{"id":2064,"date":"2020-08-06T08:30:00","date_gmt":"2020-08-06T06:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=2064"},"modified":"2024-08-07T10:38:50","modified_gmt":"2024-08-07T08:38:50","slug":"cals76","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/08\/cals76\/","title":{"rendered":"Das Bild Gottes: Weit mehr als eine fromme Floskel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Als Ausdruck kommt \u201edas Bild Gottes\u201c nur einmal in der Bibel vor, in 1. Mose 1,27. Im Alten Testament findet diese Idee leicht anders formuliert auch in 1. Mose 5,1 und 9,6 Erw\u00e4hnung. Das ist nicht viel. Daraus ergibt sich eine Herausforderung bei der Auslegung. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Interpreten dar\u00fcber debattiert, worin genau dieses Bild besteht, ohne sich einigen zu k\u00f6nnen. Ist es unsere rationale Kapazit\u00e4t? Ist es die Sprache oder das abstrakte Denken? Ist es unsere F\u00e4higkeit zur Beziehung oder zur Liebe? Ist es unsere F\u00e4higkeit, eine Beziehung zu Gott einzugehen? Oder ist es eine von mehreren anderen Optionen, die vorgeschlagen worden sind?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/5kqCh4AJaUc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals-76-image\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese Pattsituation ist umso bedauerlicher, als diese Idee von tiefer und sogar revolution\u00e4rer Bedeutung zu sein scheint. Gl\u00fccklicherweise hat Richard Middleton eine au\u00dferordentlich gr\u00fcndliche Studie mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1587431106\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1587431106&amp;linkId=8a97c91101f5196fbc3581676abffe35\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>The Liberating Image: The <\/em>Imago Dei<em> in Genesis<\/em> 1<\/a> ver\u00f6ffentlicht (2005; <em>Imago Dei<\/em> ist lateinisch und bedeutet <em>Bild Gottes<\/em>). Sie ist alles andere als einfach zu lesen, aber sie bietet eine brillante Diskussion, die nichts au\u00dfer Betracht l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf die falsche F\u00e4hrte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">In der Auslegungsgeschichte des Ausdrucks <em>Bild Gottes<\/em> ist Folgendes schiefgelaufen. Zun\u00e4chst kamen die Interpreten zu dem Schluss, dass der unmittelbare Kontext nicht definiert oder erkl\u00e4rt, was der Ausdruck bedeutet. Daraufhin analysierten sie die genaue Bedeutung der verwendeten hebr\u00e4ischen Begriffe, was jedoch nicht viel hergab. Schlie\u00dflich begangen sie, \u00fcber das Bild Gottes philosophisch und eher spekulativ nachzudenken, weitgehend losgel\u00f6st vom Bibeltext. H\u00e4ufig ging man dabei quasi \u201eanatomisch\u201c vor: Welcher Teil von uns (unserer Seele) ist dieses Ebenbild Gottes?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Im 20. Jahrhundert schlug der Theologe Karl Barth ein beziehungsorientiertes Verst\u00e4ndnis des Bildes vor: Wir sind Gott darin gleich, dass wir beziehungsf\u00e4hig sind. Sein Vorschlag hat viel f\u00fcr sich (es ist ein sch\u00f6ner Gedanke, und Gott ist schlie\u00dflich eine Beziehung). Allerdings ist \u00fcberhaupt nicht klar, ob der Text dies im Sinn hat. [<em>Anmerkung<\/em>: Man k\u00f6nnte argumentieren, dass die letzte Zeile in 1. Mose 1,27, \u201eund schuf sie als Mann und Weib\u201c, eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Bild in den ersten beiden Zeilen liefert, wie wenn man \u201edas hei\u00dft, &#8230;\u201c lesen sollte. Es ist jedoch unklar, wie Mann und Frau das Bild Gottes sein sollen, wenn man bedenkt, dass Gott ohne Geschlecht und weder m\u00e4nnlich noch weiblich ist. Au\u00dferdem w\u00fcrde dies logischerweise zu der Schlussfolgerung f\u00fchren, dass die meisten Tiere ebenfalls nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, da sie ja auch m\u00e4nnlich und weiblich sind. Es ist also wahrscheinlicher, dass wir die dritte Zeile als Erg\u00e4nzung lesen sollen: \u201eUnd er schuf sie nicht nur zu seinem Bild, sondern auch als Mann und Frau\u201c.]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Middleton gelingt es, \u00fcberzeugende Argumente f\u00fcr eine andere Deutung dieses Bildes zu finden, indem er (a) den literarischen Kontext auf das gesamte Kapitel, 1. Mose 1, und sogar dar\u00fcber hinaus ausdehnt und (b) den historischen und kulturellen Kontext, d.h. die Welt des alten Orients, ber\u00fccksichtigt. Mit anderen Worten, der Kontext f\u00fchrt uns schlie\u00dflich zu einer Definition des Begriffs, wenn wir nur ein wenig weiter schauen als 1. Mose 1,26-27.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Middleton argumentiert, dass die Bedeutung des Gottesbildes nicht anatomisch, sondern funktional zu verstehen ist. Das hei\u00dft, es geht nicht so sehr darum, was Menschen <em>sind<\/em> oder <em>haben<\/em> oder <em>tun k\u00f6nnen<\/em>, sondern darum, was ihr Auftrag ist: n\u00e4mlich, in der Sch\u00f6pfung Gott als K\u00f6nig zu vertreten. Wie Middleton (2005: 27) sagt: \u201eIn dieser Deutung bezeichnet die <em>Imago Dei<\/em> das k\u00f6nigliche Amt und die k\u00f6nigliche Berufung der Menschen als Vertreter und Beauftragte Gottes in der Welt, denen Autorit\u00e4t gew\u00e4hrt wird, an Gottes Herrschaft oder Verwaltung der Ressourcen und der Gesch\u00f6pfe der Erde teilzuhaben\u201c. Damit schl\u00e4gt Middleton keine neue Idee vor, aber er argumentiert so umfassend, dass sein Buch meiner Einsch\u00e4tzung nach die Frage \u00fcberzeugend kl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Klare Hinweise in 1. Mose 1<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie sich herausstellt, und anders als es die Interpreten oft empfunden haben, ist der unmittelbare Kontext des Satzes keineswegs frei von Hinweisen auf seine beabsichtigte Bedeutung. Sowohl in 1. Mose 1,26 als auch in 1,28 wird das Bild mit der Vorstellung von Herrschaft oder herrschen verbunden. Und im weiteren Kontext von 1. Mose 1 ist Herrschaft aus\u00fcben genau das, was Gott tut, indem er dem \u201eRohmaterial\u201c der Ursch\u00f6pfung Form, Ordnung, Funktion und Inhalt verleiht. Wenn Menschen als Gottes Ebenbild geschaffen sind, liegt es auf der Hand, dass sie dasselbe tun sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine solche funktionale Interpretation des Bildes findet Best\u00e4tigung in der Tatsache, dass es Gott an anderer Stelle in Genesis 1 ebenfalls darum geht, Funktionen zuzuweisen, am offensichtlichsten bei der Erschaffung der himmlischen Lichtquellen am Tag 4, um \u00fcber Tag und Nacht zu regieren (!), so 1. Mose 1,16-17. Gott delegiert Macht, was er am Tag 6 ebenfalls tut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Middletons Buch zieht viele weitere Elemente in Betracht, aber die Schlussfolgerung ist klar: Dass der Mensch nach Gottes Bild geschaffen ist, bedeutet, dass er ihn repr\u00e4sentiert und in Gottes Namen kreativ und sch\u00f6pferisch Macht aus\u00fcbt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Best\u00e4tigung aus dem Alten Orient<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Ausdehnung des Kontexts auf den alten Orient best\u00e4tigt Middletons Schlussfolgerung. Sie verleiht dem Begriff auch Tiefe und bringt den subversiven und revolution\u00e4ren Charakter des Konzepts zum Vorschein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Erstens<\/strong>: Ein K\u00f6nig im alten Orient stellte in entlegenen Teilen des Reiches ein Bild von sich selbst auf, um seine Autorit\u00e4t zu repr\u00e4sentieren. In gewisser Weise tun wir dies auch heute noch: Eine Botschaft oder ein Konsulat zeigt wahrscheinlich ein Portr\u00e4t ihres K\u00f6nigs, ihrer K\u00f6nigin oder ihres Pr\u00e4sidenten. Als K\u00f6nig der Sch\u00f6pfung stellt Gott ebenfalls ein Bild seiner selbst in den irdischen Bereich \u2013 aber es ist ein lebendiges Bild, nicht nur eine Statue.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u00dcbrigens: Wahrscheinlich gibt es einen Zusammenhang mit dem gesetzlichen Verbot, Gott in irgendeiner Form visuell als Bild oder Statue darzustellen; schlie\u00dflich hat Gott ein solches Bild bereits zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Zweitens<\/strong>: Sowohl in \u00c4gypten als auch in Mesopotamien galt der K\u00f6nig selbst als Bild und Darstellung eines Gottes auf Erden, mit dem ausdr\u00fccklichen Auftrag, auf Erden zu regieren und die Ordnung aufrechtzuerhalten, wie es sein Gott im Himmel tat. Dies legt nahe, dass die Aussage in 1. Mose 1,27 f\u00fcr die ersten Leser durchaus verst\u00e4ndlich war: Sie erteilt allen Menschen \u2013 nicht nur dem K\u00f6nig \u2013 k\u00f6nigliche W\u00fcrde und Gottebenbildlichkeit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Ergebnis ist eine subtile, aber verheerende Kritik an dem, was die V\u00f6lker in der damaligen Welt \u00fcber das Wesen dieser Welt glaubten, insbesondere in Form ihrer jeweiligen Sch\u00f6pfungsmythen. Diese Erz\u00e4hlungen werden entlarvt als verzerrende Ideologie. Sie dienen dazu, das Gesellschaftssystem und die absolute Macht des K\u00f6nigs zu rechtfertigen. \u00dcber den subversiven Charakter der ersten Kapitel in 1. Mose und ihre Kritik an den Sch\u00f6pfungsmythen schrieb ich bereits in <a href=\"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2016\/05\/cals25-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die verlorene Welt von 1. Mose 1-11<\/a> (2016), aber es gibt noch mehr zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-dries-augustyns-xn1aRfVNY1w-unsplash.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2066\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-dries-augustyns-xn1aRfVNY1w-unsplash-scaled.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-dries-augustyns-xn1aRfVNY1w-unsplash-scaled.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-dries-augustyns-xn1aRfVNY1w-unsplash-scaled.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-dries-augustyns-xn1aRfVNY1w-unsplash-scaled.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-dries-augustyns-xn1aRfVNY1w-unsplash-scaled.jpg?resize=2048%2C1365&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Ideologie untergraben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferhalb Israels glaubte man also, dass nur der K\u00f6nig den G\u00f6ttern \u00e4hnlich sei. Daraus ergeben sich weit reichende soziale und politische Konsequenzen. Mesopotamien wurde von Stadtstaaten dominiert. Jeder Stadtstaat war ein Gesellschaftssystem mit dem K\u00f6nig an der Spitze. Ein solches System bedarf der Rechtfertigung. Diese erfolgt in Form von Erz\u00e4hlungen und Mythen, in erster Linie der Sch\u00f6pfungsmythen der Antike. 1. Mose beabsichtigt, diese Mythen zu untergraben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Nahrung f\u00fcr die G\u00f6tter. <\/strong>Ein gemeinsames Thema in den Sch\u00f6pfungsmythen Mesopotamiens ist der Grund, weshalb die Menschen geschaffen wurden: um die G\u00f6tter von schwerer Arbeit zu entlasten oder, genauer gesagt, um Nahrung f\u00fcr sie zu produzieren. Dies war die Daseinsberechtigung des Tempelsystems: Es existierte, um die G\u00f6tter zu bek\u00f6stigen. Anfangs erf\u00fcllten die Priester dabei die Hauptrolle. Sp\u00e4ter \u00fcbernahmen K\u00f6nige oft die F\u00fchrung als Schutzpatrone der Tempel. Dies st\u00e4rkte die k\u00f6nigliche Macht und f\u00fchrte zu einer Gesellschaft, in der ein Gro\u00dfteil des Landes unter direkter Kontrolle des Tempels und des K\u00f6nigs stand. Infolgedessen bearbeiteten viele Menschen, zeitweise vielleicht sogar bis zu einem Viertel der Bev\u00f6lkerung, dieses Land als Leibeigene. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der in diesem System produzierten Nahrungsmittel ging indes nat\u00fcrlich an das Tempel- und Palastpersonal, nicht an die G\u00f6tter!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In 1. Mose 1 deutet nichts darauf hin, dass Gott etwas von seiner Sch\u00f6pfung braucht oder will. Im Gegenteil: W\u00e4hrend in den Sch\u00f6pfungsmythen die Menschen geschaffen werden, um die G\u00f6tter mit Nahrung zu versorgen, ist es in 1. Mose Gott, der die Menschen (und die Tiere; 1. Mo. 1,29-30) mit Nahrung versorgt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>St\u00e4dte und Technik.<\/strong> Viele Erz\u00e4hlungen enthalten Hinweise auf die Gr\u00fcndung der ersten St\u00e4dte und auf die Anf\u00e4nge verschiedener Handwerksberufe und Technologien, wie Metallverarbeitung und Landwirtschaft. Man glaubte, dass diese Entdeckungen ein Geschenk der G\u00f6tter w\u00e4ren; die Menschen w\u00e4ren dabei nur die passiven Empf\u00e4nger. Wie Middleton (2005: 217) es ausdr\u00fcckt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Nach dem Weltbild der sumerisch-akkadischen Mythen handeln die G\u00f6tter in der Geschichte und ver\u00e4ndern den Lauf der menschlichen Angelegenheiten. Das Gleiche gilt f\u00fcr K\u00f6nige als Vertreter der G\u00f6tter auf der Erde. Es wurde jedoch davon ausgegangen, dass die \u00fcberwiegende Mehrheit der menschlichen Rasse ein relativ vorbestimmtes Leben f\u00fchrte, gepr\u00e4gt von Nachahmung und Wiederholung, und dabei ihren g\u00f6ttlichen und menschlichen Oberherren verpflichtet waren und in einer Gesellschaftsordnung, in der sie keinen nennenswerten Handlungsraum und keine Freiheit hatten, zu Marionetten reduziert wurden.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Gro\u00dfst\u00e4dte f\u00fchrten ihren Ursprung auf eine g\u00f6ttliche Einwirkung zur\u00fcck. Babylon zum Beispiel wurde von Marduk als Zentrum der von ihm geschaffenen geordneten Welt und als irdisches Gegenst\u00fcck zu seinem himmlischen Tempel und Palast gegr\u00fcndet (Babel bedeutet Tor der G\u00f6tter). Eine solche Darstellung erkl\u00e4rt Stadt und K\u00f6nig f\u00fcr unantastbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Offensichtlich enth\u00e4lt 1. Mose 1-11 ebenfalls solche Geschichten \u00fcber Anf\u00e4nge, aber mit einem \u00fcberraschenden Unterschied. Der Ursprung sowohl der St\u00e4dte als auch der Erfindungen in 1. Mose 4 und 10 ist menschlich, nicht g\u00f6ttlich. Wir sehen Menschen, die in ihrer von Gott gegebenen Rolle handeln und dabei Herrschaft aus\u00fcben. Allerdings zeigt sich in 1. Mose auch, dass Zivilisation und Erfindungen oft mit Machtmissbrauch und mit Gewalt in Verbindung stehen. Middleton (2005: 219, 226) weist darauf hin, dass es sich um eine entgleiste Herrschaft handelt: Macht wird \u00fcber andere Menschen ausge\u00fcbt, nicht nur \u00fcber die nichtmenschliche Sch\u00f6pfung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>K\u00f6nigtum.<\/strong> Ein K\u00f6nigtum wurde als eine g\u00f6ttliche Institution dargestellt. Ein faszinierendes mesopotamisches Dokument ist <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Sumerian_King_List\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">die sumerische K\u00f6nigsliste<\/a>. Sie listet alle K\u00f6nige auf, die in Sumer (der Zivilisation, die den fr\u00fchesten assyrischen und babylonischen Reichen vorausging) seit Beginn der Sch\u00f6pfung regierten. Zweimal besagt dieser Text, dass das K\u00f6nigtum vom Himmel herabkam, zuerst ganz am Anfang und ein zweites Mal direkt nach der Sintflut. Wie kann man gegen das argumentieren, was die G\u00f6tter verordnet haben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Geschlechtsregister in 1. Mose 5 bieten eine offensichtliche Parallele zur sumerischen K\u00f6nigsliste, aber wiederum mit einem \u00fcberraschenden Unterschied. Die aufgef\u00fchrten Personen sind keine K\u00f6nige, sondern \u201egew\u00f6hnliche\u201c Menschen. Wo das Gottesbild auf alle Menschen und nicht nur auf den K\u00f6nig angewandt wird, sind alle Menschen wichtig. Bemerkenswerterweise, als Israel schlie\u00dflich eine Monarchie wurde, geschah das auf menschliche Initiative; Gott war mit diesem Schritt nicht gl\u00fccklich. Offensichtlich hatte das K\u00f6nigtum in Israel einen anderen Status als bei den Nachbarv\u00f6lkern. Nochmals Middleton (2005: 219):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Die Schrift ist auch klar, dass die Thora nicht vom israelitischen K\u00f6nig verk\u00fcndet wird (im Gegensatz zum babylonischen Hammurapi). Das biblische Gesetz (sei es im Exodus, im Levitikus oder im Deuteronomium) wird durchweg der Vermittlung durch Mose zugeschrieben, w\u00e4hrend es die vorrangige Pflicht des K\u00f6nigs ist, die Thora zu studieren und sich nicht durch \u00fcberm\u00e4\u00dfige Erweiterung seiner Macht oder seines Reichtums \u00fcber andere Israeliten zu erheben (5. Mo. 17,14-20). Diese Vorstellung einer begrenzten Monarchie \u2013 begrenzt in ihrer historischen Entstehung und in ihrer Dauer, begrenzt durch das Gesetz JHWHs und durch prophetische Kritik \u2013 ist radikal und einzigartig, nicht nur in Mesopotamien, sondern im gesamten alten Orient. Die unverwechselbare Anwendung der Vorstellung der <em>Imago Dei<\/em> auf die gesamte Menschheit steht somit in tiefer Harmonie mit der antimonarchischen Tendenz der prophetischen Tradition in Israel.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"706\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-Mesopotamia_1200_BC.jpg?resize=1024%2C706&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2067\" style=\"width:512px;height:353px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-Mesopotamia_1200_BC.jpg?resize=1024%2C706&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-Mesopotamia_1200_BC.jpg?resize=300%2C207&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-Mesopotamia_1200_BC.jpg?resize=768%2C529&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-Mesopotamia_1200_BC.jpg?resize=1536%2C1059&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-Mesopotamia_1200_BC.jpg?resize=2048%2C1412&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">FDRMRZUSA (2018) CC BY-SA 4.0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Weltreich. <\/strong>Immer wieder erlangte einer der Stadtstaaten Mesopotamiens die Herrschaft \u00fcber benachbarte Gebiete und St\u00e4dte. Er konnte sogar zu einem bedeutenden Imperium heranwachsen (wie es den Babyloniern und den Assyrern gelang). Auch dies bedurfte einer Rechtfertigung, die ebenfalls durch Sch\u00f6pfungsmythen und andere Glaubensvorstellungen geliefert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der K\u00f6nig war der Vertreter der G\u00f6tter. Als solcher war er dazu berufen, barbarischen V\u00f6lkern jenseits der Grenzen des Reiches (d.h. der Welt des Chaos) die Ordnung etwa von Marduk oder Assur aufzuzwingen. Damit zog man Parallelen zu den Handlungen der G\u00f6tter am Anfang der Sch\u00f6pfung. Auch sie mussten den M\u00e4chten des Chaos widerstehen und sie besiegen und Ordnung schaffen. Das Motiv eines solchen Chaoskampfes (eines gewaltsamen Kampfes gegen personifizierte Chaoskr\u00e4fte) ist in den Sch\u00f6pfungsmythen weit verbreitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist bemerkenswert, dass ein solcher Einsatz von roher Gewalt und Zwang in 1. Mose 1 vollst\u00e4ndig fehlt. Selbst Gottes Sch\u00f6pfungsgebote sind eher liebevoll als zwanghaft; man k\u00f6nnte sich sogar fragen, ob es sich dabei wirklich um Befehle oder vielleicht fast eher um Einladungen handelt: eine Einladung, zu werden und zu sein. Der Text deutet sicherlich darauf hin, dass die Art von Herrschaft, zu der Menschen berufen sind, absolut nichts mit Tyrannei, Ausbeutung oder Weltreich-Gr\u00fcndung zu tun hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Kurzgefasst:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Die gesammelten Beweise legen nahe, dass sich das biblische <em>Imago Dei<\/em> auf den Status oder das Amt der Menschheit als von Gott autorisierte Verwalter bezieht, die mit der k\u00f6niglich-priesterlichen Berufung betraut sind, Gottes Herrschaft auf Erden durch die Aus\u00fcbung kultureller Macht zu repr\u00e4sentieren. Dar\u00fcber hinaus schlug ich vor, dass diese Interpretation des Bildes, bei der der Menschheit ein Anteil an Gottes Herrschaft gew\u00e4hrt wird (weshalb gesagt werden kann, dass sie dem g\u00f6ttlichen Herrscher <em>gleich<\/em> sind), der schl\u00fcssigen Vision von Menschen als bedeutenden historischen Akteuren in der Urgeschichte (1. Mo. 1-11) zugrunde liegt und fruchtbar als eine Form des ideologischen Widerstands gegen mesopotamische Traditionen verstanden werden kann, die den Status und die Rolle der Menschheit abwerten. (Middleton 2005: 235)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine radikal andere Gesellschaftsvision<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Ergebnis solcher \u00dcberzeugungen \u201eist nicht einfach, dass die biblischen Schriftsteller eine andere Vorstellung von <em>Gott<\/em> hatten als ihre Nachbarn (obwohl dies nicht ausgeschlossen ist), sondern dass sie andere Vorstellungen davon hatten, welche Art von <em>Gesellschaftsordnung<\/em> von Gott bestimmt war, n\u00e4mlich eine, die das Gedeihen des menschlichen Lebens f\u00f6rderte, anstatt die M\u00e4chtigen auf Kosten der Schwachen zu sch\u00fctzen\u201c (Middleton 2005: 195).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine praktische Umsetzung dieser gesellschaftlichen Vision besteht darin, dass der Landbesitz in Israel breit gestreut war. Im Buch Josua hat jedes m\u00e4nnliche Mitglied jedes Stammes bei der Landverteilung Anspruch auf ein St\u00fcck Land als Erbe. Die Institution des Jubeljahres im Gesetz sollte dieses Erbe sichern. Land sollte sich nicht in Form von Gro\u00dfgrundbesitz in den H\u00e4nden einiger weniger reicher Landbesitzer ansammeln, sondern alle 50 Jahre an die urspr\u00fcngliche Eigent\u00fcmerfamilie zur\u00fcckgegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber was ist mit den Frauen? Es war eine patriarchalische Zeit; die Ausgangslage war nicht gerade optimal. Aber immerhin: Wir lesen in 4. Mose 27 und 36 \u00fcber die T\u00f6chter Zelofhads (sie werden auch in 4. Mo. 26,33 und Josua 17,3 erw\u00e4hnt).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was ist ihre Bedeutung? Warum bekommen die T\u00f6chter von Zelofhad so viel Aufmerksamkeit? Sie waren f\u00fcnf Schwestern, deren Vater gestorben war, ohne einen m\u00e4nnlichen Erben zu hinterlassen. Sie hatten die K\u00fchnheit, in der Versammlung aufzustehen und sich an Moses zu wenden und um eine Zuteilung von Land zu bitten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und wie antwortet Gott? \u201eUnd der HERR sprach zu ihm: Die T\u00f6chter Zelofhads haben recht geredet. Du sollst ihnen ein Erbgut unter den Br\u00fcdern ihres Vaters geben und sollst ihres Vaters Erbe ihnen zuwenden\u201c (4. Mo. 27,6-7).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Hier wird sichtbar, dass Frauen in Israel eine Stimme hatten. Sogar Gott h\u00f6rt auf sie. Daraus ergibt sich das Potenzial einer ungew\u00f6hnlich egalit\u00e4ren Gesellschaft. Nach der Eroberung Kanaans bleibt es den St\u00e4mmen \u00fcberlassen, sich selbst zu regieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Libert\u00e9, \u00e9galit\u00e9, fraternit\u00e9<\/em>. Die Franzosen brauchten weit \u00fcber 3000 Jahre, um auf die gleiche Grundidee zu kommen, komprimiert in dieser so sch\u00f6n klingenden Formel. Vielleicht ist es besser, sie nicht auf eine politische und ideologische Formel zu reduzieren (die sich zu leicht missbrauchen l\u00e4sst), aber die Grundidee ist durch und durch biblisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Jeder Mensch ist nach dem Bilde Gottes geschaffen und deshalb dazu berufen, k\u00f6nigliche Autorit\u00e4t auszu\u00fcben \u2013 aber nicht durch Gewalt oder durch die Beherrschung anderer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Kein Wunder, dass Middleton sein Buch <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1587431106\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1587431106&amp;linkId=8a97c91101f5196fbc3581676abffe35\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>The Liberating Image<\/em><\/a>, das befreiende Bild, nannte!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-avignon-1603343_1920.jpg?resize=1920%2C1440&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2068\" style=\"width:480px;height:360px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-avignon-1603343_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-avignon-1603343_1920.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-avignon-1603343_1920.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-avignon-1603343_1920.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-avignon-1603343_1920.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Michelangelo. Ca. 1511. \u201cThe Creation of Adam\u201d <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Creaci%C3%B3n_de_Ad%C3%A1m.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Creaci%C3%B3n_de_Ad%C3%A1m.jpg<\/a>&gt; [Accessed 30 April 2020] Public Domain<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dries Augustyns &lt;<a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/xn1aRfVNY1w\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/unsplash.com\/photos\/xn1aRfVNY1w<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">FDRMRZUSA. 13. September 2018. \u201cMesopotamia c. 1200 BC\u201d &lt;<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Mesopotamia_1200_BC.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Mesopotamia_1200_BC.jpg<\/a>&gt; CC BY-SA 4.0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Falco &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/avignon-france-provence-1603343\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/avignon-france-provence-1603343\/<\/a>&gt; CC0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Middleton, J. Richard. 2005. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1587431106\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1587431106&amp;linkId=8a97c91101f5196fbc3581676abffe35\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>The Liberating Image: The <\/em>Imago Dei<em> in Genesis 1<\/em><\/a> (Grand Rapids: Brazos Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate links.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Ausdruck kommt \u201edas Bild Gottes\u201c nur einmal in der Bibel vor, in 1. Mose 1,27. Im Alten Testament findet diese Idee leicht anders formuliert auch in 1. 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Im Laufe der Jahrhunderte haben die Interpreten dar\u00fcber debattiert, worin [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2065,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"nf_dc_page":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[118],"tags":[316],"class_list":["post-2064","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1-mose-genesis","tag-bild-gottes"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cals-76-Creaci%C3%B3n_de_Ad%C3%A1m.jpg?fit=1280%2C596&ssl=1","jetpack-related-posts":[{"id":2117,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/12\/cals80\/","url_meta":{"origin":2064,"position":0},"title":"Kreuz und S\u00fchne 2: Modelle und Erl\u00e4uterungen","author":"wilrens","date":"December 3, 2020","format":false,"excerpt":"In der letzten Ausgabe habe ich mich mit Terminologie befasst und sechs Gruppen von Bildern oder Metaphern vorgestellt, die das Konzept S\u00fchne illustrieren. 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