{"id":1605,"date":"2018-12-06T08:29:16","date_gmt":"2018-12-06T07:29:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=1605"},"modified":"2024-08-07T11:53:50","modified_gmt":"2024-08-07T09:53:50","slug":"cals56","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2018\/12\/cals56\/","title":{"rendered":"Gott als Krieger? (Boyd-Projekt 5)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Es ist an der Zeit, zu einem Abschluss zu kommen. Wie funktioniert Boyds kreuzf\u00f6rmige Hermeneutik in der Praxis der Schriftauslegung? Im ersten Band von <em><a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/1506420753\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1506420753&amp;linkId=5702b594ef57d1ac91164593caaa1558\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">The Crucifixion of the Warrior God<\/a><\/em> stellt Boyd das Kreuz als Zentrum und Fundament christlicher Theologie dar. Daraus leitet er ab, was Gott gesagt und getan haben kann und was nicht. Darstellungen im AT von Gott als gewaltt\u00e4tig stehen im Widerspruch zu seinen Schlussfolgerungen. Im zweiten Band stellt Boyd seine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem vor: vier Prinzipien, die erkl\u00e4ren, was in solchen Bibelstellen \u201ewirklich vor sich geht\u201c. Dabei l\u00e4sst Boyd keine offenen Fragen zu. Das Buch stellt ein geschlossenes System dar, das nun dem Text des AT auferlegt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die vier Prinzipien sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Kreuzf\u00f6rmige Akkommodation<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">R\u00fcckzug (mit Erl\u00f6sung als Zweck)<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Kosmischer Konflikt<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Delegierte Macht<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich werde kurz auf jeden dieser Grunds\u00e4tze eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em><span style=\"color: #800000;\">Diesen Brief gibt es in Englisch auch als <\/span><a href=\"https:\/\/youtu.be\/15dJ_xpyQ6o\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">VIDEO PODCAST<\/a> <span style=\"color: #800000;\">und als<\/span> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/CALS56ExegesisBoyd5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AUDIO PODCAST<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em><span style=\"color: #800000;\">Die vorliegende Ausgabe ist die f\u00fcnfte und letzte, die sich mit Gregory Boyds Buch \u00fcber Gewalt im AT befasst:<\/span> <\/em><a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/1506420753\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1506420753&amp;linkId=5702b594ef57d1ac91164593caaa1558\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">The Crucifixion of the Warrior God: Interpreting the Old Testament\u2019s Violent Portraits of God in Light of the Cross<\/a><span style=\"color: #800000;\"><em> (Die Kreuzigung des Kriegergottes: Interpretation der Gewaltportr\u00e4ts Gottes im Alten Testament im Licht des Kreuzes; 2017).<\/em><\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Passt Gott sich an oder wird er angepasst?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Das erste Prinzip ist das der kreuzf\u00f6rmigen Akkommodation. Ich sehe zwei Probleme. Erstens ist mir unklar, wie das Prinzip sich von dem unterscheidet, was in Band 1 behandelt wurde. Bereits dort argumentierte Boyd, dass der Inhalt der kreuzf\u00f6rmigen Hermeneutik eine g\u00f6ttliche Anpassung ist. Dies erscheint nun wieder als Prinzip. Boyd beabsichtigt eindeutig, zwischen der Hermeneutik und dem Prinzip zu unterscheiden. Obwohl ich mich bem\u00fcht habe, gelingt es mir aber nicht, den Unterschied zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zweitens geht Boyd weit \u00fcber ein herk\u00f6mmliches Verst\u00e4ndnis von Akkommodation hinaus, ohne offen und klar darauf hin zu weisen. Traditionell wurde Akkommodation immer als etwas verstanden, das Gott tut: Anpassungen, die er vornimmt, damit die Menschen ihn verstehen. F\u00fcr Boyd geht es dar\u00fcber hinaus auch um das, was die Menschen mit Gott machen, damit er ihren kulturellen Vorurteilen entspricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Boyds dogmatisches Beharren auf Gewaltlosigkeit als Norm f\u00fchrt ihn zur Annahme, dass Gott nie in Gewalt verwickelt war. Gott kann Gewalt weder anordnen noch selbst anwenden. Wenn Gott im Text gewaltt\u00e4tig dargestellt wird, muss dies also die Folge einer menschlichen Verzerrung sein, die Gott zugelassen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Passt Gott sich an, indem er sich auf die Ebene der Menschen herabl\u00e4sst, damit sie ihn verstehen k\u00f6nnen, oder stellen Menschen ihn falsch dar? Das ist die entscheidende Frage. Im AT wird Gott zum Beispiel als g\u00f6ttlicher Kriegsheld dargestellt. Das ist Akkommodation; aber wer nimmt sie vor? Hat sich Gott so offenbart oder vermitteln Menschen ein falsches Bild von ihm? Entsteht das Bild, wie Boyd meint, aus \u201eder kulturell bedingten [und s\u00fcndhaften!] Denkweise\u201c menschlicher Schriftsteller (Boyd 2017: 703)? Sind es ihre \u201cverdrehten Wege\u201d, die Gottes wahren Charakter verzerren und zu Darstellungen f\u00fchren, die Gott in s\u00fcndiger T\u00e4tigkeit (Gewalt!) zeigen? Wenn Boyd recht hat, spricht die Bibel in wesentlichen Teilen nicht wahrheitsgem\u00e4\u00df \u00fcber Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es macht einen Unterschied, ob Gott aktiv menschliche Beschr\u00e4nkungen ber\u00fccksichtigt oder sich passiv von Menschen, die ihre eigenen Missverst\u00e4ndnisse auf ihn projizieren, verzerrt darstellen l\u00e4sst. Dinge, die Gott nie gesagt oder getan hat, werden ihm trotzdem zugeschrieben, einschlie\u00dflich Dinge, die geradezu s\u00fcndhaft sind. Boyd scheint diesen Unterschied nicht zu erkennen. Argumente f\u00fcr die erste Art der Akkommodation (die allgemein akzeptiert wird; Gott tut dies offensichtlich, z.B. wenn es um Polygamie geht) werden als Beweis f\u00fcr die zweite Art behandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine weitere Konsequenz: Krieg ist immer ein Mangel an Vertrauen seitens Israels, so Boyd. Wenn Israel das Schwert in die Hand nimmt, dr\u00fcckt es damit seine Unf\u00e4higkeit aus, auf Gott zu vertrauen. Gott h\u00e4tte es vorgezogen, auf eine ganz andere Weise zu \u201ak\u00e4mpfen\u2018. Dies gilt auch f\u00fcr die Eroberung Kanaans. Boyd argumentiert, dass \u201eJahweh urspr\u00fcnglich gehofft hatte, die einheimische Bev\u00f6lkerung umzusiedeln und sein Volk gewaltfrei ins Land zu bringen\u201c (Boyd 2017: 941; die Eroberung ist das Thema der Kapitel 19 und 20). H\u00e4tte Israel volles Vertrauen in Gott gehabt, h\u00e4tte es nie einen Kampf mit dem Schwert f\u00fchren m\u00fcssen, nicht einmal gegen die Amalekiter in Exodus 17.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Prinzip des R\u00fcckzugs (mit Erl\u00f6sung als Zweck)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Prinzip des rettenden R\u00fcckzugs besagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Gott bringt Gericht \u00fcber Menschen, indem er sich einfach von ihnen zur\u00fcckzieht und so zul\u00e4sst, dass sie die zerst\u00f6rerischen Folgen erfahren, die sich aus ihrer S\u00fcnde ergeben, auch wenn diese Folgen typischerweise durch andere Akteure verursacht werden, die ohnehin schon \u201cauf Zerst\u00f6rung aus sind\u201d. (Boyd 2017: 769)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Zum Teil ist dies einfach das Prinzip von s\u00e4en und ernten: Der Mensch erntet die Konsequenzen seines Handelns. Die S\u00fcnde hat negative Folgen; es gibt oft eine organische Verbindung zwischen Verbrechen und Folgen, die wir als Strafe deuten k\u00f6nnen. S\u00fcnde und B\u00f6ses zeigen eine inh\u00e4rente selbstzerst\u00f6rerische Tendenz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es kann aber auch sein, dass sich Gott zur\u00fcckzieht und anderen erlaubt, jenes Unheil anzurichten, das sie im Sinn haben. Das vielleicht offensichtlichste Beispiel daf\u00fcr im AT: Gott nimmt seinen Schutz von Jerusalem weg und erlaubt es den Babyloniern, zu kommen und die Stadt zu zerst\u00f6ren. Nicht selten verbirgt Gott sein Angesicht oder zieht seine Gegenwart zur\u00fcck, um den Weg f\u00fcr Gericht frei zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">So oder so ist Gott nicht aktiv an der daraus resultierenden Gewalt beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dar\u00fcber hinaus zeigt die Schrift oft, was Boyd ein \u201eduales Sprachmuster\u201c nennt (im Titel von Kapitel 17). Die Aussage, dass jemand etwas getan hat, ist in diesem Fall gleichbedeutend mit der Aussage, dass die Person das erlaubt oder indirekt dazu beigetragen hat. Dies gilt insbesondere f\u00fcr K\u00f6nige (und somit Gott), denn alles, was geschieht, geschieht unter ihrer Autorit\u00e4t und kann daher in gewissem Sinne als ihr Tun bezeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Boyd spricht in diesem Zusammenhang auch von der \u201eMetonymie des Subjekts\u201c, einer Redewendung, die diese Form hat:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Person X macht Y<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In Wirklichkeit gilt: Person X verk\u00fcndigt oder erlaubt Y, sagt Y vorher oder l\u00e4sst zu, dass Y geschieht. Das Verb <em>machen<\/em> steht also f\u00fcr eine dieser anderen Aktivit\u00e4ten. Beispiele sind Jeremia 1,10 und 2 Samuel 12,9. Ein weiteres Beispiel ist der Tod der Erstgeborenen in \u00c4gypten, der im 2. Mose 11 und 12 als Gottes Handeln angek\u00fcndigt wird, aber vom \u201eZerst\u00f6rer\u201c ausgef\u00fchrt wird (2. Mose 12,13). Boyd folgert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Ich betrachte die Metonymie des Subjekts als eine relevante grammatikalische Erkl\u00e4rung f\u00fcr viele Beispiele der Schrift, wo sie auf doppelte Weise von Gott spricht, und ich glaube, sie erg\u00e4nzt das Konzept von Jahweh als Monarch im alten Orient, der \u00fcber seine Sch\u00f6pfung herrscht. Das Konzept dient dazu, wieder einmal zu unterstreichen, dass wir nicht zu viel in Bibelstellen hineinlesen sollten, die gewaltt\u00e4tige Handlungen direkt Gott zuschreiben. (Boyd 2017: 864)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Wir sollten nicht zu viel in Bibelstellen hineinlesen, die gewaltt\u00e4tige Handlungen direkt Gott zuschreiben.<\/em> In der Tat! Ein guter Ratschlag, auch wenn das Buch ihn nicht immer beachtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zus\u00e4tzlich bezieht sich Boyd oft auf Gottes \u201eAikido-\u00e4hnliche\u201c Strategie. Aikido ist ein defensiver Kampfsport, in der die Kraft und die Aggression des Angreifers auf ihn selbst zur\u00fcckgeworfen werden. So geht Gott oft mit dem B\u00f6sen um: Er kehrt es auf sich selbst zur\u00fcck, damit es sich selbst zerst\u00f6rt. (Im Anhang zu dieser Ausgabe gibt es ein biblisches Beispiel daf\u00fcr.) Somit muss Gott gar keine Gewalt anwenden, um das B\u00f6se zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Kritik 1<\/strong>. M.E. ist dieser Abschnitt eine der besseren im Buch. Aber die Ideen sind weder neu noch stellen sie eine auf Boyds kreuzf\u00f6rmiger Hermeneutik basierende Neuinterpretation dar. All dies ist im Text des AT selbst erkennbar. (Nebenbei bemerkt, es macht daher keinen Sinn, dass Boyd sowohl das Prinzip der kreuzf\u00f6rmigen Akkommodation als auch das der Metonymie des Subjekts in derselben Stelle findet, zum Beispiel in Jesaja 53. Wenn es eine Metonymie des Subjekts gibt, gibt es keine verzerrte Darstellung Gottes, die erkl\u00e4rt werden m\u00fcsste.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Kritik 2<\/strong>. Das Prinzip funktioniert gut bei einem \u201ebreiten\u201c oder allgemeinen Gericht, in dem Gott in der Tat nur zur Seite treten und den Dingen ihren Lauf lassen muss. Aber k\u00f6nnen wir Gott immer so leicht von seiner Verantwortung f\u00fcr das, was passiert, \u201ebefreien\u201c? Was ist, wenn das Urteil spezifisch und klar limitiert ist, wie das von Sodom und Gomorra, von den Erstgeborenen in \u00c4gypten und von der Bande des Korach, Datan und Abiram (4. Mo. 16)? Wie wir im n\u00e4chsten Abschnitt sehen werden, f\u00fchrt Boyd diese Gerichte eher auf b\u00f6se M\u00e4chte als auf menschliche Akteure zur\u00fcck, aber die Frage bleibt. Wenn Gottes passive Erlaubnis, andere Unheil anrichten zu lassen, so spezifisch und unmittelbar ist, macht es dann wirklich einen solchen Unterschied, ob er das Gericht selbst vollstreckt oder dies anderen \u00fcberl\u00e4sst?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Kritik 3<\/strong>. Schlie\u00dflich wirft dieser Abschnitt ernsthafte Fragen dar\u00fcber auf, wie Gott das B\u00f6se \u00fcberwinden wird. Ja, es gibt Beispiele, wo das B\u00f6se sich selbst zerst\u00f6rt und S\u00fcnde ihre eigene Strafe herbeif\u00fchrt. Aber ist das die ganze Geschichte? Wird sich das B\u00f6se, einschlie\u00dflich Satan und seiner Diener, am Ende selbst zerst\u00f6ren? Boyds Antwort ist nicht ganz klar, aber das scheint sich aus diesem Abschnitt und dem n\u00e4chsten zu ergeben (z.B. Boyd 2017: 1077).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-dragon-855191_1920.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1608\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-dragon-855191_1920.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-dragon-855191_1920.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-dragon-855191_1920.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-dragon-855191_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Prinzip des kosmischen Konflikts<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Das dritte Prinzip ist ein notwendiges Gegenst\u00fcck zum zweiten. Wenn Gott sich zur\u00fcckzieht, kann nicht alles, was geschieht, auf menschliche Akteure zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Dies gilt insbesondere f\u00fcr nat\u00fcrliche und \u00fcbernat\u00fcrliche Plagen und Katastrophen. Sie m\u00fcssen daher das Werk b\u00f6ser M\u00e4chte sein, die immer und zu jeder Zeit auf Zerst\u00f6rung aus sind, aber normalerweise zur\u00fcckgehalten werden. Wenn Gott sich jedoch zur\u00fcckzieht, schlagen sie zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Prinzip unterscheidet sich nicht wesentlich von dem vorherigen (und die gleiche Kritik gilt); es geht lediglich um andere, nicht-menschliche Akteure. Zweifellos spielt das eine Rolle; es gibt z.B. einen Hinweis auf den Zerst\u00f6rer in 2. Mose 12,13 und in 1. Korinther 10,10. Boyd erweitert jedoch das Prinzip erheblich:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Genauer gesagt, im Lichte des Kreuzes behaupte ich, dass alle kanonischen Darstellungen Gottes, die die Natur als Waffe des Gerichts nutzen (z.B. die Sintflut, Sodom und Gomorra), als Anl\u00e4sse verstanden werden k\u00f6nnen und sollten, in denen Gott mit trauerndem, aber hoffnungsvollem Herzen seine sch\u00fctzende Hand zur\u00fcckgezogen hat, um es den Anti-Sch\u00f6pfungsm\u00e4chten, die \u201eauf Zerst\u00f6rung aus sind\u201c (Jes 51,13; vgl. Hab 1,9), zu gestatten, \u201edas Verderben der Sch\u00f6pfung\u201c in einem Individuum, einer Volksgruppe oder einer geografischen Region herbeizuf\u00fchren. (Boyd 2017:1071; man fragt sich, was \u201emit \u2026 hoffnungsvollem Herzen\u201c bedeutet in Bezug auf Sodom und Gomorra).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Hat Satan wirklich eine solche Macht \u00fcber die Sch\u00f6pfung? Und wenn Satan und seine Streitkr\u00e4fte z.B. Korach und seine rebellische Bande vernichten (4. Mo. 16), und nur sie, weil Gott nicht mehr erlaubt, wer ist dann der wahre Urheber dieses Gerichts?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"230\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-yosh-ginsu-146166-unsplash.jpg?resize=300%2C230&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1607\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-yosh-ginsu-146166-unsplash.jpg?resize=300%2C230&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-yosh-ginsu-146166-unsplash.jpg?resize=768%2C588&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-yosh-ginsu-146166-unsplash.jpg?resize=1024%2C784&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-yosh-ginsu-146166-unsplash.jpg?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-yosh-ginsu-146166-unsplash.jpg?w=3000&amp;ssl=1 3000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Boyd behauptet, dass \u201ealle g\u00f6ttlichen Urteile, die \u201aNaturkatastrophen\u2018 einschlie\u00dfen\u201c, auf diese Weise interpretiert werden k\u00f6nnen (ebd.: 1121): \u201e[E]s sind immer feindliche kosmische Kr\u00e4fte, die jede Art von Gewalt aus\u00fcben, die in den Endgerichten, die durch \u201aNaturkatastrophen\u2018 herbeigebracht werden, wirksam wird\u201c (ebd.; beachte das atemberaubende \u201eimmer\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In der Darstellung des dritten Prinzips finden sich einige der phantasievollsten Theorien und Erkl\u00e4rungen des Buches. Zum Beispiel verwandelt Boyd Engel in G\u00f6tter, als ob die Begriffe Synonyme w\u00e4ren. Der \u201eF\u00fcrst von Persien\u201c in Daniel 10,20 wird somit (w\u00f6rtlich) \u201eder Gott von Persien\u201c (ebd.: 1033). Und es sei klar, dass diese G\u00f6tter oder Engel \u201enicht eindeutig und unumkehrbar b\u00f6se\u201c seien \u2013 oder gut (ebd.: 1029).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Boyd taucht tief in die Mythologie der Kanaaniter und anderer V\u00f6lker des alten Orients ein. Zahlreiche mythologische Elemente wie der Leviathan sind in der Tat im AT zu finden, da sie von biblischen Autoren auf verschiedene Weise verwendet werden. Meiner Meinung nach deutet Boyd dieses Material jedoch genau falsch, indem er die biblische Weltanschauung remythologisiert: er \u00fcbernimmt nicht nur die literarischen Elemente, sondern auch die mythologische Weltanschauung der Kanaaniter; aber das ist ein Thema f\u00fcr einen anderen Tag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Besiedlung der unsichtbaren Welt mit kosmischen M\u00e4chten und b\u00f6sen Monstern, die unabh\u00e4ngig handeln, erm\u00f6glicht es Boyd, nat\u00fcrliche Gewalt, die sonst als Akt Gottes interpretiert werden m\u00fcsste, in Taten d\u00e4monischer Kr\u00e4fte zu verwandeln. Nicht Gott lie\u00df die Armee des Pharaos ertrinken, sondern eine b\u00f6se Macht, die in der Mythologie durch das widerspenstige Meer verk\u00f6rpert wurde: \u201eDas antisch\u00f6pferische Chaos-Monster durfte das tun, wonach es sich immer sehnt \u2013 n\u00e4mlich alles verschlingen, was es verschlingen kann\u201c (ebd.: 1176). Deswegen handelt es sich gleichzeitig um ein Beispiel daf\u00fcr, dass das B\u00f6se sich gegen sich selbst kehrt und sich selbst zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es war ebenfalls nicht Gott, der die Sintflut in Genesis schickte. Gott zog seine sch\u00fctzende Gegenwart zur\u00fcck und die kosmischen Kr\u00e4fte der Zerst\u00f6rung vernichteten die Sch\u00f6pfung, bis sie wieder zum Tohuwabohu des Anfangs wurde. Die \u201ezerst\u00f6rerischen nat\u00fcrlichen Folgen der S\u00fcnde\u201c (ebd.: 1127) waren ebenfalls ein Faktor (obwohl unklar bleibt, wie menschliche S\u00fcnde damals so verheerende \u201enat\u00fcrliche Folgen\u201c haben konnte). Folglich ist Gott nicht \u201ein das gr\u00f6\u00dfte Massaker verwickelt, wovon in der Schrift berichtet wird\u201c (ebd.: 1100), meint Boyd.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Prinzip der delegierten Macht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Das vierte Prinzip besagt: \u201eWenn Gott Personen mit \u00fcbernat\u00fcrlicher Autorit\u00e4t betraut, kontrolliert er nicht akribisch, wie sie diese Autorit\u00e4t nutzen\u201c (Boyd 2017: 637). Bis zu einem gewissen Grad liegt die Macht bei ihnen und kann missbraucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich finde es nicht einfach, dieses Prinzip zu beurteilen. Inwieweit k\u00f6nnen wir die von Gott gegebene Macht \u201ehalbautonom\u201c (wie Boyd es nennt) aus\u00fcben, das hei\u00dft, sie wirkt, ohne dass Gott etwas tun muss? Und inwieweit bedarf es der aktiven Beteiligung Gottes? Boyd verweist als Beispiel auf den Stab des Moses. Befand sich die Macht im Objekt? Als Mose mit seinem Stab entgegen Gottes Anweisung auf den Felsen schlug, spritzte trotzdem Wasser heraus (4. Mo. 20,1-13). Beweist dies, dass seine Macht unabh\u00e4ngig von Gottes direkter Beteiligung funktioniert hat? M\u00f6glicherweise, aber ich bin nicht ganz \u00fcberzeugt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-fire-171229_1920.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1609\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-fire-171229_1920.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-fire-171229_1920.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-fire-171229_1920.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/cals-56-fire-171229_1920.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Boyd verwendet dieses Prinzip, um eine bekannte Episode aus Elias Leben zu erkl\u00e4ren. Erneut st\u00f6rt mich, wie stark Boyd verurteilt, ohne alternative Erkl\u00e4rungen oder Interpretationen zu ber\u00fccksichtigen. In 2. K\u00f6nige 1 l\u00e4sst Elia zweimal Feuer vom Himmel fallen, wobei jeweils eine Gruppe von Soldaten umkommt, die gekommen ist, um ihn zum K\u00f6nig zu bringen. In Lukas 9,54f weist Jesus Jakobus und Johannes scharf zurecht, als sie das gleiche mit einem samaritanischen Dorf tun wollen, das sich weigert, sie zu empfangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die beiden Situationen sind v\u00f6llig unterschiedlich. Es ist darum denkbar, dass das, was im einen Fall falsch ist, im anderen richtig ist. Diese Option zieht Boyd aber nicht in Betracht; ihm ist klar, dass Elia seine von Gott gegebene Macht missbraucht hat:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Jesus h\u00e4tte Elia f\u00fcr diese m\u00f6rderische \u00fcbernat\u00fcrliche Heldentat zurechtgewiesen, wenn Elia sie w\u00e4hrend des Dienstes Jesu ausgef\u00fchrt h\u00e4tte. (Boyd 2017: 1224)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Auf jeden Fall macht der r\u00fccksichtslose Charakter, den Elia in diesem sinnlosen Gemetzel [von 400 Baalpriestern auf dem Berg Karmel] gezeigt hat, es nicht verwunderlich, dass er sp\u00e4ter mit g\u00f6ttlicher Autorit\u00e4t hundert M\u00e4nner unn\u00f6tig ein\u00e4schert. (Ebd..: 1225)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Elias angstmotivierter Akt der Zerst\u00f6rung basierte auf einem s\u00fcndhaften Mangel an Vertrauen in Jahweh. (Ebd.: 1226)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und wegen seiner Neigung zur Angst, basierend auf seinem Mangel an Vertrauen in Jahweh, wenn er bedrohlichen K\u00f6nigen gegen\u00fcberstand, entschied sich Elia, diese Kraft auf eine Weise zu nutzen, die definitiv nicht den Willen und Charakter Gottes widerspiegelt, wie er im gekreuzigten Christus offenbart wurde. (Ebd.: 1226; eine Offenbarung, die nat\u00fcrlich noch nicht stattgefunden hatte).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Man fragt sich, weshalb Elia im NT \u00fcberhaupt noch Anerkennung findet (auch bei Jesus). Immerhin ist dies das am wenigsten wichtige der vier Prinzipien; es wird in nur einem Kapitel abgehandelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Abschlie\u00dfende Bewertung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es war ein langer Weg. Bevor ich schlie\u00dfe, m\u00f6chte ich klarstellen, dass ich nicht an Boyds Motivation oder seinem Engagement f\u00fcr Jesus zweifle. Ich bewundere seine Leidenschaft. Ich gebe zu, dass die Themen, die er anspricht, hart und teilweise unbequem sind und daher ernsthaft \u00fcberdacht werden m\u00fcssen. Aber offensichtlich bevorzuge ich eine andere L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese L\u00f6sung erkennt die g\u00f6ttliche Akkommodation an, aber im traditionellen Sinne, d.h. als etwas, das Gott tut. Dies f\u00fchrt zum Konzept der fortschreitenden Offenbarung: Gott ist in die Welt des alten Orients eingetreten, hat seine Kultur aufgenommen und seine Sprache gesprochen, um die Menschheit allm\u00e4hlich auf einen besseren Weg zu f\u00fchren. Aus diesem Grund k\u00f6nnen wir sagen, dass wir heute vieles besser wissen, allerdings ohne diejenigen zu verurteilen, die damals gelebt und gehandelt haben, zu einem anderen Zeitpunkt dieser sich entfaltenden Offenbarung. Ich glaube, dass die biblische Aufzeichnung dieser fr\u00fchen Phasen es verdient, verst\u00e4ndnisvoll gelesen zu werden. Dabei sollten die reichen literarischen und kulturellen Nuancen nicht \u00fcbersehen werden, was Boyd leider immer wieder schafft (ein Beispiel findet sich im Anhang dieser Ausgabe). Ich bin auch davon \u00fcberzeugt, dass jede glaubw\u00fcrdige L\u00f6sung Raum f\u00fcr offene Fragen lassen sollte; geschlossene Systeme und Antworten bieten eine falsche Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zus\u00e4tzlich zu Boyds unkonventionellem Verst\u00e4ndnis von Akkommodation erw\u00e4hne ich vier weitere Einw\u00e4nde, die ich gegen seinen Vorschlag habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Ein schwacher Gott<\/strong>. Damit meine ich nicht, dass ich einen starken und kriegerischen Gott bevorzuge, wie es manche Evangelikale tun. In dieser Hinsicht bin ich nicht allzu weit von Boyd entfernt; das Ma\u00df wahrer Gr\u00f6\u00dfe ist, Macht zu haben und sie nicht zu gebrauchen; nie zeigt sich Gottes Herrlichkeit so einpr\u00e4gsam wie am Kreuz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber Boyds Gott ist in anderer Hinsicht schwach. Er hofft immer wieder auf das Beste und wird st\u00e4ndig entt\u00e4uscht. Er plante zun\u00e4chst, dass Israel das Land gewaltfrei \u00fcbernehmen w\u00fcrde, musste dies aber widerwillig aufgeben, als Israel das Schwert bevorzugte. Dar\u00fcber hinaus ist er oft traurig, tief betr\u00fcbt, etc. Vielleicht ist <em>schwach<\/em> hier nicht das richtige Wort, aber er wirkt sicherlich naiv.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Au\u00dferdem: \u201eDie Gerichte, die Gott plant, sind nicht immer erfolgreich!\u201c (Boyd 2017: 899). Versagen ist \u201ealles andere als selten\u201c (ebd.: 900). Und wenn es um Leviathan und Behemoth im Buch Hiob geht (Hiob 38-41), \u201ezwei gewaltige kosmische Unget\u00fcme aus dem alten Orient, die Chaos und B\u00f6ses darstellen und die Jahweh bek\u00e4mpfen muss, um die Ordnung in der Welt zu bewahren&#8230;. braucht sogar Jahweh ein Schwert, wenn er sich mit ihnen auseinandersetzt (40,19)\u201c (ebd.: 1118).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Eine unwahrscheinliche Erwartung<\/strong>. Vielleicht sollte ich auch hier lieber <em>naiv<\/em> verwenden. Gott zeigt eine bemerkenswerte Zur\u00fcckhaltung im Umgang mit dem B\u00f6sen, das tats\u00e4chlich selbstzerst\u00f6rerische Tendenzen zeigt. Aber ist das alles, was es braucht, um das B\u00f6se zu \u00fcberwinden? Wird der Drache den Drachen schlucken (wie im Titel von Kapitel 24)? Wird Gott niemals Zwang und Gewalt anwenden? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Boyd das glaubt, aber sein Buch hat bei mir diesen Eindruck hinterlassen. In der Vergangenheit hat das aber nicht so funktioniert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Auch die Engel, die ihren himmlischen Rang nicht bewahrten, sondern ihre Behausung verlie\u00dfen, hat er f\u00fcr das Gericht des gro\u00dfen Tages festgehalten mit ewigen Banden in der Finsternis. (Judas 6)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich verstehe, dass sich das mythologisch anh\u00f6rt, und was auch immer gemeint ist, die Sprache ist mit Sicherheit bildhaft. Dennoch impliziert diese Aussage die Anwendung von Gewalt, die den freien Willen dieser Kr\u00e4fte vollst\u00e4ndig und absolut einschr\u00e4nkt. Das klingt nicht wie eine Implosion und die Selbstzerst\u00f6rung des B\u00f6sen. Ich vermute, dass Gott irgendwann mehr tun muss als abwarten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Zuviel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr antichristliche Rhetorik<\/strong>. In Kapitel 14 kritisiert Boyd die Kirchenv\u00e4ter, weil sie zu sehr von der griechischen und insbesondere der platonischen Philosophie beeinflusst wurden. Vielleicht hat er Recht. Auf Boyd trifft das nicht zu. Stattdessen l\u00e4sst er sich zu sehr von der Kritik an Bibel und christlicher Religion beeinflussen, die heute im Westen so beliebt ist. Manchmal (Kapitel 7) schlie\u00dft er sich ihnen sogar an. Er gibt den modernen Kritikern der Bibel und des Christentums zu stark nach. Sie geben diesen Texten keine faire Chance. Wie gesagt: \u201eWir sollten nicht zu viel in Bibelstellen hineinlesen, die gewaltt\u00e4tige Handlungen direkt Gott zuschreiben\u201c (Boyd 2017: 864). Wenn man das vergisst, ist die Folge:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Eine mangelnde Wertsch\u00e4tzung des AT<\/strong>. In Anbetracht des Ausma\u00dfes an Gewalt und Nationalismus, die im AT toleriert werden, ist das AT voller Irrt\u00fcmer, wenn Gott in Wirklichkeit gewaltfrei ist. Gemessen an Boyds gewaltfreier kreuzf\u00f6rmiger Hermeneutik fallen sogar mehrere Stellen im NT durch (z.B. Boyd 2017: 557, 589ff; ich nehme an, dass auch Apg. 5,1-11 sich disqualifiziert, da Petrus seine apostolische Macht gegen Ananias und Sapphira missbraucht, \u00e4hnlich wie Elia in 2. K\u00f6nigen 1).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das ermutigt einen nicht dazu, viel Zeit mit dem AT zu verbringen. Warum sollte ich einen Text studieren, der eine \u201cschreckliche Beschreibung Jahwes\u201d ist und der \u201cdas verdrehte und kulturell bedingte Herz und Denken des biblischen Autors widerspiegelt und so von den Tiefen der Verderbtheit zeugt\u201d (Boyd 2017: 719)?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die christliche Gemeinschaft beraubt sich selbst, wenn sie sich zu sehr von gewaltt\u00e4tigen Bibelstellen und den damit verbundenen Fragen erschrecken l\u00e4sst. Boyd erkennt oft an, dass die ganze Schrift von Gott \u201ageatmet\u2018 ist, aber wir sollten auch anerkennen, zu welchem Zweck:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist n\u00fctze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt. (2. Tim. 3,16f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Problem der gewaltt\u00e4tigen Darstellungen Gottes sollte uns nicht die Sch\u00e4tze verpassen lassen, die im AT eingebettet sind und die darauf warten, von uns entdeckt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anhang: Bildhafte Sprache<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich fand Boyds Exegese des AT zu wenig sensibel f\u00fcr die reichen literarischen Elemente, die das AT enth\u00e4lt. Hier ist ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung dieser Tendenz; sie zeigt auch Boyds Gebrauch von \u201aAikido\u2018.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Zum Beispiel sagt der Psalmist mit der f\u00fcr den alten Orient typischen Bildsprache eines Krieger-Gottes, dass Jahweh \u201esein Schwert sch\u00e4rfen\u201c und \u201eseinen Bogen biegen und aufspannen\u201c wird, wenn er \u201eseine t\u00f6dlichen Waffen\u201c vorbereitet und \u201eseine Flammenpfeile bereit macht\u201c (Ps. 7,12f). Diese Bilder w\u00fcrden nat\u00fcrlich dazu f\u00fchren, dass man erwartet, dass Jahweh vom Himmel herabsteigt und pers\u00f6nlich Menschen massakriert [Wirklich? Wie sollte das denn aussehen?]. Die kreuzf\u00f6rmige Hermeneutik w\u00fcrde also von uns verlangen, davon auszugehen, dass \u201eetwas anderes vor sich geht\u201c, denn dies steht offensichtlich nicht im Einklang mit dem Charakter Gottes, der im gekreuzigten Christus offenbart wird. Interessanterweise best\u00e4tigt der Psalmist jedoch unsere kreuzf\u00f6rmige Annahme [f\u00fcr die es hier keine Notwendigkeit gibt, da der Autor ja selbst klar macht, dass sein Bild \u2013 man h\u00f6re und staune \u2013 als <em>Bild<\/em> zu verstehen ist], indem er sofort weitermacht und beschreibt, wie dieser Krieger-Gott sein \u201eSchwert\u201c schwingt und seine \u201eflammenden Pfeile\u201c schie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Siehe, er [der B\u00f6se] hat B\u00f6ses im Sinn,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">mit Unrecht ist er schwanger und wird L\u00fcge geb\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Er hat eine Grube gegraben und ausgeh\u00f6hlt \u2013<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Sein Unrecht wird auf seinen Kopf kommen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">(Ps. 7,14-16; Betonung hinzugef\u00fcgt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Trotz der kulturell bedingten gewaltt\u00e4tigen Bilder des g\u00f6ttlichen Kriegers ist es offensichtlich, dass Gottes gesch\u00e4rftes Schwert und seine flammenden Pfeile nichts weiteres sind als die nat\u00fcrlichen selbstzerst\u00f6rerischen Folgen des eigenen Verhaltens der Menschen. Welche Gewalt auch immer Menschen erleben, wenn sie unter das Gericht Gottes kommen, ist nichts, was Gott ihnen von au\u00dfen auferlegt. Es ist vielmehr ihre eigene Gewalt, die auf sie zur\u00fcckprallt. Wie ein Aikido-Meister richtet Gott im Grunde gewaltt\u00e4tige \u00dcbelt\u00e4ter, indem er diesen \u00dcbelt\u00e4tern erlaubt, sich selbst zu bestrafen. Wie Schwager feststellt, sind in der Literatur des AT \u201eSelbstbestrafung und Bestrafung durch Gottes Hand nicht zwei verschiedene Realit\u00e4ten\u201c. Dieses Aikido-\u00e4hnliche Verst\u00e4ndnis der Auswirkungen der S\u00fcnde, die auf die T\u00e4ter zur\u00fcckschl\u00e4gt, durchdringt das AT. (Boyd 2017: 839; auch hier gilt, wenn es das AT \u201edurchdringt\u201c und klar erkennbar und nachvollziehbar ist, braucht es keine kreuzf\u00f6rmige Neudefinition oder Korrektur; man muss nur die Bildsprache richtig deuten).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Attribution<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Warrior: Photo by <u><a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/j_Ch0mwBNds?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Henry Hustava<\/a><\/u> on <u><a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unsplash<\/a><\/u> <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/j_Ch0mwBNds\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/unsplash.com\/photos\/j_Ch0mwBNds<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Vulcano: Photo by <u><a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/qexZLgMcbPc?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Yosh Ginsu<\/a><\/u> on <u><a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unsplash<\/a><a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/qexZLgMcbPc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> https:\/\/unsplash.com\/photos\/qexZLgMcbPc<\/a><\/u><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dragon: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/en\/dragon-fantasy-monster-toy-game-855191\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/pixabay.com\/en\/dragon-fantasy-monster-toy-game-855191\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Fire: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/en\/fire-wood-fire-flame-burn-brand-171229\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/pixabay.com\/en\/fire-wood-fire-flame-burn-brand-171229\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Boyd, Gregory (2017), <em><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1506420753\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1506420753&amp;linkId=daa236dd389dcae72ed712e7826d5b6c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">The Crucifixion of the Warrior God: Interpreting the Old Testament\u2019s Violent Portraits of God in Light of the Cross<\/a><\/em> (Minneapolis, MN: Fortress Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Deutsche Bibelgesellschaft (1984),<em> Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em> (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate links.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist an der Zeit, zu einem Abschluss zu kommen. 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