{"id":1966,"date":"2020-02-06T08:30:00","date_gmt":"2020-02-06T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=1966"},"modified":"2024-11-21T12:03:41","modified_gmt":"2024-11-21T11:03:41","slug":"cals70","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2020\/02\/cals70\/","title":{"rendered":"Die \u201eneuen Frauen\u201c in Rom und in Korinth"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Ich h\u00e4tte das Buch fr\u00fcher lesen sollen. Es liefert entscheidende Hintergrundinformationen \u00fcber das Leben der Frau im ersten Jahrhundert nach Christus. Dabei beleuchtet es mehrere schwierige und kontroverse Passagen des Neuen Testaments. Ich spreche von Bruce Winters<em> <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B003A8413G\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B003A8413G&amp;linkId=41d0139ab6dfc479edc25de0e3cfc2cc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Roman Wives, Roman Widows: The Appearance of New Women and the Pauline Communities<\/a><\/em> (\u00fcbersetzt: <em>R\u00f6mische Frauen, r\u00f6mische Witwen: Das Erscheinen der neuen Frauen und die Paulusgemeinden<\/em>), das 2003 ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/SjMEQknsiHo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals70newwomen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">AUDIO PODCAST<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bruce Winters lebenslange Leidenschaft ist es, eine Br\u00fccke zwischen\ndem Studium der klassischen Antike, also der Welt des antiken Griechenlands und\nRoms, und dem Studium des Neuen Testaments zu schlagen. Man sollte meinen, dass\ndies eine offensichtliche Verbindung ist, wenn man bedenkt, dass die\ngriechisch-r\u00f6mische Welt den Schauplatz und Hintergrund des NT bildet. Doch\nWinter stellte fest, dass die Bibelwissenschaftler oft die Entwicklungen und\nEntdeckungen ihrer Kollegen in den Instituten und Abteilungen f\u00fcr klassische\nStudien nicht kennen. In seinen Schriften stellt er daher relevante\nInformationen vor und wendet sie auf das Gebiet der Bibelwissenschaft an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Im letzten November habe ich \u00fcber den 1. Korintherbrief unterrichtet und mich deshalb \u2013 wieder einmal \u2013 mit dem Thema der Kopfbedeckung in 1. Korinther 11 auseinandersetzen m\u00fcssen. Um Genaueres zu erfahren, habe ich Winters Buch gelesen. Es geht darin um Fragen wie: Was wurde als normal oder anst\u00e4ndig angesehen? Was machten die Korinther (oder zumindest einige ihrer Frauen) anders? Und warum? Wer waren diese \u201eneuen Frauen\u201c? Was an ihnen war neu? Und wie reagierten die r\u00f6mischen Beh\u00f6rden? <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-medium\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"161\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Livia_Drusila_-_Paestum_M.A.N._Madrid_01.jpg?resize=161%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1971\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Livia_Drusila_-_Paestum_M.A.N._Madrid_01-scaled.jpg?resize=161%2C300&amp;ssl=1 161w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Livia_Drusila_-_Paestum_M.A.N._Madrid_01-scaled.jpg?resize=551%2C1024&amp;ssl=1 551w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Livia_Drusila_-_Paestum_M.A.N._Madrid_01-scaled.jpg?resize=768%2C1428&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Livia_Drusila_-_Paestum_M.A.N._Madrid_01-scaled.jpg?resize=826%2C1536&amp;ssl=1 826w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Livia_Drusila_-_Paestum_M.A.N._Madrid_01-scaled.jpg?resize=1101%2C2048&amp;ssl=1 1101w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Livia_Drusila_-_Paestum_M.A.N._Madrid_01-scaled.jpg?w=1377&amp;ssl=1 1377w\" sizes=\"auto, (max-width: 161px) 100vw, 161px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Respektable r\u00f6mische\nFrauen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir stehen auf relativ festem Boden, wenn es um die Norm geht. In der \u00d6ffentlichkeit trugen verheiratete r\u00f6mische Frauen mit ausreichendem Status normalerweise eine Kopfbedeckung, die den gr\u00f6\u00dften Teil ihrer Haare, aber nicht ihr Gesicht bedeckte. Von einem Schleier zu sprechen, kann daher einen falschen Eindruck hinterlassen. Sie trugen auch, besonders wenn sie zur Oberschicht geh\u00f6rten, eine <em>Stola<\/em>, ein aufwendiges Kleidungsst\u00fcck, das Prostituierte und untreue Ehefrauen nicht tragen durften (Winter 2003: 84).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Offizielle r\u00f6mische Statuen der Kaiserin\nLivia, der Gemahlin des Kaisers Augustus, spiegeln diesen Standard der Sittsamkeit\nin der Kleidung deutlich wider (siehe Abbildung). Wie Bruce Winter (2003: 80)\nes ausdr\u00fcckt: \u201eDer verschleierte Kopf war das Symbol f\u00fcr die Bescheidenheit und\nKeuschheit, die von einer verheirateten Frau erwartet wurde\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese Vorstellung weiblicher Tugenden geht weit zur\u00fcck. Sie unterscheidet sich kaum von dem, was die alten Griechen von ihren Frauen erwarteten. Vieles davon k\u00f6nnte man in einem Wort zusammenfassen: <em>Sophrosyne<\/em>. \u201e[<em>S<\/em>]<em>ophrosyne<\/em> wird mit \u201aM\u00e4\u00dfigung\u2018 \u00fcbersetzt, aber es bedeutet auch Keuschheit und Selbstbeherrschung. <em>Sophrosyne<\/em> war die herausragende Tugend der griechischen Frau; sie wird h\u00e4ufiger als jede andere Eigenschaft auf Frauengrabsteinen erw\u00e4hnt&#8221; (Pomeroy 1990: 70, zitiert in Winter 2003: 73).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Hetairai<\/em> und <em>Pornai<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gab also eine \u201eKleiderordnung f\u00fcr\nrespektable verheiratete Frauen\u201c ebenso wie eine f\u00fcr Prostituierte. \u201eDie\nr\u00f6mische Rechtsprechung unterschied sie anhand ihres Aussehens, das durch\nKleidung und Schmuck definiert war\u201c (Winter 2003: 4). Die Menschen konnten an\nihrer Kleidung erkannt und kategorisiert werden. \u201eIn der klassischen Antike war\nman das, was man trug\u201c (McGinn 2003: 162, zitiert in Winter 2003: 4f). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gab zwei Arten von Prostituierten. <em>Pornai<\/em>\nwaren gew\u00f6hnliche Prostituierte, die auf der Stra\u00dfe oder in Bordellen\narbeiteten. <em>Hetairai<\/em> waren teure, auf die Oberschicht spezialisierte\nProstituierte oder Kurtisanen. Sie waren oft gebildet und leisteten nebst\nsexuellen Gef\u00e4lligkeiten auch Gesellschaft. Typischerweise wurden sie zu festlichen\nAnl\u00e4ssen der Oberschicht eingeladen und nahmen an diesen teil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Weder <em>hetairai<\/em> noch <em>pornai<\/em>\nw\u00fcrden eine Kopfbedeckung oder eine <em>Stola<\/em> tragen. Insbesondere die <em>hetairai<\/em>\nzeichneten sich aus durch die \u00fcppige Verwendung von Schmuck, Gold, Perlen und\nKosmetika sowie durch aufwendige Frisuren<em>. <\/em>Man war das, was man trug,\nund das war auf den ersten Blick ersichtlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die \u201eNeuen Frauen\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Schon vor Beginn des ersten Jahrhunderts n.\nChr. begann sich die Position und der Status der Frau zu ver\u00e4ndern. Vor allem\nFrauen aus der Oberschicht und solche mit finanziellen Mitteln genossen ein\nneues Ma\u00df an M\u00f6glichkeiten, und einige von ihnen begannen, sich mehr Freiheiten\nzu nehmen. Dazu geh\u00f6rte auch die sexuelle Freiheit. Einige legten alle Zw\u00e4nge\nab und nahmen einen Lebensstil der Promiskuit\u00e4t an, auch wenn sie verheiratet\nwaren. Sie waren \u201eeine neue Art von Ehefrauen, deren Lebensstil sich erheblich\nvon dem traditionellen Bild der sittsamen Ehefrau unterschied\u201c (Winter 2003:\n4). Ihr Einfluss beschr\u00e4nkte sich nicht auf Rom; sie fanden in anderen St\u00e4dten\ndes Reiches Nachahmung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir sollten die neuen Frauen nicht als Form\noder Vorl\u00e4uferin des modernen Feminismus betrachten. Es ging nicht um Rechte\noder eine gerechtere Behandlung von Frauen. Die Idee der Befreiung war die\ntotale Ablehnung aller Beschr\u00e4nkungen, einschlie\u00dflich derer, die die meisten Menschen\nals vern\u00fcnftig und sinnvoll ansehen w\u00fcrden. Sie f\u00f6rderte nicht die\nEmanzipation, sondern einen exzessiven und oft sexuellen Hedonismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Parallel dazu z\u00f6gerten junge M\u00e4nner der\nOberschicht (bestehend aus Patriziern und <em>equites<\/em> oder Rittern) zunehmend\ndas Heiraten und das Kinderkriegen hinaus, zum Teil lebenslang. Rom war von\ndieser Oberschicht abh\u00e4ngig: Aus ihr rekrutierte sich die milit\u00e4rische und sonstige\nF\u00fchrung des R\u00f6mischen Reiches. Die m\u00e4nnliche Zur\u00fcckhaltung bei der\nNachkommenschaft stellte daher eine langfristige Bedrohung f\u00fcr die Stabilit\u00e4t\ndes Reiches dar; die Geburtenrate war zu niedrig. Die Verf\u00fcgbarkeit von Frauen\nau\u00dferhalb der Ehe half nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie wir im n\u00e4chsten Abschnitt sehen werden,\nreagierte Kaiser Augustus mit einer neuen Gesetzgebung. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-medium\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-statue-2309663_1920.png?resize=180%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1968\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-statue-2309663_1920.png?resize=180%2C300&amp;ssl=1 180w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-statue-2309663_1920.png?resize=614%2C1024&amp;ssl=1 614w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-statue-2309663_1920.png?resize=768%2C1280&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-statue-2309663_1920.png?resize=922%2C1536&amp;ssl=1 922w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-statue-2309663_1920.png?w=1152&amp;ssl=1 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R\u00f6misches Recht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bereits 17 v. Chr. f\u00fchrte Augustus eine\numfangreiche Gesetzgebung zur Unterst\u00fctzung der Ehe und gegen sexuelle\nZ\u00fcgellosigkeit ein. Darin \u201everordnete er moralisches Verhalten, finanzielle\nNachteile f\u00fcr die, die Single blieben, die Zeugung von Kindern mit daraus\nresultierenden Karrierevorteilen und eine Kleiderordnung f\u00fcr Ehefrauen; er\nverbot die Heirat zwischen bestimmten Klassen und bestrafte die Unt\u00e4tigkeit von\nEhem\u00e4nnern, die die au\u00dferehelichen Liaisons ihrer Frau ignorierten\u201c (Winter\n2003: 39). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Strafen waren hart. \u00dcbertreter konnten die\nH\u00e4lfte ihres Besitzes verlieren und in die Verbannung geschickt werden.\nEhebrecherische Ehefrauen durften die eheliche Kopfbedeckung nicht tragen. Ein\nEhemann musste innerhalb von 60 Tagen ein Verfahren gegen seine untreue Frau\neinleiten; auch die Duldung von Ehebruch war ein Verbrechen (ebd.: 42).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Kleiderordnung war \u00fcbrigens stark im\nr\u00f6mischen Recht verankert. Wenn eine Frau die eheliche Kopfbedeckung nicht trug\nund daher wie eine Prostituierte aussah, war der Mann, der unwissentlich Ehebruch\nmit ihr beging, nicht haftbar (ebd.: 83). Sie war, was sie trug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">M\u00e4nner der Oberschicht ohne Kinder sahen sich\nmit Konsequenzen im Erbrecht und bei Karrierechancen konfrontiert. Diejenigen\nmit Kindern wurden schneller bef\u00f6rdert (ebd.: 48f). Es erwies sich jedoch als\nschwierig, junge M\u00e4nner zur Heirat zu dr\u00e4ngen (ebd.: 53f).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Im Jahre 9 nach Christus wurden \u00c4nderungen\nvorgenommen. Die maximale Dauer einer Verlobung wurde auf zwei Jahre begrenzt.\nM\u00e4dchen durften sich erst ab 10 Jahren verloben. Sie durften schon mit 12\nJahren heiraten. Damit sollte verhindert werden, dass junge M\u00e4nner sich mit\nsehr jungen M\u00e4dchen verlobten und viele Jahre lang verlobt blieben, um Heirat\nund Kinder zu vermeiden, damit sie ihre Freiheit genie\u00dfen konnten (ebd.: 54).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch die Statuen der Kaiserin Livia, die sie, wie oben dargestellt,\nals ideale Ehefrau und Mutter darstellen, sollten dieser Entwicklung\nentgegenwirken. Mit wenig Erfolg, wie es scheint, denn die eigene Tochter des\nAugustus, Julia, war ein Paradebeispiel f\u00fcr die neuen Frauen. Im Jahr 2 v. Chr.\nwurde sie wegen ihres z\u00fcgellosen Ehebruchs und ihrer sexuellen Freiz\u00fcgigkeit\nverbannt. Mehrere ihrer Liebhaber wurden ebenfalls verbannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kopfbedeckung in 1. Korinther 11<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Jetzt kommen wir zu 1. Korinther 11. Wir sollten uns bewusst sein,\ndass Korinth zu dieser Zeit eine r\u00f6mische Stadt war. Nach seiner Zerst\u00f6rung 146\nv. Chr. wurde es 44 v. Chr. von Julius C\u00e4sar als r\u00f6mische Kolonie und als\nStandort f\u00fcr die Ansiedlung seiner Veteranen wiederaufgebaut. Obwohl zur Zeit\ndes Paulus viele Einwohner der Stadt Griechen waren, folgte Korinth im Gro\u00dfen\nund Ganzen eher r\u00f6mischen Br\u00e4uchen und r\u00f6mischem Recht. W\u00e4hrend die Sprache auf\nder Stra\u00dfe zweifellos haupts\u00e4chlich Griechisch war, ist die gro\u00dfe Mehrheit der\nInschriften, die in Korinth gefunden wurden, interessanterweise in Latein\ngeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bruce Winter schlie\u00dft daraus, dass die Bewegung der neuen Frauen \u201edie\nInterpretation unterst\u00fctzt, dass die Frauen, die mit unbedecktem Kopf in der\nchristlichen Versammlung beteten und prophezeiten, die Haltung und das\nVerhalten der \u201aneuen\u2018 Ehefrauen nachbildeten. Als Christen setzten sie sich\n\u00fcber die traditionelle kaiserliche und korinthische Norm f\u00fcr Ehefrauen hinweg\u201c\n(Winter 2003: 77).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aufgrund der gesetzlichen Kleiderordnung lie\u00df das Entfernen der\nKopfbedeckung in der \u00d6ffentlichkeit eine Frau \u201ewie die promiskuitive\nverheiratete Frau aussehen \u2026, denn das Fehlen des Schleiers war ein\nun\u00fcbersehbares Signal. Das war nach den Ma\u00dfst\u00e4ben des ersten Jahrhunderts nicht\nrichtig\u201c (ebd.: 93). Schlimmer noch: \u201eDie Art und Weise, wie sich Frauen in der\n\u00d6ffentlichkeit kleideten, sandte klare Signale an die M\u00e4nner; sie pr\u00e4sentierten\nsich dabei entweder als schamlose oder als promiskuitive Frauen\u201c (ebd.: 108).\nMit anderen Worten, ob es ihre Absicht war oder nicht, sie signalisierten, dass\nsie (sexuell) verf\u00fcgbar waren. Sie waren, was sie trugen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"269\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Matronalivia2.jpg?resize=269%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1967\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Matronalivia2.jpg?resize=269%2C300&amp;ssl=1 269w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-Matronalivia2.jpg?w=574&amp;ssl=1 574w\" sizes=\"auto, (max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Timotheus 2<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Hintergrundinformationen, die in Winters Buch pr\u00e4sentiert werden, beleuchten auch 1. Timotheus 2. Die Frauen, die damals in der Gemeinde in Ephesus \u00c4rger machten, lie\u00dfen sich wohl ebenfalls von den neuen Frauen inspirieren; sie kleideten sich (und einige von ihnen verhielten sich vielleicht auch) wie <em>hetairai<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">So will ich nun, dass die M\u00e4nner beten an allen Orten und aufheben heilige H\u00e4nde ohne Zorn und Zweifel. Desgleichen, dass die Frauen in schicklicher Kleidung sich schm\u00fccken mit Anstand und Zucht [<em>sophrosyne<\/em>], nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarem Gewand, sondern, wie sich\u2018s ziemt f\u00fcr Frauen, die ihre Fr\u00f6mmigkeit bekunden wollen, mit guten Werken. (1. Tim. 2,8-10)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Damit verk\u00fcndet Paulus nicht das Verbot jeglichen Schmucks und der Verwendung\nvon Kosmetik, sondern er spricht sich dagegen aus, dass christliche Frauen sich\nwie Prostituierte (oder ehebrecherische Ehefrauen) kleideten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Anders als das Tragen einer Kopfbedeckung ist diese Aussage nicht kulturell\nbedingt und gilt auch heute noch!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anhang: 1. Korinther 11,10<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Was folgt, f\u00fchrt etwas vom Thema weg, ist aber so wichtig, dass ich es\nnicht \u00fcbergehen m\u00f6chte. Genau in der Mitte der Abhandlung \u00fcber die\nKopfbedeckung in 1. Korinther 11 steht die Schlussfolgerung des Paulus, seine\neigentliche Aufforderung. Der Satz sagt genau das aus, was er von den Korintherinnen\nfordert. Es ist aber keineswegs das, was wir von Paulus an dieser Stelle\nerwarten; die Aussage ist dar\u00fcber hinaus schwer zu verstehen. Was es noch\nschlimmer macht: Der Vers wird meistens falsch \u00fcbersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was wir erwarten w\u00fcrden, basierend auf der Argumentation im Rest des\nTextes, ist: \u201eDarum sollte die Frau (oder Ehefrau) eine Kopfbedeckung tragen\u201c\n(das zus\u00e4tzliche R\u00e4tsel, was \u201eum der Engel willen\u201c bedeutet, lasse ich hier\nau\u00dfer Betracht).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was wir aber finden, ist (Luther 1984): \u201eDarum soll die Frau eine\nMacht auf dem Haupt haben\u201c. Nicht selten wird aus \u201eMacht\u201c ein Zeichen oder\nSymbol der Autorit\u00e4t, wie zum Beispiel in der English Standard Version (ESV): \u201e<em>That\nis why a wife ought to have <\/em>a symbol of<em> authority on her head<\/em>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Im griechischen Original gibt es aber kein Wort f\u00fcr Zeichen oder Symbol;\nes gibt nur das Wort <em>Autorit\u00e4t<\/em>. Das ist \u00fcberraschend, da Paulus vorher offensichtlich\nvon einer Art sichtbarer Kopfbedeckung spricht. Die ESV und zahlreiche andere\n\u00dcbersetzungen interpretieren <em>Autorit\u00e4t<\/em> hier deswegen als Metonymie, ein\nBegriff, der f\u00fcr einen anderen Begriff, in diesem Fall die Kopfbedeckung, steht\nund ihn interpretiert. Die Kopfbedeckung wird dann als ein Zeichen verstanden,\ndass eine Frau unter der Autorit\u00e4t ihres Mannes steht: deshalb sollte sie ein\nsolches Zeichen (d.h. eine Kopfbedeckung) tragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gegen diese Interpretation spricht nicht nur das Fehlen eines Wortes,\ndas <em>Symbol <\/em>bedeutet. Wir haben schon festgestellt, dass die Bedeutung\nder Kopfbedeckung eine andere ist: Sie symbolisiert die Bescheidenheit und\nSittsamkeit der Frau. Das Wort <em>Autorit\u00e4t<\/em> wird immer in einem aktiven\nSinne verwendet. Es ist etwas, das man hat und aus\u00fcben kann. Au\u00dferdem ist der\ngriechische Text ganz klar: Sie hat nicht Autorit\u00e4t <em>auf dem<\/em> Haupt (\u201e<em>on\nher head<\/em>\u201c), sondern sie hat Autorit\u00e4t <em>\u00fcber<\/em> ihr Haupt (\u201e<em>over her\nhead<\/em>\u201c). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Frau hat Autorit\u00e4t \u00fcber ihr Haupt; <em>sie<\/em> tr\u00e4gt die\nVerantwortung f\u00fcr sich. So \u00fcberraschend das auch sein mag, das ist es, was\nPaulus sagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine bessere \u00dcbersetzung w\u00e4re somit: \u201eDarum sollte die Frau Autorit\u00e4t\n\u00fcber ihr Haupt haben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es mag sein, dass Paulus an dieser Stelle ein korinthisches Argument\nzugesteht, in dem Sinne, \u201eja, eine Frau hat Autorit\u00e4t \u00fcber ihr Haupt, aber&#8230;\u201c\nMeiner Meinung nach sagt Paulus den Frauen eher, dass sie die Autorit\u00e4t \u00fcber\nihr Haupt \u00fcbernehmen und aus\u00fcben sollen, aber dass sie dies auf die richtige\nArt und Weise tun sollen, nicht in Unabh\u00e4ngigkeit, sondern mit R\u00fccksicht auf\nandere, besonders auf ihre Ehem\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die erstaunliche Tatsache bleibt, dass Paulus ihre Autorit\u00e4t nicht abstreitet,\nsondern anerkennt; er will nur, dass sie sie verantwortungsvoll nutzen. Die\nVerantwortung \u2013 und die Autorit\u00e4t \u2013 liegt aber bei ihnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis (der Reihe nach)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Mortel, Richard. 2016. \u201cLivia Drusilla, wife of Augustus and mother of Tiberius, d. 19 CE, National Archeological Museum, Madrid (1) (29074219390).jpg\u201d &lt;<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Livia_Drusilla,_wife_of_Augustus_and_mother_of_Tiberius,_d._19_CE,_National_Archeological_Museum,_Madrid_(1)_(29074219390).jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Livia_Drusilla,_wife_of_Augustus_and_mother_of_Tiberius,_d._19_CE,_National_Archeological_Museum,_Madrid_(1)_(29074219390).jpg<\/a>&gt; [Accessed 8 January 2020] <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">CC BY 2.0<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Garcia, Luis. 2006. \u201cLivia Drusila &#8211; Paestum (M.A.N. Madrid) 01.jpg\u201d &lt;<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Livia_Drusila_-_Paestum_(M.A.N._Madrid)_01.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Livia_Drusila_-_Paestum_(M.A.N._Madrid)_01.jpg<\/a>&gt; [Accessed 7 January 2020] Public Domain<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">GulArt. N.d. &lt;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/statue-caesar-augustus-gaius-2309663\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/statue-caesar-augustus-gaius-2309663\/<\/a>&gt; [Accessed 8 January 2020] CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Tetraktys. N.d. \u201cMatronalivia2.jpg\u201d &lt;<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Matronalivia2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Matronalivia2.jpg<\/a>&gt; [Accessed 8 January 2020] <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>The\nHoly Bible: English Standard Version<\/em>. 2001 (Wheaton,\nIL: Crossway Bibles)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">McGinn,\nThomas A. J. 2003. <em>Prostitution, Sexuality, and the Law in Ancient Rome<\/em>\n(Oxford University Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Pomeroy,\nSarah B. 1990. <em>Women in Hellenistic Egypt: From Alexander to Cleopatra<\/em> (Detroit,\nMI: Wayne State University Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Winter, Bruce W. 2003. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B003A8413G\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B003A8413G&amp;linkId=41d0139ab6dfc479edc25de0e3cfc2cc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\"><em>Roman Wives, Roman Widows: The Appearance of New Women and the Pauline Communities<\/em><\/a> (Grand Rapids, MI: W. B. Eerdmans)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure\nof Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate\nlinks.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will\nreceive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst,\nhilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich h\u00e4tte das Buch fr\u00fcher lesen sollen. Es liefert entscheidende Hintergrundinformationen \u00fcber das Leben der Frau im ersten Jahrhundert nach Christus. Dabei beleuchtet es mehrere schwierige und kontroverse Passagen des Neuen Testaments. Ich spreche von Bruce Winters Roman Wives, Roman Widows: The Appearance of New Women and the Pauline Communities (\u00fcbersetzt: R\u00f6mische Frauen, r\u00f6mische Witwen: [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1970,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"nf_dc_page":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[296,297,535,1],"tags":[301,302,299,300],"class_list":["post-1966","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1-korinther","category-1-timotheus","category-frauen","category-hintergrundwissen","tag-1-korinther-11","tag-bruce-winter","tag-kopfbedeckung","tag-schleier"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/cals-70-1280px-Livia_Drusilla_wife_of_Augustus_and_mother_of_Tiberius_d._19_CE_National_Archeological_Museum_Madrid_1_29074219390.jpg?fit=1280%2C853&ssl=1","jetpack-related-posts":[{"id":2652,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2024\/03\/cals119\/","url_meta":{"origin":1966,"position":0},"title":"Enth\u00fcllung: Ein neuer Blick auf 1. 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