Gestalt ist oder was das bedeutet: Er wird Jesus nicht im Tod gefangen halten k\u00f6nnen, entweder weil Jesus ohne S\u00fcnde ist und daher den Tod nicht verdient hat oder wegen seiner g\u00f6ttlichen Macht, die den Tod \u00fcberwindet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In anderen Variationen wird Satan nicht ausgetrickst, sondern er \u00fcberschreitet schlichtweg seine Autorit\u00e4t. Indem er Jesus in blindem Hass t\u00f6tet, t\u00f6tet er ein unschuldiges Opfer, jemanden, der ohne S\u00fcnde ist. Er hat kein Recht dazu und hat deshalb seine Grenzen \u00fcberschritten, was dazu f\u00fchrt, dass er die Kontrolle \u00fcber den Tod verliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es erscheint jedoch merkw\u00fcrdig, dass Gott Satan dazu berufen h\u00e4tte, die Institution des Todes zu \u00fcberwachen und zu verwalten. Hinzu kommt, dass es keine wirkliche biblische Grundlage gibt f\u00fcr die Idee, dass der Teufel entweder in die Irre gef\u00fchrt wurde oder die Lage falsch beurteilte. Es gibt nur einen einzigen Vers, der zur Unterst\u00fctzung zitiert werden k\u00f6nnte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Wir reden von der Weisheit Gottes \u2026 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt h\u00e4tten, so h\u00e4tten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. (1. Kor. 2,7f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt jedoch im Kontext dieser Aussage keinen Hinweis darauf, dass Paulus an geistliche M\u00e4chte und nicht an menschliche Herrscher denkt. Das hier verwendete griechische Wort (<em>archon<\/em>) wird im NT nie f\u00fcr nichtmenschliche M\u00e4chte verwendet. Die einzige Ausnahme, immer im Singular, ist seine Verwendung entweder f\u00fcr Satan oder Beelzebul als F\u00fcrst oder Herrscher der D\u00e4monen (z.B. Mt. 12,24) oder dieser Welt (z.B. Joh. 12,31). Das Wort bezieht sich nie auf die d\u00e4monischen M\u00e4chte selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Normalerweise bezieht sich das Wort auf menschliche Beh\u00f6rden und Herrscher. Das passt zum Kontext von 1. Korinther 2. Jesus wurde von Menschen zum Tode verurteilt: \u201eUnsre Hohenpriester und Oberen [haben ihn] zur Todesstrafe \u00fcberantwortet und gekreuzigt\u201c (Lk. 24,20).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferdem gibt es keinen Hinweis darauf, dass Adam die Herrschaft \u00fcber die Sch\u00f6pfung formell an den Teufel abgetreten oder verloren h\u00e4tte. Durch Ungehorsam hat er sich dem Schutz Gottes entzogen. So konnte der Teufel ihn \u00fcberw\u00e4ltigen. Aber diese Macht hat er widerrechtlich an sich gerissen; sie ist nicht legitim. Satan ist ein schlimmerer \u00dcbertreter und \u00dcbelt\u00e4ter als die Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt noch eine weitere M\u00f6glichkeit. Wurde das L\u00f6segeld dem Tod gezahlt? Schlie\u00dflich hatte Gott gesagt, dass Adam sterben w\u00fcrde, wenn er von dem verbotenen Baum a\u00df. Man k\u00f6nnte dies als eine Verpflichtung von Gottes Seite betrachten. Infolgedessen ist dem Tod etwas geschuldet. Aber auch wenn der Tod manchmal personifiziert und als Person dargestellt wird, ist er doch ein abstrakter Begriff. Gott schuldet dem Tod nicht, als ob er ein Versprechen gegeben oder eine vertragliche Beziehung mit dem Tod eingegangen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es scheint besser, Begriffe wie <em>erl\u00f6sen<\/em> oder <em>L\u00f6segeld<\/em> als Metaphern zu verstehen, die <em>befreien<\/em> oder <em>freilassen<\/em> bedeuten. Es gibt einen Preis (Christus muss sterben), aber keine Zahlung (im Sinne einer Transaktion mit einem Empf\u00e4nger). Wenn aber die Erl\u00f6sung kein Modell, sondern nur ein Bild ist, bietet sie keine vollst\u00e4ndige Erkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"257\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-Anselm_of_Canterbury_seal.jpg?resize=257%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2115\" style=\"width:193px;height:225px\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anselms Satisfaktionsmodell<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Anselm von Canterbury (ca. 1033-1109) ist wohl die wichtigste Stimme \u00fcber die Bedeutung der S\u00fchne zwischen Augustinus und Luther. Interessanterweise vertritt heute kaum jemand seine Ansicht, aber praktisch jeder, der \u00fcber die S\u00fchne schreibt, diskutiert seine Ansichten \u2013 und das mehr als 900 Jahre nach seinem Tod.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Anselms Buch zum Thema hat sich als ein Meilenstein im Nachdenken \u00fcber das S\u00fchneopfer erwiesen. Abgesehen von <em>\u00dcber die Menschwerdung<\/em> von Athanasius (geschrieben vor 319) ist es vielleicht die erste gr\u00fcndliche und systematische Behandlung des Themas. Sein Titel ist <em>Cur Deus Homo<\/em> und bedeutet w\u00f6rtlich \u201eWarum ein Gott-Mensch\u201c oder \u201eWarum Gott Mensch wurde\u201c. Warum brauchte es f\u00fcr die S\u00fchne jemanden, der sowohl Gott als auch Mensch war?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In seiner Antwort lehnte Anselm \u00fcberzeugend jede Vorstellung eines L\u00f6segeldes f\u00fcr den Teufel ab. Stattdessen musste Gott, nicht Satan, etwas gegeben werden, um den Versto\u00df gegen seine g\u00f6ttliche Ehre wiedergutzumachen (daher <em>Satisfaktion<\/em> oder <em>Genugtuung<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Anselm glaubte nicht, dass Gott dies brauchte, da Gott nichts braucht. Aber der Gerechtigkeit musste Gen\u00fcge getan und die Ordnung des Universums wiederhergestellt werden, entweder durch Bestrafung der T\u00e4ter oder durch eine angemessene Genugtuung\u2013 moderner gesagt, durch eine Entsch\u00e4digung. Christus tat letzteres, indem er Gott eine Gabe als Genugtuung anbot: seinen selbstlosen Tod.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Da Gott unendlich ist, ist das Vergehen unendlich und erfordert ein Geschenk von unendlichem Wert, um es wiedergutzumachen. Kein gew\u00f6hnlicher Mensch k\u00f6nnte dies leisten, aber der als Mensch geborene Sohn Gottes konnte es. Er konnte uns vertreten, weil er Mensch ist, und er konnte eine unendliche Genugtuung oder Entsch\u00e4digung bringen, weil er selbst unendlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das ist koh\u00e4rent und logisch. Ich sehe nur eine Schwachstelle. Das Modell erkl\u00e4rt nicht, warum der freiwillige Tod Jesu ein so wunderbares Geschenk und ein Ausdruck der Liebe war, der dem Vater \u00fcber alle Ma\u00dfen gefiel, wenn er nicht tats\u00e4chlich etwas \u201etat\u201c; was f\u00fcr ein Geschenk ist das? Welchen ausgleichenden Wert hat es?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Jedenfalls hat Christus nach Anselm nicht unsere Strafe getragen, sondern eine Entsch\u00e4digung angeboten, als Ausgleich, um den Forderungen der Gerechtigkeit gerecht zu werden. Das ist also etwas anderes als strafrechtliche Substitution, aber beide Ansichten sind sich darin einig, dass die Befriedigung (Satisfaktion) der Gerechtigkeit von zentraler Bedeutung ist. Anselm ebnete damit den Weg f\u00fcr die Vorherrschaft der strafrechtlichen Substitution als S\u00fchneverst\u00e4ndnis, die auf die Reformation folgte und uns bis heute begleitet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"419\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-mallard-ducks-934518_1920.jpg?resize=1024%2C419&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2109\" style=\"width:512px;height:210px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-mallard-ducks-934518_1920.jpg?resize=1024%2C419&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-mallard-ducks-934518_1920.jpg?resize=300%2C123&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-mallard-ducks-934518_1920.jpg?resize=768%2C314&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-mallard-ducks-934518_1920.jpg?resize=1536%2C629&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-mallard-ducks-934518_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Exemplarisches Modell<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Offensichtlich hat das, was Christus sowohl im Leben als auch im Sterben getan hat, Vorbildfunktion und soll unsere Lebensweise beeinflussen; in diesem Punkt werden alle Modelle \u00fcbereinstimmen. Das exemplarische Modell, das gew\u00f6hnlich auf Petrus Abelard (ca. 1079-1142) zur\u00fcckgef\u00fchrt wird, argumentiert, dass dies die Essenz des S\u00fchneopfers ist, und lehnt dabei jede Satisfaktionsvorstellung ab:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Abelards Hauptantwort auf die S\u00fchnefrage kam in Form eines dritten umfassenden Paradigmas: Das Werk Christi besteht vor allem darin, der Welt die erstaunliche Tiefe der Liebe Gottes zur s\u00fcndigen Menschheit zu demonstrieren. Das S\u00fchnopfer richtete sich in erster Linie an die Menschen, nicht an Gott. Es gibt nichts, was Gott innewohnt, das bes\u00e4nftigt werden muss, bevor er bereit ist, der s\u00fcndigen Menschheit zu vergeben. Das Problem liegt vielmehr im s\u00fcndigen, verh\u00e4rteten menschlichen Herzen mit seiner Furcht und Unwissenheit vor Gott. Die Menschheit weigert sich, sich Gott zuzuwenden und sich vers\u00f6hnen zu lassen. Durch die Menschwerdung und den Tod Jesu Christi leuchtet die Liebe Gottes wie ein Leuchtfeuer und winkt der Menschheit zu kommen und Gemeinschaft mit ihm zu haben. (Eddy und Beilby 2006: 19)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Abelard selbst ist allerdings oft falsch dargestellt worden. Sein Verst\u00e4ndnis war weiter gefasst und beschr\u00e4nkte sich nicht auf ein solches exemplarisches oder moralisches Einflussmodell (Johnson 2017). Besonders wichtig wurde das Modell erst im Laufe des 19. Jahrhunderts und dar\u00fcber hinaus in der liberalen Theologie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn der Tod Christi lediglich als Beispiel gilt (d.h. er \u201etut\u201c oder ver\u00e4ndert nichts direkt; sein Tod wird rein exemplarisch verstanden), wird das Vorbild zu einer unm\u00f6glichen Belastung: Wie k\u00f6nnten wir diesem Standard gerecht werden? Das hat nichts mit S\u00fchne zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wird der Tod Christi aber als Einfluss verstanden, der als solcher eine Wirkung auf uns aus\u00fcbt, k\u00f6nnte er als Vers\u00f6hnung verstanden werden: Die menschliche Feindseligkeit Gott gegen\u00fcber wird dadurch \u00fcberwunden, dass Gott uns seine Liebe zeigt. Das ist allerdings keine S\u00fchne im engeren Sinne; Schuld und S\u00fcnde werden nicht getilgt, der Zorn Gottes nicht vers\u00f6hnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferdem stellt sich die Frage, wie das Sterben Christi f\u00fcr uns die Liebe Gottes zum Ausdruck bringt. Warum musste Jesus sterben? Wie ist er <em>f\u00fcr uns<\/em> gestorben? Vielleicht, indem er zeigt, dass selbst die Kreuzigung Gott nicht davon abh\u00e4lt, uns zu lieben, aber das ist eine schwache Erkl\u00e4rung f\u00fcr S\u00fchne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nochmals, das Kreuz zeigt sicherlich (auch) das Ausma\u00df von Gottes Liebe. Aber als eigenst\u00e4ndige oder alleinige Erkl\u00e4rung f\u00fcr die S\u00fchne reicht das exemplarische Modell nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Strafrechtliche Substitution<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die strafrechtliche Substitution, auch forensische Theorie genannt, ist vielleicht so bekannt, dass sie keiner Erkl\u00e4rung bedarf (au\u00dfer in Zitaten werde ich in diesem Abschnitt <em>Substitution<\/em> verwenden). Ich werde trotzdem eine geben:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Die S\u00fchne als strafrechtliche Substitution setzt die Logik des Gerichts voraus. S\u00fcnde wird als Bruch des Gesetzes verstanden und zieht daher notwendigerweise eine Strafe nach sich, die unweigerlich den Tod bedeutet. Indem Jesus am Kreuz stirbt, bezahlt er die Todesstrafe f\u00fcr alle, die gerettet werden, und befreit sie so von der verdienten Strafe. Die Gerechtigkeit Gottes wird durch Jesu Tod befriedigt. (Holmes 2017: 295)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"563\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-gavel-3577255_1920.jpg?resize=1024%2C563&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2108\" style=\"width:512px;height:282px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-gavel-3577255_1920.jpg?resize=1024%2C563&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-gavel-3577255_1920.jpg?resize=300%2C165&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-gavel-3577255_1920.jpg?resize=768%2C422&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-gavel-3577255_1920.jpg?resize=1536%2C845&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-gavel-3577255_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Obwohl Ans\u00e4tze des Modells schon fr\u00fch zu finden sind, erhielt es erst w\u00e4hrend der Reformation seine vollst\u00e4ndige und systematische Formulierung. Es wurde zur vorherrschenden Erkl\u00e4rung unter Protestanten und Evangelikalen. Allerdings steht es heute unter Druck: \u201eIn j\u00fcngster Zeit wurde kein Lehrsatz zum Thema S\u00fchne so verleumdet wie die der strafrechtlichen Substitution\u201c (Crisp 2020: 96). Aus diesem Grund werde ich mich auf Kritik und Fragen rund um das Modell konzentrieren.&nbsp; Ist die Idee wirklich so schlecht? Ich werde auf 14 Einw\u00e4nde eingehen, beginnend mit einigen der schw\u00e4cheren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>1. Substitution ist g\u00f6ttlicher Kindesmissbrauch und f\u00f6rdert Gewalt. <\/strong>Gott ist zornig wegen unserer S\u00fcnde und bestraft seinen Sohn an unserer Stelle. Das Kreuz ist also g\u00f6ttliche Gewalt. Als solches erm\u00f6glicht und rechtfertigt es menschliche Gewaltt\u00e4tigkeit: Es ist richtig, zu bestrafen! Wenn dar\u00fcber hinaus die Unterwerfung des Sohnes unter Leiden und Strafe lobenswert ist, dann ist auch die menschliche Unterordnung, nicht zuletzt die von Kindern und Frauen unter ihre m\u00e4nnlichen Unterdr\u00fccker, lobenswert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Wenn der beste Mensch, der je gelebt hat, sein Leben auf diese Weise hingab, dann sollten wir, um von Nutzen zu sein, uns ebenfalls opfern &#8230; Der g\u00f6ttliche Kindesmissbrauch wird als heilbringend vorgef\u00fchrt, und das Kind, das leidet, \u201eohne eine Stimme zu erheben\u201c, wird als Hoffnung der Welt gepriesen. (Brown und Parker 1989: 104)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Vermutlich weil er provokativ und anschaulich ist, wird der Vorwurf des g\u00f6ttlichen Kindesmissbrauchs in der Literatur zur S\u00fchne bis zum \u00dcberdruss wiederholt (z.B. Eddy und Beilby 2006: 9f; Weaver 2011: 5; Horton 2018: II, 201; Crisp 2020: 7). Es gibt hier eine dreifache Ironie:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">1. Wie von Williams (2007: 83f) hervorgehoben wurde, ist es nicht nur ein Argument gegen die Substitution, sondern gegen jede Ansicht, die meint, dass Christus nach dem Willen des Vaters gelitten hat. L\u00f6segeld-Theorie und Christus Victor stehen nach diesem Ma\u00dfstab nicht besser da.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">2. Gott ver\u00fcbt keine der Gewalttaten, um die es geht. Er ist nicht der Richter, der das Urteil verk\u00fcndet. Er ist nicht derjenige, der die Hinrichtung anordnet. Die N\u00e4gel werden von einem Soldaten eingeh\u00e4mmert, der auf Befehl eines anderen Herrschers handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">3. Greg Boyds Version von Christus Victor (2006), die den Missbrauchsvorwurf mittr\u00e4gt, legt eine so starke Betonung auf Gottes Kriegsf\u00fchrung gegen das B\u00f6se, dass Gewalt sich auf Grund seines Modells eher rechtfertigen l\u00e4sst als auf Grund eines Modells, das auf Bestrafung basiert. Eine solche Tendenz zeigt sich bei Boyd zwar nicht. Aber auch J. I. Packer und Leon Morris, zwei der f\u00e4higsten Verteidiger der Substitution, haben, soweit ich wei\u00df, ihre Frauen nicht geschlagen und ihre Kinder nicht unterdr\u00fcckt. Es geht hier nicht um die Person, sondern um das Gewaltpotential eines Modells oder einer Theorie. <em>God at War<\/em>, \u201eGott im Krieg\u201c (Boyd 1997) klingt potenziell viel gewaltt\u00e4tiger als \u201edie Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten\u201c (Jes. 53,5).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Sicher ist es m\u00f6glich, das Kreuz als Werkzeug der Unterdr\u00fcckung zu missbrauchen, das den Opfern sagt, sie m\u00fcssten dem Beispiel Christi folgen und sich still ihrem Leiden unterwerfen. Die Substitution kann zur Rechtfertigung ungerechter Gewaltanwendung oder \u00fcberm\u00e4\u00dfig autorit\u00e4rer Strukturen in der Familie oder in der Gesellschaft benutzt werden. Die L\u00f6sung besteht dann aber nicht darin, eine auf dem Kreuz basierende S\u00fchne zu verwerfen, sondern dem Missbrauch entgegenzuwirken: Wehe denen, die das Kreuz zu einem Instrument der Unterdr\u00fcckung machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>2. Die Substitution spaltet die Dreieinigkeit.<\/strong> Gibt es eine Spannung in Gott, zwischen dem Sohn und dem Vater, oder zwischen seinem Zorn und seiner Barmherzigkeit? Wenn der Sohn versucht, den Zorn des Vaters zu \u00fcberwinden, und sei der Zorn noch so gerecht, wirken sie deshalb in entgegengesetzte Richtungen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auf keinen Fall. Sie haben die Erl\u00f6sung gemeinsam geplant, in voller \u00dcbereinstimmung. Weder der Sohn noch der Vater ist widerwilliger Partner. In Johannes 3,16 hei\u00dft es: \u201eDenn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab\u201c. Dass Christus \u201esich selbst f\u00fcr unsre S\u00fcnden dahingegeben hat\u201c war \u201enach dem Willen Gottes, unseres\u201c (Gal 1,4). Wenn es eine Spannung gibt, dann zwischen seiner Barmherzigkeit und seiner Gerechtigkeit, aber nicht zwischen Vater und Sohn.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Bernard [von Clairvaux] sah das Kreuz als Vers\u00f6hnung der Spannung zwischen der Barmherzigkeit Gottes und seiner Wahrheit und Gerechtigkeit. Wahrhaftigkeit verlangt, dass wir sterben, Barmherzigkeit, dass wir auferstehen &#8230; Als Christus unsere Strafe auf sich nahm, k\u00fcssten sich Gerechtigkeit und Frieden &#8230; Der klassische Text hier ist Psalm 85,10 (der davon spricht, dass Barmherzigkeit und Wahrheit sich begegnen, dass Gerechtigkeit und Frieden sich k\u00fcssen), der von Bernard viel zitiert wird (Lane 2008: 259)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>3. Der Gott der Substitution ist ein zorniger Gott. <\/strong>Dieser Kritikpunkt verdient es, ernst genommen zu werden, nicht weil er richtig ist, sondern weil er eine weit verbreitete Empfindung wiedergibt. Er hat etwas damit zu tun, wie wir als Christen kommunizieren. Behauptungen von Substitutionsvertretern wie \u201eGott ist pers\u00f6nlich erz\u00fcrnt \u00fcber die S\u00fcnde\u201c (Schreiner 2006: 77) m\u00f6gen die Karikatur vom zornigen Gott best\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ein zorniger Gott, der Menschen bestraft \u2013 das mag eine Verzerrung sein, aber weil sie weit verbreitet ist, m\u00fcssen die Bef\u00fcrworter der Substitution hart arbeiten und bessere Wege finden, das Kreuz als S\u00fchne zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was nicht funktionieren wird, ist, Zorn als eine Kategorie zu entfernen, die auf Gott zutrifft. Auf diese Weise landen wir beim Gott des moralistisch-therapeutischen Deismus (der von Smith und Denton 2005 gepr\u00e4gte Ausdruck, um den Glauben amerikanischer Teenager zu beschreiben) \u2013 einer Wohlf\u00fchlreligion, in der das Kreuz kaum mehr ist als ein tr\u00f6stliches Schmuckst\u00fcck, das wir um den Hals tragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Gegner der Substitution beschweren sich oft dar\u00fcber, wie das Modell zu einem verzerrten Bild eines zornigen und gewaltt\u00e4tigen Gottes f\u00fchrt. Aber es gibt ein entgegengesetztes Bild von einem zornlosen Gott, das nicht weniger verzerrt, wie die Studie von Smith und Denton belegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>4. Wie kann Gott zornig sein, wenn er Liebe ist?<\/strong> Nun, wie kann er es nicht sein? Welche Art von Liebe kann bei Unrecht und b\u00f6swilliger Zerst\u00f6rung teilnahmslos zusehen? Gerade weil Gott Liebe ist, ist er nicht gleichg\u00fcltig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir hier vorsichtig sein. Der menschliche Zorn ist eine sehr unvollkommene Parallele zum g\u00f6ttlichen Zorn. Menschlicher Zorn kennzeichnet sich durch Kontrollverlust und ist oft unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und unbillig. Gottes Zorn hingegen ist \u201edie Reaktion der heiligen Liebe auf das, was verdirbt &#8230; wie Heiligkeit sich ausdr\u00fcckt, wenn sie S\u00fcnde begegnet\u201c (Cole 2017: 490). \u00dcbrigens: Paulus sieht kein Problem darin, dass Gottes Liebe uns vor seinem eigenen Zorn rettet, was bedeutet, dass in Gott Liebe und Zorn kein Widerspruch sind:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus f\u00fcr uns gestorben ist, als wir noch S\u00fcnder waren. Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind! (R\u00f6m. 5,8f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>5. Substitution gibt dem Leben und der Auferstehung Jesu keinen Raum; alles, was z\u00e4hlt, ist das Kreuz.<\/strong> Dies mag eine Frage der Wahrnehmung sein. Wenn ein Bef\u00fcrworter der Substitution \u00fcber die Bedeutung des Todes Christi am Kreuz schreibt, sagt er wahrscheinlich wenig \u00fcber das Leben und die Auferstehung Christi. Eine umfassendere Behandlung des S\u00fchneopfers ist sich der Bedeutung seines Lebens (z.B. begr\u00fcndet es eine positive Gerechtigkeit) und seiner Auferstehung (Jesus wurde \u201eum unsrer Rechtfertigung willen auferweckt\u201c, R\u00f6m. 4,25) bewusst. Mehr dazu sp\u00e4ter, im Abschnitt \u00fcber Einheit und Rekapitulation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Erl\u00f6sung beinhaltet und bewirkt wesentlich mehr als nur S\u00fchne im engeren Sinne (obwohl S\u00fchne ein wesentlicher Bestandteil und Grundstein der Erl\u00f6sung ist). Auch der Tod Christi am Kreuz bewirkt mehr als nur S\u00fchne. Das bedeutet nicht, dass es unzul\u00e4ssig ist, eine Diskussion beispielsweise auf die strafrechtliche Bedeutung des S\u00fchnetodes Christi zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>6. Substitution ist (relativ gesehen) eine neue Idee; die Kirchenv\u00e4ter verstanden das S\u00fchneopfer als Sieg Christi: ein Christus-Victor-Modell.<\/strong> Ich werde auf den zweiten Teil dieser Behauptung eingehen, wenn ich das betreffende Modell vorstelle. Was den ersten Teil betrifft, so gilt dies nur f\u00fcr eine systematische Darlegung des Substitutionsmodell. Damals, zur Zeit der Reformation, hatte aber au\u00dfer Anselm kaum jemand versucht, das S\u00fchneopfer systematisch zu erkl\u00e4ren. Von der Satisfaktion der Gerechtigkeit Gottes statt von der Satisfaktion seiner Ehre zu sprechen, scheint ein Schritt nach vorn zu sein, zu einer besseren Erkl\u00e4rung des S\u00fchnemechanismus. Und wie oben erw\u00e4hnt, gibt es schon fr\u00fch Hinweise auf eine strafrechtliche Sichtweise; siehe zum Beispiel das lange Zitat von Kyrill von Alexandria (ca. 376-444):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn wenn wir den wirklichen Charakter des Geheimnisses seines Werkes so gut wie m\u00f6glich untersuchen, werden wir sehen, dass er nicht nur f\u00fcr sich selbst, ja nicht einmal besonders um seiner selbst willen starb, sondern dass er im Namen der Menschheit litt und sowohl das Leiden an sich als auch die anschlie\u00dfende Auferstehung vollzog. Denn dadurch, dass er nach dem Fleisch starb, <em>opferte er sein eigenes Leben als Gegenwert f\u00fcr das Leben aller<\/em>; und indem er f\u00fcr alle vollkommene Genugtuung leistete, erf\u00fcllte er in sich selbst bis zum \u00c4u\u00dfersten die Kraft dieses alten Fluches. Und indem er von den Toten auferstanden ist zu einem Leben, das unverg\u00e4nglich und unaufh\u00f6rlich ist, erweckt er in sich selbst die ganze Natur. (Kyrill von Alexandria 1885a: 210; <em>Kommentar zu Johannes IX.<\/em>; Hervorhebung hinzugef\u00fcgt)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Sie f\u00fchren ihn also weg zum Tod, den Urheber des Lebens; und das geschah um unseretwillen, denn durch die Macht und unbegreifliche Vorsehung Gottes f\u00fchrte der Tod Christi zu einer unerwarteten Umkehrung der Dinge. Denn sein Leiden war vorbereitet wie eine Schlinge f\u00fcr die Macht des Todes, und der Tod des Herrn war die Quelle der Erneuerung der Menschheit in Unverweslichkeit und Neuheit des Lebens. Er trug das Kreuz auf seinen Schultern, an dem er gekreuzigt werden sollte, und ging hinaus; sein Verh\u00e4ngnis war bereits vorherbestimmt, und er hatte um unseretwillen, wenn auch unschuldig, das Todesurteil auf sich genommen. Denn Er trug in Seiner eigenen Person das Urteil, das das Gesetz rechtm\u00e4\u00dfig gegen die S\u00fcnder ausgesprochen hatte. Denn Er ist nach der Heiligen Schrift f\u00fcr uns zum Fluch geworden: <em>Denn verflucht ist jeder, der<\/em>, wie es hei\u00dft, <em>an einem Baum h\u00e4ngt<\/em>. Und verflucht sind wir alle, denn wir sind nicht f\u00e4hig, das Gesetz Gottes zu erf\u00fcllen: <em>Denn in vielen Dingen stolpern wir alle<\/em>; und sehr anf\u00e4llig f\u00fcr S\u00fcnde ist die Natur des Menschen. Und da auch das Gesetz Gottes sagt: <em>Verflucht ist der, der nicht in allen Dingen, die im Buch dieses Gesetzes geschrieben stehen, fortf\u00e4hrt, sie zu tun<\/em>; der Fluch geh\u00f6rt also uns und nicht den anderen. Denn diejenigen, denen die \u00dcbertretung des Gesetzes zur Last gelegt werden kann und die sehr anf\u00e4llig daf\u00fcr sind, von seinen Geboten abzuweichen, verdienen sicherlich Z\u00fcchtigung. Darum ist Er, der keine S\u00fcnde kannte, um unseretwillen verflucht, damit Er uns von dem alten Fluch erl\u00f6se. Denn der Gott, der \u00fcber allem steht, gen\u00fcgte vollkommen, und starb so f\u00fcr alle; und durch den Tod seines eigenen Leibes erkaufte er die Erl\u00f6sung der ganzen Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Kreuz, das Christus trug, war also nicht f\u00fcr sein eigenes Verdienst, sondern es war das Kreuz, das auf uns wartete und uns zustand, durch unsere Verurteilung durch das Gesetz. Denn wie Er zu den Toten gez\u00e4hlt wurde, nicht um Seinetwillen, sondern um unseretwillen, damit wir in Ihm, dem Urheber des ewigen Lebens, die Unterwerfung der Macht des Todes durch Ihn finden; so nahm Er auch das Kreuz auf sich, das uns zusteht, und \u00fcbertrug die Verdammnis des Gesetzes auf Sich selbst, damit der Mund aller Gesetzlosigkeit von nun an verstumme, wie es der Psalmist sagt; denn der S\u00fcndlose hat die Verdammnis f\u00fcr die S\u00fcnde aller erlitten. (Kyrill von Alexandria 1885b: 623f; <em>Kommentar zu Johannes XII.<\/em>; Kursivschrift im Original; Kyrill verf\u00fcgt \u00fcber ein vielseitiges und facettenreiches Verst\u00e4ndnis der S\u00fchne; dazu geh\u00f6rt die Vorstellung, dass Christus unseren Platz einnimmt und unser Todesurteil auf sich nimmt)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>7. Im NT wird das Kreuz nie mit Bestrafung gleichgesetzt. Die wichtigste Aussage des Paulus \u00fcber die S\u00fchne in R\u00f6mer 3,21-26 erw\u00e4hnt weder Strafe noch Zorn.<\/strong> Der Tod Christi hatte nicht das Ziel, Zorn oder Verurteilung aufzuheben und ist keine Bestrafung. Paulus redet nie davon, dass Christus unsere Strafe f\u00fcr uns tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieses Argument spielt im schon mehrmals zitierten Buch von Mark Baker und Joel Green, <em>Recovering the Scandal of the Cross <\/em>(2011), einewichtige Rolle. Von Anfang an hinterl\u00e4sst es bei mir jedoch den Eindruck, dass eines seiner Hauptziele darin besteht, Menschen vom Substitutionsmodell abzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nat\u00fcrlich wird das Wort <em>Zorn<\/em> in den beiden vorhergehenden Kapiteln im R\u00f6merbrief h\u00e4ufig verwendet, und Baker und Green sind sich dessen bewusst. Die Autoren konzentrieren sich auf R\u00f6mer 1, wo die Offenbarung des Zornes Gottes ein gegenw\u00e4rtiges und nicht ein zuk\u00fcnftiges Ph\u00e4nomen ist (Baker und Green 2011: 73, 77-83, ein recht langer Abschnitt). Aber sie sagen kaum etwas \u00fcber R\u00f6mer 2 und die Tatsache, dass Gottes Zorn auch eine zuk\u00fcnftige, eschatologische Seite hat. Das wird im Buch zwar kurz anerkannt, mehr aber nicht. Sie ignorieren auch, dass Kapitel 1 mit diesem Satz endet: \u201eSie wissen, dass, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen\u201c (R\u00f6m. 1,32) \u2013 das klingt nach Bestrafung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In R\u00f6mer 2 und 3 steht die zuk\u00fcnftige Seite von Zorn und Gericht im Mittelpunkt. Das Gericht wird kommen, und an diesem Punkt im R\u00f6merbrief (3,20) bleiben alle Menschen ohne jede Hoffnung zur\u00fcck, in diesem zuk\u00fcnftigen Gericht freigesprochen zu werden. Was wir brauchen, ist ein Weg, die sichere Verurteilung zu verhindern, die den Ungerechten und Gottlosen am Tag des Gerichts erwartet. R\u00f6mer 3,21-26 offenbart diesen Weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch wenn in diesem Absatz die Worte <em>Strafe<\/em>, <em>Zorn<\/em> und <em>Gericht<\/em> fehlen, so zeigt er doch auf, wie Gott uns vor ihnen rettet. Schlie\u00dflich hat Paulus gerade zwei Kapitel damit verbracht, die Drohung von Zorn und Gericht auszumalen; es ist nicht n\u00f6tig, dies jetzt zu wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Strafe<\/em> ist in der Tat ein seltenes Wort im Neuen Testament und wird nicht im Zusammenhang mit dem Kreuz verwendet. Das Kreuz ist jedoch sehr wohl explizit mit dem Fluch verbunden: \u201eChristus aber hat uns erl\u00f6st von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde f\u00fcr uns; denn es steht geschrieben: \u201aVerflucht ist jeder, der am Holz h\u00e4ngt\u2018\u201c (Gal. 3,13). Dieser \u201eFluch des Gesetzes\u201c ist die rechtliche Konsequenz eines Bundesbruchs \u2013 und kommt im Wesentlichen einer Bestrafung gleich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die biblische Praxis des Opfers weist in die gleiche Richtung. Das Substitutionsmodell bietet eine einfache Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, wof\u00fcr das Opfer steht: die Hingabe eines Lebens, die Vollstreckung eines Todesurteils. Wenn dies nicht die Bedeutung des Opfers ist, bleibt unklar, wie Blut S\u00fcnde s\u00fchnen (entfernen) oder Gottes gerechten Zorn \u00fcber die S\u00fcnde vers\u00f6hnen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>8. Substitution basiert auf modernen Konzepten der Rechtsprechung und der Justiz, die sich von den Rechtssystemen der biblischen Welt deutlich unterscheiden.<\/strong> Dieses Argument ist wichtig f\u00fcr Baker und Green (2011: 120f; es erscheint auch in ihrer Kritik an Charles Hodge in Kapitel 6, 166-91): In der Bibel haben wir es nicht mit dem westlichen Konzept des unpers\u00f6nlichen Strafrechts zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das ist wahr. Aber auch B\u00fcndnisse und beziehungsorientierte Rechtssysteme kennen Strafe als Konsequenz, einschlie\u00dflich der Option eines Todesurteils und des Exils, wenn das B\u00fcndnis gebrochen wird. Die Sprache des \u201eFluchs\u201c findet hier ihren Platz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Einspruch widerlegt nicht die Substitution, sondern begr\u00fcndet die Notwendigkeit, angemessen zu formulieren \u2013 wie in diesem Zitat geschieht, das auch in Baker und Green vorkommt: \u201e<em>Das vergossene Blut ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass Gott seine Bundestreue gerade dadurch bewiesen hat, dass er sich den rechtlichen und relationalen Sanktionen f\u00fcr den Ungehorsam gegen\u00fcber dem Bund unterzogen hat<\/em>\u201c (Vanhoozer 2004: 398, zitiert in Baker und Green 2011: 186f; Hervorhebung original).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>9. H\u00e4tte Gott sich daf\u00fcr entscheiden k\u00f6nnen, S\u00fcnden einfach zu vergeben, ohne dass es einer Ersatzstrafe bed\u00fcrfte? Muss er S\u00fcnde wirklich bestrafen?<\/strong> In der menschlichen Welt kennen wir die Praxis der Begnadigung, bei der ein Verbrecher freigelassen wird, ohne seine Strafe zu verb\u00fc\u00dfen. H\u00e4tte Gott eine allgemeine Begnadigung f\u00fcr alle aussprechen k\u00f6nnen, die Bu\u00dfe tun und sich an ihn wenden w\u00fcrden, und h\u00e4tte er so seinem Sohn die Tortur des Kreuzes ersparen k\u00f6nnen? Wenn nicht, dann w\u00e4re Gottes Freiheit eingeschr\u00e4nkt: Er ist zur Bestrafung verpflichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist eine schwierige Frage, und sie wurde fast von Anfang an kontrovers diskutiert. Es reicht nicht aus, auf die vielen Schriftstellen hinzuweisen, in denen Gott schon vor dem Kreuz S\u00fcnde vergibt. M\u00f6glicherweise tat er dies ja in der Erwartung, zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt die Schuld zu begleichen, wie R\u00f6mer 3,25f anzudeuten scheint: Es geht um S\u00fcnden, \u201edie fr\u00fcher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen\u201c \u2013 n\u00e4mlich, indem&nbsp; Christus die Schuld am Kreuz bezahlt. Dieselbe Selbstoffenbarung Gottes, die sagt, er sei \u201ebarmherzig und gn\u00e4dig und geduldig\u201c, sagt auch: \u201eungestraft l\u00e4sst er niemand\u201c (2. Mo. 34,6f). Hier gibt es eine offensichtliche Spannung. Ist das Kreuz die einzig m\u00f6gliche L\u00f6sung? Die Meinungen gehen auseinander.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Vorstellung, dass Gott \u201egenauso gut\u201c h\u00e4tte vergeben k\u00f6nnen, ohne S\u00fchne oder Satisfaktion, ist nicht ohne Probleme.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Ist die weit verbreitete menschliche Intuition falsch, dass Verbrecher f\u00fcr ihre Taten bezahlen sollten, umso mehr, wenn es sich um grausame Verbrechen, wie z.B. Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt? Der Hebr\u00e4erbrief sieht es als gerecht an, dass \u201ejede \u00dcbertretung und jeder Ungehorsam den rechten Lohn empfing\u201c (Heb. 2,2).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Vergeben und Begnadigen sind nicht das gleiche. Vergebung ist pers\u00f6nlich und privat; es ist allein meine Entscheidung, ob ich eine Schuld, welcher Art auch, die mir jemand schuldet, vergeben will. Begnadigung (Straferlass) ist \u00f6ffentlich und formell; sie ist eine Handlung, die von Herrschenden und Regierenden vorgenommen wird. Deshalb:<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Es geht nicht nur darum, was Gott um seiner selbst willen verlangt (oder w\u00fcnscht); die Fragen sind \u00f6ffentlich, nicht privat, und es geht auch darum, was das Universum als Gottes Sch\u00f6pfung braucht. Selbst wenn Gott keine Vergeltung br\u00e4uchte, was ist mit anderen? Was ist mit den Opfern von Ungerechtigkeit? Ist es fair, die T\u00e4ter frei gehen zu lassen?<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Um es anders auszudr\u00fccken: Gott muss \u201ein der Rechtfertigung gerecht sein\u201c (Davidson 2017: 52). Das schockierende Paradoxon des R\u00f6merbriefes besteht darin, dass Gott die Gottlosen rechtfertigt (R\u00f6m. 4,5). Wie kann das gerecht sein? \u201eWas die S\u00fchnelehre z\u00f6gernd zu artikulieren versucht, ist die ultimative Gleichberechtigung von Gottes Liebe und Gottes Licht (Gerechtigkeit, Heiligkeit). Am Kreuz verliert weder Barmherzigkeit noch Gerechtigkeit\u201c (Vanhoozer 2004: 403). Es ist nicht sicher, dass Gott dies ohne das Kreuz h\u00e4tte tun k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Eine freie Begnadigung k\u00f6nnte die S\u00fcnde billig erscheinen lassen. Und sie k\u00f6nnte die Liebe Gottes weniger offensichtlich machen. Der Weg des Kreuzes bedeutet, dass es ihn teuer zu stehen kam. Da Gott ihn gew\u00e4hlt hat, k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass es der bestm\u00f6gliche Weg war.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Vielleicht brauchen <em>wir<\/em> die Substitution, damit wir seine schockierende Gro\u00dfz\u00fcgigkeit akzeptieren k\u00f6nnen. Woher sollen wir sonst wissen, dass die angebotene Begnadigung echt ist? Als Gott die Strafe f\u00fcr unsere S\u00fcnde pr\u00e4ventiv bezahlte, sandte er ein starkes Zeichen, dass er es ernst meint.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Vielleicht brauchen wir (oder zumindest manche von uns) sie auch aus einem anderen Grund. Wenn Gott uns ohne weiteres einfach vergeben w\u00fcrde, k\u00f6nnten wir dann glauben, dass die Schuld beseitigt wurde? Und w\u00e4ren wir in der Lage, unser Schamgef\u00fchl in seiner Gegenwart zu \u00fcberwinden?<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Jede vern\u00fcnftige Begnadigung setzt Reue voraus. Es handelt sich nicht um eine allgemeine Begnadigung ohne irgendwelche Bedingungen; bei einer bedingunslosen Freilassung w\u00fcrde wahrscheinlich alles unver\u00e4ndert bleiben \u2013 oder es k\u00e4me noch schlimmer. Vielleicht w\u00fcrde sogar Satan von dieser Art der Begnadigung Gebrauch machen?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber wenn Bu\u00dfe und Lebensver\u00e4nderung eine Bedingung sind, wer wird dann Erfolg haben? Israels Bu\u00dfe im Alten Testament hat nie lange gedauert; warum sollte es uns besser gehen? Zugegebenerma\u00dfen bedeutet dies, dass die Substitution keine vollst\u00e4ndige L\u00f6sung ist; aber dann w\u00fcrde auch einfache Vergebung nicht ausreichen. Es fehlt noch ein wichtiges St\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>10. Es macht keinen Sinn, sowohl zu bestrafen als auch zu vergeben. <\/strong>Wenn S\u00fcnde vergeben werden kann, muss sie nicht bestraft werden; wenn S\u00fcnde bestraft wird, braucht es keine Vergebung. Oder doch? Drei Gedanken dazu:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Es kann sein, dass die Ersatzstrafe die Vergebung bewirkt: Gott vergibt durch (mittels) Substitution. Vielleicht weist Kolosser 2,13f in diese Richtung: Gott \u201ehat uns vergeben alle S\u00fcnden. Er hat den Schuldbrief getilgt \u2026 und an das Kreuz geheftet\u201c. Vergeben oder getilgt? Die Aussage zeigt eine \u00e4hnliche Spannung.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">In unserem modernen Rechtssystem gibt es keine Verbindung zwischen Strafe und Vergebung. Die Opfer eines Verbrechens k\u00f6nnen dem T\u00e4ter verzeihen; der Richter wird den T\u00e4ter dennoch verurteilen und bestrafen. Auch wenn die Dinge in biblischen Zeiten anders waren, beweist diese Tatsache, dass der Einwand keine universelle Wahrheit ist.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Die Bestrafung hebt die Folgen eines Verbrechens nicht auf. Der Verbrecher, der nach Verb\u00fc\u00dfung seiner Strafe freigelassen wird, ist nicht in jedem Sinne des Wortes wiederhergestellt \u2013 ganz im Gegenteil! Vergebung ist pers\u00f6nlich und folgt nicht automatisch auf Strafvollzug.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Craig (2020: 242-64, Kapitel 12) argumentiert allerdings, dass die g\u00f6ttliche Vergebung als offizielle Begnadigung zu verstehen ist, nicht als pers\u00f6nliche Vergebung, die eine rein private Angelegenheit ist. Gott bietet uns ein Generalpardon an.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Kann eine Begnadigung aber gerecht sein? Wie l\u00e4sst sich rechtfertigen, dass manche Verbrecher ihre Strafe nicht verb\u00fc\u00dfen? Gott ist sowohl Richter als auch Herrscher mit dem Recht der Begnadigung. Als solcher steht er vor dem Dilemma des gerechten Richters: Wie kann man gerecht und trotzdem barmherzig sein? Die strafrechtliche Substitution ist die L\u00f6sung f\u00fcr dieses Dilemma. Vergebung bedeutet also nicht, dass Gott auf Bestrafung verzichtet, sondern dass er darauf verzichtet, <em>uns<\/em> zu bestrafen. Vergebung und Bestrafung widersprechen sich in diesem Fall somit nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>11. Wie kann der Tod eines einzigen Menschen f\u00fcr die S\u00fcnden und Schulden eines jeden bezahlen? <\/strong>Eine m\u00f6gliche Antwort lautet: weil er auch g\u00f6ttlich und damit unendlich ist. Jeder andere Mensch h\u00e4tte nicht gereicht; nur der Gottmensch, der unendlich ist, kann das.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Stellen wir uns eine Waage vor. Auf der einen Seite sind alle Menschen aufget\u00fcrmt, jeder, der jemals gelebt hat und jeder, der noch leben wird. Auf der anderen Seite ist Christus. Wird das ausreichen? Die Antwort ist ja. Denn er ist auch Gott; da er unendlich ist, \u00fcberwiegt er die Gesamtheit der endlichen Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>12. Es ist nicht m\u00f6glich, S\u00fcnde oder Schuld zu \u00fcbertragen. <\/strong>Eine finanzielle Schuld oder Bu\u00dfgeld kann von jemand anderem beglichen werden, aber eine solche M\u00f6glichkeit gibt es im Strafrecht nicht. Eine andere Person kann nicht f\u00fcr mich ins Gef\u00e4ngnis gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Allerdings: Nur weil es in unserem Strafrechtssystem nicht m\u00f6glich ist, eine gesetzliche Strafe f\u00fcr einen anderen Menschen auf sich zu nehmen, bedeutet das nicht, dass es grunds\u00e4tzlich unm\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eventuell wird nicht S\u00fcnde oder Schuld \u00fcbertragen, sondern, wie Crisp (2020: 97) es ausdr\u00fcckt, die \u201estrafrechtlichen Folgen\u201c der S\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Mit anderen Worten: Gott \u201ehat Christus das Leiden zugef\u00fcgt, das wir als Strafe f\u00fcr unsere S\u00fcnden verdient haben, wodurch wir keine Strafe mehr verdienen.&nbsp; Beachte, dass diese Erkl\u00e4rung die Frage offen l\u00e4sst, ob Christus f\u00fcr unsere S\u00fcnden bestraft wurde\u201c (Craig 2020: 168). Letzteres wird von vielen Bef\u00fcrwortern der Substitution bestritten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nach einem solchen Verst\u00e4ndnis hat Gott Christus mit dem Leiden heimgesucht, das, wenn es uns zugef\u00fcgt worden w\u00e4re, unser gerechtes Verdienst und damit die Strafe gewesen w\u00e4re. Mit anderen Worten: Christus wurde nicht bestraft, sondern er ertrug das Leiden, das unsere Strafe gewesen w\u00e4re, wenn es uns zugef\u00fcgt worden w\u00e4re. (Craig 2020: 169)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das NT spricht wiederholt davon, dass Christus f\u00fcr unsere S\u00fcnde(n) gestorben ist oder sich hingegeben hat (1. Kor. 15,3; Joh. 1,29; Gal. 1,4; Heb. 5,1.3; 9,28; 1. Pet. 2,24; 3,18). Die Substitution bietet die einfachste Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, was dies bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>13. Die Substitution ist ungerecht. Sie f\u00fchrt zur Bestrafung eines Unschuldigen.<\/strong> Das w\u00fcrde Gott niemals machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In den meisten F\u00e4llen ist das wahr. Aber wenn der Stellvertreter sich wirklich freiwillig meldet? Es ist normalerweise unm\u00f6glich, die Erf\u00fcllung dieser Bedingung zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu garantieren \u2013 ein guter Grund, eine solche Praxis in unserem Justizsystem nicht zuzulassen. Aber warum sollte es immer falsch sein? Diese Frage wird selten gestellt, geschweige denn beantwortet. Wie Craig (2020: 197f) anmerkt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Der Einwand ist also der bekannte Einwand des Sozinianismus, dass es ungerecht von Gott w\u00e4re, Christus, eine unschuldige Person, an unserer Stelle zu bestrafen. Die Gegner der strafrechtlichen Substitution, die auf diesen Einwand dr\u00e4ngen, entwickeln ihn fast nie &#8230; Es gibt nichts, mit dem man sich auseinandersetzen k\u00f6nnte, nur die Frage selbst: Wie wird der Gerechtigkeit gedient, wenn eine v\u00f6llig unschuldige Person bestraft wird? Wir m\u00fcssen tiefer gehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Und wenn Craig (ebd.: 198ff) das tut, bleibt vom Einwand wenig \u00fcbrig. F\u00fcr diejenigen Bef\u00fcrworter der Substitution, die glauben, dass Christus nicht bestraft wurde (siehe vorigen Punkt), macht der Einspruch keinen Sinn. Aber selbst, wenn man glaubt, dass Christus f\u00fcr unsere S\u00fcnden bestraft wurde, w\u00e4re er nicht unschuldig, wenn man annimmt, dass unsere S\u00fcnden ihm zugeschrieben wurden. Er haftet dann f\u00fcr das, was wir getan haben. Das f\u00fchrt dann aber zum n\u00e4chsten Einwand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>14. Substitution ist eine juristische oder rechtliche Fiktion. <\/strong>Dieser Einwand folgt aus dem vorhergehenden Punkt. Meine S\u00fcnde wird Christus zugeschrieben; er haftet f\u00fcr meine Vergehen. Gott t\u00e4uscht etwas vor und rechnet Christi Leiden als meine Strafe an (und, in der reformierten Theologie, seine Gerechtigkeit als meine Gerechtigkeit). Jeder kann sehen, wie unwahr diese Annahmen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nehmen wir f\u00fcr einen Moment an, dass wir es tats\u00e4chlich mit einer rechtlichen Fiktion zu tun haben. Warum w\u00e4re das schlecht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In der Rechtsordnung ist die rechtliche Fiktion ein n\u00fctzliches Instrument. Unternehmen, Vereinigungen und andere Institutionen k\u00f6nnen als \u201ejuristische Personen\u201c gez\u00e4hlt werden. Niemand glaubt, dass IBM oder das Deutsche Rote Kreuz eine reale Person ist. Die Fiktion erm\u00f6glicht legales Eigentum und vertragliche Verpflichtungen; sie ist sehr n\u00fctzlich. Auch die Adoption ist eine juristische Fiktion (der Elternschaft). Der entscheidende Punkt: Die Folgen und Ergebnisse von etwas, das auf einer juristischen Fiktion beruht, sind konkret und real, und keineswegs fiktiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Craigs Verteidigung der rechtlichen Fiktion (<a href=\"https:\/\/www.reasonablefaith.org\/writings\/scholarly-writings\/christian-doctrines\/is-penal-substitution-unjust\/#_ftnref25\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2018b<\/a>; 2020: Kapitel 10, 197ff) ist h\u00f6chst lesenswert. Die blo\u00dfe Behauptung, das S\u00fchnopfer (oder die Substitution) sei eine juristische Fiktion, widerlegt die Substitutionsidee nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferdem ist unsere Beziehung zu Christus (und seine Beziehung zur Menschheit) mehr als nur formal und juristisch. Er ist einer von uns geworden; seine Stellvertretung ist nicht fiktiv. Im letzten Teil, \u00fcber Einheit und Rekapitulation, werde ich darauf zur\u00fcckkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Zusammenfassend:<\/strong> Es scheint, dass die Substitution ein g\u00fcltiger Weg ist, von der S\u00fchne zu reden, hilfreich, um zu verstehen, was sie beinhaltet \u2013 aber sie ist unvollst\u00e4ndig. Irgendwann h\u00f6ren Rechtssysteme und Konzepte der Rechtsprechung auf, hilfreich zu sein; schlie\u00dflich ist die Substitution nur ein Modell, keine exakte Parallele. Substitution muss in andere biblische Bilder und Konzepte (in erster Linie das des Opfers) eingebettet werden. Ich setze meine Suche fort: Gibt es noch weitere Facetten, die ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Book Recommendation<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Craig, William Lane. 2020. <em><a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/1481312049\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1481312049&amp;linkId=6eb25ed2cb654f7e2f9092f55907c61b\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Atonement and the Death of Christ: An Exegetical, Historical, and Philosophical Exploration<\/a><\/em> (Waco: Baylor University Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Crisp, Oliver. 2020. <em><a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/B07V4TBQBJ\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B07V4TBQBJ&amp;linkId=08f01fbc706b48422fc34b31a98cb2bb\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Approaching the Atonement: The Reconciling Work of Christ<\/a><\/em> (Downers Grove, Illinois: InterVarsity Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Williams, Rowan. 2017. <em><a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/0281076642\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=0281076642&amp;linkId=c574b273b069c07c1d0858e90c93a828\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">God With Us: The Meaning Of The Cross And Resurrection &#8211; Then And Now<\/a><\/em> (London: SPCK)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Illustrations<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Maklay62 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/money-dollars-success-business-1428594\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/money-dollars-success-business-1428594\/ (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/money-dollars-success-business-1428594\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">MakyFoto &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/monster-devil-fear-mask-horror-571215\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/monster-devil-fear-mask-horror-571215\/ (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/monster-devil-fear-mask-horror-571215\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Clker-Free-Vector-Images &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/vectors\/splatter-blood-drops-paint-color-303569\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/pixabay.com\/vectors\/splatter-blood-drops-paint-color-303569\/ (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/vectors\/splatter-blood-drops-paint-color-303569\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">mohamed_hassan &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/illustrations\/money-transfer-mobile-banking-3588301\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/pixabay.com\/illustrations\/money-transfer-mobile-banking-3588301\/ (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/illustrations\/money-transfer-mobile-banking-3588301\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Smec. 2010 &lt;<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Anselm_of_Canterbury,_seal.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Anselm_of_Canterbury,_seal.jpg (opens in a new tab)\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Anselm_of_Canterbury,_seal.jpg<\/a>&gt; Public Domain<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">272447 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/mallard-ducks-hen-brood-waterfowl-934518\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/mallard-ducks-hen-brood-waterfowl-934518\/ (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/mallard-ducks-hen-brood-waterfowl-934518\/<\/a>&gt; CC0 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">QuinceCreative &lt;<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/gavel-auction-hammer-justice-legal-3577255\/ (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/gavel-auction-hammer-justice-legal-3577255\/\" target=\"_blank\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/gavel-auction-hammer-justice-legal-3577255\/<\/a>&gt; CC0 <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die hier aufgef\u00fchrte Bibliografie enth\u00e4lt die Angaben f\u00fcr alle drei Teile dieser Reihe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Athanasius. 1903. <em>On the Incarnation of the Word of God<\/em>, 2<sup>nd<\/sup> edn, trans. by T. Herbert Bindley (London: Religious Tract Society)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aul\u00e9n, Gustaf, and A. G. Herbert. 2003. <em>Christus Victor: An Historical Study of the Three Main Types of the Idea of Atonement<\/em> (Eugene, OR: Wipf &amp; Stock)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Baker, Mark D., and Joel B. Green. 2011. <em>Recovering the Scandal of the Cross: Atonement in New Testament and Contemporary Contexts<\/em>, 2<sup>nd<\/sup> ed (Downers Grove, IL: IVP Academic)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Barrett, Charles K. 1957. <em>A Commentary on the Epistle to the Romans<\/em> (London: Black)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Beasley-Murray, Paul. 2002. <em>Fearless for Truth<\/em> (Carlisle, UK: Paternoster)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Beilby, James K., and Paul R. Eddy (eds.). 2006. <em>The Nature of the Atonement: Four Views<\/em> (Downers Grove, IL: IVP Academic)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Boyd, Gregory A. 1997. <em>God at War: The Bible &amp; Spiritual Conflict<\/em> (Downers Grove, IL: InterVarsity Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2014\u2014\u2014. 2006. \u2018Christus Victor View\u2019, in <em>The Nature of the Atonement: Four Views<\/em>, ed. by James K. Beilby and Paul R. Eddy (Downers Grove, IL: IVP Academic), pp. 23-65<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Brown, Joanne Carlson, and Rebecca Parker. 1989. \u2018Christianity, Patriarchy, and Abuse: A Feminist Critique\u2019, in <em>For God So Loved the World?<\/em>, ed. by Joanne Carlson Brown and Carole R. Bohn (New York: Pilgrim Press), pp. 103-26<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Calvin, Jean. 1960. <em>Institutes of the Christian Religion<\/em>, The Library of Christian Classics, 20-21, 2 vols, ed. by John T McNeill, trans. by Ford Lewis Battles (Philadelphia: Westminster Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Cole, Graham A. 2017. \u2018Expiation\/Propitiation\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 403-5<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Craig, William Lane. 2018a. <em>The Atonement<\/em>, Cambridge Elements (Cambridge: Cambridge University Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2014\u2014\u2014. 2018b. \u2018Is Penal Substitution Unjust?\u2019 &lt;<a href=\"http:\/\/www.reasonablefaith.org\/writings\/scholarly-writings\/christian-doctrines\/is-penal-substitution-unjust\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.reasonablefaith.org\/writings\/scholarly-writings\/christian-doctrines\/is-penal-substitution-unjust\/<\/a>&gt; [accessed 24 July 2020]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2014\u2014\u2014. 2020. <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/1481312049\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1481312049&amp;linkId=6eb25ed2cb654f7e2f9092f55907c61b\" target=\"_blank\">Atonement and the Death of Christ: An Exegetical, Historical, and Philosophical Exploration<\/a><\/em> (Waco: Baylor University Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Crisp, Oliver. 2020. <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/B07V4TBQBJ\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B07V4TBQBJ&amp;linkId=08f01fbc706b48422fc34b31a98cb2bb\" target=\"_blank\">Approaching the Atonement: The Reconciling Work of Christ<\/a><\/em> (Downers Grove, Illinois: InterVarsity Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Cyril of Alexandria. 1885a. <em>Commentary on the Gospel According to S. John<\/em>, II S. John IX-XXI, A Library of Fathers of the Holy Catholic Church, trans. by Thomas Randell (London: Walter Smith) &lt;<a href=\"http:\/\/tertullian.org\/fathers\/cyril_on_john_09_book9.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/tertullian.org\/fathers\/cyril_on_john_09_book9.htm<\/a>&gt; [accessed 15 June 2020]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2014\u2014\u2014. 1885b. <em>Commentary on the Gospel According to S. John<\/em>, II S. John IX-XXI, A Library of Fathers of the Holy Catholic Church, trans. by Thomas Randell (London: Walter Smith) &lt;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/tertullian.org\/fathers\/cyril_on_john_12_book12.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/tertullian.org\/fathers\/cyril_on_john_12_book12.htm<\/a>&gt; [accessed 15 June 2020]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Davidson, Ivor J. 2017. \u2018Atonement and Incarnation\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 35-56<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eddy, Paul R., and James K. Beilby. 2006. \u2018The Atonement: <em>An Introduction<\/em>\u2019, in <em>The Nature of the Atonement: Four Views<\/em>, ed. by James K. Beilby and Paul R. Eddy (Downers Grove, IL: IVP Academic), pp. 9-21<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Garcia, Mark A. 2017. \u2018Union with Christ\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 781-86<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gese, Hartmut. 1981. <em>Essays on Biblical Theology<\/em> (Minneapolis: Augsburg Pub. House)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Green, Joel B. 2006. \u2018Kaleidoscopic View\u2019, in <em>The Nature of the Atonement: Four Views<\/em>, ed. by James K. Beilby and Paul R. Eddy (Downers Grove, Ill: IVP Academic), pp. 157-85<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Johnson, Adam J. (ed.). 2017. <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Holmes, Stephen R. 2008. \u2018Ransomed, Healed, Restored, Forgiven Evangelical Accounts of the Atonement\u2019, in <em>The Atonement Debate: Papers from the London Symposium on the Theology of Atonement<\/em>, ed. by Steve Chalke, Derek Tidball, David Hilborn, and Justin Thacker (Grand Rapids, MI: Zondervan), pp. 267-291<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2014\u2014\u2014. 2017. \u2018Penal Substitution\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 295-314<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Holsclaw, Geoff. 2019. \u2018The Shedding of Blood and Christian Faith\u2019, <em>Jesus Creed<\/em> &lt;<a href=\"https:\/\/www.patheos.com\/blogs\/jesuscreed\/2019\/04\/08\/the-shedding-of-blood-and-christian-faith\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.patheos.com\/blogs\/jesuscreed\/2019\/04\/08\/the-shedding-of-blood-and-christian-faith\/<\/a>&gt; [accessed 30 June 2020]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Horton, Michael Scott. 2018. <em>Justification<\/em>, New Studies in Dogmatics, 2 vols (Grand Rapids, MI: Zondervan)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Johnson, Adam J. 2017. \u2018Peter Abelard\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 357-60<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Kolb, Robert A. 2017. \u2018Martin Luther\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 613-21<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Lane, Tony. 2008. \u2018Bernard of Clairvaux: Theologian of the Cross\u2019, in <em>The Atonement Debate: Papers from the London Symposium on the Theology of Atonement<\/em>, ed. by Steve Chalke, Derek Tidball, David Hilborn, and Justin Thacker (Grand Rapids, MI: Zondervan), pp. 249-66<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">McGuckin, John A. 2017. \u2018St. Gregory of Nyssa on the Dynamics of Salvation\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 155-73<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Morris, Leon. 1983. <em>The Atonement, Its Meaning and Significance<\/em> (Downers Grove, IL: Inter-Varsity Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2014\u2014\u2014. 1984. \u2018Atonement, Theories Of\u2019, in <em>Evangelical Dictionary of Theology<\/em>, ed. by Walter A. Elwell (Grand Rapids, MI: Baker Book House), pp. 100-102<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Motyer, Steve. 2008. \u2018The Atonement in Hebrews\u2019, in <em>The Atonement Debate: Papers from the London Symposium on the Theology of Atonement<\/em>, ed. by Steve Chalke, Derek Tidball, David Hilborn, and Justin Thacker (Grand Rapids, MI: Zondervan), pp. 136-51<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Murray, John. 2015. <em>Redemption Accomplished and Applied<\/em> (Grand Rapids, MI: Wm. B. Eerdmans Publishing)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Packer, J. I. 2019. <a href=\"https:\/\/www.9marks.org\/article\/what-did-the-cross-achieve-the-logic-of-penal-substitution\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u2018What Did the Cross Achieve? The Logic of Penal Substitution\u2019<\/a>, <em>9Marks Journal<\/em>, August: 8-56<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Rogers, Jr., Eugene F. 2017. \u2018Blood\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 403-5<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2018Satisfaction Theory of Atonement\u2019. 2020. <em>Wikipedia<\/em> &lt;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Satisfaction_theory_of_atonement&amp;oldid=963589879\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/en.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Satisfaction_theory_of_atonement&amp;oldid=963589879<\/a>&gt; [accessed 30 June 2020]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Silva, Mois\u00e9s (ed.). 2014. <em>New International Dictionary of New Testament Theology and Exegesis<\/em>, Second edition, 5 vols (Grand Rapids, Michigan: Zondervan)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Smith, Christian, and Melinda Lundquist Denton. 2005. <em>Soul Searching: The Religious and Spiritual Lives of American Teenagers<\/em> (Oxford; New York: Oxford University Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Toplady, Augustus Montague. [n.d.]. \u2018Rock of Ages, Cleft for Me\u2019 &lt;<a href=\"https:\/\/www.hymnal.net\/en\/hymn\/h\/1058\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.hymnal.net\/en\/hymn\/h\/1058<\/a>&gt; [accessed 29 July 2020]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Van den Brink, Gerd. 2017. \u2018Hugo Grotius\u2019, in <em>T&amp;T Clark Companion to Atonement<\/em>, Bloomsbury Companions, 5 (London; New York: Bloomsbury T&amp;T Clark), pp. 523-6<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vanhoozer, Kevin. 2004. \u2018The Atonement in Post-Modernity: Guilt, Goats and Gifts\u2019, in <em>The Glory of the Atonement Biblical, Historical and Practical Perspectives; Essays in Honor of Roger Nicole<\/em>, ed. by Charles E. Hill and Frank A. James III (Downers Grove, IL: InterVarsity Press), pp. 367-404<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Williams, Gary J. 2007. \u2018Penal Substitution: A Response to Recent Criticisms\u2019, <em>Journal of the Evangelical Theological Society<\/em>, 50.1: 71-86<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Williams, Rowan. 2017. <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/0281076642\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=0281076642&amp;linkId=c574b273b069c07c1d0858e90c93a828\" target=\"_blank\">God With Us: The Meaning Of The Cross And Resurrection &#8211; Then And Now<\/a><\/em> (London: SPCK)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wright, N. T. 2002. \u2018The Letter to the Romans: Introduction, Commentary, and Reflections\u2019, in <em>The New Interpreter\u2019s Bible: A Commentary<\/em>, 12 vols (Nashville: Abingdon Press), x, pp. 390-770<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in the post above are \u201eaffiliate links.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission. Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der letzten Ausgabe habe ich mich mit Terminologie befasst und sechs Gruppen von Bildern oder Metaphern vorgestellt, die das Konzept S\u00fchne illustrieren. Es ist nun an der Zeit, eine gr\u00fcndlichere Erkl\u00e4rung zu versuchen. Dies ist kein geringes Unterfangen. 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