{"id":2077,"date":"2020-09-03T08:31:00","date_gmt":"2020-09-03T06:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=2077"},"modified":"2024-08-07T10:33:20","modified_gmt":"2024-08-07T08:33:20","slug":"cals77","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/09\/cals77\/","title":{"rendered":"Neudefinitionen I: Glaube oder Treue?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Ich bereite mich darauf vor, \u00fcber die S\u00fchne durch Christus zu schreiben: unterschiedliche Erkl\u00e4rungsmodelle daf\u00fcr, was Jesus durch seinen Tod am Kreuz vollbracht hat. Das ist ein gro\u00dfes Thema, und ein umstrittenes. Traditionelle Verst\u00e4ndnisse werden heutzutage zum Teil stark hinterfragt. Zu Recht oder zu Unrecht? Wir werden sehen. Hier geht es um ein viel kleineres, aber verwandtes Thema: die Bedeutung des Ausdrucks \u201eder Glaube an Christus\u201c [w\u00f6rtlich: der Glaube Christi]. Oder sollten wir, wie manche argumentieren, \u201edie <em>Treue<\/em> Christi\u201c \u00fcbersetzen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/GSJ6HoidOi0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals-77-faith\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die tats\u00e4chlich verwendeten griechischen W\u00f6rter sind (transkribiert) <em>pistis christou<\/em>. Paulus verwendet den Ausdruck etwa sechsmal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt hier zwei Fragen. Erstens kann das Substantiv <em>pistis<\/em> in der Tat je nach Kontext sowohl <em>Glaube<\/em> als auch <em>Treue<\/em> bedeuten. Welche Bedeutung hatte das Wort f\u00fcr Paulus?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welcher Genitiv?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die zweite Frage bezieht sich auf die Grammatik. F\u00fcr <em>christos<\/em> verwendet der griechische Text den Genitiv. Der Genitiv weist darauf hin, dass es eine Beziehung zwischen zwei Begriffen gibt. Es gibt zahlreiche Optionen f\u00fcr die Art der angedeuteten Beziehung (f\u00fcr einen \u00dcberblick siehe Corey Keating\u2019s <a href=\"https:\/\/www.ntgreek.org\/pdf\/genitive_case.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eCommon Uses of Genitive Case\u201c<\/a>). Es ist Sache des Interpreten, zu bestimmen, welche davon am besten passt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zwei gebr\u00e4uchliche Verwendungen sind der <strong>subjektive<\/strong> und der <strong>objektive<\/strong> Genitiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ein Beispiel: Wenn wir \u00fcber die Liebe Gottes lesen, denken wir wahrscheinlich sofort an Gottes Liebe zu uns. Das Substantiv <em>Liebe<\/em> ist ein Verbalsubstantiv, d.h. es ist von einem Verb abgeleitet. Es impliziert eine Handlung. Wenn es sich tats\u00e4chlich auf die Liebe Gottes zu uns bezieht, ist die implizierte Handlung: Gott liebt uns, wobei Gott das Subjekt ist. Man nennt dies daher einen <strong>subjektiven Genitiv<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Im Griechischen kann der Ausdruck \u201edie Liebe Gottes\u201c aber auch verwendet werden f\u00fcr die Liebe, die Menschen f\u00fcr Gott haben: Sie lieben Gott. Gott ist somit das Objekt ihrer Liebe. Deshalb nennt man dies einen <strong>objektiven Genitiv<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Frage lautet also: Wie ist der Genitiv in <em>pistis christou<\/em> gemeint?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum neu definieren?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Traditionell hat man den Ausdruck als objektiven Genitiv verstanden. Luther \u00fcbersetzte deswegen \u201eGlaube an Christus\u201c. Heutzutage wird h\u00e4ufig argumentiert, dass es sich um einen subjektiven Genitiv handelt, und dass man nicht \u201eGlaube Christi\u201c sondern \u201eTreue Christi\u201c \u00fcbersetzen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das macht einen gro\u00dfen Unterschied, besonders f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Rechtfertigung in Galater 2,16 zum Beispiel. Werden wir gerechtfertigt durch den Glauben an Christus, d.h. mit Christus als Gegenstand unseres Glaubens? Oder werden wir gerechtfertigt durch die Treue Christi? (Selbstverst\u00e4ndlich sind die Treue Christi und sein Gehorsam wesentlich f\u00fcr das christliche Glaubensverst\u00e4ndnis; dass Christus sich Gott gegen\u00fcber treu verhalten hat, ist keine Frage; es geht darum, ob Paulus sich mit dem Ausdruck <em>pistis christou<\/em> darauf bezieht oder nicht).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es wurde viel Energie verwendet, um die moderne Neudefinition zu verteidigen. Bevor wir uns die Bibelstellen ansehen, in denen dieser Ausdruck verwendet wird, m\u00f6chte ich kurz die wichtigsten Argumente und Gegenargumente nennen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>1. \u00dcberfl\u00fcssige Wiederholung.<\/strong> Nach der traditionellen Auslegung wiederholt Paulus unn\u00f6tigerweise die Idee des Glaubens in einem einzigen Satz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gegenargument: Wie wir sehen werden, ist die Wiederholung keineswegs unn\u00f6tig oder sinnlos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>2. Der Glaube Abrahams.<\/strong> Wenn sich Paulus in R\u00f6mer 4,12 und 16 auf den Glauben Abrahams bezieht, ist der Genitiv offensichtlich subjektiv: Hier geht es um den Glauben Abrahams. Ebenso muss in R\u00f6mer 3,3, <em>pistis theou<\/em> (<em>theou<\/em> = Gottes) ein subjektiver Genitiv sein. Da es keinen Sinn macht, von Gottes Glauben zu sprechen, muss der Ausdruck dort <em>Treue Gottes<\/em> bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gegenargument: Das ist richtig, aber die Bedeutung dieser Ausdr\u00fccke h\u00e4ngt immer vom Kontext ab und muss daher von Fall zu Fall entschieden werden. Au\u00dferdem verwendet Paulus in diesen F\u00e4llen, in denen er <em>Glaube<\/em> mit subjektivem Genitiv verwendet, den Artikel: Es ist \u201e<em>der<\/em> Glaube Abrahams\u201c (Horton 2018: ii, 422f). Wenn Paulus jedoch <em>pistis christou<\/em> verwendet, dann immer ohne den Artikel, was darauf hindeutet, dass der Ausdruck eine andere Bedeutung hat als \u201eder Glaube\/die Treue Christi\u201c (ibid.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>3. Anthropozentrisch und auf Werke ausgerichtet<\/strong>. Die traditionelle Auslegung macht aus dem Glauben ein Werk, das dann zur Grundlage der Rechtfertigung wird. Sie macht das Heil anthropozentrisch, weil es von uns und nicht von Gott abh\u00e4ngt. Der Theologe Michael Horton (2018: ii, 418) zitiert Richard Hays, einen f\u00fchrenden Verfechter der neuen Sichtweise, der zur Schlussfolgerung gelangt, dass die traditionelle Lesart \u201ean eine gottesl\u00e4sterliche Selbstbesch\u00e4ftigung in eigener religi\u00f6ser Subjektivit\u00e4t grenzt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gegenargument: Paulus verstand den Glauben eindeutig im Gegensatz zu Werken des Gesetzes und daher nicht als eine alternative Art von Werk. Der Glaube ist niemals die Grundlage f\u00fcr unsere Erl\u00f6sung oder Rechtfertigung. Die Grundlage ist immer das Werk Christi. Der Glaube ist lediglich instrumentell; er ist das Mittel, durch das wir Christus, die wahre Grundlage f\u00fcr unsere Rechtfertigung, annehmen oder empfangen. Um es anders auszudr\u00fccken: Durch Glauben gerechtfertigt ist die Kurzform f\u00fcr die Rechtfertigung durch Glauben auf der Grundlage dessen, was Christus getan hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Abgesehen davon schie\u00dft Hays \u00fcber sein Ziel hinaus. Er unterstellt allen Kirchenv\u00e4tern, dass sie \u2013 in seiner Terminologie \u2013 nur mit sich selbst und ihrem religi\u00f6sen Gef\u00fchl besch\u00e4ftigt waren. F\u00fcr viele von ihnen war Griechisch ihre erste Sprache, aber sie alle verstanden <em>pistis christou<\/em> als Glauben an Christus. Sie zogen die Alternative nicht einmal in Betracht (siehe Horton 2018: ii, 426).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Pistis Christou<\/em> im Kontext<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Was folgt, ist ein kurzer Blick auf die Bibelverse, die den betreffenden Ausdruck enthalten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus [durch <em>pistis jesou christou<\/em>] zu allen, die glauben \u2026 um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus [w\u00f6rtlich: aus <em>pistis jesou<\/em>]. (R\u00f6m. 3,21-26; vgl. Gal. 3,22)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Wiederholung in Vers 22 ist offensichtlich: durch den Glauben &#8230; zu allen, die glauben. Die Wiederholung macht jedoch Sinn: Sie dient dazu zu betonen, dass dies f\u00fcr <em>alle<\/em> gilt, nicht nur f\u00fcr Juden, sondern auch f\u00fcr Heiden; sie ist keineswegs sinnlos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn <em>pistis<\/em> in Vers 22 Treue ist, sollten wir dann auch in der Fortsetzung von R\u00f6mer 3, wo Paulus weiterhin von \u201eGlaube\u201c spricht, \u201eTreue\u201c verstehen? Das wirkt zunehmend forciert. Sp\u00e4testens in R\u00f6mer 4 l\u00e4sst sich diese Deutung nicht mehr aufrechterhalten: Abraham wurde gerechtfertigt, weil er glaubte \u2013 nicht wegen der Treue eines anderen, sondern wegen seines Glaubens.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Wir sind von Geburt Juden und nicht S\u00fcnder aus den Heiden. Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus [<em>pistis jesu christou<\/em>], sind auch wir zum Glauben [eig. Verb, <em>pisteuo<\/em>] an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus [<em>pistis christou<\/em>] und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht \u2026 Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes [<em>pistis<\/em> &#8230; <em>tou huiou tou theou<\/em>, ebenfalls ein Genitiv], der mich geliebt hat und sich selbst f\u00fcr mich dahingegeben. (Gal. 2,15-20; siehe auch Gal. 3,22)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese Passage zeigt die Absurdit\u00e4t des Wiederholungsargumentes. Die Verse 15 und 16 sind voller Wiederholungen (<em>gerechtfertigt<\/em> und <em>Werke des Gesetzes<\/em> erscheinen dreimal, <em>Glaube Christi<\/em> zweimal, plus das verwandte Verb <em>glauben<\/em>). Die Wiederholung ist gewollt; sie dient zur Betonung und beweist nicht die Absicht, die Begriffe in unterschiedlichen Bedeutungen zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vers 16 macht deutlich, dass <em>wir<\/em> an Christus glauben, und das f\u00fchrt dazu, dass wir gerechtfertigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn <em>pistis<\/em> in Galater 2 Treue bedeuten w\u00fcrde, was ist dann mit Galater 3,2 und 3,5? Empfangen wir den Geist durch das H\u00f6ren der Treue [Christi]? Das w\u00fcrde jedoch nicht mit Galater 3,6 \u00fcbereinstimmen, wo, wie in 2,16, eine Person (hier Abraham), die glaubt, f\u00fcr sich selbst, nicht f\u00fcr andere, Gerechtigkeit erlangt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Ja, ich erachte es noch alles f\u00fcr Schaden gegen\u00fcber der \u00fcberschw\u00e4nglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es f\u00fcr Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus [<em>pistis christou<\/em>] kommt, n\u00e4mlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird. (Phil. 3,8f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Ausdruck \u201eErkenntnis Christi Jesu\u201c ist ein weiterer Genitiv, und offensichtlich ein objektiver: Er bezieht sich nicht auf das, was Jesus wei\u00df, sondern darauf, Jesus (Objekt) zu erkennen. Abgesehen davon erm\u00f6glicht dieser Abschnitt wohl keine klare Entscheidung f\u00fcr die eine oder die andere Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Epheser 3,12 (\u201eGlaube an ihn\u201c) lasse ich aus, weil diese Schriftstelle nicht schl\u00fcssig ist. Daf\u00fcr eine Bibelstelle, in der Paulus von der \u201eGerechtigkeit aus dem Glauben\u201c spricht (R\u00f6m. 10,6) \u2013 damit nicht jemand meint, dies k\u00f6nne \u201edie Gerechtigkeit, die auf [der] Treue [Christi] beruht\u201c bedeuten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. Denn die Schrift spricht: \u201eWer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.\u201c (R\u00f6m. 10,9-11)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Paulus legt hier so gro\u00dfen Wert darauf, dass wir glauben, dass man sich fragen kann, ob dies auch \u201ean eine gottesl\u00e4sterliche Selbstbesch\u00e4ftigung in eigener religi\u00f6ser Subjektivit\u00e4t grenzt\u201c (Hays zitiert in Horton 2018: ii, 418). Es ist klar, dass Paulus den Glauben als Zugang zur Erl\u00f6sung sieht, und es ist <em>unser<\/em> Glaube, der gemeint ist. (Ein \u00e4hnliches Argument gilt f\u00fcr R\u00f6mer 1,16f. Dreimal verwendet Paulus das Wort <em>pistis<\/em>. Bedeutet es hier <em>Treue<\/em>? Kaum. Im Kontext, Vers 16, verwendet Paulus das Verb <em>glauben<\/em>: Das Heil kommt zu allen, die glauben. Deswegen liegt es auf der Hand, dass <em>pistis<\/em> in Vers 17 Glaube, nicht Treue bedeutet).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">[<em>Disclaimer<\/em>: Ich mag Richard Hays, und sein Buch <em>The Moral Vision of the New Testament<\/em> hat mir gefallen. Das Zitat ist jedoch einfach zu gut, um es hier nicht zu missbrauchen.]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Pistis<\/em> und <em>Pisteuo<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die oben aufgef\u00fchrten Verse zeigen keine zwingenden Gr\u00fcnde, sich eher f\u00fcr <em>Treue<\/em> als f\u00fcr <em>Glauben<\/em> zu entscheiden. Im Gegensatz dazu gibt es gute Gr\u00fcnde, <em>Glauben<\/em> zu \u00fcbersetzen. Ja, <em>pistis<\/em> kann Treue bedeuten. Aber wenn Paulus von Erl\u00f6sung und Rechtfertigung spricht, verwendet er nebst dem Substantiv <em>pistis<\/em> auch das Verb <em>pisteuo <\/em>(<em>ich<\/em> <em>glaube<\/em>). Er wechselt frei zwischen Substantiv und Verb hin und her (wie z.B. in R\u00f6mer 4). Und das Verb hat niemals die Bedeutung treu sein. Daf\u00fcr verwendet die griechische Sprache anderer W\u00f6rter. <em>Pisteuo<\/em> bedeutet immer <em>ich<\/em> <em>glaube<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist also klar, dass Paulus von uns erwartet, dass wir glauben, und weist damit unserem Glauben an Christus eine Rolle zu. Dass er in solchen Zusammenh\u00e4ngen jemals beabsichtigt hat, von der \u201eTreue Christi\u201c zu reden, indem er ein sehr \u00e4hnliches Vokabular verwendet, ist jedoch keineswegs klar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Herausgeber des <em>New International Dictionary of New Testament Theology and Exegesis<\/em>, Mois\u00e9s Silva, schreibt dazu:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Was die Debatte als Ganzes betrifft, so glaube ich, naiverweise vielleicht, dass die Beweise gar nicht so zweideutig sind \u2013 oder genauer gesagt, dass die Zweideutigkeiten in den Daten durch die vielen eindeutigen Aussagen des Paulus klar aufgel\u00f6st werden. H\u00e4tte der Apostel mit <em>Pistis Christou<\/em> (was ohne Kontext in der Tat alles M\u00f6gliche bedeuten kann) entweder \u201eden Glauben Christi\u201c oder \u201edie Treue Christi\u201c gemeint, w\u00e4re es f\u00fcr ihn super einfach gewesen, diesen Punkt unbestreitbar klarzustellen. Unter verschiedenen M\u00f6glichkeiten h\u00e4tte er z.B. \u2013 in denselben Kontext \u2013 eine oder zwei Arten angeben k\u00f6nnen, wie Jesus glaubte und wie diese Glaubenshandlungen f\u00fcr die vorliegende Angelegenheit relevant waren. Oder er h\u00e4tte uns \u2013 wiederum in demselben Kontext \u2013 sagen k\u00f6nnen, dass seine Botschaft von <em>dikaiosyn\u0113<\/em> (\u201eGerechtigkeit, Rechtfertigung\u201c) wahr ist, weil <em>Christos pistos estin<\/em> (\u201eChristus ist treu\u201c). Was h\u00e4tte einfacher sein k\u00f6nnen? Und in Anbetracht der theologischen Bedeutung dieser Frage sollte man meinen, dass er sich um eine Kl\u00e4rung der Dinge besonders bem\u00fcht haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Stattdessen hatte Paulus, wenn man einigen Gelehrten glauben darf, nicht genug Verstand, um zu erkennen, dass der Ausdruck <em>pistis Christou<\/em> zweideutig ist. Und zu allem \u00dcberfluss f\u00fchrte er seine Leser unwissentlich in die Irre, indem er das Verb <em>pisteu\u014d<\/em> mit Christos als direktem Objekt immer wieder an denselben Stellen verwendete, an denen der zweideutige Ausdruck vorkommt! Seine St\u00fcmperei erwies sich als spektakul\u00e4rer Erfolg, denn im Laufe von fast zwei Jahrtausenden verstand praktisch jeder Leser \u2013 einschlie\u00dflich der Gelehrten der Antike, f\u00fcr die Griechisch ihre Muttersprache war \u2013, dass der Ausdruck \u201eGlaube an Christus\u201c bedeutet, und gab keinen Hinweis darauf, dass er etwas anderes bedeuten k\u00f6nnte. (Silva 2010: 311; mehr dazu im Artikel \u00fcber <em>pisteuo<\/em> in Band 3 des <em>New International Dictionary of New Testament Theology and Exegesis<\/em> von Silva, 2014, insbesondere Seite 769)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich bleibe daher bei der Rechtfertigung durch den Glauben \u2013 an Christus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum ist das wichtig?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Man fragt sich, warum so viel M\u00fche in die Neudefinition eines Ausdrucks gesteckt wird, der relativ selten vorkommt. Michael Horton (2018: ii, 444f) vermutet, dass das eigentliche Ziel eine Neudefinition der Rechtfertigung durch den Glauben ist. Der \u201eGlaube Christi\u201c ist lediglich der Hebel, um einen bedeutenderen Glaubenssatz zu bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">An die Stelle des Glaubens an Christus tritt die Teilhabe an Christus (da wir durch seine Treue, nicht durch unseren Glauben gerettet werden) und die Zugeh\u00f6rigkeit zum Gottesvolk. Auf dieser Grundlage definiert die neue Perspektive auf Paulus, vertreten durch Personen wie N. T. Wright, die Rechtfertigung neu als eine Erkl\u00e4rung Gottes, dass jemand ein Mitglied der Bundesgemeinschaft ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies steht im Widerspruch zu eindeutigen Beweisen daf\u00fcr, dass der Begriff <em>rechtfertigen<\/em> im Griechischen einen rechtlichen oder zumindest formalen Sinn hat. Er bezeichnet eine Erkl\u00e4rung, dass jemand gerecht oder im Recht ist. Das ist etwas anderes als Zugeh\u00f6rigkeit zum Volk Gottes. Letzteres ist ebenfalls wichtig. Es ist das, was die Rechtfertigung m\u00f6glich macht. Doch obwohl Rechtfertigung und Einbeziehung eng miteinander verbunden sind, sind sie nicht das gleiche. Logischerweise ist Rechtfertigung oder Gerechtigkeit eine Voraussetzung f\u00fcr die Zugeh\u00f6rigkeit zu der Gemeinschaft Gottes: Nur wer gerecht ist, kann in der heiligen Gegenwart Gottes stehen (Ps. 15 und 24).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir uns dem Volk Gottes anschlie\u00dfen. Aber das ist nicht m\u00f6glich, ohne zuvor gerechtfertigt zu werden \u2013 was durch den Glauben an Christus geschieht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"246\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?resize=246%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1876\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?resize=246%2C300&amp;ssl=1 246w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?resize=768%2C938&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?resize=838%2C1024&amp;ssl=1 838w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?w=1048&amp;ssl=1 1048w\" sizes=\"auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Der Glaube aber ist kein Werk, sondern der Lehrmeister und das Leben der Werke. Denn wer ist irgendwie so unsinnig, da\u00df er eine empfangene Verhei\u00dfung oder ein geschenktes Verm\u00e4chtnis ein gutes Werk nennt, das er seinem Erblasser antut, dadurch da\u00df ers annimmt? Wo ist der Erbe, der sich einbildet, seinem Vater, der ihm etwas vermacht, etwas Gutes zu tun, dadurch da\u00df er die Testamentsurkunde mit der Erbschaft annimmt? Wie k\u00f6nnen wir also so verwegen sein, da\u00df wir um das g\u00f6ttliche Verm\u00e4chtnis zu empfangen, so kommen, als wollten wir Gott damit ein gutes Werk tun?<\/p><cite>Luther, Martin. <em>Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche<\/em>. Kindle Edition. Loc. 362-6<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nochmals Glaube als Treue<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist bereits ein langer Text. Ich m\u00f6chte jedoch noch auf eine ganz andere Art und Weise, wie der Glaube neu definiert wird, eingehen (ich fasse mich kurz). Matthew Bates argumentiert in <em>Salvation by Allegiance Alone: Rethinking Faith, Works, and the Gospel of Jesus the King<\/em> (2017), dass der griechische Begriff <em>pistis<\/em> als Loyalit\u00e4t und Treuepflicht verstanden werden sollte. Wie der Titel seines Buches deutlich macht, glaubt er, dass wir durch Loyalit\u00e4t zu Jesus dem K\u00f6nig gerettet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies steht nat\u00fcrlich im Einklang mit der Tatsache, dass <em>pistis<\/em> tats\u00e4chlich Treue bedeuten kann. Im Evangelium, so Bates, geht es nicht nur um die Vergebung der S\u00fcnden, sondern auch um Jesus als Herrn und K\u00f6nig. Diesem K\u00f6nig schulden wir Treue, Hingabe und Loyalit\u00e4t. Schlie\u00dflich, so Bates, bedurfte ein Geschenk in der Zeit des Neuen Testaments immer einer Gegenleistung; dies wurde kulturell erwartet. Gott verlangt ebenfalls ein Gegengeschenk von uns \u2013 so w\u00f6rtlich im Vorwort zu seinem Buch. Dieses Gegengeschenk ist gelebte Loyalit\u00e4t, die die Grundlage f\u00fcr unsere \u201eendg\u00fcltige Errettung\u201c (ein Ausdruck, der sich im Buch wiederholt) sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bates (2017: 37f, Anm. 16) definiert auch das Verb <em>pisteuo<\/em> (<em>ich<\/em> <em>glaube<\/em>) neu: \u201e<em>pistis<\/em> geben\u201c oder \u201eGefolgschaft leisten\u201c. Das, obwohl das Verb, wie oben argumentiert, einen engeren Bedeutungsbereich als das Substantiv hat und daher keine solche Bedeutung hergibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Wortbedeutung ist nicht das einzige Problem. Wohin f\u00fchrt uns diese Neudefinition? Sie f\u00fchrt zu einer gewaltigen Ver\u00e4nderung. Zu glauben hei\u00dft schlichtweg, etwas anzunehmen. Der Glaube z\u00e4hlt nicht als Werk, denn f\u00fcr die blo\u00dfe Annahme eines Geschenks kann kein Verdienst oder Lohn gefordert werden. Die Aufmerksamkeit gilt dem, was \u2013 oder dem, der \u2013 geglaubt wird, nicht dem, der glaubt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber Loyalit\u00e4t ist anders. Es geht um denjenigen, der Loyalit\u00e4t zeigt oder Gefolgschaft leistet. Es fordert Anstrengung. Unter normalen Umst\u00e4nden kann zumindest ein gewisses Verdienst durch Loyalit\u00e4t beansprucht werden: Wir k\u00f6nnen uns unserer Loyalit\u00e4t r\u00fchmen, w\u00e4hrend es sinnlos w\u00e4re, sich damit zu br\u00fcsten, ein Geschenk angenommen zu haben. Loyalit\u00e4t ist ein Werk. Nach Bates\u2019 Ansicht werden wir nicht durch Werke (Plural) des Gesetzes gerechtfertigt, sondern durch eine einzige Art von Werk, n\u00e4mlich Loyalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">M\u00f6chte jemand ernsthaft seine Rechtfertigung von seiner Loyalit\u00e4t abh\u00e4ngig machen? Unsere Loyalit\u00e4t wird nicht reichen, um uns zu retten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ja, wir schulden Christus Loyalit\u00e4t. Aber wir sind zu guten Werken, auch zur Loyalit\u00e4t, nicht f\u00e4hig, solange wir nicht gerettet und erneuert sind. Gute Werke, einschlie\u00dflich der Treue zu Christus als Herrn, sind die Frucht der Rechtfertigung, nicht ihre Grundlage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u201eDurch Loyalit\u00e4t gerettet\u201c veranschaulicht, wie wichtig es ist, sich um solche Details zu streiten. Es steht viel mehr auf dem Spiel als subjektiver oder objektiver Genitiv, Glaube oder Treue. Wenn man es schlimm genug falsch versteht, findet die Gemeinde sich wieder in einer weiteren <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B004YKWUGO\/ref=ppx_yo_dt_b_d_asin_title_o04?ie=UTF8&amp;psc=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">babylonischen Gefangenschaft der Kirche<\/a> (diese Lutherschrift ist immer noch lesenswert).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Luther h\u00e4tte bestimmt einiges \u00fcber \u201egerettet durch Loyalit\u00e4t allein\u201c zu sagen gehabt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Ricky Turner. 2017 &lt;<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/5_fwgw-2JEE\">https:\/\/unsplash.com\/photos\/5_fwgw-2JEE<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Goh Rhy Yan. 2017 &lt;<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/7erinyJlw0Y\">https:\/\/unsplash.com\/photos\/7erinyJlw0Y<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bates, Matthew W. 2017. <em>Salvation by Allegiance Alone: Rethinking Faith, Works, and the Gospel of Jesus the King<\/em> (Grand Rapids, MI: Baker Academic)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Horton, Michael Scott. 2018. <em>Justification<\/em>, New Studies in Dogmatics, 2 B\u00e4nde (Grand Rapids, MI: Zondervan)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Keating, Corey. 2004. \u2018Common Uses of Genitive Case\u2019, Version 2.1 &lt;<a href=\"https:\/\/www.ntgreek.org\/pdf\/genitive_case.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ntgreek.org\/pdf\/genitive_case.pdf<\/a>&gt; [abgerufen 4. Juni 2020]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Silva, Mois\u00e9s. 2010. \u2018Review of <em>The Faith of Jesus Christ: Exegetical, Biblical, and Theological Studies: The Pistis Christou Debate<\/em> Hrsg. Michael F. Bird und Preston M. Sprinkle\u2019, <em>Themelios<\/em>, 35, 309-311<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2014\u2014\u2014 (Hrsg.). 2014. <em>New International Dictionary of New Testament Theology and Exegesis<\/em>, 5 B\u00e4nde (Grand Rapids, MI: Zondervan)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bereite mich darauf vor, \u00fcber die S\u00fchne durch Christus zu schreiben: unterschiedliche Erkl\u00e4rungsmodelle daf\u00fcr, was Jesus durch seinen Tod am Kreuz vollbracht hat. Das ist ein gro\u00dfes Thema, und ein umstrittenes. Traditionelle Verst\u00e4ndnisse werden heutzutage zum Teil stark hinterfragt. Zu Recht oder zu Unrecht? Wir werden sehen. Hier geht es um ein viel kleineres, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2078,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"nf_dc_page":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[320,29],"tags":[319,317,318],"class_list":["post-2077","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-galater","category-romer","tag-genitiv","tag-glaube","tag-treue"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cals-77-ricky-turner-5_fwgw-2JEE-unsplash-scaled.jpg?fit=2560%2C1707&ssl=1","jetpack-related-posts":[{"id":2549,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2023\/07\/cals111\/","url_meta":{"origin":2077,"position":0},"title":"Die Herausforderung des Jakobusbriefes (I)","author":"wilrens","date":"July 6, 2023","format":false,"excerpt":"Als Bibellehrer konzentrieren wir uns oft auf eine begrenzte Anzahl von B\u00fcchern, die wir h\u00e4ufig unterrichten, und lassen andere unerforscht. In meinem Fall geh\u00f6ren zu den vernachl\u00e4ssigten B\u00fcchern Samuel (ich habe Anfang dieses Jahres dar\u00fcber geschrieben, hier und hier) und Jakobus. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Jakobus jemals\u2026","rel":"","context":"In &quot;Jakobus&quot;","block_context":{"text":"Jakobus","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/category\/briefe\/jakobus\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/arrows-1738067_1280.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/arrows-1738067_1280.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/arrows-1738067_1280.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/arrows-1738067_1280.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/arrows-1738067_1280.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":2088,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/10\/cals78\/","url_meta":{"origin":2077,"position":1},"title":"Neudefinitionen II: Die Gerechtigkeit Gottes","author":"wilrens","date":"October 1, 2020","format":false,"excerpt":"In der letzten Ausgabe rang ich mit dem objektiven und dem subjektiven Genitiv und mit der Frage, ob der Ausdruck \u201eder Glaube Christi\u201c einer Neuinterpretation bedarf. Diesen Monat tue ich dasselbe mit einem anderen Ausdruck, der vielleicht noch wichtiger ist: \u201edie Gerechtigkeit Gottes\u201c in R\u00f6mer 1,17, in dem \u201eGott\u201c im\u2026","rel":"","context":"In &quot;R\u00f6mer&quot;","block_context":{"text":"R\u00f6mer","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/category\/briefe\/romer\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cals-78-lady-justice-677945_1920.jpg?fit=1200%2C803&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cals-78-lady-justice-677945_1920.jpg?fit=1200%2C803&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cals-78-lady-justice-677945_1920.jpg?fit=1200%2C803&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cals-78-lady-justice-677945_1920.jpg?fit=1200%2C803&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cals-78-lady-justice-677945_1920.jpg?fit=1200%2C803&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":2117,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/12\/cals80\/","url_meta":{"origin":2077,"position":2},"title":"Kreuz und S\u00fchne 2: Modelle und Erl\u00e4uterungen","author":"wilrens","date":"December 3, 2020","format":false,"excerpt":"In der letzten Ausgabe habe ich mich mit Terminologie befasst und sechs Gruppen von Bildern oder Metaphern vorgestellt, die das Konzept S\u00fchne illustrieren. Es ist nun an der Zeit, eine gr\u00fcndlichere Erkl\u00e4rung zu versuchen. Dies ist kein geringes Unterfangen. Es kommt mir vor, wie wenn ich vor einem majest\u00e4tischen Geb\u00e4ude\u2026","rel":"","context":"In &quot;Theologie&quot;","block_context":{"text":"Theologie","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/category\/theologie\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CALS-80-Atonement-2a.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CALS-80-Atonement-2a.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CALS-80-Atonement-2a.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CALS-80-Atonement-2a.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/CALS-80-Atonement-2a.jpg?fit=1200%2C675&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":886,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2015\/11\/cals19\/","url_meta":{"origin":2077,"position":3},"title":"Paulus in drei Begriffen (!?)","author":"wilrens","date":"November 5, 2015","format":false,"excerpt":"Was ich von N. T. Wrights W\u00e4lzer \u00fcber Paulus lerne, Teil 3 Paulus in drei Begriffen zusammenfassen!? Generationen von Theologen haben sich \u00fcber seine Briefe den Kopf zerbrochen, und jetzt sollten wir in der Lage sein, sein gesamtes Gedankengut in nur drei Begriffen zu erfassen? Ich kann es verstehen, falls\u2026","rel":"","context":"In &quot;Briefe&quot;","block_context":{"text":"Briefe","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/category\/briefe\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/trinity-5547026126_60f7336574_o-634.jpg?fit=634%2C619&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/trinity-5547026126_60f7336574_o-634.jpg?fit=634%2C619&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/trinity-5547026126_60f7336574_o-634.jpg?fit=634%2C619&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x"},"classes":[]},{"id":2139,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2021\/01\/cals81\/","url_meta":{"origin":2077,"position":4},"title":"Kreuz und S\u00fchne 3: Zur\u00fcck zu den Kirchenv\u00e4tern","author":"wilrens","date":"January 7, 2021","format":false,"excerpt":"Bietet die Christus-Victor-Ansicht eine bessere Begr\u00fcndung f\u00fcr das Kreuz als die strafrechtliche Substitution? In zwei vorhergehenden Ausgaben habe ich begonnen, Bilder, Modelle und Erkl\u00e4rungen f\u00fcr Kreuz und S\u00fchne darzulegen. Es gibt noch zwei weitere Modelle vorzustellen (darunter Christus Victor). Ich schlie\u00dfe ab mit einer alten Einsicht, die eine erstaunlich reichhaltige\u2026","rel":"","context":"In &quot;Theologie&quot;","block_context":{"text":"Theologie","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/category\/theologie\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-thanti-nguyen-U_b-eSviHvs-unsplash-scaled.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-thanti-nguyen-U_b-eSviHvs-unsplash-scaled.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-thanti-nguyen-U_b-eSviHvs-unsplash-scaled.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-thanti-nguyen-U_b-eSviHvs-unsplash-scaled.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cals-80-thanti-nguyen-U_b-eSviHvs-unsplash-scaled.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]},{"id":2518,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2023\/06\/cals109\/","url_meta":{"origin":2077,"position":5},"title":"Deconstruct Your Faith: Der neue Trend?","author":"wilrens","date":"June 1, 2023","format":false,"excerpt":"Was ist von der \u201eDekonstruktion des Glaubens\u201c zu halten? Ist \u201eevangelikal\u201c noch eine sinnvolle \u2013 oder w\u00fcnschenswerte \u2013 Bezeichnung? Was k\u00f6nnen wir gegen den Kirchenaustritt junger Erwachsener tun?","rel":"","context":"In &quot;Christliches Denken&quot;","block_context":{"text":"Christliches Denken","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/category\/christliches-denken\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cals-109-ruslan-khadyev-12Aqz3b3fxE-unsplash.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cals-109-ruslan-khadyev-12Aqz3b3fxE-unsplash.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cals-109-ruslan-khadyev-12Aqz3b3fxE-unsplash.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cals-109-ruslan-khadyev-12Aqz3b3fxE-unsplash.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=700%2C400 2x, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cals-109-ruslan-khadyev-12Aqz3b3fxE-unsplash.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1&resize=1050%2C600 3x"},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2077"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2077\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2938,"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2077\/revisions\/2938"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2078"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}