{"id":2088,"date":"2020-10-01T08:30:00","date_gmt":"2020-10-01T06:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=2088"},"modified":"2024-08-07T10:31:28","modified_gmt":"2024-08-07T08:31:28","slug":"cals78","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/10\/cals78\/","title":{"rendered":"Neudefinitionen II: Die Gerechtigkeit Gottes"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\"><a href=\"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/09\/cals77\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">In der letzten Ausgabe<\/a> rang ich mit dem objektiven und dem subjektiven Genitiv und mit der Frage, ob der Ausdruck \u201eder Glaube Christi\u201c einer Neuinterpretation bedarf. Diesen Monat tue ich dasselbe mit einem anderen Ausdruck, der vielleicht noch wichtiger ist: \u201edie Gerechtigkeit Gottes\u201c in R\u00f6mer 1,17, in dem \u201eGott\u201c im Genitiv steht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht [w\u00f6rtlich: zur Errettung] alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt [w\u00f6rtlich: die Gerechtigkeit Gottes; Luther hat hier, aufgrund seiner theologischen Auslegung, recht frei \u00fcbersetzt], welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: \u201eDer Gerechte wird aus Glauben leben.\u201c (R\u00f6m. 1,16f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/5t3Ap2jCIYg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals-78-righteousness\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gew\u00f6hnlich geht es in der Debatte um die Frage, ob es sich um einen subjektiven oder um einen objektiven Genitiv handelt. Sagt der Text, dass Gott gerecht ist (dann ist Gott das Subjekt), oder spricht der Text von einer Gerechtigkeit, die in gewisser Weise getrennt von Gott existiert und sich an Gott richtet, so dass er das Objekt ist?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich habe diese Unterscheidung immer verwirrend gefunden, weil in beiden F\u00e4llen Gott nicht das Subjekt ist. Die Debatte so zu gestalten, ist in der Tat falsch, wie ich aus einer Reihe von Beitr\u00e4gen in <a href=\"http:\/\/www.ibiblio.org\/bgreek\/forum\/viewtopic.php?f=11&amp;t=1331&amp;hilit=deal+of+nonsense\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">The Biblical Greek Forum<\/a> erfahren habe. Das Substantiv <em>Gerechtigkeit<\/em> leitet sich nicht von einem Verb ab; es ist kein verbales Substantiv. Daher macht es in der griechischen Sprache keinen Sinn, von Subjekt und Objekt zu sprechen, und die Kategorien des subjektiven und objektiven Genitivs sind nicht anwendbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir m\u00fcssen in anderen Kategorien denken, um m\u00f6gliche Bedeutungen zu diskutieren (siehe <a href=\"https:\/\/www.ntgreek.org\/pdf\/genitive_case.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Keating 2004<\/a> f\u00fcr einen \u00dcberblick). Handelt es sich um einen Genitiv, der im weiteren Sinne Besitz oder Eigentum zum Ausdruck bringt, in diesem Fall eine Eigenschaft: Gott ist gerecht? Oder geht es um den Ursprung oder die Quelle der Gerechtigkeit, die in diesem Fall von Gott herkommt?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Besitz: Eigenschaft Gottes<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Auf den ersten Blick werden die meisten Leser wahrscheinlich denken, dass der Ausdruck uns etwas \u00fcber Gott sagt. Er bezieht sich auf Gottes Gerechtigkeit als Attribut: Gott ist gerecht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt jedoch zwei ernsthafte Probleme, den Text auf diese Weise zu verstehen. Erstens: Wie wird diese Gerechtigkeit im Evangelium \u201eoffenbart\u201c? Denn sie ist ja nichts Neues; das Alte Testament spricht viele Male von Gottes Gerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zweitens: Wie kann dies das Evangelium sein oder zumindest ein wichtiger Bestandteil dessen? Dass Gott gerecht ist, ist \u00fcberhaupt keine gute Nachricht, wenn man ein s\u00fcndiger Mensch ist, wie Luther in seinem Studium des R\u00f6merbriefes schmerzhaft sp\u00fcrte. Er empfand Gottes Gerechtigkeit als eine beunruhigende und schreckliche Nachricht, bis er eine andere Interpretation in Betracht zog.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quelle: Was von Gott kommt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Was ist, wenn der Genitiv die Quelle bezeichnet? In diesem Fall w\u00fcrde sich Paulus auf eine Gerechtigkeit beziehen, die von Gott kommt, Gerechtigkeit als Gabe. Luther bezeichnete sie als eine fremde Gerechtigkeit, eine Gerechtigkeit, die nicht unsere eigene ist, sondern die Gerechtigkeit Christi, die allen Gl\u00e4ubigen zugerechnet wird. Das erkl\u00e4rt, wie sie im Evangelium offenbart wird und warum sie eine gute Nachricht ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Ausdruck \u201eGabe der Gerechtigkeit\u201c kommt bei Paulus zwar vor, aber nur einmal, in R\u00f6mer 5,17. Dennoch ist die Idee gerechtfertigt: Es gibt sie, diese Gabe der Gerechtigkeit. Aber ist sie das, was Paulus in R\u00f6mer 1 im Sinn hatte?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gottes Gerechtigkeit, neu definiert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Viele Interpreten heute, vor allem diejenigen, die die Neue Perspektive auf Paulus mittragen, verstehen den Genitiv in R\u00f6mer 1,17 wieder als Ausdruck von Besitz, nicht Quelle, jedoch in einem neuen Sinn. Die Gerechtigkeit, die zu Gott geh\u00f6rt, wird nicht mehr als zeitloses Attribut Gottes oder als Gottes Ma\u00dfstab der Gerechtigkeit verstanden. Sie wird jetzt als \u201edie Bundestreue Gottes\u201c gedeutet, wie der Titel des monumentalen Werks von N. T. Wright, <em>Paulus and the Faithfulness of God<\/em> (2013), zum Ausdruck bringt. Gott ist gerecht, weil er seine Verpflichtung gegen\u00fcber dem Bund einh\u00e4lt, deswegen <em>Treue<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ein wichtiges Argument, das f\u00fcr diese neue Interpretation vorgebracht wird, ist das Wesen des hebr\u00e4ischen Wortes f\u00fcr Gerechtigkeit als positiv (d.h. nicht verurteilend und strafend), beziehungsorientiert und auf den Bund bezogen. Zusammengenommen bedeutet Gottes Gerechtigkeit, dass er sein Versprechen h\u00e4lt und den Bund erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist jedoch keineswegs klar, dass das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr Gerechtigkeit immer so gemeint ist (siehe Horton 2018: ii, 160-172; Eisen 2015; Seifrid 2001 \u2013 oder versuche dein eigenes Wortstudium f\u00fcr <em>Gerechtigkeit<\/em> im Alten Testament). Noch unwahrscheinlicher ist dies im Griechischen, wo Begriffe wie <em>Gerechtigkeit<\/em> und <em>Rechtfertigung<\/em> nicht beziehungszentriert sind, sondern zum Bereich des Rechts und der Justiz geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferdem h\u00e4tte Paulus, wenn er von der Treue reden wollte, andere Worte benutzen k\u00f6nnen; es ist durchaus m\u00f6glich, im Griechischen \u201eTreue Gottes\u201c zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn Gott seinem Versprechen oder Bund nicht treu w\u00e4re, w\u00e4re er nat\u00fcrlich nicht gerecht. Treue ist Teil der Gerechtigkeit. Aber letztere ist eine umfassendere Kategorie: Sie umfasst mehr als nur Treue. Wer gerecht ist, muss treu sein; wer treu ist, ist aber nicht unbedingt gerecht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ein zweites Argument f\u00fcr die Neudefinition ist die enge Beziehung zwischen der Gerechtigkeit Gottes und der Errettung insbesondere in Jesaja 40-55. das soll best\u00e4tigen, dass Gerechtigkeit im hebr\u00e4ischen positiv geladen ist und keine beurteilende oder gar verdammende Bedeutung hat. Dazu gleich mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Ergebnis der Neudefinition von sowohl <em>Gerechtigkeit<\/em> als auch <em>Glauben<\/em> als <em>Treue<\/em> (und ihrer Verwendung zur Neudefinition der Rechtfertigung) l\u00e4sst sich aus dem folgenden Zitat ablesen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">F\u00fcr Paulus ist Gottes Gerechtigkeit in R\u00f6mer 3 also nichts anderes als seine Bundestreue, nicht sein Festhalten an einem abstrakten Gesetzeskodex, der von ihm verlangt, diejenigen zu bestrafen, die das Gesetz brechen. Und Gottes B\u00fcndnistreue offenbart sich in der Treue Jesu Christi, insbesondere in seinem Tod. In einem solchen Rahmen w\u00fcrde sich \u201eRechtfertigung\u201c darauf beziehen, dass Gott Gl\u00e4ubige, Juden und Heiden, als Mitglieder seines Volkes annimmt. Gott tut dies f\u00fcr diejenigen, die glauben, aus dem Grund, dass ihre S\u00fcnden durch den Opfertod Jesu reingewaschen wurden. (Baker und Green 2011: 120)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung. Man beachte, wie dieses Zitat auf der Neuen Perspektive basiert, ohne dies jemals anzuerkennen; es wird einfach angenommen, dass Paulus es so gemeint hat. Nebenbei bemerkt: Das Zitat l\u00e4sst offen, wie die S\u00fcnden \u201edurch den Opfertod Jesu reingewaschen wurden\u201c \u2013 was uns zur Frage der Vers\u00f6hnung f\u00fchrt, mit der ich mich demn\u00e4chst befassen werde (ich arbeite daran).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hintergrund im Alten Testament<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist bemerkenswert, dass Gottes Gerechtigkeit und die Errettung (oder das Heil) in der zweiten H\u00e4lfte des Jesajabuches h\u00e4ufig zusammen erw\u00e4hnt werden (besonders in Jes. 51,5-8 \u2013 dreimal innerhalb von vier Versen). Die hebr\u00e4ische Poesie kennzeichnet sich durch Parallelit\u00e4t und Wiederholung. Das bedeutet nicht, dass <em>Gerechtigkeit<\/em> und <em>Heil<\/em> Synonyme sind, aber sie sind eng miteinander verbunden. Vielleicht k\u00f6nnten wir sagen, dass bei Jesaja Gottes Gerechtigkeit die treibende Kraft hinter seiner Initiative zur Erl\u00f6sung ist. In diesem Zusammenhang ist Gerechtigkeit tats\u00e4chlich positiv und nicht einfach verurteilend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das bedeutet auch, dass die Verbindung zwischen der Errettung und der Gerechtigkeit Gottes keine Erfindung des Paulus ist. Tats\u00e4chlich ist die \u00c4hnlichkeit in der Sprache sogar noch gr\u00f6\u00dfer. Im folgenden Vers sind wir den Worten des Paulus in R\u00f6mer 1,17, \u201edie Gerechtigkeit Gottes wird offenbart\u201c, sehr nahe:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">So spricht der HERR: Wahrt das Recht und \u00fcbt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, dass es komme, und <strong><em>meine Gerechtigkeit, dass sie offenbart werde<\/em><\/strong>. (Jes. 56,1; Hervorhebung hinzugef\u00fcgt)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine \u00e4hnliche Sprache finden wir in Psalm 98:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Singet dem HERRN ein neues Lied,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">denn er tut Wunder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Er schafft Heil mit seiner Rechten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">und mit seinem heiligen Arm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der HERR l\u00e4sst sein Heil kundwerden;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">vor den V\u00f6lkern <strong><em>macht er seine Gerechtigkeit offenbar<\/em><\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Er gedenkt an seine Gnade und Treue f\u00fcr das Haus Israel,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes. (Ps. 98,1-3; Hervorhebung hinzugef\u00fcgt)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Im Kontext von Psalm 98 finden wir sogar einen Verweis auf Gnade und Treue. All diese Begriffe sind miteinander verwandt \u2013 aber nicht gleichbedeutend. Deshalb, obwohl die Gerechtigkeit Gottes in R\u00f6mer 1 sich nicht auf einen objektiven Ma\u00dfstab des Rechts beschr\u00e4nkt, sollte sie auch nicht auf Treue reduziert werden. Besonders nicht in R\u00f6mer 1-3, wo das Problem nicht das Exil oder die Zukunft des Bundes ist, sondern das moralische Versagen sowohl der Juden als auch der Heiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In Psalm 98 und anderen Texten des Alten Testaments f\u00fchrt Gottes Gerechtigkeit dazu, dass er auf Erden f\u00fcr Gerechtigkeit sorgt und das Recht aufrichtet (so Seifrid 2001: 441). Er bleibt nicht unbeteiligt oder passiv: \u201eEr kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die V\u00f6lker, wie es recht ist\u201c (Ps. 98, 9). Im Psalm ist das ein Grund zur gro\u00dfen Freude (Ps. 98,4-8); es ist eine gute Nachricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Psalm 98 zeigt, dass Gottes Gerechtigkeit nicht nur in Gericht und Verurteilung zum Ausdruck kommt, sondern auch darin, dass er denen zu Hilfe kommt, die sich zu ihm bekennen, oder, laut Jesaja 56,1, denen, die Recht wahren und Gerechtigkeit \u00fcben. Aber wer kann das von sich behaupten? Aufgrund von R\u00f6mer 1,18-3,20, niemand. Wie kann Gottes Gerechtigkeit also etwas anderes tun als verurteilen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine dritte M\u00f6glichkeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Nehmen wir an, wir haben es in R\u00f6mer 1,17 tats\u00e4chlich mit einem Genitiv zu tun, der uns etwas \u00fcber Gott sagt: Es ist <em>seine<\/em> Gerechtigkeit, die offenbart wird. Dann gibt es dazu entweder die traditionellen Auslegungen (Gottes Ma\u00dfstab f\u00fcr Gerechtigkeit oder seine Gabe der Gerechtigkeit) oder die der Neuen Perspektive (die Bundestreue Gottes).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt noch eine M\u00f6glichkeit. Die Gerechtigkeit Gottes, die im Evangelium offenbart wird, ist die \u00fcberraschende Art und Weise, in der Gott gerecht ist und dennoch \u201eden Gottlosen gerecht erkl\u00e4rt\u201c, wie Paulus in R\u00f6mer 4,5 sagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieser Satz ist ein schockierendes Paradoxon. Ist dies nicht eine Perversion des Rechts? Wie kann jemand den Gottlosen f\u00fcr gerecht erkl\u00e4ren und das Gerechtigkeit nennen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Antwort auf diese Frage wird im Evangelium offenbart und erkl\u00e4rt, wie die Erl\u00f6sung m\u00f6glich geworden ist. Sie ist das eigentliche Thema des R\u00f6merbriefes.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Best\u00e4tigung in R\u00f6mer 3,21-26<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">R\u00f6mer 1,16f, die These oder <em>propositio<\/em> des R\u00f6merbriefes, hat eine Parallele in R\u00f6mer 3,21-26, wo Paulus seine These wiederholt. Viermal bezieht er sich auf die Gerechtigkeit Gottes:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes <strong><em>die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt<\/em><\/strong> <a>[w\u00f6rtlich: die Gerechtigkeit Gottes]<\/a>, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich rede aber von <strong><em>der Gerechtigkeit vor Gott<\/em><\/strong> [w\u00f6rtlich: der Gerechtigkeit Gottes], die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt S\u00fcnder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erl\u00f6sung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott f\u00fcr den Glauben hingestellt als S\u00fchne in seinem Blut zum Erweis <strong><em>seiner Gerechtigkeit<\/em><\/strong> [hier kann es sich nicht um Gerechtigkeit als Gabe handeln], indem er die S\u00fcnden vergibt, die fr\u00fcher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit <strong><em>seine Gerechtigkeit<\/em><\/strong>zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. (R\u00f6m. 3,21-26; Hervorhebung hinzugef\u00fcgt)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn Paulus hier und in R\u00f6mer 1,16f die Gerechtigkeit als eine Gabe Gottes versteht, macht er dies nicht besonders deutlich (und noch unklarer ist er, wenn er eigentlich von der Bundestreue Gottes reden will). Die Offenbarung von Gerechtigkeit klingt nicht nach einer Gabe der Gerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zugegeben, man kann Vers 24 als Gabe verstehen: Alle werden \u201eohne Verdienst\u201c gerecht. Allerdings bezieht sich diese Gabe auf Rechtfertigung, Gnade und Erl\u00f6sung, nicht auf Gerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die beiden abschlie\u00dfenden Verse machen meiner Meinung nach deutlich, dass Paulus den Genitiv tats\u00e4chlich als Besitz im breiteren Sinne versteht. Es geht darum, wie Gott gerecht ist. Wie kann er die S\u00fcnden, die fr\u00fcher begangen wurden, d.h. in der Zeit vor Christus, vergeben? Und wie zeigt er, dass er \u201ein dieser Zeit\u201c gerecht ist? Wie kann er selber gerecht sein und gerecht machen, wer glaubt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Antwort ist eine dichte Aussage \u00fcber das S\u00fchneopfer in R\u00f6mer 3,24f, ein wichtiger Teil des Themas, \u00fcber das ich als n\u00e4chstes schreiben m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich sehe daher keine Notwendigkeit, die Gerechtigkeit Gottes neu zu definieren. Gerechtigkeit bedeutet hier nicht Treue, sondern, nun ja, Gerechtigkeit. Gott ist gerecht, auch wenn er S\u00fcndern vergibt und \u2013 ein herrliches Paradoxon \u2013 die Gottlosen rechtfertigt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">AJEL. 2015 &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/lady-justice-case-law-right-scale-677945\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/lady-justice-case-law-right-scale-677945\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Baker, Mark D., und Joel B. Green. 2011. <em>Recovering the Scandal of the Cross: Atonement in New Testament and Contemporary Contexts<\/em>, 2nd ed (Downers Grove, IL: IVP Academic)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Horton, Michael Scott. 2018. <em>Justification<\/em>, New Studies in Dogmatics, 2 B\u00e4nde (Grand Rapids, MI: Zondervan)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Irons, Charles Lee. 2015. <em>The Righteousness of God: A Lexical Examination of the Covenant-Faithfulness Interpretation<\/em>, Wissenschaftliche Untersuchungen Zum Neuen Testament. 2. Reihe, 386 (T\u00fcbingen: Mohr Siebeck)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Seifrid, Mark A. 2001. \u2018Righteousness Language in the Hebrew Scriptures\u2019, in <em>The Complexities of Second Temple Judaism<\/em>, Justification and Variegated Nomism, 1, Hrsg. Donald A. Carson, Peter T. O\u2019Brien, und Mark A. Seifrid (T\u00fcbingen: Mohr Siebeck), S. 415-42<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Keating, Corey. 2004. \u2018Common Uses of Genitive Case\u2019, Version 2.1 &lt;<a href=\"https:\/\/www.ntgreek.org\/pdf\/genitive_case.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ntgreek.org\/pdf\/genitive_case.pdf<\/a>&gt; [abgerufen 4. Juni 2020]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wright, N. T. 2013. <em>Paul and the Faithfulness of God<\/em>, Christian Origins and the Question of God, Band 4 (London: Society for Promoting Christian Knowledge)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der letzten Ausgabe rang ich mit dem objektiven und dem subjektiven Genitiv und mit der Frage, ob der Ausdruck \u201eder Glaube Christi\u201c einer Neuinterpretation bedarf. Diesen Monat tue ich dasselbe mit einem anderen Ausdruck, der vielleicht noch wichtiger ist: \u201edie Gerechtigkeit Gottes\u201c in R\u00f6mer 1,17, in dem \u201eGott\u201c im Genitiv steht. 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