{"id":1885,"date":"2019-10-03T07:48:29","date_gmt":"2019-10-03T05:48:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=1885"},"modified":"2024-08-07T11:13:43","modified_gmt":"2024-08-07T09:13:43","slug":"cals66","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2019\/10\/cals66\/","title":{"rendered":"Hiob: Werden wir Gott umsonst dienen?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Das dritte Mal in Folge schreibe ich \u00fcber ein Buch der Bibel. Es gibt so viele spannende B\u00fccher zur Auswahl! Hiob ist ein Buch, mit dem ich mich seit vielen Jahren nicht mehr ernsthaft befasst habe, also ist es an der Zeit, dass ich ihm Aufmerksamkeit schenke. Ein Buch von Tremper Longman und John Walton, <em><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B017J89YZW\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B017J89YZW&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=170f7a432fe5fe7218b215bd9eacb5d4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">How to Read Job<\/a><\/em>, gab mir dazu den Anlass. Ich ma\u00dfe mich nicht an, eine umfassende Einf\u00fchrung in das Buch zu schreiben, aber ich habe ein paar faszinierende Einblicke gewonnen, die ich mitteilen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/CbXDF7fy3O0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">VIDEO PODCAST<\/a> <em>und als<\/em> <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/archive.org\/details\/cals66job\" target=\"_blank\">AUDIO PODCAST<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dazu geh\u00f6rt: Im Buch Hiob\ngeht es nicht um Hiob, zumindest nicht in erster Linie; es geht um Gott. Und es\ngeht nicht um die Frage des Leidens; schlie\u00dflich wird das Leiden in Hiob nicht erkl\u00e4rt.\nStattdessen geht es um Gerechtigkeit oder genauer gesagt, um <em>Gottes<\/em>\nGerechtigkeit. Die Frage, die Hiob qu\u00e4lt: Ist Gott gerecht? Ist Gott gerecht in\nder Art und Weise, wie er die Welt regiert? Ich werde auf diese Frage zur\u00fcckkommen,\naber zun\u00e4chst einige Hintergrundinformationen, die wir ben\u00f6tigen, um Hiob\nrichtig zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"246\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?resize=246%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1876\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?resize=246%2C300&amp;ssl=1 246w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?resize=768%2C938&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?resize=838%2C1024&amp;ssl=1 838w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christian-1296370_1280.png?w=1048&amp;ssl=1 1048w\" sizes=\"auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gegen die konventionelle Weisheit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist leicht zu \u00fcbersehen, wie schockierend Hiob ist. Im Umgang mit alten Texten, die bei ihrer ersten Ver\u00f6ffentlichung revolution\u00e4r waren und f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen sorgten, f\u00e4llt es uns heute oft schwer zu verstehen, was sie zu ihrer Zeit so umstritten machte. Ich habe <a href=\"https:\/\/www.luther.de\/leben\/anschlag\/95thesen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Martin Luthers 95 Thesen<\/a> gegen die Praxis der Abl\u00e4sse gelesen und mich gefragt, woher die ganze Aufregung? Die historische Auswirkung war enorm. Wenn ich das nicht gewusst h\u00e4tte, h\u00e4tte der Text mich aber kalt gelassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ging mir ebenso, als ich <a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Der_Judenstaat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Theodor Herzls <\/a><em><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Der_Judenstaat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Der Judenstaat<\/a><\/em> las. Ende des 19. Jahrhunderts war das Buch ein wichtiger Katalysator f\u00fcr die zionistische Bewegung, die zur Gr\u00fcndung des Staates Israel f\u00fchrte. Das Buch schlug ein wie eine Bombe. Wer es heute liest, fragt sich warum. Wie Luthers Thesen ist die Lekt\u00fcre nicht besonders aufregend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn wir zumindest einen\nEindruck von der ersten Wirkung einer Schrift bekommen wollen, m\u00fcssen wir die\nUmst\u00e4nde und die vorherrschende Denkweise zum Zeitpunkt ihrer Entstehung\nber\u00fccksichtigen. Im Blick auf Hiob gilt: Die konventionelle Weisheit unter den\nNationen um Israel herum basierte auf zwei S\u00e4ulen; teilweise und mit\nAnpassungen galten sie auch in Israel:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>1. Das\nVergeltungsprinzip.<\/strong> \u201eDas\nVergeltungsprinzip ist, vereinfacht gesagt, <em>der Gerechte wird gedeihen und\nder B\u00f6se wird leiden<\/em>. Die logische Konsequenz, die oft gezogen wird: Wenn\njemand leidet, ist er b\u00f6se, und wenn jemand gedeiht, ist er gerecht\u201c (Walton\nund Longman III 2015: 89; Betonung wie im Original). F\u00fcr die Nationen um Israel\nbestand richtiges Verhalten in erster Linie aus korrekt durchgef\u00fchrten\nRitualen. Garantien gab es dabei allerdings nicht. Die G\u00f6tter waren\nunberechenbar und ihr Handeln oft geheimnisvoll und unverst\u00e4ndlich. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In Israel waren ethische \u00dcberlegungen wichtiger als Rituale, und es gab nat\u00fcrlich nur einen Gott, der nicht willk\u00fcrlich handelte, aber ansonsten betrachtete man das Vergeltungsprinzip als richtig: So regierte Gott die Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt Beispiele f\u00fcr Weisheitstexte aus dem Vorderen Orient, die sich mit dem R\u00e4tsel des \u201efrommen Leidenden\u201c befassen und genau dieses Verst\u00e4ndnis widerspiegeln. Was das Buch Hiob unterscheidet von den nichtisraelitischen Schriften, ist (a) der starke Fokus auf Gerechtigkeit statt auf Rituale, (b) die Beharrlichkeit, mit der Hiob seine Unschuld beteuert, und (c) die Tatsache, dass Gott nicht aus einem mysteri\u00f6sen Grund Ansto\u00df genommen hat und daher nicht durch ein Opfer oder auf andere Weise umgestimmt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>2. Die gro\u00dfe Symbiose.<\/strong> Die Antike glaubte, dass die G\u00f6tter\nBed\u00fcrfnisse wie Nahrung und Unterkunft in Form von Opfern und Tempeln hatten\nund dass Menschen geschaffen worden waren, um sich um diese Bed\u00fcrfnisse zu\nk\u00fcmmern. Im Gegenzug wurde von den G\u00f6ttern erwartet, dass sie f\u00fcr ihre\nGl\u00e4ubigen sorgen und sie sch\u00fctzen: \u201eDie gro\u00dfe Symbiose ging davon aus, dass die\nMenschen den G\u00f6ttern dienten, damit die G\u00f6tter ihnen dienen konnten, und\numgekehrt\u201c (Walton und Longman III 2015: 28).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Buch Hiob lehnt dieses\nPrinzip ab, und genau genommen h\u00e4tte Israel es auch ablehnen sollen.\nSchlie\u00dflich hat Gott keine Bed\u00fcrfnisse, f\u00fcr die der Mensch sorgen muss, und er\nist es wert, dass man ihm um seinetwillen dient, nicht f\u00fcr das, was man als\nGegenleistung erwartet. Aber die Freunde von Hiob scheinen im Gro\u00dfen und Ganzen\nzu erwarten, dass die Dinge so funktionieren: Diene Gott, tue Gutes, und du\nwirst seinen Segen erfahren. Zweifellos glichen sie damit der gro\u00dfen Mehrheit der\nIsraeliten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-holzfigur-980784_1920.jpg?resize=300%2C205&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1869\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-holzfigur-980784_1920.jpg?resize=300%2C205&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-holzfigur-980784_1920.jpg?resize=768%2C526&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-holzfigur-980784_1920.jpg?resize=1024%2C701&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-holzfigur-980784_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drei zentrale Fragen im Buch Hiob<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Jetzt sind wir bereit, auf\ndie urspr\u00fcngliche Frage zur\u00fcckzukommen: Worum geht es im Buch Hiob? Es geht um\ndrei Fragen. Zwei davon betreffen Gott und eine betrifft die Menschen. In der\nersten Frage geht es um das Wesen Gottes. In der zweiten Frage geht es um\nGottes Umgang mit der Welt, um seine Prinzipien oder Richtlinien. Die dritte\nFrage untersucht die Motivation des Menschen; sie ist im Buch weniger\noffensichtlich und daher leicht zu \u00fcbersehen, aber sie ist von grundlegender\nBedeutung, weil sie uns hilft zu verstehen, dass die Antwort auf die zweite\nFrage nicht einfach oder unkompliziert sein kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>1. Gottes Wesen: Ist\nGott gerecht?<\/strong> Die\nAntwort ist ja, aber das Buch Hiob gibt keine Begr\u00fcndung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>2. Gottes Handeln: Wie\nk\u00f6nnen rechtschaffene Menschen leiden (oder b\u00f6se Menschen gedeihen)?<\/strong> Das ist die Hauptfrage in der Debatte\nin Hiob, zumindest wenn wir Hiobs Beteuerung seiner Unschuld akzeptieren;\nansonsten ist die Antwort einfach: Die Freunde Hiobs h\u00e4tten Recht. Wir wissen\njedoch von Anfang an, dass sie im Unrecht sind, weil sowohl der Erz\u00e4hler (Hiob\n1,1) als auch Gott selbst (Hiob 1,8; 2,3) ihn als untadelig best\u00e4tigen. Das\nBuch bietet keine Erkl\u00e4rung, zeigt aber, was zu tun ist: Vertraue Gottes Weisheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>3. Aus welchem Grund\ndienen Menschen Gott?<\/strong>\nWarum lebt Hiob und warum leben andere gerecht? Satan stellt die Frage in\ndieser Form: \u201eDient [eig. f\u00fcrchtet] Hiob Gott umsonst?\u201c (vgl. Hiob 1:9). So\nausgedr\u00fcckt, ist es kaum eine Frage: Ohne Zweifel, so Satan, geht es Hiob um\nden Nutzen! Wir sollten beachten, dass \u201ewarum dient Hiob Gott\u201c eine ganz andere\nFrage ist als \u201ewarum leidet Hiob?\u201c Die letztgenannte Frage wird im Buch nicht beantwortet,\naber schon in Kapitel 2 ist klar, dass Hiob Gott tats\u00e4chlich umsonst dienen\nwird, auch ohne Gegenleistung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die dritte Frage ist\nentscheidend, wenn wir das Vergeltungsprinzip bewerten wollen, nach dem Gott,\nwie man damals meinte, die Welt regiert: Ist es ein gutes Prinzip? Wird es nicht\ndazu f\u00fchren, dass die Menschen das Richtige aus dem falschen Grund tun: um die\nVorteile zu erlangen, aus Eigennutz? In Satans Augen ist \u201eGottes Grundsatz, gerechte\nMenschen zu segnen, fehlerhaft, weil sie die Loyalit\u00e4t und Gerechtigkeit der\nMenschen zu kaufen scheint\u201c (Walton und Longman III 2015: 15). Wird das nicht\nzu massiver Heuchelei f\u00fchren? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Noch wichtiger: Die dritte\nFrage weist den Weg zur richtigen Einstellung. Sie war Hiobs Herausforderung.\nJetzt ist sie unsere Herausforderung: Werden <em>wir<\/em> Gott umsonst dienen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Debatte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Ab Seite 23 ihres Buches\npr\u00e4sentieren John Walton und Tremper Longman ein einfaches, aber faszinierendes\nModell, um die Debatte in Hiob zu erkl\u00e4ren. Es ist ein Dreieck. Die Ecken\nrepr\u00e4sentieren (a) das Vergeltungsprinzip, (b) Gottes Gerechtigkeit und (c) den\nStatus von Hiob.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"720\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/CALS-66-triangle-D.jpg?resize=960%2C720&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1872\" style=\"width:480px;height:360px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/CALS-66-triangle-D.jpg?w=960&amp;ssl=1 960w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/CALS-66-triangle-D.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/CALS-66-triangle-D.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Freunde von Hiob haben keine Zweifel am Vergeltungsprinzip oder an der Gerechtigkeit Gottes. Daher ist nur eine Schlussfolgerung m\u00f6glich: Hiob ist schuldig. Ihre Verteidigung des Vergeltungsprinzips wird im Laufe der Debatte immer dogmatischer. Sie bestehen immer schroffer darauf, dass Hiob ges\u00fcndigt hat, und werfen ihm abscheuliche Verbrechen vor, ohne irgendwelche Beweisen zu liefern. Hiob hingegen besteht darauf, dass er unschuldig ist und will seinen Fall vor Gott vorbringen. Denn das Problem liegt nicht bei ihm, wie die Freunde meinen. Hiob bezichtigt Gott nicht direkt der Ungerechtigkeit, es fehlt aber nicht viel. Er stellt auch das Vergeltungsprinzip in Frage und stellt fest, dass rechtschaffene Menschen oft genug leiden und es b\u00f6sen Menschen gut geht. Aber da Gott Herrscher ist, stellt dies ebenfalls Gottes Gerechtigkeit infrage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn Gott am Ende des\nBuches spricht, redet er nicht von seiner Gerechtigkeit, sondern von seiner\nGr\u00f6\u00dfe und Weisheit. Das Vergeltungsprinzip ist nicht ganz falsch. Es spiegelt Gottes\nWesen und Charakter, wenn auch nicht das, was Gott tut. Das Prinzip ist jedoch\nviel zu einfach, um die Art und Weise zu erfassen, wie Gott mit der Welt\numgeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der grundlegende Fehler,\nder dem Vergeltungsprinzip zugrunde liegt, ist die Annahme, dass Gott nur auf\nder Grundlage seiner Gerechtigkeit mit der Welt umgeht und zwar so, dass seine\nGerechtigkeit sich eins zu eins auf das, was passiert, \u00fcbertr\u00e4gt. So einfach\nist die Sache nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Buch Hiob schl\u00e4gt eine\nAlternative vor: \u201eDas Funktionieren der Welt basiert nicht auf Gerechtigkeit,\nsondern auf Weisheit\u201c (Walton und Longman III 2015: 24). Auf diese Weise wird\ndas Buch zu einer Verteidigung der Weisheit Gottes, nicht seiner Gerechtigkeit:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Gottes Weisheit ist der Schl\u00fcssel zur Botschaft des Buches. Indem den Lesern die Weisheit Gottes eingepr\u00e4gt wird, werden sie angeregt, ihm zu vertrauen, anstatt zu versuchen herauszufinden, warum er tut, was er tut. Anstatt nach Erkl\u00e4rungen zu suchen, die seine Gerechtigkeit verifizieren, sollte die Antwort an Gott darin bestehen, der Art und Weise zu vertrauen, wie er sich entschieden hat, dass die Welt funktioniert, ihm hinsichtlich der Umst\u00e4nde in unserem Leben zu vertrauen und darauf zu vertrauen, dass seine Wege die besten sind. (Walton und Longman III 2015: 48)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-rock-crystal-1603480_1920.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1870\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-rock-crystal-1603480_1920.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-rock-crystal-1603480_1920.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-rock-crystal-1603480_1920.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-rock-crystal-1603480_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Dass Weisheit die\nentscheidende Kategorie ist, um \u00fcber die Fragen nachzudenken, die das Buch Hiob\naufwirft, findet in Kapitel 28 Best\u00e4tigung. In sch\u00f6nster Poesie wird\naufgelistet, wie die Menschheit nach Mineralien und Edelsteinen sucht und sie abbaut.\nDann wird die Frage gestellt, wo denn Weisheit zu finden sei. Niemand au\u00dfer\nGott kennt den Weg oder den Ort. Es bleibt den Menschen deswegen nur eine\nabgeleitete, sekund\u00e4re Weisheit: \u201eDie Furcht des Herrn, das ist Weisheit\u201c (Hiob\n28,28). Diese Weisheit besteht nicht darin, die Dinge zu verstehen, sondern zu\nwissen, wie man sich Gott gegen\u00fcber verh\u00e4lt und wie man seiner Weisheit\nvertraut. Offensichtlich ist dies eine wichtige Erkenntnis im Buch<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auf den ersten Blick\nscheint es, dass Kapitel 28 von Hiob gesprochen wird, weil es keine Hinweise im\nText gibt, die eine Unterbrechung oder einen Sprecherwechsel andeuten. Der\nInhalt von Kapitel 28 passt jedoch nicht zu Hiobs Sicht der Dinge und auch\nnicht zu seinen Worten in Kapitel 27. Es ist daher durchaus m\u00f6glich, dass\nKapitel 28 ein Einschub des Verfassers ist, der Schl\u00fcssel zu einer Antwort, die\nviel Unklares offenl\u00e4sst, aber immerhin vermittelt, wie man sich verhalten kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hiobs Freunde<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die drei Freunde von Hiob\nrepr\u00e4sentieren die konventionelle Weisheit; sie sagen, was damals die\nakzeptierte Norm war. Sie unterst\u00fctzen voll und ganz das Vergeltungsprinzip und\neine modifizierte Form der gro\u00dfen Symbiose: Gott ist zornig, und deshalb sollte\nHiob ihn durch Bu\u00dfe umstimmen. Die drei haben viel gemeinsam; gibt es auch\nUnterschiede zwischen ihnen? Walton und Longman III denken so:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Einige haben Etiketten verwendet, die moderne philosophische Ans\u00e4tze widerspiegeln. (\u00dcblich ist der Vorschlag, der Elifas als Mystiker identifiziert, Bildad als Traditionalist und Zofar als Rationalist.) Diese modernen Kategorien m\u00f6gen im Allgemeinen nicht weit vom Ziel entfernt sein, aber wir sollten erkennen, dass der Rationalismus wahrscheinlich keine brauchbare Kategorie f\u00fcr das antike Denken im Nahen Osten ist. Alternativ k\u00f6nnten wir vorschlagen, dass Elifaz seinen pers\u00f6nlichen Erfahrungen das meiste Gewicht beimisst, Bildad verl\u00e4sst sich auf die uralte Weisheit und Zofar neigt am ehestens dazu, Verst\u00e4ndnis in einem Denksystem zu finden, in dem alles schwarz-wei\u00df ist \u2026 Der wichtige Punkt ist zu sehen, dass die drei Freunde unterschiedliche Perspektiven vertreten, obwohl sie sich alle \u00fcber die Schlussfolgerung einig sind, dass Hiob leidet, weil er ein S\u00fcnder ist. (Walton und Longman III 2015: 67)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"223\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-wooden-figures-1007134_1920.jpg?resize=223%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1871\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-wooden-figures-1007134_1920.jpg?resize=223%2C300&amp;ssl=1 223w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-wooden-figures-1007134_1920.jpg?resize=768%2C1032&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-wooden-figures-1007134_1920.jpg?resize=762%2C1024&amp;ssl=1 762w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-wooden-figures-1007134_1920.jpg?w=1429&amp;ssl=1 1429w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist mit Elihu?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Das obige Modell hilft uns\nauch, Elihus Beitrag zur Debatte zu verstehen. Elihu hat halbwegs Recht. Aber\ner liegt auch halb falsch. Er ist unnachgiebig in seiner Verteidigung der\nGerechtigkeit Gottes und greift Hiob heftig an, weil er diese in Frage stellt.\nGleichzeitig ist er sehr ver\u00e4rgert \u00fcber die anderen Freunde, weil sie Hiob\nS\u00fcnden vorwerfen, f\u00fcr die es absolut keine Beweise gibt. Das ist der Teil, den\ner richtig versteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Elihu sieht die Erkl\u00e4rung\nf\u00fcr das Leiden Hiobs nicht in den S\u00fcnden, die Hiob vor seinem Leidensweg\nbegangen hat, sondern in seiner gegenw\u00e4rtigen Haltung der Selbstgerechtigkeit Gott\ngegen\u00fcber. Das Leiden kam nicht wegen der S\u00fcnde; es kam, um die verborgene\nHaltung Hiobs ans Licht zu bringen. Es handelt sich um einen Versuch, das\nVergeltungsprinzip durch Anpassung und Erweiterung zu retten, aber der Versuch\nscheitert. Das ist der Teil, den Elihu falsch versteht. Bereits in Kapitel 1\nwurde deutlich, dass nichts, was Hiob getan hat und nichts, was er vers\u00e4umt\nhat, sein Leiden erkl\u00e4rt. Das Vergeltungsprinzip, das sowieso nur eingeschr\u00e4nkt\nanwendbar ist, trifft hier gar nicht zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Interessanterweise\nerscheint Elihu aus dem Nichts und nachdem er gesprochen hat, verschwindet er\nins Nichts; er findet keine weitere Erw\u00e4hnung. Am Ende werden nur die anderen\ndrei Freunde von Hiob zurechtgewiesen. Was soll man davon halten? Bedeutet das,\ndass Elihu in seiner Einsch\u00e4tzung nah genug an der Wahrheit war? Hat er richtig\nvon Gott geredet (Hiob 42,7)? Oder ist dies die Art und Weise Gottes, auf Elihus\noffensichtliche Arroganz zu antworten, indem er ihn einfach ignoriert, denn (so\ndie Ironie in Elihus letztem Satz) \u201eDarum sollen die Menschen ihn f\u00fcrchten: er\nsieht keinen an, der sich selbst weise d\u00fcnkt!\u00ab\u201c (Hiob 37,24; Menge 1994)? Weil der\nText uns keine Informationen liefert, k\u00f6nnen wir uns nicht sicher sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und was ist mit Satan?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es wurde oft darauf\nhingewiesen, dass das hebr\u00e4ische Wort <em>satan<\/em> im Buch Hiob immer mit dem bestimmten\nArtikel erscheint. Das hei\u00dft, es ist kein Name, sondern eher ein Titel oder\neine Funktion. Wir k\u00f6nnten \u00fcbersetzen als \u201eder Gegner\u201c; Walton und Longman III\n(2015: 50) bezeichnen ihn als \u201eden Herausforderer\u201c. Dies deutet darauf hin,\ndass es sich nicht um ein ausgereiftes Konzept des Teufels handelt, wie es im\nNeuen Testament in Erscheinung tritt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich bin jedoch nicht\n\u00fcberzeugt von Waltons und Longmans Darstellung des Gegners als eine relativ\nneutrale Figur im Drama, die einfach nur ihre zugewiesene Rolle oder Aufgabe\nerf\u00fcllt. Dass \u201ein der Darstellung des <em>satans<\/em> in Hiob durch den Autor\nnichts an sich B\u00f6ses hervortritt\u201c (Walton und Longman III 2015: 53), erscheint\nmir nicht zutreffend. Satans Andeutungen \u00fcber Hiob scheinen eine b\u00f6sartige Ader\nzu verraten; die Heftigkeit des nachfolgenden Angriffs l\u00e4sst sich nur als reine\nBosheit erkl\u00e4ren; nichts ist hier neutral.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hiob heute<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Leider\nist die konventionelle Weisheit mit ihrem Vergeltungsprinzip und der gro\u00dfen\nSymbiose weiterhin pr\u00e4sent. Vielleicht versuchen wir nicht, \u201eTrost\u201c zu spenden,\nindem wir Menschen, die leiden, ermahnen, ihre S\u00fcnden zu bereuen. Aber was ist\nmit der Logik, dass wir, wenn wir denn nur ausreichend Glauben h\u00e4tten, nicht\nunter Krankheit oder Armut leiden m\u00fcssten? Ist das nicht die Idee der gro\u00dfen\nSymbiose?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christmas-4083052_1920.jpg?resize=1024%2C683&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1877\" style=\"width:512px;height:342px\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christmas-4083052_1920.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christmas-4083052_1920.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christmas-4083052_1920.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/cals-66-pixabay-christmas-4083052_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Und\nwas ist, wenn eine Katastrophe eintritt? Ich habe Freunde gesehen, die in ihrem\nGlauben tief ersch\u00fcttert wurden, weil etwas Schlimmes passierte, das ihrem\nEmpfinden nach nicht h\u00e4tte passieren d\u00fcrfen. Hatten sie nicht Gott gedient?\nWarum hat er sich dann nicht an seine Seite des Deals gehalten? Nat\u00fcrlich\nh\u00e4tten sie es nicht so ausgedr\u00fcckt, aber sie hatten offensichtlich das Gef\u00fchl,\ndass Gott ihnen im Gegenzug etwas schuldig war (das Konzept der gro\u00dfen\nSymbiose), und er hatte versagt, dies einzuhalten. Bestimmte Dinge (und was\ngeschah, war wirklich schrecklich) h\u00e4tten nicht geschehen d\u00fcrfen, sie geschahen\naber doch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Im\nBuch wird uns weder Gott noch sein Handeln erkl\u00e4rt. Aber seine Weisheit wird\nbest\u00e4tigt: \u201eEr muss nicht verteidigt werden; er will vertraut werden \u2026 anstatt\nGottes Gerechtigkeit zu verteidigen, verteidigt [das Buch] seine Weisheit\u201c\n(Walton und Longman III 2015: 95, 104).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die\nFrage, die aus dem Buch Hiob hervorgeht, lautet daher: Werden wir Gott\nvertrauen? Ebenfalls wichtig: die \u2013 \u00fcberraschend! \u2013 hilfreiche Frage des\nGegners: Dient Hiob Gott umsonst? Wenn es keinen Nutzen gibt, wenn unklar\nbleibt, ob es ihm \u00fcberhaupt etwas bringt, wird Hiob Gott dann trotzdem noch\ndienen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Werden wir das?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben und Bildnachweis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Photos sind Pixabay entnommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate, wenn nicht anders angegeben:\n<em>Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em>. 1999. Revidierter Text\n1984, durchgesehene Ausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Die\nHeilige Schrift \u00fcbersetzt von Hermann Menge<\/em>. 1994. Neuausgabe (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Walton, John H., and Tremper Longman III. 2015. <em><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B017J89YZW\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B017J89YZW&amp;linkCode=as2&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;linkId=170f7a432fe5fe7218b215bd9eacb5d4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">How to Read Job<\/a><\/em> (Downers Grove, IL: IVP Academic)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure\nof Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate links.\u201d\nThis means if you click on the link and purchase the item, I will receive an\naffiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst,\nhilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das dritte Mal in Folge schreibe ich \u00fcber ein Buch der Bibel. 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