{"id":1546,"date":"2018-09-06T08:57:31","date_gmt":"2018-09-06T06:57:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=1546"},"modified":"2024-08-07T12:07:53","modified_gmt":"2024-08-07T10:07:53","slug":"cals53","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2018\/09\/cals53\/","title":{"rendered":"Kriegsf\u00fchrung im Buch Josua (Boyd-Projekt 2)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Ich setze meine Erkundung der Eroberung Kanaans fort; in dieser Ausgabe geht es um das Buch Josua \u2013 auf den ersten Blick vielleicht das Buch im Alten Testament (AT), das die schlimmsten Gewalttaten beschreibt. Was ist heute von diesem Buch zu halten? Wie genau lautete das Gebot Gottes an Josua? Und was bedeutet das eigent\u00fcmliche hebr\u00e4ische Wort <em>herem<\/em>, das in Josua eine so wichtige Rolle spielt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><span style=\"color: #800000;\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em><\/span> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/ryDy7pNlxYc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VIDEO PODCAST<\/a> <em><span style=\"color: #800000;\">und als<\/span><\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/CALS53JoshuaBoyd2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><span style=\"color: #800000;\">Diese Ausgabe ist Teil 2 eines Projekts, das mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Das Thema ist weitreichend: Die Gewalt (oder Gewaltt\u00e4tigkeit) Gottes im AT. Gregory Boyd hat ein 1400-seitiges Buch \u00fcber dieses Thema geschrieben:<\/span> <a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/1506420753\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1506420753&amp;linkId=5702b594ef57d1ac91164593caaa1558\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Crucifixion of the Warrior God<\/em><em>: Interpreting the Old Testament\u2019s Violent Portraits of God in Light of the Cross<\/em><\/a> <span style=\"color: #800000;\">(Die Kreuzigung des Kriegergottes: Interpretation der Gewaltportr\u00e4ts Gottes im Alten Testament im Licht des Kreuzes; 2017). Ich wurde nach meiner Meinung \u00fcber dieses Buch gefragt; das hat mich veranlasst, dieses Projekt durchzuf\u00fchren.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Immerhin lassen sich im Buch Josua klare Prinzipien f\u00fcr die Praxis erkennen. Vielen von uns wird es nicht schwerfallen, etwas Umsetzbares in diesem Buch zu finden. Es wird uns klar sein, dass es Christen von heute nicht zu Gewalttaten auffordern will. Stattdessen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Baut es unseren Glauben auf.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Fordert es uns heraus, Gottes Ziele f\u00fcr uns zu verfolgen.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Erm\u00e4chtigt es uns, unsere Berufung und unseren \u201eErbteil\u201c in Besitz zu nehmen. Das Land ist unser Leben.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Lehrt es uns, keine Kompromisse einzugehen; wir verstehen die Kanaaniter und die Beziehung zu ihnen als das \u00c4quivalent der S\u00fcnde, des Teufels und des B\u00f6sen im Allgemeinen, denen wir keinen Raum geben sollten.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">In die Sprache des Neuen Testaments (NT) \u00fcbersetzt, geht es darum, den alten Menschen abzulegen und die Werke des Fleisches zu t\u00f6ten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">So weit, so gut. Aber zur Zeit Josuas bek\u00e4mpften die Israeliten Menschen, nicht die S\u00fcnde; was halten wir davon? Im Umgang mit dieser Frage steht vor allem eines im Vordergrund: der Kontext. Zuerst brauchen wir eine gr\u00fcndliche Lekt\u00fcre der relevanten Passagen (der literarische Kontext). Zweitens brauchen wir Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Welt und die Zeit, in der dieses Buch geschrieben wurde (der historische und kulturelle Kontext).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Landeroberung im Buch Josua<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn wir uns den eigentlichen Kampfberichten in Josua zuwenden, f\u00e4llt auf, wie wiederholend und formelhaft sie sind. Bestimmte Ausdr\u00fccke finden immer wieder Verwendung. Es f\u00e4llt auch auf, wie absolut und allumfassend diese Aussagen sind; Worte wie <em>alle<\/em>, <em>jeder<\/em> und <em>niemand<\/em> gibt es zuhauf. Es handelt sich um Hyperbeln, bewusste \u00dcbertreibungen. Hier ist eine Auswahl von sich wiederholenden und stereotypischen Ausdr\u00fccken:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Der Herr hat euch das Land gegeben (Jos. 1,2, 13, 15; 2,9, 24).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Die Bewohner des Landes sind vor uns feige geworden; ihr Herz verzagt (Jos. 2,9, 11, 24; 5,1; 10,2; vgl. 7,5, wo das Herz Israels verzagt).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Ich habe \u2026 in deine Hand gegeben (Josua 6,2; 8,1, 18; 10,8; 11,6, 8).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Der Bann, das Gebannte, den Bann vollstrecken (w\u00f6rtlich <em>herem<\/em>; Jos. 6,17, 18; 7,1; 7,11-14; 8,26; 10,1 und zahlreiche weitere Hinweise in Josua 10 und 11).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">\u201e[Sie] vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts, an Mann und Weib, Jung und Alt, Rindern, Schafen und Eseln (Jos. 6,21).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">\u201eUnd sie erschlugen sie, bis niemand mehr von ihnen \u00fcbrig blieb noch entrinnen konnte\u201c (Jos. 8,22; vgl. Jos. 10,33, 40; 11,8).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">\u201eUnd als Israel alle Einwohner von Ai get\u00f6tet hatte auf dem Felde und in der W\u00fcste, wohin sie ihnen nachgejagt waren, und alle durch die Sch\u00e4rfe des Schwerts gefallen und umgekommen waren, da kehrte sich ganz Israel gegen Ai und schlug es mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts\u201c (Jos. 8,24).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">\u201eUnd als Josua und Israel sie ganz geschlagen hatten in dieser sehr gro\u00dfen Schlacht \u2013 was \u00fcbrig blieb von ihnen, entkam in die festen St\u00e4dte\u201c (Jos. 10,20; vgl. 10,10; wenn Josua \u201esie ganz geschlagen\u201c hatte, wer entkam dann in die festen St\u00e4dte?).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">\u201eAn diesem Tag eroberte Josua auch Makkeda und schlug es mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts samt seinem K\u00f6nig und vollstreckte den Bann an der Stadt und an allen, die darin waren, und lie\u00df niemand \u00fcbrig und tat mit dem K\u00f6nig von Makkeda, wie er mit dem K\u00f6nig von Jericho getan hatte\u201c (Jos. 10,28; vgl. 10,30, 32, 35, 37, 39f).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">\u201e[Josua] \u2026 eroberte Hazor und erschlug seinen K\u00f6nig mit dem Schwert \u2026 Und sie erschlugen alle, die darin waren, mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts und vollstreckten den Bann an ihnen, und nichts blieb \u00fcbrig, was Odem hatte, und er verbrannte Hazor mit Feuer. Dazu eroberte Josua alle St\u00e4dte dieser K\u00f6nige mit ihren K\u00f6nigen und erschlug sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts und vollstreckte den Bann an ihnen, wie Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte \u2026 Und die ganze Beute dieser St\u00e4dte und das Vieh teilten die Israeliten unter sich; aber alle Menschen erschlugen sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts, bis sie vertilgt waren, und lie\u00dfen nichts \u00fcbrig, was Odem hatte\u201c (Jos. 11,10-14).<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">\u201eNach dem Wort des HERRN, das er Josua geboten hatte\u201c (Jos. 8,27; vgl. 10,40; 11,12, 15, 20; das ist nat\u00fcrlich der Stolperstein, zu dem ich nachher zur\u00fcckkehren werde: Hat Gott wahlloses Abschlachten angeordnet? Nach dem Ma\u00df der \u00dcbertreibung zu urteilen, muss die Antwort <em>nein<\/em> lauten).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Auch erw\u00e4hnenswert (nach Kitchen 2003:169-171): Der erste Bericht (\u00fcber Jericho) wird ausf\u00fchrlich erz\u00e4hlt. Sp\u00e4tere Schlachten werden mit abnehmenden Details erz\u00e4hlt. Dies gilt auch f\u00fcr den s\u00fcdlichen Feldzug in Josua 10 und f\u00fcr den n\u00f6rdlichen Feldzug in Josua 11. Beide Berichte beginnen mit einer relativ detaillierten Beschreibung, wenn auch nicht so detailliert wie die zu Jericho. Sp\u00e4tere Episoden des s\u00fcdlichen Feldzugs werden kurz zusammengefasst; f\u00fcr den weiteren Feldzug im Norden gibt es nur eine allgemeine Zusammenfassung. Dazu findet sich eine deutliche Parallele im Bericht von Pharao Thutmose III. \u00fcber seine Feldz\u00fcge in den Jahren 1458-1438 v. Chr. (Id.: 170).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ein weiteres Merkmal dieses Berichtes: Er endet in Josua 12 mit einer Liste von K\u00f6nigen, die besiegt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">All dies entspricht anderen Eroberungsberichten aus der Antike.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Wirklichkeit \u2013 mal n\u00fcchtern betrachtet<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Bericht, den wir in Josua haben, kann wie folgt charakterisiert werden: Er ist formelhaft, hyperbolisch (d.h. bewusst \u00fcbertreibend), stereotyp und voller Wiederholung. Dass wir es \u2013 nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben gemessen \u2013 mit ziemlich extravaganter \u00dcbertreibung zu tun haben, wird deutlich, wenn wir an anderen Stellen im Buch Josua auf bestimmte Details achten und noch mehr, wenn wir den Eroberungsbericht in Josua mit dem im Buch Richter vergleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In der zweiten H\u00e4lfte des Buches Josua gibt es eindeutige Beweise daf\u00fcr, dass die Kanaaniter nicht alle und vollst\u00e4ndig vertrieben oder zerst\u00f6rt wurden: Josua 13,1; 14,12; 15,13-19; 16,10; 17,12-13, 16-18.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Richter 1 zeigt noch deutlicher, dass die Kanaaniter weiterhin zahlreich pr\u00e4sent waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Copan und Flannagan fassen zusammen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Kenneth Kitchen \u2026 stellt fest, dass, wenn man die rhetorischen Windungen ber\u00fccksichtigt, die f\u00fcr diese Art von Kriegsberichten aus dem Nahen Osten typisch sind, eine sorgf\u00e4ltige Lekt\u00fcre von Josua 1-12 deutlich macht, dass es in diesem Bericht nicht so dargestellt wird, dass Israel die genannten Gebiete besetzt oder erobert. Kitchen stellt fest, dass die Israeliten nach der \u00dcberquerung des Jordans ihr Lager in Gilgal \u201ean der Ostgrenze von Jericho\u201c (Jos. 4,19) aufschlugen. Er weist darauf hin, dass nach jeder Schlacht in den n\u00e4chsten sechs Kapiteln der Text ausdr\u00fccklich festh\u00e4lt, dass sie nach Gilgal zur\u00fcckkehrten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">&#8220;Der Konflikt mit den kanaanitischen K\u00f6nigen von Stadtstaaten im s\u00fcdlichen Teil Kanaans verdient eine genaue Beobachtung. Nach der Schlacht um Gibeon sehen wir, wie die Hebr\u00e4er der Reihe nach auf sechs St\u00e4dte zugehen, sie angreifen und einnehmen, ihre lokalen K\u00f6nige und solche der Einwohner t\u00f6ten, die sich nicht entfernt hatten, <em>und weiterziehen, ohne diese Orte zu behalten<\/em>. Zweimal (10,15, 43) wird klar gesagt, dass ihre Streitkr\u00e4fte <em>ins Basislager nach Gilgal zur\u00fcckkehrten<\/em>. Eine weitgehende \u00dcbernahme und Besetzung dieser Region gab es zu diesem Zeitpunkt also <em>nicht<\/em>. Und keine totale Zerst\u00f6rung der angegriffenen St\u00e4dte \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was im S\u00fcden geschah, wurde im Norden wiederholt. Das ber\u00fchmte Hazor war das f\u00fchrende Zentrum der nordkanaanitischen K\u00f6nige. So wie im S\u00fcden besiegte die hebr\u00e4ische Armee die Opposition, eroberte ihre St\u00e4dte, t\u00f6tete Herrscher und weniger mobile Einwohner und verbrannte symbolisch Hazor und nur Hazor, um das Ende seiner lokalen Vorherrschaft zu betonen. Wieder versuchte Israel nicht, Galil\u00e4a sofort zu behalten; sie blieben in Gilgal (vgl. 14,6) &#8230;.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Er schlussfolgert: \u201eDiese Feldz\u00fcge dienten im Wesentlichen dazu, den Gegner milit\u00e4risch auszuschalten: Es waren keine territorialen Eroberungen mit sofortiger Besetzung durch die Hebr\u00e4er. Der Text ist sehr klar\u201c (Copan &amp; Flannagan 2014: 89, Zitate aus Kitchen 2003:161f; Betonung im Original)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Wichtig zu beachten: Die St\u00e4dte waren klein; sie z\u00e4hlten hunderte, in manchen F\u00e4llen vielleicht einige tausend Einwohner. Wir sollten unser Bild von <em>Stadt<\/em> nicht auf den Text \u00fcbertragen; dies waren kleine D\u00f6rfer. Sie fungierten als milit\u00e4rische und administrative Zentren, in denen der K\u00f6nig, seine Armee und sein Stab lebten. Der Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung lebte in kleinen D\u00f6rfern auf dem Land im Umfeld der \u201eStadt\u201c. Daher ist es strategisch sinnvoll, die St\u00e4dte ins Visier zu nehmen; das moderne \u00c4quivalent w\u00e4re, in Somalia oder Afghanistan die Kriegsherren (<em>warlords<\/em>) und ihre Machtbasen auszuschalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn wir \u00fcber die formelhafte \u00dcbertreibung hinausschauen, scheint der Umfang dieser Feldz\u00fcge relativ bescheiden gewesen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Eroberungsberichte im alten Orient<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie haben andere Nationen milit\u00e4rische Erfolge kommuniziert? Lawson Younger (1990) ver\u00f6ffentlichte eine gr\u00fcndliche Studie \u00fcber Eroberungsberichte aus der Antike. Er dokumentiert zahlreiche Parallelen zwischen diesen Berichten und denen, die wir in Josua haben. Einige Beispiele.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Stele, die eine Kampagne des Pharao Merenptah (regierte 1213-1203 v. Chr.) beschreibt, die Kanaan mit betraf; sie erw\u00e4hnt Israel als vollkommen zerst\u00f6rt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image alignleft\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"192\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/cals-53-Merenptah_Israel_Stele_Cairo.jpg?resize=192%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1550\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/cals-53-Merenptah_Israel_Stele_Cairo.jpg?resize=192%2C300&amp;ssl=1 192w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/cals-53-Merenptah_Israel_Stele_Cairo.jpg?w=491&amp;ssl=1 491w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Kanaan ist mit allem \u00dcbel erbeutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Askalon ist herbeigef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gezer ist gepackt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Jenoam ist zunichtegemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Israel ist verw\u00fcstet, seine Saat ist nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Chor ist zur Witwe von Tameri (das Geliebte Land, d. h. \u00c4gypten) geworden. (Merenptah Stela)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Bild: Merneptah Stele known as the Israel stela (JE 31408) from the Egyptian Museum in Cairo, 2003, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Merenptah_Israel_Stele_Cairo.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Merenptah_Israel_Stele_Cairo.jpg<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 3.0<\/a><br><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Gebal-Barkal-Stele, die eine Kampagne von Thutmosis III. beschreibt (regierte 1479-1425 v. Chr.):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Die gro\u00dfe Armee von Mitanni,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">sie wird im Handumdrehen gest\u00fcrzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Sie ist v\u00f6llig untergegangen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">als h\u00e4tte sie nie existiert. (Younger 1990: 227)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Kitchens (2003: 174) Reaktion auf diese Behauptung:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Im sp\u00e4teren f\u00fcnfzehnten Jahrhundert konnte sich Tuthmosis III. r\u00fchmen, \u201edie zahlreiche Armee von Mitanni wurde innerhalb einer Stunde gest\u00fcrzt, v\u00f6llig vernichtet, wie die (jetzt) nicht existierenden\u201c \u2013 w\u00e4hrend in Wirklichkeit die Truppen von Mitanni \u00fcberlebten, um viele weitere Male zu k\u00e4mpfen, im f\u00fcnfzehnten und vierzehnten Jahrhundert \u2026 In diesem Bezugsrahmen muss auch die Josua-Rhetorik verstanden werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Mescha-Stele, um 840 v. Chr. vom K\u00f6nig von Moab errichtet. Ich habe gez\u00f6gert, dieses Beispiel aufzunehmen, weil dieser Text lange nach Josua entstand. Nichts deutet jedoch darauf hin, dass sich die literarische Form von Kampfberichten und die zugrundeliegende Sichtweise in diesen Jahrhunderten stark ver\u00e4ndert h\u00e4tte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image alignleft\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"194\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/cals-53-P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.jpg?resize=194%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1551\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/cals-53-P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.jpg?resize=194%2C300&amp;ssl=1 194w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/cals-53-P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.jpg?resize=768%2C1185&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/cals-53-P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.jpg?resize=664%2C1024&amp;ssl=1 664w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wilrens.org\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/cals-53-P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.jpg?w=1944&amp;ssl=1 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich bin Mescha, Sohn des Kemosch [\u2026], K\u00f6nig von Moab, der Dibonite. Mein Vater war K\u00f6nig \u00fcber Moab drei\u00dfig Jahre, und ich herrschte nach meinem Vater. Und ich machte dieses H\u00f6henheiligtum f\u00fcr Kemosch in Qarchoh (vermutlich ein Teil von Dibon), ich baute sie als Zeichen der Rettung, denn er rettete mich vor allen Angreifern und lie\u00df mich triumphieren \u00fcber alle meine Gegner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Omri war K\u00f6nig \u00fcber Israel und bedr\u00e4ngte Moab viele Tage, denn Kemosch z\u00fcrnte seinem Land. Und es folgte ihm sein Sohn. Und auch er sprach: \u201eIch will Moab bedr\u00e4ngen.\u201c In meinen Tagen sprach er (so). Aber ich triumphierte \u00fcber ihn und \u00fcber sein Haus. <em>Und Israel ist sicher f\u00fcr immer zu Grunde gegangen<\/em> [allerdings finden sich f\u00fcr diesen Satz auch ganz andere \u00dcbersetzungen]. Und Omri hatte sich des ganzen Landes von Medeba bem\u00e4chtigt. Und er wohnte darin in meinen Tagen und in der H\u00e4lfte der Tage seines Sohnes, vierzig Jahre, aber Kemosch wohnte darin in meinen Tagen. Und ich baute Baal-Meon und machte die Zisterne darin und ich baute Qirjatan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und die Leute von Gad wohnten im Lande Atarot von jeher. Und der K\u00f6nig von Israel hat f\u00fcr sich Atarot gebaut. Ich griff die Stadt an und nahm sie ein. <em>Und ich t\u00f6tete alles Volk (?) der Stadt als Opfer f\u00fcr Kemosch und f\u00fcr Moab<\/em>. Und ich brachte von dort den Altar ihres (Gottes) Dod (= Geliebter) und schleppte ihn vor Kemosch in Qerjot. Und ich lie\u00df dort die Leute von Scharon und die Leute von Maharot wohnen. Und Kemosch sprach zu mir: Geh, nimm Nebo (im Kampf) gegen Israel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und <em>ich zog bei Nacht los<\/em> und k\u00e4mpfte gegen es vom Anbruch der Morgenr\u00f6te bis Mittag. <em>Und ich nahm es ein und t\u00f6tete alle: siebentausend M\u00e4nner und Sklaven und Frauen und Sklavinnen und Dirnen, denn ich hatte es dem Kemosch geweiht<\/em> \u2026 (Mescha-Stele; Hervorhebung hinzugef\u00fcgt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Bild: Mbzt (2012), St\u00e8le de M\u00e9sha, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.JPG\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.JPG<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>CC BY<\/em><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Josua 9 (der Betrug der Gibeoniten) hat keine Parallele in anderen Berichten, aber es gibt Beispiele von V\u00f6lkern, die auf die Drohung einer \u00fcberlegenen Macht bedacht und mit T\u00e4uschung reagieren. In einem Beispiel schickt der unterlegene K\u00f6nig alte Menschen, die den angreifenden K\u00f6nig um Gnade flehen sollen (Younger 1990: 202f).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt Parallelen zu Nachtkampagnen (Id.: 207) und anderen von Josua eingesetzten Strategien. Es gibt auch Parallelen zu wundersamen Ereignissen. Wo Josua 10,11 von Hagel spricht, sprechen auch andere Berichte von Hagel oder sogar von einem Meteor (Id.: 208-211).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Um dies zusammenzufassen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Die Untersuchung Youngers zeigt eindeutig, dass das Buch Josua in \u00dcbereinstimmung mit der Rhetorik und den Konventionen der Eroberungsberichte des alten Orients geschrieben wurde. Solche Berichte erz\u00e4hlen Geschichte in einer stark rhetorischen, stereotypen, figurativen Art und Weise und verwenden reichlich \u00dcbertreibungen, indem sie Schlachten als totale Vernichtung aller darstellen. Diese Berichte so zu lesen, als ob der Autor buchst\u00e4blich behauptet h\u00e4tte, dass eine totale Vernichtung stattgefunden h\u00e4tte, bedeutet schlichtweg, sie falsch zu lesen. Younger stellt fest: \u201eEs ist offensichtlich, dass die Syntagmen \u2026 (\u201asie zerst\u00f6rten es vollst\u00e4ndig und jeden, der darin war\u2018, \u201aer hat keine \u00dcberlebenden hinterlassen\u2018), etc. als \u00dcbertreibung zu verstehen sind. Die biblische Erz\u00e4hlung verwendet, wie andere Kampfberichte aus dem Vorderen Orient, hyperbolische, stereotype Syntagmen, um den Bericht aufzubauen.\u201c (Copan &amp; Flannagan 2014: 99)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Buch Josua ist als theologisch orientierte, an wichtigen Stellen stilisierte und hyperbolische Erz\u00e4hlung von Israels ersten Auseinandersetzungen im gelobten Land zu lesen, wobei die Geschichte dieser Schlachten von Beschreibungen zweier gro\u00dfer ritualisierter Ereignisse umrahmt wird. Die Geschichte als Ganzes feiert Josua als den gro\u00dfen F\u00fchrer seines Volkes, treu zu Jahwe, den w\u00fcrdigen Nachfolger Moses. Wenn wir das Wort \u201eHagiographie\u201c seiner negativen Konnotationen befreien, k\u00f6nnen wir das Buch eine hagiographische Darstellung von Josuas Taten nennen. Das Buch ist nicht als Behauptung zu verstehen, dass Josua das gesamte gelobte Land erobert hat, noch ist es als Behauptung zu lesen, dass Josua auf Befehl Jahwes die gesamte Bev\u00f6lkerung aller St\u00e4dte mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes ausgerottet hat. Das offene Eingest\u00e4ndnis des Er\u00f6ffnungskapitels des Buches Richter und die Feststellung Jahwes an Josua im hohen Alter, dass \u201evom Land noch sehr viel einzunehmen bleibt\u201c, kommen einer w\u00f6rtlichen Aussage dar\u00fcber, wie die Dinge tats\u00e4chlich gelaufen sind, n\u00e4her. (Wolterstorff 2010: 252f)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">So spiegeln sowohl die formelhafte Gestaltung als auch ihre Variationen in Josua die Gepflogenheiten des Vorderen Orients wider, wie er in Originalversionen zu finden ist. So wurden solche milit\u00e4rischen Berichte <em>\u00fcblicherweise<\/em> geschrieben, und diese Strukturen und andere sind schon im zweiten Jahrtausend, lange vor der neo-assyrischen Zeit, allgemeiner Brauch (Kitchen 2003: 173; Hervorhebung im Original).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Unterschiede<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Untersuchung Youngers beweist \u00fcberzeugend, dass diese Berichte nicht als einfache und sachliche historische Aufzeichnungen gedacht waren. Die Berichte wurden von Konventionen gepr\u00e4gt, die den Lesern bekannt waren; in Gegensatz zu uns haben sie diese Texte nicht missverstanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist, wie wenn heute in der Zeitung stehen w\u00fcrde: Das Team wurde abgeschlachtet. Jeder versteht, wie das gemeint ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">\u00dcberraschenderweise geht Younger nicht darauf ein, welche Unterschiede es zwischen Josua und anderen Berichten gibt. Bei den Assyrern ist das Ziel der Eroberungsberichte die Einsch\u00fcchterung: Sie soll den Gegner schw\u00e4chen. Die hethitischen Berichte klagen \u00fcber Verrat und Untreue und handeln von Rache und Bestrafung. Die \u00e4gyptischen Berichte verherrlichen den Pharao, manchmal bis ins Groteske. Was ist der Zweck des israelitischen Berichts? In wie fern ist er anders?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der israelitische Bericht feiert Gottes Treue bei der Erf\u00fcllung seiner Verhei\u00dfung. Der Bericht hebt keinen K\u00f6nig hervor, sondern best\u00e4tigt eine Nation. Er baut ihren Glauben auf, indem er den Ma\u00dfstab daf\u00fcr setzt, was Gottes Volk (jeder, nicht nur der K\u00f6nig!) tun kann, wenn das Volk Gott gehorcht. Anders als viele andere Berichte ist Josua nicht in der Ich-Form geschrieben. Die Erz\u00e4hlung erhebt weder Josua noch r\u00fchmt Josua sich, wie es die K\u00f6nige in anderen Eroberungsberichten tun.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was hat Gott geboten?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">In meiner letzten Ausgabe suchte ich in der Thora nach Gottes Befehl, <em>herem<\/em> zu praktizieren \u2013 und fand sehr wenig. Nur einmal (!) sagt Mose, dass dies Gottes Gebot sei (Dt. 20,16f); es gibt keine Stelle, in der uns erz\u00e4hlt wird, wie Gott diesen Befehl direkt ausspricht. Die Situation in Joshua ist vergleichbar.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Und du sollst mit Ai und seinem K\u00f6nig tun, wie du mit Jericho und seinem K\u00f6nig getan hast, nur dass ihr die Beute und das Vieh unter euch teilen sollt. Lege einen Hinterhalt hinter die Stadt! (Jos. 8,2; ohne Details, aber die Anordnung deutet implizit auf <em>herem<\/em> hin)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">So schlug Josua das ganze Land auf dem Gebirge und im S\u00fcden und im H\u00fcgelland und an den Abh\u00e4ngen mit allen seinen K\u00f6nigen und lie\u00df niemand \u00fcbrig und vollstreckte den Bann an allem, was Odem hatte, wie der HERR, der Gott Israels, geboten hatte. (Jos. 10,40; wann und wo bleibt eine offene Frage)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und der HERR sprach zu Josua: F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen! Denn morgen um diese Zeit will ich sie alle vor Israel dahingeben und sie erschlagen; ihre Rosse sollst du l\u00e4hmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen \u2026 Da tat Josua mit ihnen, wie der HERR ihm gesagt hatte, und l\u00e4hmte ihre Rosse und verbrannte ihre Wagen. (Jos. 11,6, 9; hier befiehlt Gott nur, Pferde und Wagen zu zerst\u00f6ren)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dazu eroberte Josua alle St\u00e4dte dieser K\u00f6nige mit ihren K\u00f6nigen und erschlug sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts und vollstreckte den Bann an ihnen, wie Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte. (Jos. 11,12; Mose, nicht der Herr)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Und die ganze Beute dieser St\u00e4dte und das Vieh teilten die Israeliten unter sich; aber alle Menschen erschlugen sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts, bis sie vertilgt waren, und lie\u00dfen nichts \u00fcbrig, was Odem hatte. Wie der HERR dem Mose, seinem Knecht, und Mose dem Josua geboten hatte, so tat Josua, dass nichts fehlte an allem, was der HERR dem Mose geboten hatte. (Jos. 11,14f; nochmals, wann ist unbekannt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">So geschah es von dem HERRN, dass ihr Herz verstockt wurde, im Kampf Israel zu begegnen, damit sie mit dem Bann geschlagen w\u00fcrden und ihnen keine Gnade widerf\u00fchre, sondern sie vertilgt w\u00fcrden, wie der HERR dem Mose geboten hatte. (Jos. 11,20; auch hier bleibt unklar, wann)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Gehe ich zu weit, wenn ich mutma\u00dfe, dass Gott scheinbar nur ungerne <em>herem<\/em> und Zerst\u00f6rung anordnet? Vielleicht, weil der Erz\u00e4hler kein Z\u00f6gern erkennen l\u00e4sst. Dennoch scheint mir die Seltenheit eines direkten Befehls im Vergleich zu der \u00fcppigen Praxis bedeutsam zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Was bedeutet es, dass auch andere Eroberungsberichte, wie Josua, ausf\u00fchrlich von der Beteiligung ihres Gottes an Kriegen und Kriegshandlungen sprechen? War es so normal, die Beteiligung der G\u00f6tter in allem zu sehen, dass die Israeliten gar nicht in der Lage waren, ihre Eroberungsz\u00fcge anders wahrzunehmen und so vielleicht Gott mehr zuschrieben, als er wollte oder befohlen hatte?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich z\u00f6gere, so weit zu gehen, denn im Text spricht Gott zwar nur selten von <em>herem<\/em> und Zerst\u00f6rung, aber eben doch manchmal; <em>herem<\/em> ist nicht in jedem Fall die Initiative Israels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Stattdessen wende ich mich wieder der Idee der Akkommodation zu: Gott passt sich der Welt, wie sie war, an, um sie von innen heraus zu ver\u00e4ndern. Bevor ich mehr dazu sage, noch einige Worte zu <em>herem<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Bedeutung von <em>herem<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Israeliten lebten mit einem v\u00f6llig anderen Weltbild als wir. Die meisten von uns betrachten Krieg als etwas S\u00e4kulares, nicht als eine religi\u00f6se Aktivit\u00e4t, mit Ausnahme vom Sonderfall des \u201eheiligen Krieges\u201c. Im alten Orient war der Krieg nie s\u00e4kular; die G\u00f6tter waren immer dabei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Damit war die Logik des Krieges v\u00f6llig anders als die der modernen Kriegsf\u00fchrung. Carl von Clausewitz, der ber\u00fchmte preu\u00dfische Kriegstheoretiker, pr\u00e4gte den Aphorismus, dass Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist. Nicht so damals. Der Krieg war die Fortsetzung der <em>religi\u00f6sen Hingabe<\/em> mit anderen Mitteln. Ob gut oder schlecht (ich vermute, aus Gottes Sicht eher schlecht; es gibt Hinweise im AT auf eine negative Bewertung von Krieg, z.B. Jes. 2), dies war die Welt von Mose und Josua und David. So sahen die \u00c4gypter, die Assyrer und die Hethiter die Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Der Krieg war vollst\u00e4ndig integriert mit der Religion und ebenfalls mit der konzeptuellen Welt der rituellen Reinheit \u2013 eine weitere Idee, die f\u00fcr uns schwer zu erfassen ist. Wir verstehen die Welt einfach nicht so, in einem Rahmen von \u201erein\u201c und \u201eunrein\u201c. In diesem Rahmen und in diesem Weltbild hat <em>herem<\/em> seinen Platz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das macht es uns unm\u00f6glich, den Begriff vollst\u00e4ndig zu verstehen. Wir sind zu weit von dieser Welt entfernt. Zwei Dinge k\u00f6nnen helfen: den Begriff so gut wie m\u00f6glich zu <strong>definieren<\/strong> und einen Blick auf die <strong>Praxis<\/strong> anderer Nationen zu werfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Definition<\/strong>. Walton und Walton (2017: 170; Betonung im Original) geben folgende Definition:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\"><em>Etwas dem menschlichen Gebrauch zu entziehen<\/em>. Die Betonung liegt nicht auf dem Objekt, sondern auf jedem um das Objekt herum; \u201eNiemand soll es benutzen\u201c \u2026 Wenn Zerst\u00f6rung stattfindet, ist sie ein Mittel zum Zweck.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Das macht Sinn. So definiert, kann <em>herem<\/em> auf Gold und Gegenst\u00e4nde, aber auch auf Menschen und Orte angewendet werden. Die Ausf\u00fchrung von <em>herem<\/em> kann manchmal die Zerst\u00f6rung durch Feuer oder das Schwert erfordern. Zu anderen Zeiten kann es einfach bedeuten, etwas abzutrennen, es dem Herrn zu weihen. Diese Definition von <em>herem<\/em> hat die St\u00e4rke, dass sie zu allen Beispielen passt, in denen der Begriff verwendet wird. In den Worten von Del Monte (2005: 22; wobei mich die Idee der S\u00fchnung in der zweiten H\u00e4lfte seiner Definition nicht \u00fcberzeugt):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Im Hebr\u00e4ischen ist <em>herem<\/em> im Allgemeinen der Status desjenigen, das vom gew\u00f6hnlichen Gebrauch oder Kontakt getrennt ist, entweder weil es als Gr\u00e4uel f\u00fcr Gott verboten ist oder weil es Ihm geweiht ist, sei es eine Stadt, ein Objekt oder ein Mensch; im letzten Fall entwickelt er sich zum Begriff der \u201eExkommunikation\u201c, aber die fr\u00fchesten Bez\u00fcge auf <em>herem<\/em> kennzeichnen ihn als ein Votivverbot eines aggressiven Feindes, ein Gel\u00fcbde unter dem Druck des Krieges oder aus Rache zur S\u00fchnung Gottes gemacht wurde; die Bev\u00f6lkerung sollte mit dem Schwert umgebracht und die Stadt niedergebrannt werden, aber die Beute von Vieh war gelegentlich erlaubt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Etwas dem menschlichen Gebrauch zu entziehen<\/em>, auf die Kanaaniter angewandt, bedeutete in erster Linie, keine Beziehungen zu ihnen einzugehen. Wesentlich ist die Trennung, nicht die Vernichtung. Im Falle von Widerstand kann es notwendig werden, zu t\u00f6ten. Aber <em>herem<\/em> ist kein Aufruf zur Vernichtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Herem<\/em> ist ebenso wenig eine Strafe f\u00fcr Verbrechen oder S\u00fcnden; nichts in Josua legt dies nahe. Das Ziel ist auch nicht Pr\u00e4vention, d.h. vorbeugen, dass die Israeliten von den Kanaanitern verunreinigt oder verf\u00fchrt w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Walton und Walton (2017: 179ff) argumentieren, dass <em>herem<\/em> sich nicht so sehr gegen Individuen richtet, als vielmehr gegen ihre gemeinsame Identit\u00e4t. Deshalb stehen K\u00f6nige und St\u00e4dte im Fokus, obwohl nur ein kleiner Teil der Bev\u00f6lkerung damals in St\u00e4dten lebte. Die St\u00e4dte waren aber die Tr\u00e4ger und das R\u00fcckgrat der Gesellschaft und ihrer Identit\u00e4t. Wenn man die K\u00f6nige und ihre St\u00e4dte ausschaltet, bricht die Identit\u00e4t zusammen. <em>Herem<\/em> verlangt daher nicht, dass Israel einzelne Kanaaniter verfolgt (und t\u00f6tet).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Praxis<\/strong>. Wie ich in der vorherigen Ausgabe argumentierte, hatte Israel ein Konzept von <em>herem<\/em>, bevor Gott den Begriff jemals in den Mund nahm (was er, wie ich versucht habe zu demonstrieren, erstaunlich selten tut). Ein vergleichbares Konzept finden wir auch bei anderen Nationen. Das liegt daran, dass Israel nicht in einem Vakuum lebte, sondern von diesen Nationen beeinflusst wurde. In vielen Punkten teilte Israel ihre Weltanschauung und ihr Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Kriege wurden f\u00fcr und mit den G\u00f6ttern (oder Gott) gef\u00fchrt. In diesem Zusammenhang war es sinnvoll, ihnen (oder ihm) Beute oder Gewinn, wie eine Stadt, zu weihen. Oder besser gesagt, es machte Sinn, anzuerkennen, dass es von Anfang an seins war, denn es war sein Krieg und sein Sieg. Die Beute geh\u00f6rte also auch ihm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Folgendes Zitat fasst zusammen, was wir \u00fcber diese Praxis bei den Hethitern in Kleinasien wissen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Es scheint, dass die schlimmste Behandlung, die die feindliche Stadt erfahren konnte, die v\u00f6llige Zerst\u00f6rung war, gefolgt von dem Verbot der Neubesiedlung, das durch das Verfluchen der zuk\u00fcnftigen Bewohner bekr\u00e4ftigt und rituell durch die Weihe des Territoriums an den Stormgott festgesetzt wurde. (Roszkowska-Mutschler 1992: 1; vgl. Jos. 6,26; sie listet vier hethitische Dokumente auf, die sich auf diese Praxis beziehen)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">In 2. K\u00f6nige 19,11 wird <em>herem<\/em> vom assyrischen Beamten verwendet, um zu beschreiben, was die assyrischen K\u00f6nige zahlreichen anderen Nationen antaten, indem sie sie zerst\u00f6rten (2. K\u00f6. 19,12). Und Mescha, der K\u00f6nig von Moab, sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Ich griff die Stadt an und nahm sie ein. Und ich t\u00f6tete alles Volk (?) der Stadt als Opfer f\u00fcr Kemosch und f\u00fcr Moab. Und ich brachte von dort den Altar ihres (Gottes) Dod (= Geliebter) und schleppte ihn vor Kemosch in Qerjot \u2026 Und Kemosch sprach zu mir: Geh, nimm Nebo (im Kampf) gegen Israel \u2026 Und ich nahm es ein und t\u00f6tete alle: siebentausend M\u00e4nner und Sklaven und Frauen und Sklavinnen und Dirnen, denn ich hatte es dem Kemosch geweiht \u2026 (Mescha-Stele)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fortschreitende Offenbarung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Eine meiner Fragen in der vorherigen Ausgabe war, ob die israelitische Praxis derjenigen anderer Nationen zu dieser Zeit \u00e4hnelte. Wenn ja, dann w\u00fcrde das die T\u00fcr zu einer L\u00f6sung \u00f6ffnen. Wie ich schrieb, wollte ich aber Beweise daf\u00fcr sehen. Ich glaube, die Beweise sind da. Die Israeliten lebten in einer Welt, in der alle Kriege g\u00f6ttliche Kriege waren. Jeder K\u00f6nig k\u00e4mpfte mit den jeweiligen G\u00f6ttern seiner Nation an der Seite und f\u00fcr diesen Gott. Andere Nationen praktizierten gelegentlich ihre eigene Form des <em>herems<\/em>. Zugegeben, die Menge des Beweismaterials ist begrenzt, aber es gibt es. <em>Herem<\/em> war keine isolierte Praxis, sondern ein integrierter Teil einer Weltanschauung, die Israel mit seinen Nachbarn teilte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Daher w\u00e4re im Gegensatz zu heute niemand in der Antike schockiert gewesen, wenn er den Eroberungsbericht in Josua (einschlie\u00dflich <em>herem<\/em>) gelesen h\u00e4tte. Der Bericht passte genau. Das war normal. Der Leser im Altertum h\u00e4tte die \u00dcbertreibung erkannt und gewusst, wie man sie versteht. Was Moses befahl und Josua ausf\u00fchrte, war keine Vernichtungskampagne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es handelt sich um Akkommodation. Gott ist in die Welt der Israeliten eingetreten und ist ihnen in ihrem konzeptuellen Rahmen begegnet. Als weitere Illustration daf\u00fcr d\u00fcrfte die David-Erz\u00e4hlung, wie im Buch Samuel dargestellt, gelten. David f\u00fchrte viele Kriege, zuerst als Gesetzloser und sp\u00e4ter als K\u00f6nig. In allem ist Gott mit ihm. Das bedeutet nicht, dass Gott alles, was er tut, guthei\u00dft. Nehmen wir zum Beispiel diese Episode:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">David zog hinauf mit seinen M\u00e4nnern und fiel ins Land der Geschuriter und Girsiter und Amalekiter ein; denn diese waren von alters her die Bewohner des Landes bis hin nach Schur und \u00c4gyptenland. Und sooft David in das Land einfiel, lie\u00df er weder Mann noch Frau leben und nahm mit Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider und kehrte wieder zur\u00fcck. Kam er dann zu Achisch und Achisch sprach: Wo seid ihr heute eingefallen?, so sprach David: In das S\u00fcdland Judas, oder: In das S\u00fcdland der Jerachmeeliter, oder: In das S\u00fcdland der Keniter. David aber lie\u00df weder Mann noch Frau lebend nach Gat kommen; denn er dachte: Sie k\u00f6nnten uns verraten. So tat David und das war seine Art, solange er im Philisterland wohnte. (1. Sam. 27,8-11)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Lobenswert war das nicht; Gott hat es aber geduldet. 1. Chronik 22,8 gibt vielleicht einen Hinweis darauf:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Aber das Wort des HERRN kam zu mir: Du hast viel Blut vergossen und gro\u00dfe Kriege gef\u00fchrt; darum sollst du meinem Namen nicht ein Haus bauen, weil du vor mir so viel Blut auf die Erde vergossen hast.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Gott trat in Davids Welt ein, eine Welt der Kriegsf\u00fchrung, und er stellte sich in dieser Welt zu David. \u00c4hnlich wie bei Joshua.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Longman III und Reid (1995: 17) schlagen ein f\u00fcnfstufiges Modell f\u00fcr die fortschreitende Offenbarung vor, beginnend mit dem Exodus. Das Thema Gott als g\u00f6ttlicher Krieger entwickelt sich dabei folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Gott ist \u201eein Krieger, der f\u00fcr dieses Volk Israel gegen dessen Feinde aus Fleisch und Blut k\u00e4mpft\u201c (Id.: 17). Diese Darstellung zeigt sich vor allem durch den Exodus und die Landeinnahme.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Gott k\u00e4mpft gegen Israel, weil es untreu ist, und richtet es.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Gott kommt als Krieger: die prophetische Erwartung des Tages des Herrn und die Befreiung in der Zukunft.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Christus kommt und besiegt paradoxerweise die M\u00e4chte und Gewalten durch seinen Tod am Kreuz.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Christus kommt als Krieger und Richter wieder. (Genau genommen bilden 4 und 5 gemeinsam eine Stufe in diesem Offenbarungsprozess.)<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Erkennen fortschreitender Offenbarung und g\u00f6ttlicher Akkommodation erm\u00f6glicht es uns, \u00fcber ein alttestamentliches Verst\u00e4ndnis hinaus zu einem volleren, neutestamentlichen Verst\u00e4ndnis von Gott zu gelangen, ohne die Berichte im AT zu verwerfen oder zu verurteilen. Wir m\u00fcssen dabei aber nicht die Richtlinien der fr\u00fcheren Stadien \u00fcbernehmen, wie wenn sie die zeitlosen Ma\u00dfst\u00e4be Gottes darstellen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieses sich entwickelnde Verst\u00e4ndnis von Gott als Krieger ist eng verbunden mit einer sich entfaltenden Offenbarung des eigentlichen, kosmischen Krieges, die es uns erm\u00f6glicht, den wahren Feind zu lokalisieren: nicht die Nationen, sondern Satan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gott beginnt konkret, in einer Welt voller echter Kriege. Gott offenbart sich als Krieger. Sp\u00e4ter in der Geschichte wird er enth\u00fcllen, welche Art von Krieg er wirklich f\u00fchren will, und damit die Kriegsanstrengungen seines Volkes auf andere Ziele umleiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Erkennen fortschreitender Offenbarung und Akkommodation erm\u00f6glicht es uns, zu einem neutestamentlichen Verst\u00e4ndnis von Gott zu gelangen, ohne die Berichte im AT zu verwerfen oder zu verurteilen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Josua schlug die Schlacht von Jericho \u2026<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">\u2026 und die Stadtmauern st\u00fcrzten taumelnd ein. So lautet der Text eines <em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Negro_Spiritual\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spirituals<\/a><\/em>, der zum Liedgut geh\u00f6rt, das seinen Ursprung bei den schwarzen Sklaven in Amerika hat. Das Lied hat Millionen von Menschen inspiriert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das Buch Josua ist eine brillante Geschichte, brillant erz\u00e4hlt und mit einer Botschaft voller Kraft. Offensichtlich, wenn man die Urspr\u00fcnge des Liedes betrachtet, wurde diese Botschaft gerade von denjenigen, die keine Macht hatten, sehr gesch\u00e4tzt. Es ist schade, dass meine ganze Arbeit hier auf die eher negative Seite dieses Buches ausgerichtet ist und seine positive Botschaft weitgehend ignoriert. Aber in der heutigen Welt werden ernsthafte Fragen \u00fcber Josua gestellt (Fragen, die fr\u00fchere Generationen vielleicht nicht gestellt haben) und, wie Francis Schaeffer uns gelehrt hat, ernsthafte (oder ehrliche) Fragen verdienen ernsthafte Antworten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese Fragen sollten uns aber nicht den Gewinn und den Nutzen rauben, den wir aus diesem Buch ziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Geh und schlage deine Schlacht von Jericho.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bilder<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Merneptah Stele known as the Israel stela (JE 31408) from the Egyptian Museum in Cairo, 2003, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Merenptah_Israel_Stele_Cairo.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Merenptah_Israel_Stele_Cairo.jpg<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Mbzt (2012), St\u00e8le de M\u00e9sha, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.JPG\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:P1120870_Louvre_st%C3%A8le_de_M%C3%A9sha_AO5066_rwk.JPG<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Walls of Jericho, <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Joshua_(Handel)#\/media\/File:Walls_Jericho.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Joshua_(Handel)#\/media\/File:Walls_Jericho.jpg<\/a>, CC0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bergmann, Michael, Murray, Michael J., &amp; Rea, Michael C., Hrg. (2010), <em>Divine Evil? The Moral Character of the God of Abraham<\/em> (New York: Oxford University Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Copan, Paul &amp; Flannagan, Matthew (2014), <a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/0801016223\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=0801016223&amp;linkId=7dc029706c6358047104b2e2c3e098bf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Did God Really Command Genocide? Coming to Terms with the Justice of God<\/em><\/a> (Grand Rapids, MI: Baker, Kindle Edition)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Del Monte, Giuseppe F. (2005), \u201c<a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=GQKCcOTftfwC&amp;pg=PA1&amp;lpg=PA1&amp;dq=%22G.+F.+Del+Monte+The+Hittite+Herem%22&amp;source=bl&amp;ots=yT3uAx11Pa&amp;sig=KS7fwA0_efJ7zJsnm69UvCczDX0&amp;hl=nl&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwieoOGvtaPcAhVO3KQKHRupCFcQ6AEINTAB#v=onepage&amp;q=%22G.%20F.%20Del%20Monte%20The%20Hittite%20Herem%22&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Hittite \u1e24\u0113rem<\/a>,\u201d in Kogan et al. 2005: 21-46<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Deutsche Bibelgesellschaft (1984),<em> Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em> (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Kitchen, Kennet ( 2003), <em>On the Reliability of the Old Testament<\/em> (Grand Rapids, MI: Eerdmans)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Kogan, L. et al., Hrg. (2005), <em>Memoriae Igor M. Diakonoff<\/em>, Babel und Bibel 2: Annual of Ancient Near Eastern, Old Testament, and Semitic Studies, Papers of the Institute of Oriental and Classical Studies VIII (Winona Lake, IN: Eisenbrauns)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Longman III, Tremper, &amp; Reid, Daniel G. (1995), <em>God Is a Warrior<\/em> (Grand Rapids, MI: Zondervan)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Mescha-Stele, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mescha-Stele\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mescha-Stele<\/a>, besucht 19. Juli 2018<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Merneptah-Stele, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Merenptah-Stele\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Merenptah-Stele<\/a>, besucht 19. Juli 2018<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Roszkowska-Mutschler, Hanna (1992), \u201c\u2018\u2026 and on its site I sowed cress \u2026\u2019: Some Remarks on the Execration of Defeated Enemy Cities by the Hittite Kings,\u201d<em> Journal of Ancient Civilizations<\/em> 7: 1-12<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wolterstorff, Nicholas (2010), \u201cReading Joshua,\u201d in Bergmann et al.: 236-256<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Younger, Jr., A. Lawson (1990), <em>Ancient Conquest Accounts: A Study in Ancient Near Eastern and Biblical History Writing<\/em>, Journal for the Study of the Old Testament Supplement Series 98 (Sheffield, UK: Sheffield Academic Press)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Walton, John H. &amp; Walton, J. Harvey (2017), <a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/gp\/product\/0830851844\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsgermany&amp;camp=1789&amp;creative=9325&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=0830851844&amp;linkId=e033270d2aa362b775f154d2b0366574\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Lost World of the Canaanite Conquest: Covenant, Retribution, and the Fate of the Canaanites<\/em><\/a> (Downers Grove, IL: InterVarsity)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate links.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich setze meine Erkundung der Eroberung Kanaans fort; in dieser Ausgabe geht es um das Buch Josua \u2013 auf den ersten Blick vielleicht das Buch im Alten Testament (AT), das die schlimmsten Gewalttaten beschreibt. Was ist heute von diesem Buch zu halten? Wie genau lautete das Gebot Gottes an Josua? 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