{"id":1928,"date":"2019-12-05T08:15:47","date_gmt":"2019-12-05T07:15:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=1928"},"modified":"2024-08-15T11:37:35","modified_gmt":"2024-08-15T09:37:35","slug":"cals68","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2019\/12\/cals68\/","title":{"rendered":"Zeit und Ewigkeit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">\u201eWer \u00fcber die Zeit denkt, denkt tief nach. Wer \u00fcber Gott denkt, denkt noch tiefer. Wer versucht, \u00fcber Gott und die Zeit nachzudenken, st\u00f6\u00dft an die Grenzen des menschlichen Verst\u00e4ndnisses\u201c (Craig 2001a: 4). Ich habe es versucht. In den letzten Monaten habe ich mich mit diesem Thema, Gott und Zeit, befasst, und ich bin in der Tat an die Grenzen meines Verst\u00e4ndnisses gesto\u00dfen. Hier ist mein Bericht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/CK9s-C_REjo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">VIDEO PODCAST<\/a> (Teil 2 <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/youtu.be\/Agj53Ci6mdQ\" target=\"_blank\">hier<\/a>) <em>und als<\/em> <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals68time1\" target=\"_blank\">AUDIO PODCAST<\/a> (Teil 2 <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals68time2\" target=\"_blank\">hier<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich m\u00f6chte darlegen,\nwelche grundlegenden Optionen es gibt, und welches die wichtigsten Fragen sind,\ndie wir zu ber\u00fccksichtigen haben. N\u00e4chsten Monat hoffe ich, \u00fcber Vorherwissen zu\nschreiben: Sieht Gott die Zukunft voraus? Diese kontroverse Frage hat mich dazu\nveranlasst, zun\u00e4chst \u00fcber die Zeit nachzudenken. Es macht kaum Sinn, \u00fcber\nVorherwissen zu schreiben, ohne auch \u00fcber die Zeit und Gottes Beziehung zur\nZeit nachzudenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was ich diesen Monat schreibe,\nist daher als Grundlage und Voraussatzung f\u00fcr die n\u00e4chste Ausgabe gedacht,\nobwohl es auch ein eigenst\u00e4ndiges Thema darstellt. Der Text ist lange geraten,\naber ich bin begeistert von dem, was ich gelernt habe, und werde den Text\ndeswegen nicht k\u00fcrzen. Los geht\u2018s.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist Ewigkeit?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Grundfrage ist: Was\nbedeutet es, wenn wir sagen, dass Gott ewig ist? Es gibt mindestens zwei\nm\u00f6gliche Antworten. Die erste: Gott existiert f\u00fcr immer; er hat kein Ende, und\ner hatte auch keinen Anfang. Nach diesem Verst\u00e4ndnis bedeutet Ewigkeit eine\nunendliche Zeitdauer: Gott ist immerw\u00e4hrend. Die zweite: Ewigkeit ist etwas\nmehr oder etwas anderes als Zeit ohne Ende. Bei der Ewigkeit geht es nicht so\nsehr um Quantit\u00e4t, sondern um Qualit\u00e4t; es gibt einen qualitativen Unterschied\nzwischen Zeit und Ewigkeit. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir k\u00f6nnen die Grundfrage\nauch so formulieren: Existiert Gott in der Zeit? Oder ist Gott zeitlos? Und\nwenn Gott zeitlos ist, was bedeutet das?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Damit stellt sich\nnat\u00fcrlich auch die Frage nach der Zeit selbst: Was ist das eigentlich?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zeit in der Bibel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Zweifellos erwartest du,\ndass ich mich auf der Suche nach einer Antwort jetzt an die Bibel wende. Leider\nsind die relevanten Aussagen nicht ganz eindeutig (so die Schlussfolgerung in Craig\n2001b: 14-20 und Feinberg 2006: 258-64, 379). Das Problem hat zum Teil mit\nunserer Natur als Mensch zu tun. Wir sind zeitliche Wesen. Wir erleben Gottes\nHandeln immer als in der Zeit stattfindend. Aber bedeutet das, dass Gott selbst\nin der Zeit ist? Nicht unbedingt. Es gibt einfach keinen anderen Weg f\u00fcr uns,\nihn zu erleben. Da wir zeitgebunden und in der Zeit sind (und uns keine andere\nArt der Existenz offensteht), erscheint uns Gott immer auch wie in der Zeit. Das\nreicht aber als Argument, dass Gott tats\u00e4chlich in der Zeit ist, nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Offensichtlich versteht\ndie Bibel Gott als ewig in dem Sinne, dass er weder Anfang noch Ende hat: Er\nist immerw\u00e4hrend. L\u00e4sst sich noch mehr sagen? Craig (2001b: 17-20) bespricht mehrere\nBibelpassagen, die eventuell auf Gottes Existenz \u201evor\u201c der Zeit hinweisen. 1.\nMose 1,1 und Spr\u00fcche 8, 22f k\u00f6nnen so verstanden werden, dass die Zeit einen\nAnfang hatte; es gab einen ersten Moment \u2013 f\u00fcr die Zeit, aber nicht f\u00fcr Gott. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Judas 25 schreibt Gott\nEhre und Macht zu \u201evor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit!\u201c Das ist wohl\ndie klarste Aussage in der Schrift. Sie deutet darauf hin, dass Gott \u201evor\u201c der\nZeit existiert hat und deshalb nicht in der Zeit ist. \u00dcbrigens, achte darauf,\nwie schwierig es f\u00fcr uns ist, von der zeitgebundenen Sprache wegzukommen; wenn\ndie Zeit einen Anfang hatte, gibt es kein \u201evor der Zeit\u201c. Es mag etwas <em>jenseits<\/em>\nder Zeit geben, aber nicht <em>vor<\/em> der Zeit. Titus 1,23, 2. Timotheus 1,9\nund 1. Korinther 2,7 deuten ebenfalls darauf hin, dass es vor der Zeit oder\njenseits der Zeit etwas gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">F\u00fcr diejenigen von uns,\ndie bereits davon \u00fcberzeugt sind, dass Gott in der Zeit existiert, werden diese\nVerse jedoch kaum ausreichen, um uns dazu zu bringen, die Meinung zu \u00e4ndern.\nWir betrachten solche \u00dcberzeugungen n\u00e4mlich als Teil eines verbindenden Systems\nvon Ideen und Argumenten, nicht als eine eigenst\u00e4ndige und unabh\u00e4ngige Idee.\nDies gilt generell f\u00fcr kontroverse Themen, wie zum Beispiel die Kindertaufe,\nGottes Vorherbestimmung, Frauen in der Kirchenleitung und das richtige Verst\u00e4ndnis\ndes Millenniums in Offenbarung 20. In diesem Zusammenhang funktioniert es nie,\nein paar Bibelverse zu zitieren, um die Kontroverse zu l\u00f6sen. Wenn es f\u00fcr eine\nPosition \u201eProblemstellen\u201c gibt, wurden schon l\u00e4ngst Antworten und Erkl\u00e4rungen\nentwickelt und in das System integriert, um seinen logischen Zusammenhang zu\nerhalten. Es passiert kaum, dass jemand sich nur aufgrund einer Reihe von\nBibelversen umstimmen l\u00e4sst. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn wir also in unserem\nVerst\u00e4ndnis von Gott und Zeit vorankommen wollen, m\u00fcssen wir uns \u00fcber die Bibel\nhinaus in den Bereich der Philosophie und in geringerem Ma\u00dfe der Physik wagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"169\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-wormhole-739872_1280.png?resize=300%2C169&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1920\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-wormhole-739872_1280.png?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-wormhole-739872_1280.png?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-wormhole-739872_1280.png?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-wormhole-739872_1280.png?resize=634%2C360&amp;ssl=1 634w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-wormhole-739872_1280.png?w=1280&amp;ssl=1 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Physik und Zeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Ist Zeit eine Illusion?<\/strong> Manche argumentieren, dass Zeit eine\nIllusion ist, eine blo\u00df subjektive Erfahrung und nicht etwas, das real\nexistiert. Es gibt Ver\u00e4nderung; es gibt eine Sequenz. Es gibt auch Ursache und\nWirkung, die der Ver\u00e4nderung zugrunde liegt. All das hinterl\u00e4sst bei uns den\nEindruck von etwas, das wir Zeit nennen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es kommt mir\nunwahrscheinlich vor, dass diese Ansicht stimmt. Schon die Physik der Bewegung\nscheint zu implizieren, dass die Zeit ein reales Merkmal des Universums ist.\nAlbert Einsteins ber\u00fchmte und f\u00fcr das Universum grundlegende Formel E = mc<sup>2<\/sup>\nbeinhaltet c, die Lichtgeschwindigkeit, die mit Zeit zu tun hat: Entfernung pro\nSekunde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Hatte die Zeit einen\nAnfang (t = 0)?<\/strong> Es ist\nohne weiteres denkbar, dass die Zeit ein inh\u00e4rentes Merkmal des physikalischen\nUniversums ist. Wenn ja, dann begann sie gleichzeitig mit dem Universum. Nach\nder Urknalltheorie sind Raum, Materie und Zeit gleichzeitig entstanden; das ist\nt = 0. Wenn das zutrifft, kann Gott wohl kaum zeitlich existieren, denn dann geht\ner der Zeit voraus. Es k\u00f6nnte aber auch sein, dass die Zeit doch absolut ist (dazu\nm\u00fcsste Albert Einstein allerdings in Bezug auf die Relativit\u00e4t der Zeit falsch\nliegen). In dem Fall ging sie dem Urknall voraus und Gott k\u00f6nnte auch vor dem\nBeginn des Universums in der Zeit existiert haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Gibt es ein\nRaum-Zeit-Kontinuum?<\/strong>\nManche Physiker sprechen von einem Raum-Zeit-Kontinuum, in dem die Zeit als\nvierte Dimension behandelt wird. Zeit unterscheidet sich von L\u00e4nge, Breite und\nH\u00f6he dadurch, dass sie sich nur in eine Richtung ausdehnt. Man kann sich in der\nZeit nicht hin und her bewegen, so wie wir uns durch Raum bewegen. Als Modell\nist dieses Konzept f\u00fcr bestimmte Zwecke in der Physik sehr n\u00fctzlich. Es handelt\nsich allerdings nur um ein Modell. Die meisten Physiker glauben nicht, dass es\ndas tats\u00e4chliche Wesen des Universums beschreibt (Craig 2001b: 95, 180).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Philosophie und Zeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Physik sagt uns also,\ndass die Zeit wom\u00f6glich einen Anfang hatte. Nichts in der Physik spricht\ndagegen, dass Gott zeitlos ist. Allerdings, beweisen kann uns die Physik das\nnicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Hat die Philosophie mehr\nzu bieten? Christliche und andere Philosophen haben \u00fcber die Jahrhunderte viel\n\u00fcber Zeit und Ewigkeit geschrieben. Interessanterweise fand im sp\u00e4ten 20.\nJahrhundert eine bedeutende Verschiebung statt. Bis in die 70er Jahre hinein\nverstand eine deutliche Mehrheit der christlichen Denker die Ewigkeit Gottes\nals Zeitlosigkeit; dies ist nicht mehr der Fall. Die Mehrheit argumentiert heute,\ndass Ewigkeit immerw\u00e4hrend bedeutet und eine endlose Zeitdauer bezeichnet (Ganssle\nund Helm 2001: 13, insbesondere Fu\u00dfnote 3). Mehr dazu im n\u00e4chsten Abschnitt;\nich werde mich zun\u00e4chst mit philosophischen \u00dcberlegungen zum Wesen der Zeit\nselbst befassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Dynamische Ansicht.<\/strong> Die dynamische Sichtweise unterteilt\ndie Zeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Von diesen drei ist jedoch\nnur die Gegenwart real. Die Vergangenheit existiert nicht mehr, au\u00dfer in der Erinnerung.\nDie Zukunft existiert noch nicht. Deshalb hat nur der gegenw\u00e4rtige Moment eine\nreale Existenz. Der Mensch erlebt die Zeit auf diese Weise; dieses Zeitverst\u00e4ndnis\nist daher nicht schwer zu erfassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn die Zukunft nicht\nexistiert, stellt sich nat\u00fcrlich die Frage, ob und wie Gott sie vorhersehen kann,\neine Frage, auf die ich in der n\u00e4chsten Ausgabe zur\u00fcckkommen werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Statische Ansicht.<\/strong> Die statische Sichtweise ist der\nAnsicht, dass es nur relative Zeitbestimmungen gibt: Ereignisse lassen sich\nzeitlich nur \u00fcber die relativen Beziehungen \u201efr\u00fcher als\u201c, \u201esp\u00e4ter als\u201c und \u201egleichzeitig\u201c\neinordnen; es gibt kein absolutes \u201ejetzt\u201c und keine Gegenwart. Es gibt somit\nebenfalls keine Bewegung von der Vergangenheit in die Zukunft. Alle Momente sind\ngleichzeitig vorhanden. Die Vergangenheit existiert immer noch. Die Zukunft\nexistiert bereits. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese Sicht ist schwerer\nzu begreifen. Sie scheint nicht eing\u00e4ngig, weil wir die Zeit \u00fcberhaupt nicht so\nerleben. Die statische Ansicht zeigt eine gewisse \u00c4hnlichkeit mit dem im\nvorherigen Abschnitt erw\u00e4hnten Raum-Zeit-Kontinuumsmodell; auch dort scheint\ndie gesamte Zeit gleichzeitig in Form einer vierten Dimension zu existieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bei aller Seltsamkeit hat\nein statisches Zeitverst\u00e4ndnis einen wesentlichen Vorteil: In diesem Modell\nwird es nachvollziehbar, dass Gott die Zukunft kennt. Schlie\u00dflich existiert sie\nbereits. Und wenn Gott selbst au\u00dferhalb der Zeit ist, befindet er sich in einer\nperfekten Position, um die Ganzheit der Zeit zu \u00fcberblicken. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt aber auch beachtliche\nNachteile. Wie vermeidet man in diesem Modell Determinismus (es existiert alles\nja bereits)? Welche Freiheit bleibt uns? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn alles einfach\nexistiert und nicht entsteht und wieder vergeht, ist dann das Universum ewig\nund koexistent mit Gott? Oder hat Gott alles in einem Augenblick ins Leben\ngerufen \u2013 aber was w\u00e4re dann der Sinn davon?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gott und Zeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Nach diesen \u00dcberlegungen\nzum Ph\u00e4nomen der Zeit, m\u00f6chte ich mich der eigentlichen Frage zuwenden. Was\nk\u00f6nnen wir \u00fcber Gott und die Zeit sagen? Welche Ansichten gibt es? Ich beginne\nmit dem klassischen Theismus, eine Sichtweise, die ihren ersten klaren Ausdruck\nin den Schriften von Kirchenv\u00e4tern wie Augustinus und Boethius fand. Dieses Gottesverst\u00e4ndnis\ndominierte das Mittelalter; seine tiefsinnigste Formulierung findet sich in den\nSchriften von Anselm von Canterbury und Thomas von Aquin. Der klassische\nTheismus wurde von den Reformatoren weitgehend erhalten und behielt in der\nchristlichen Theologie die Vorherrschaft bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.\nIch fange mit ihm an. Danach werde ich Alternativen vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der klassische Theismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Im klassischen Theismus\nwird Gott als au\u00dferhalb der Zeit und deshalb als zeitlos verstanden. Seine Existenz\nkennt keine Abfolge von Momenten. Seine Lebensart unterscheidet sich radikal von\nder unseren. Oft wird auf ein \u201eEwiges Jetzt\u201c verwiesen, in dem alle Zeit \u2013 &nbsp;Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft \u2013 Gott\ngegenw\u00e4rtig ist; in diesem immerw\u00e4hrenden Jetzt erlebt er sein ganzes Dasein gleichzeitig.\nDer Kirchenvater und Philosoph Boethius formuliert es so:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Ewig wird dagegen mit Recht dasjenige genannt, was die ganze F\u00fclle des unendlichen Lebens zugleich umschlie\u00dft und besitzt, so da\u00df nichts Zuk\u00fcnftiges sich ihm entzieht und nichts Vergangenes ihm schon wieder verloren ging. Ein solches Wesen mu\u00df sich seiner selbst in seinem ganzen Umfang allzeit bewu\u00dft und teilhaftig, sich selbst in jedem Augenblick vollkommen gegenw\u00e4rtig sein. Die ganze Unendlichkeit der ablaufenden Zeit ist f\u00fcr ein solches Wesen Gegenwart! (Boethius: Buch V, S. 3)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Bevor wir weitermachen und\nuns die Begr\u00fcndung und die problematischen Seiten ansehen, ist es lohnenswert, sich\neinen Moment Zeit zu nehmen, um diese Aussage erneut zu lesen und ihre Vision\nvon Gott auf uns wirken zu lassen. Der klassische Theismus stellt uns ein\nunermesslich gro\u00dfes, h\u00f6chstes und erhabenes Wesen vor. Ich kann verstehen, dass\ndieses Gottesverst\u00e4ndnis den Bau von Kathedralen inspiriert hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Begr\u00fcndung des klassischen Theismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt verschiedene\nM\u00f6glichkeiten, das klassische Verst\u00e4ndnis von Gott zu begr\u00fcnden. Ein Ansatz\nbeginnt mit der Vorstellung von Gottes Vollkommenheit. Da er vollkommen ist,\nkann er sich nicht \u00e4ndern. Jede \u00c4nderung w\u00e4re keine Verbesserung, sondern ein\nVerlust. Deshalb erlebt Gott keine Zeit, er \u00e4ndert sich nicht und es gibt in\nihm keine Abfolge von Momenten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Denn wenn Gott in der Zeit\nexistieren w\u00fcrde, w\u00e4re seine Vergangenheit f\u00fcr ihn unwiederbringlich verloren.\nWir alle kennen das Bedauern \u00fcber Dinge und Menschen, die es nicht mehr gibt;\nsicherlich lebt Gott als vollkommenes Wesen nicht mit einem solchen Bedauern,\nweil es seine vollkommene Freude tr\u00fcben w\u00fcrde. Au\u00dferdem, wenn Gott zeitgebunden\nw\u00e4re, h\u00e4tte er eine Zukunft, die noch nicht existiert. Er w\u00e4re somit unvollst\u00e4ndig;\ner w\u00fcrde weiterhin neue Erkenntnisse erlangen, und er w\u00e4re daher unvollkommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Probleme mit dem klassischen Theismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Keine Emotionen?<\/strong> Der klassische Theismus versteht Gott\nals unver\u00e4nderlich. Logischerweise kann Gott deswegen von nichts anderem als\nvon sich selbst bestimmt werden. Er hat nicht einmal Emotionen, argumentieren manche,\nweil dies eine Ver\u00e4nderung und eine Einwirkung von au\u00dfen bedeuten w\u00fcrde. Diese\nVorstellung vertr\u00e4gt sich schlecht mit der Art und Weise, wie Gott in der Bibel\nals antwortend, beziehungsorientiert und emotional dargestellt wird. Solche\nDarstellungen m\u00fcssen dann als Anthropomorphismen erkl\u00e4rt werden: Es wird \u00fcber Gott\nin menschlichen Formen und Vorstellungen gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1079\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-smiley-2979107_1920.jpg?resize=1920%2C1079&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1918\" style=\"width:480px;height:270px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-smiley-2979107_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-smiley-2979107_1920.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-smiley-2979107_1920.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-smiley-2979107_1920.jpg?resize=1024%2C575&amp;ssl=1 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Vielleicht l\u00e4sst es sich\nso erkl\u00e4ren. Gott ist in seinem Wesen solcher brennender Liebe, dass nichts\ndiese Liebe mindern kann. Sie ist von nicht anderes als Gott selbst abh\u00e4ngig;\nsie hat keine andere Ursache und keinen anderen Grund als Gott. Deswegen\nver\u00e4ndert sie sich nicht, wenn Menschen sich \u00e4ndern. Diejenigen, die sich ihm\nwidersetzen, erleben seine brennende Liebe als Verurteilung und Gericht;\ndiejenigen, die umkehren, erleben die gleiche, unver\u00e4nderte Liebe als\nVergebung. Aus dieser Sicht ist es nicht Gott, der seine Meinung \u00e4ndert,\nsondern der S\u00fcnder, der sich \u00e4ndert; Gott bleibt derselbe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Zeitloser Moment?<\/strong> Es ist schwer zu begreifen, was ewiges\nDasein in einem zeitlosen Sinne bedeutet. Dass seine Verteidiger Ausdr\u00fccke wie \u201eein\neinziger ewiger Augenblick\u201c (Robinson 1995: 216) und \u201eder einzelne Moment der\nEwigkeit\u201c (ebd.:217) verwenden, hilft nicht. Ist es nicht ein Widerspruch, von\ndem Moment oder dem Augenblick der Ewigkeit zu sprechen? Andererseits sollten\nwir uns eingestehen, dass wir beim Thema Ewigkeit wohl die Grenze des\nmenschlichen Erfassungsverm\u00f6gen erreicht haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Pers\u00f6nlich?<\/strong> Es gibt Diskussionen dar\u00fcber, wozu ein\nzeitloser Gott f\u00e4hig ist und wozu nicht. Offensichtlich kann ein zeitloser Gott\nnicht \u00fcberlegen, etwas durchdenken und zu einem Schluss kommen, oder sich an\netwas erinnern oder etwas vergessen. Er ist aber in der Lage, Dinge zu wissen\nund zu wollen. Er k\u00f6nnte also immer noch pers\u00f6nlich sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Unwissend? <\/strong>Selbst wenn Gott alles \u00fcber die\nVergangenheit und die Zukunft wei\u00df, wird er nicht wissen, welcher Moment gerade\nstattfindet. Was von allem, wovon er wei\u00df, dass es geschehen wird, geschieht jetzt?\nMit anderen Worten: Gott wei\u00df nicht, wie sp\u00e4t es ist und welcher Tag heute ist.\nDer Grund daf\u00fcr ist folgender. Zeit und \u201ejetzt\u201c ver\u00e4ndern sich st\u00e4ndig. Wenn\nGott wei\u00df, wie sp\u00e4t es ist, w\u00fcrde sich auch sein Wissen und damit Gott selbst\nst\u00e4ndig ver\u00e4ndern. Er wei\u00df um 10:00 Uhr, dass es 10:00 Uhr ist, und um 10:01\nUhr, dass es 10:01 Uhr ist. Es g\u00e4be eine Sequenz, eine Abfolge von Momenten in\nGottes Wissen. Und deshalb w\u00fcrde Gott in der Zeit sein. Aber wenn Gott nicht in\nder Zeit ist und nicht wei\u00df, welcher Moment es jetzt ist, w\u00e4re Gott nicht\nallwissend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-jon-tyson-FlHdnPO6dlw-unsplash.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1930\" style=\"width:350px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-jon-tyson-FlHdnPO6dlw-unsplash.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-jon-tyson-FlHdnPO6dlw-unsplash.jpg?resize=768%2C1023&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-jon-tyson-FlHdnPO6dlw-unsplash.jpg?resize=769%2C1024&amp;ssl=1 769w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-jon-tyson-FlHdnPO6dlw-unsplash.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Was ist zeitloses\nHandeln?<\/strong> Besonders\nschwer zu verstehen ist, wie ein zeitloser Gott mit der geschaffenen Welt in\nKontakt steht. Wie k\u00f6nnte ein zeitloser Gott eine echte Beziehung zu den\nMenschen haben und auf sie reagieren? Es gibt aufw\u00e4ndige Versuche, solche\nFragen zu beantworten (siehe z.B. Robinson 1995), aber Kritiker empfinden die\nAntworten generell als unstimmig oder gar unsinnig. Wie kann ein ewig zeitloser\nGott etwas tun oder erreichen? Hat nicht jede Handlung einen Anfang, einen\nProzess der Ausf\u00fchrung und ein Ende? Wenn ja, dann braucht die Handlung Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir k\u00f6nnen argumentieren,\ndass Gott zeitlos seine Handlungen und Antworten initiiert, basierend auf dem,\nwas er zeitlos wei\u00df. Diese Aktionen werden dann im Laufe der Zeit aktualisiert\n(finden statt, werden real). Aber Gott selbst handelt nicht zeitlich; er tut\nalle seine Handlungen auf einmal und ewig, ohne Anfang und Ende (vgl. Feinberg\n2006: 402). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich bin mir nicht sicher,\nob das Sinn macht. Es ist nach wie vor schwer zu erkennen, wie sich Zeit und\nEwigkeit \u00fcberschneiden k\u00f6nnten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vielleicht wird das\neinfacher, wenn wir die statische Sicht auf die Zeit \u00fcbernehmen. In diesem Fall\nexistiert alle Zeit gleichzeitig; au\u00dferdem gibt es kein \u201eJetzt\u201c, so dass Gottes\nAllwissenheit nicht dadurch geschw\u00e4cht wird, dass er nicht wei\u00df, wie sp\u00e4t es\nist. Um eine Illustration von C. S. Lewis (1977: 143) zu verwenden, stellen wir\nuns einen Leser (oder Autor) und sein Buch vor. Im Buch ist die Zeit linear,\nund die Charaktere im Buch erleben die Ereignisse einen Satz nach dem anderen.\nAber der Leser ist au\u00dferhalb des Buches. Er ist nicht an die lineare Ordnung\ndes Buches gebunden. Der ganze Inhalt kann ihm gleichzeitig bewusst sein, wenn\ner will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn es sich mit der Zeit\n\u00e4hnlich verh\u00e4lt, setzt das jedoch voraus, dass die Zukunft, wie das Buch,\nbereits existiert, was keineswegs selbstverst\u00e4ndlich ist. Und es scheint zu\neinem starken Determinismus zu f\u00fchren. Die Charaktere im Buch sind sich dessen zwar\nnicht bewusst, aber es gibt nur einen Weg, wie die Geschichte verlaufen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es scheint, dass der\nklassische Theismus darum k\u00e4mpft, seinen logischen Zusammenhang zu beweisen.\nDoch obwohl die klassische Sichtweise in den letzten Jahrzehnten an Boden\nverloren hat, war sie in der Kirche fast w\u00e4hrend ihrer gesamten Existenz die absolut\nvorherrschende Sicht und wird immer noch von vielen Philosophen und Theologen vertreten.\nSie ist in vielerlei Hinsicht der Ausgangspunkt f\u00fcr die Alternativen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weichere Attribute<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Als Reaktion auf diese\nSchwierigkeiten pl\u00e4dieren viele Anh\u00e4nger des klassischen Theismus f\u00fcr eine\nweichere Version bestimmter Attribute Gottes:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Allwissend.<\/strong> Es schm\u00e4lert kaum die Allwissenheit\nGottes, wenn er nur nicht wei\u00df, welcher Moment jetzt ist. Wir betrachten Gott\nals allm\u00e4chtig, erwarten aber nicht, dass er in der Lage ist, logisch absurde\nDinge zu tun, wie z.B. ein quadratisches Dreieck zu schaffen. Warum sollten wir\nalso erwarten, dass Gott etwas wei\u00df, was er seiner Natur nach nicht wissen kann?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Unver\u00e4nderlich und emotionslos.\n<\/strong>Das Problem l\u00e4sst sich\nauch so l\u00f6sen, dass wir seine Unver\u00e4nderlichkeit eingrenzen.Gott wei\u00df,\nwie sp\u00e4t es ist. Das hei\u00dft, sein Wissen ver\u00e4ndert sich. Das f\u00fchrt allerdings nur\nzu minimalen Ver\u00e4nderungen in Gott. Und seine Allwissenheit bleibt intakt. Eine\nweichere Form der Unver\u00e4nderlichkeit Gottes l\u00e4sst sich auch so begr\u00fcnden, dass\nGott in seinem Wesen und Charakter unver\u00e4nderlich ist, aber in der Lage ist,\nEmotionen zu erfahren und auf Menschen zu reagieren (obwohl es immer noch\nschwierig ist zu sehen, wie dies zeitlos wahr sein k\u00f6nnte).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Da Gott immer konsequent\nist und seine Handlungen immer im Einklang mit seinem Charakter stehen, w\u00e4ren\ndie Ver\u00e4nderungen minimal. Betrachten wir ein konkretes Beispiel: Gottes\nAntwort auf Ninives Reue.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihrem b\u00f6sen Wege, reute ihn das \u00dcbel, das er ihnen angek\u00fcndigt hatte, und tat&#8217;s nicht. (Jona 3,10)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Handelt es sich wirklich\num eine Ver\u00e4nderung in Gott oder hat sich die Situation so ge\u00e4ndert, dass Gott\nkonsequenterweise anders handelt als angek\u00fcndigt? Selbst wenn man es als\nVer\u00e4nderung in Gott betrachtet, so ist diese Ver\u00e4nderung doch alles andere als wesentlich.\nDazu kommt noch folgendes: Falls Gott die Zukunft perfekt vorhersieht, w\u00e4re die\nVer\u00e4nderung noch geringer. In diesem Fall wei\u00df er, dass die Niniviten sich\nbekehren werden. Er wei\u00df auch schon, wie er darauf reagieren wird. Eine solche \u201eweiche\u201c\nForm der Unver\u00e4nderlichkeit wirkt \u00fcberzeugender als die harte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Alternativen zum klassischen Theismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die offensichtliche\nAlternative zum klassischen Theismus: Gott existiert in der Zeit, auch er hat\neine Vergangenheit und eine Zukunft; ewig bedeutet immerw\u00e4hrend. Daraus ergibt\nsich, dass die Zeit nicht mit dem Universum oder der Sch\u00f6pfung begann; die Zeit\nbeginnt mit Gott, sie hat ihren Ursprung in ihm. Das bedeutet nicht, dass die\nZeit einen Anfang hat. Es bedeutet, dass die Zeit existiert, weil Gott\nexistiert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine m\u00f6gliche Variante ist\nder Vorschlag, dass Gott in seiner eigenen Zeit oder in \u201erelativer\nZeitlosigkeit\u201c existiert. Eine solche Sichtweise vertritt Alan Padgett (Kapitel\n3 in Ganssle und Helms 2001: 92ff). Gott ist relativ zeitlos in Bezug auf\nunsere Zeit, die klare Kennzahlen hat: Sie ist messbar. Gottes Zeit hat keine solchen\nMesswerten; sie ist amorph. Vor der Sch\u00f6pfung gab es Zeit, aber diese Zeit ist\nnicht messbar. Es gab keine Menge von Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich bezweifle, dass dieser\nAnsatz das Problem l\u00f6st. Da wir es jetzt mit zwei verschiedenen Arten von Zeit zu\ntun haben, stellt sich, genauso wie bei Zeit und Ewigkeit, die Frage, wie die\nbeiden zueinander in Verbindung stehen. Und wenn Gottes Zeit amorph ist und\nkeine Gr\u00f6\u00dfenordnung kennt, handelt es sich dann wirklich um Zeit oder ist es\neine andere Art, von der zeitlosen Ewigkeit und ihrer unendlichen Dauer zu\nsprechen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der offene Theismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt noch eine weitere\nVariante der Ansicht, dass Gott zeitlich ist. Sie ist am weitesten vom\nklassischen Theismus entfernt. Ihr Name kommt daher, dass sie von der Offenheit\nGottes und der Zukunft spricht. Es handelt sich um eine neue Sichtweise, die\nerstmals in den 1980er Jahren auftaucht. Drei der bekanntesten Vertreter sind\nGregory Boyd, John Sanders und Clark Pinnock.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Offenheit<\/em> bezieht sich in diesem Zusammenhang auf\nGottes Haltung gegen\u00fcber der Zukunft: Weder bestimmt er sie, noch kennt er sie.\nMit anderen Worten, der offene Theismus leugnet, dass Gott die Zukunft\nvoraussieht. Da die Zukunft nicht existiert, kann sie nicht erkannt werden.\nNat\u00fcrlich k\u00f6nnen bestimmte Dinge vorhergesagt werden, wie z.B. die Bewegung von\nPlaneten oder wann ein Meteorit auf die Erde trifft. Wenn es jedoch um frei\nhandelnde Personen geht, ist es Gott nicht m\u00f6glich, im Voraus zu wissen, was\nsie tun werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Mit diesem Standpunkt\nweicht der offene Theismus erheblich von der historischen Norm ab. Keine der\nanderen Ansichten leugnet Gottes Vorherwissen. Tats\u00e4chlich hat seit dem Beginn\nder Kirche praktisch niemand in ihr jemals eine solche Position vertreten. Ich\nwerde in der n\u00e4chsten Ausgabe von Create a Learning Site auf dieses Thema\nzur\u00fcckkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Als Konsequenz dieser\nOffenheit wird Gott als uns Menschen \u00e4hnlicher verstanden als in den anderen\nAnsichten. Er muss sich mit neuen und manchmal unerwarteten Situationen\nauseinandersetzen, auch wenn Gott dies mit unendlicher Weisheit und\nEinfallsreichtum tun kann. Aber er muss Schritt f\u00fcr Schritt seinen Weg finden,\ndenn er wei\u00df weitgehend nicht, was als n\u00e4chstes passieren wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aus diesem Grund kann er Dinge\ntun, die er sp\u00e4ter bereut. Menschen k\u00f6nnen ihn \u00fcberraschen. Er wei\u00df nicht\ngenau, wie das Wetter in einem Jahr sein wird, denn freie menschliche\nHandlungen (denken wir an den Klimawandel oder einen gro\u00dfen Krieg) k\u00f6nnen das\nWetter beeinflussen. Er wei\u00df nicht, wer geboren werden wird, bevor ein Mensch\ngezeugt ist, denn auch das liegt in der menschlichen Freiheit. Und selbst nach\nunserer Zeugung kann er nicht ganz sicher sein, dass wir tats\u00e4chlich geboren\nwerden (Unf\u00e4lle, Mord, Abtreibung, um nur einige Faktoren zu nennen, liegen\nalle im Bereich der freien menschlichen Einflussnahme). Aber zumindest wei\u00df er\nvon diesem Zeitpunkt an, wer da geboren werden wird oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In diesem Gottesverst\u00e4ndnis\nerscheint Gott als zeitgebundener (und menschlicher?) als in den anderen\nAnsichten, die wir betrachtet haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Probleme mit einem zeitlichen Gott<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Ansicht, dass Gott in\nder Zeit ist, hat einen gro\u00dfen Vorteil: Es ist nicht schwer zu verstehen, wie\nein zeitlicher Gott aktiv am Universum beteiligt sein kann und in der Lage ist,\nBeziehungen einzugehen und zu reagieren. Was sind die Nachteile?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Seine Probleme sind ein\nSpiegelbild der Argumente, die Gottes Zeitlosigkeit begr\u00fcnden. Wir haben es jetzt\nmit einem sich ver\u00e4ndernden Gott zu tun. Dem kann entgegengesetzt werden, dass\nsich Gott nur begrenzt ver\u00e4ndert und dass sein Wesen und Charakter unver\u00e4ndert\nbleiben (eine \u201eweiche\u201c Version der Unver\u00e4nderlichkeit).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferdem hat Gott jetzt\nein unvollst\u00e4ndiges Leben. Seine Zukunft ist immer noch Zukunft, und die\nVergangenheit ist unwiederbringlich vergangen. Selbst ein perfektes Ged\u00e4chtnis\nist nur Erinnerung, nicht Realit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir w\u00fcrden erwarten, dass\nGott die Zeit in irgendeiner Weise transzendiert. Schlie\u00dflich ist Gott im Raum\ngegenw\u00e4rtig und aktiv, aber dennoch nicht im Raum enthalten; er transzendiert\nden Raum, existiert dar\u00fcber hinaus. Sollte er nicht auch in irgendeinem Sinne \u00fcber\ndie Zeit hinaus existieren?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-checkerboard-1297808_1280.png?resize=300%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1910\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-checkerboard-1297808_1280.png?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-checkerboard-1297808_1280.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-checkerboard-1297808_1280.png?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-checkerboard-1297808_1280.png?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-checkerboard-1297808_1280.png?w=1280&amp;ssl=1 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weder zeitlos noch zeitlich?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt noch ein weiteres Argument gegen ein zeitliches Verst\u00e4ndnis von Gott. Es ist nicht einfach, aber ich halte es f\u00fcr eine \u00fcberzeugende Widerlegung der Vorstellung, dass Gott immer in der Zeit existiert hat. Zum Teil basiert es auf der Mathematik. Eine ausf\u00fchrliche Einf\u00fchrung findet sich in Craig 2001b: 220-32; die Begr\u00fcndung ist auch Teil des <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kalam_cosmological_argument\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">kalam-kosmologischen Arguments<\/a>. Die Kurzform sieht so aus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Eine konkret existierende unendliche Menge kann es nicht geben. Deshalb muss die Zeit einen Anfang haben.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich versuche eine Erkl\u00e4rung. Man kann sich eine unendliche Menge, zum Beispiel von Momenten, in der Abstraktion vorstellen. Es ist auch m\u00f6glich, dass es eine endliche Reihe von Elementen oder Momenten gibt, zu der man immer wieder hinzuf\u00fcgt, so dass sie im Begriff ist, unendlich zu werden. Das ist eine <em>potenziell<\/em> unendliche Menge. Aber es ist nicht m\u00f6glich, eine tats\u00e4chlich existierende Sammlung oder Sequenz zu haben, die eine unendliche Zahl enth\u00e4lt, d.h. eine <em>konkret existierende<\/em> unendliche Menge. Ihre Existenz w\u00fcrde zu solchen Absurdit\u00e4ten f\u00fchren, dass die Idee als unhaltbar angesehen werden muss. Wer eine Kostprobe w\u00fcnscht und keinen Zugang zu Craigs Buch hat, verweise ich auf den Wikipedia-Artikel \u00fcber die Paradoxien von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Hilbert%27s_paradox_of_the_Grand_Hotel\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Hilberts Hotel<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"226\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-vitaly-taranov-J6hE2DTWSEw-unsplash.jpg?resize=300%2C226&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1919\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-vitaly-taranov-J6hE2DTWSEw-unsplash.jpg?resize=300%2C226&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-vitaly-taranov-J6hE2DTWSEw-unsplash.jpg?resize=768%2C577&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-vitaly-taranov-J6hE2DTWSEw-unsplash.jpg?resize=1024%2C770&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-vitaly-taranov-J6hE2DTWSEw-unsplash.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-vitaly-taranov-J6hE2DTWSEw-unsplash.jpg?w=3000&amp;ssl=1 3000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist daher eine Sache zu\ndenken, dass Zeit und Sch\u00f6pfung einen Anfang hatten, aber f\u00fcr immer andauern\nwerden. Das ist eine potenzielle Unendlichkeit. Wir beginnen bei t = 0 und\nf\u00fcgen immer wieder Momente hinzu. Zu jedem Zeitpunkt sind wir im Prinzip in der\nLage zu sagen, wie viele Jahre (eine endliche Zahl) das Universum existiert\nhat, obwohl es f\u00fcr eine unendliche Zeitspanne weiter existieren wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist etwas ganz anderes zu\nsagen, dass die Zeit auch vor der Sch\u00f6pfung existiert hat und ohne Anfang in\ndie Vergangenheit zur\u00fcckreicht. Es g\u00e4be dann eine unendliche Dauer der Zeit vor\nder Sch\u00f6pfung: eine tats\u00e4chlich und real existierende Unendlichkeit. Wenn Gott\nzeitlich ist und keinen Anfang hat, m\u00fcsste dies der Fall sein; dann h\u00e4tte auch\ndie Zeit keinen Anfang. Gott und Zeit h\u00e4tten f\u00fcr alle Ewigkeit im Sinne einer\nunendlichen Zeitspanne existiert. Die Vergangenheit w\u00e4re ohne Anfang. Aber das ist\nmathematisch nicht m\u00f6glich. Die Zeit muss einen Anfang gehabt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Denn sonst ergibt sich das\nfolgende Problem. Warum hat Gott das Universum in jenem Moment (t = x)\nerschaffen, in dem er das tat? Warum hat er so lange gewartet (n\u00e4mlich eine\nEwigkeit)? Warum hat er sich f\u00fcr t = x entschieden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Problem ist nicht,\ndass wir nicht wissen, warum Gott sich f\u00fcr t = x entschieden hat, in dem Sinne,\ndass Gott sicherlich seinen Grund hatte, aber wir es einfach nicht wissen. Das\nProblem ist, dass ein solcher Grund schlichtweg nicht vorstellbar ist. Alles,\nwas Gott dazu gef\u00fchrt h\u00e4tte, zum Zeitpunkt t = x zu erschaffen, w\u00e4re schon zu einem\nfr\u00fcheren Zeitpunkt eingetroffen \u2013 sogar zu einem unendlich fr\u00fcheren Zeitpunkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was nun? Wie Craig (2001b:\n233) es ausdr\u00fcckt: \u201eAber jetzt sind wir mit einer extrem bizarren Situation\nkonfrontiert. Gott existiert in der Zeit. Die Zeit hatte einen Anfang. Gott\nhatte keinen Anfang. Wie k\u00f6nnen diese drei Aussagen miteinander in Einklang\ngebracht werden?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nach all unserem harten\nDenken befinden wir uns in einem unangenehmen Dilemma. Entweder ist Gott\nzeitlos (der klassische Theismus) oder er ist in der Zeit (verschiedene andere\nAnsichten). Die Probleme mit dem klassischen Theismus scheinen nicht l\u00f6sbar.\nJetzt stellen wir fest, dass ein zeitlicher, aber ewiger (immerw\u00e4hrender) Gott\neine Unm\u00f6glichkeit ist. Gibt es keine L\u00f6sung?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zeitlos und zeitlich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Doch. William Lane Craig\nschl\u00e4gt eine praktikable L\u00f6sung vor (sowohl in Ganssle und Helms 2001: 153ff als\nauch in Craig 2001b: 235f): Gott war zeitlos \u201evor\u201c der Sch\u00f6pfung (d.h. ohne die\nSch\u00f6pfung). Durch die Sch\u00f6pfung wurde er zeitlich im Sinne von zeitbezogen,\nweil er jetzt zu einer zeitlichen Sch\u00f6pfung in Beziehung steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Menschwerdung Jesu bietet\neine Analogie. Der ewige und unendliche Gott nimmt menschliche Gestalt an und\ntritt in den Raum der Sch\u00f6pfung und in die Zeit ein. In Craigs Verst\u00e4ndnis war\ndies nicht ganz neu und ohne Pr\u00e4zedenzfall. Bereits im Sch\u00f6pfungsakt macht Gott\nden ersten Schritt in diese Richtung. Indem er sich daf\u00fcr entscheidet, in\nBeziehung zu seiner Sch\u00f6pfung zu sein, \u00f6ffnet er sich freiwillig f\u00fcr Sequenz\nund Ver\u00e4nderung und tritt damit in die Zeit ein. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie vorher argumentiert,\nsind bei dieser \u201eweichen\u201c Unver\u00e4nderlichkeit Gottes der Umfang und die Tiefe\nder Ver\u00e4nderung, die Gott erlebt, minimal, aber es gibt sie. Auf diese Weise\nist Gott in der Lage zu handeln, Beziehungen einzugehen und zu reagieren. Der\nGott, der ohne Zeit (\u201evor der Zeit\u201c) und Raum zeitlos existierte, entscheidet\nsich dennoch freiwillig in Zeit und Raum gegenw\u00e4rtig zu sein. Gott mit uns: Es\nist das Weihnachtswunder, wie es schon zu Beginn der Sch\u00f6pfung seinen Anfang\nnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies erscheint mir als\neine echte und stimmige Antwort auf die Frage nach der Ewigkeit: Gott war\nzeitlos ohne Sch\u00f6pfung, nahm aber zumindest ein Ma\u00df an zeitlicher Existenz an,\nals er das Universum erschuf.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Wenn Gott die Zeit ins Leben gerufen hat, dann hat er ohne Zeit existiert. Wenn er ohne Zeit existierte, auch wenn er jetzt zeitlich ist, war er zeitlos. (Ganssle und Helme 2001: 11)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Attribution<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Kevin Ku. <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/aiyBwbrWWlo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/unsplash.com\/photos\/aiyBwbrWWlo<\/a>. CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">AbsolutVision. <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/photos\/smiley-emoticon-anger-angry-2979107\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/photos\/smiley-emoticon-anger-angry-2979107\/<\/a>. CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">JohnsonMartin. <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/illustrations\/wormhole-space-time-light-tunnel-739872\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/illustrations\/wormhole-space-time-light-tunnel-739872\/<\/a>. CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">OpenClipart-Vectors. <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/vectors\/checkerboard-checkered-droste-effect-1297808\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/pixabay.com\/vectors\/checkerboard-checkered-droste-effect-1297808\/<\/a>. CC0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"> Vitaly Taranov. <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/J6hE2DTWSEw\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">https:\/\/unsplash.com\/photos\/J6hE2DTWSEw<\/a>. CC0 <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben: <em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Boethius, Anicius Manlius Severinus. [n.d.]. <em>Trost der Philosophie<\/em> &lt;<a href=\"http:\/\/www.pinselpark.org\/philosophie\/b\/boethius\/texte\/trost5_3.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">http:\/\/www.pinselpark.org\/philosophie\/b\/boethius\/texte\/trost5_3.html<\/a>&gt; [accessed 17 October 2019]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Craig,\nWilliam Lane. 2001a. <em>God, Time, and Eternity: The Coherence of Theism II:\nEternity<\/em> (Dordrecht, Netherlands: Kluwer Academic Publishers)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2014\u2014\u2014.\n2001b. <em>Time and Eternity: Exploring God\u2019s Relationship to Time<\/em> (Wheaton,\nIll: Crossway)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Feinberg,\nJohn S. 2006. <em>No One like Him: The Doctrine of God<\/em>, Foundations of\nEvangelical Theology, Rev. ed. (Wheaton. IL: Crossway Books)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ganssle,\nGregory E., and Paul Helm (eds.). 2001. <em>God &amp; Time: Four Views<\/em>\n(Downers Grove, Il: InterVarsity Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Lewis, C. S. 1977. <em>Mere Christianity: A Revised and Amplified Edition, with a New Introduction, of theThree Books <\/em>Broadcast Talks<em>, <\/em>Christian Behaviour <em>and <\/em>Beyond Personality, 28. Druck (London: Collins)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Robinson,\nMichael D. 1995. <em>Eternity and Freedom a Critical Analysis of Divine\nTimelessness as a Solution to the Foreknowledge\/Free Will Debate<\/em> (Lanham, MD:\nUniv. Press of America)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure\nof Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate\nlinks.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will\nreceive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst,\nhilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWer \u00fcber die Zeit denkt, denkt tief nach. Wer \u00fcber Gott denkt, denkt noch tiefer. Wer versucht, \u00fcber Gott und die Zeit nachzudenken, st\u00f6\u00dft an die Grenzen des menschlichen Verst\u00e4ndnisses\u201c (Craig 2001a: 4). Ich habe es versucht. In den letzten Monaten habe ich mich mit diesem Thema, Gott und Zeit, befasst, und ich bin in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1915,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"nf_dc_page":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[21,177],"tags":[291,294,292,290,293],"class_list":["post-1928","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-christliches-denken","category-theologie","tag-ewigkeit","tag-offener-theismus","tag-open-theism","tag-zeit","tag-zeitlos"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cals-68-kevin-ku-aiyBwbrWWlo-unsplash-kl.jpg?fit=4592%2C3448&ssl=1","jetpack-related-posts":[{"id":583,"url":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2014\/06\/cals2\/","url_meta":{"origin":1928,"position":0},"title":"Appetit? 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