{"id":1525,"date":"2018-08-02T08:22:13","date_gmt":"2018-08-02T06:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=1525"},"modified":"2024-08-07T12:10:37","modified_gmt":"2024-08-07T10:10:37","slug":"cals52","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2018\/08\/cals52\/","title":{"rendered":"Die Eroberung Kanaans (Boyd-Projekt 1)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Ich starte ein Projekt, das mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Das Thema ist weitreichend: Die Gewalt (oder Gewaltt\u00e4tigkeit) Gottes im Alten Testament (AT). Gregory Boyd hat ein dickes Buch (mehr als 1400 Seiten) \u00fcber dieses Thema geschrieben: <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1506420753\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1506420753&amp;linkId=daa236dd389dcae72ed712e7826d5b6c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Crucifixion of the Warrior God<\/em><em>: Interpreting the Old Testament\u2019s Violent Portraits of God in Light of the Cross<\/em><\/a> (Die Kreuzigung des Kriegergottes: Interpretation der Gewaltportr\u00e4ts Gottes im Alten Testament im Licht des Kreuzes; 2017). Ich wurde nach meiner Meinung \u00fcber dieses Buch gefragt; das hat mich veranlasst, dieses Projekt durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><span style=\"color: #800000;\"><em>Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/em><\/span> <a href=\"https:\/\/youtu.be\/E4El1oPRbKo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VIDEO PODCAST<\/a> <span style=\"color: #800000;\">und als<\/span> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/CALS52ConquestBoyd1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Bild: William Favorite, Sebastian Munster: Battle of Munster, <u><a href=\"http:\/\/www.tablespace.net\/prints\/Munster\/hires\/MunsterBattle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.tablespace.net\/prints\/Munster\/hires\/MunsterBattle.jpg<\/a><\/u> (<u><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY 2.0<\/a><\/u>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die vorliegende Ausgabe ist der erste Teil. Ich fange nicht mit Boyds Buch an. Ich m\u00f6chte zuerst selbst nachforschen und \u00fcber das Thema nachdenken. Ich beginne mit der Landeinnahme, die Eroberung des Landes Kanaans durch die Israeliten, erstens, weil sie ein Thema \u00fcberschaubarer Gr\u00f6\u00dfe ist, und zweitens, weil, zumindest f\u00fcr den modernen Menschen, die Landeinnahme vielleicht das schockierendste Beispiel f\u00fcr Gewalt im AT ist. Hat Gott den Israeliten wirklich befohlen, jeden Kanaaniter zu t\u00f6ten, der in Reichweite ihrer Schwerter kam?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieses Projekt ist ein Abenteuer. Ich wei\u00df nicht, wohin es mich f\u00fchren wird und was meine Ergebnisse und Schlussfolgerungen sein werden. Mein Ziel ist es nicht nur, Boyds Buch zu bewerten, sondern auch eine eigene Position zum Thema zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verwendete Quellen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich habe mehrere B\u00fccher zu diesem Thema gelesen. Da dieser Text ohnehin lang wird, werde ich sie hier nicht auflisten. F\u00fcr diejenigen, die mehr wissen (und vielleicht auch lesen) wollen, gibt es anschlie\u00dfend an diesen Text eine kommentierte Bibliographie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Problem<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Eroberung Kanaans scheint eine gewaltt\u00e4tige Angelegenheit gewesen zu sein. Den Israeliten wird befohlen, niemanden am Leben zu lassen (5. Mo. 20,16); sie sollen \u201ekeine Gnade gegen sie \u00fcben\u201c (5. Mo. 7,2). Das l\u00e4sst sich schwer mit der Botschaft des Neuen Testaments (NT) vereinbaren. Dort wird offenbart, dass das Wesen Gottes die Liebe ist. Jesus sagt uns, unsere Feinde zu lieben und diejenigen zu segnen, die uns verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ein entscheidend wichtiges hebr\u00e4isches Wort taucht in beiden soeben zitierten Passagen in 5. Mose auf: <em>herem<\/em>. (Eigentlich gibt es zwei W\u00f6rter: ein Substantiv und ein Verb, die auf der gleichen Wurzel basieren; der Einfachheit halber werde ich konsequent von <em>herem<\/em> sprechen. Das <em>h<\/em> wird \u00fcbrigens als <em>ch<\/em> (wie in <em>ach<\/em>) ausgesprochen.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Herem<\/em> ist ein schwer zu \u00fcbersetzendes Wort; vielleicht komme ich in einer zuk\u00fcnftigen Ausgabe auf die Frage nach seiner genauen Bedeutung zur\u00fcck. <em>Herem<\/em> bedeutet nicht immer Zerst\u00f6rung oder T\u00f6tung. Eine m\u00f6gliche Bedeutung ist auch etwas zu weihen (das Wort hat definitiv kultische Konnotationen, das hei\u00dft, es geh\u00f6rt in den Kontext von Kult und Gottesdienst). In anderen F\u00e4llen, besonders im Zusammenhang mit der Eroberung, scheint <em>herem<\/em> jedoch mit Zerst\u00f6rung (durch Feuer oder Schwert) verbunden zu sein. Die Lutherbibel h\u00e4lt sich zur\u00fcck und spricht davon, den Bann zu vollstrecken. Eine alternative \u00dcbersetzung lautet \u201eder Vernichtung weihen\u201c (so die Einheits\u00fcbersetzung und die Z\u00fcrcher Bibel).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gott wollte, dass die Israeliten die Kanaaniter vernichten? Ich denke, das kann man als Problem betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In dieser Ausgabe werde ich zun\u00e4chst mehrere Vor\u00fcberlegungen formulieren, dann m\u00f6gliche Antworten auflisten und mit einigen wesentlichen Bibelstellen aus der Thora (1.-5. Mose) abschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">V\u00f6lkermord?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist nicht ungew\u00f6hnlich, dass Menschen von V\u00f6lkermord oder Genozid sprechen, wenn sie \u00fcber die Eroberung Kanaans durch die Israeliten debattieren (Boyd tut dies zum Beispiel). Genozid ist ein bewusster Versuch, ein Volk ganz oder teilweise auszurotten. Es ist ein abscheuliches Verbrechen. Mein Titel f\u00fcr diese Ausgabe spricht aber von Eroberung, nicht von V\u00f6lkermord; das ist Absicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Erstens wurde der Begriff V\u00f6lkermord erst Mitte des 20. Jahrhunderts gepr\u00e4gt. Es scheint mir unangebracht, den Begriff auf Texte der Vergangenheit anzuwenden, die einige tausend Jahre \u00e4lter sind als dieser Begriff. Damit wird den Texten eine westliche Denkweise des 21. Jahrhunderts auferlegt. Das ist nicht nur fehl am Platz und mindestens ein wenig arrogant. Es f\u00fchrt dar\u00fcberhinaus zu schlechter Interpretation und zu Missverst\u00e4ndnissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zweitens wird so die Frage beantwortet, bevor sie gestellt und \u00fcberdacht werden kann. Wenn es V\u00f6lkermord war, war es ganz klar moralisch verwerflich. Aber was wissen wir \u00fcber das, was tats\u00e4chlich passiert ist, und was sagen die entsprechenden Texte? Kommen die Ereignisse \u00fcberhaupt dem nahe, was wir heute als V\u00f6lkermord betrachten w\u00fcrden? Ich will zuerst nachforschen, bevor ich mich auf eine moralische Verurteilung einlasse; vielleicht werden wir dabei eine \u00dcberraschung erleben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Vor\u00fcberlegungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">In der n\u00e4chsten Ausgabe hoffe ich, mich mit dem Buch Josua zu befassen, denn dort wird die Landeinnahme beschrieben. Einiges ist jetzt schon zu beachten.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Praktisch jede kriegerische Auseinandersetzung wurde von anderen eingeleitet, sowohl bevor wie auch nachdem die Israeliten den Jordan \u00fcberquerten. Als z.B. die K\u00f6nige Og und Sihon um Erlaubnis gebeten wurden, ihr Gebiet zu durchqueren, griffen diese die Israeliten an (4. Mo. 21,21-35). Die Ausnahme ist die Eroberung von Jericho und Ai.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Die entsprechenden Texte deuten darauf hin, dass nicht unbedingt viele Kanaaniter get\u00f6tet wurden. Viele lebten weiterhin in den betroffenen Gebieten. Offensichtlich wurde kein V\u00f6lkermord ver\u00fcbt.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Es war m\u00f6glich, Frieden mit den Israeliten zu schlie\u00dfen, wie es die Gibeoniter taten (Josua 9). Zugegebenerma\u00dfen mussten diese auf einige Tricks zur\u00fcckgreifen, aber interessanterweise beschwert sich Gott nicht \u00fcber Josuas B\u00fcndnis mit denen, die er vermeintlich h\u00e4tte ausrotten sollen. Die einzigen, die murren, sind einige der Israeliten, nicht Gott.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Es bleiben schwierige Fragen. Diese \u00dcberlegungen \u201eentschuldigen\u201c oder erkl\u00e4ren nicht alles, aber sie mildern. Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chte ich zwei weitere allgemeine \u00dcberlegungen anstellen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Beim Versuch, die Texte \u00fcber die Landeinnahme mit ihrer Sprache der T\u00f6tung der Kanaaniter zu bewerten, sto\u00dfen wir schnell auf einen Catch-22, ein scheinbar unl\u00f6sbares Dilemma. War das richtig (und deshalb m\u00fcssen wir einen Weg finden, Gott zu rechtfertigen)? War das falsch (aber was bleibt dann vom AT als Gottes Wort?)? Entweder wir relativieren die Schrift (Gott w\u00fcrde das nicht sagen oder tun; er kann nicht das Abschlachten von Frauen und Kindern angeordnet haben) oder wir enden mit einer harten Theologie, in der Gott f\u00e4hig ist, Handlungen anzuordnen, die die meisten Menschen schockieren. Es ist nicht leicht, einen Ausweg zu finden.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Wir haben es in der Bibel mit einer sich entfaltenden und fortschreitenden Offenbarung zu tun. Gott hat nicht alles auf einmal offenbart. Vieles hat er nicht angesprochen. Gott begann eine Beziehung zu Menschen in ihrer Welt und auf ihrer moralischen Ebene und ihrer Entwicklungsstufe. Er passte seine Offenbarung so an, dass die Leute sie verstehen konnten. Folglich hat er vieles geduldet, was hinter seinem Willen oder seiner Wahrheit zur\u00fcckbleibt, zum Beispiel Sklaverei und Polygamie. Theologen reden von <em>Akkommodation<\/em> oder <em>Kondeszendenz<\/em>. Diese Kondeszendenz Gottes zeigt sich ebenfalls im Opfersystem und im Reinheitsgebot im Gesetz. Dieses Prinzip l\u00e4sst sich auch anderswo im AT erkennen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">In der damaligen Welt war Krieg normal. Gott l\u00e4sst sich darauf ein und passt sich an. Es dauerte eine Weile, bis zumindest einige der Propheten auf die Idee kamen, dass es vielleicht nicht so sein muss (Jesaja 2 und Micha 4).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bei der Beurteilung von \u201egewaltt\u00e4tigem\u201c Material in der Schrift und dem Versuch, es zu verstehen, ist es wichtig, dass wir dies im Auge behalten: Es handelt sich um eine fortschreitende Offenbarung, in der sich Gott zun\u00e4chst anpasst. Damit ist nicht alles gesagt; es bleibt weiterhin schwierig, die Teile zusammenzusetzen. Ist es denkbar, dass Gott die T\u00f6tung von Frauen und Kindern anordnet? Hat er das getan?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie erkl\u00e4ren und beurteilen wir die Darstellung im AT?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00f6gliche Antworten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>1. Sie war falsch.<\/strong> Basierend auf dem, was von Gottes Charakter im NT offenbart wird, kann Gott weder Massent\u00f6tungen angeordnet haben, noch kann er sie billigen. Also&#8230;. haben die Israeliten Gottes Absicht missverstanden? Sind diese Darstellungen im AT schlichtweg falsch oder verzerrt und m\u00fcssen neu interpretiert werden? Das scheint Boyds Position zu sein, und ich erwarte, dass eine solche Neuinterpretation ein wichtiger Teil seines Projekts in <em>The Crucifixion of the Warrior God<\/em> sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>2. Sie war richtig.<\/strong> Sie ist das, was sie zu sein scheint: Die Israeliten f\u00fchrten Gottes Befehl aus, indem sie viele Kanaaniter t\u00f6teten. Diese \u201eharte Theologie\u201c argumentiert manchmal sogar, dass es nicht verwunderlich ist, dass Gott die Kanaaniter richtet und vernichtet, sondern dass er nicht alle Nationen richtet und vernichtet. Dies ist vielleicht formal korrekt, liefert aber keine Erkl\u00e4rung. Ja, Gott k\u00f6nnte uns alle t\u00f6ten und trotzdem gerecht sein. Das ist aber nicht der Punkt; es geht nicht darum, Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t zu hinterfragen, sondern darum, seine Handlungen zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieser zweite Ansatz kann durch drei Punkte erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">(a) Oft wird argumentiert, dass die Kanaaniter <strong>besonders schlecht<\/strong> waren. Deshalb wurden sie gerichtet. Nicht selten f\u00fchrt dieses Argument seine Bef\u00fcrworter dazu, die Laster der Kanaaniter zu \u00fcbertreiben. Das geht weit \u00fcber das hinaus, was der Text \u00fcber sie sagt. Die \u201eGr\u00e4ueltaten\u201c der Kanaaniter wurden im Alten Orient weit verbreitet praktiziert. Ich behaupte nicht, dass das Gegenteil der Fall ist, dass die Kanaaniter in Wirklichkeit gute Menschen waren. Aber es macht einen Unterschied, dass hier, wie ich meine, die dunkle Seite hervorgehoben wird, und dass es nicht um einen Vergleich geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Letzteres w\u00fcrde einen fragen lassen, warum nur die Kanaaniter innerhalb der Grenzen Israels gerichtet wurden und nicht die weiter n\u00f6rdlich lebenden. Noch wichtiger: Nichts im Buch Josua deutet darauf hin, dass die Verdorbenheit der Kanaaniter der Grund f\u00fcr die Landeinnahme ist oder dass sie \u00fcberhaupt als Gericht zu verstehen ist. Josua gibt keine Beispiele der vermeintlichen kanaanitischen Verdorbenheit. Wie Walton &amp; Walton (Proposition 5, 2017:38ff) argumentieren, fehlen diese und andere Indikatoren, die auf g\u00f6ttliche Vergeltung hindeuten w\u00fcrden. Es gibt zwar anderswo Hinweise darauf, dass die S\u00fcnden der Kanaaniter eine gewisse Rolle spielten (Gen. 9:20-25, 15:16, Dt. 9:4f, 18:9-12). Die Ausf\u00fchrung des Gebots zur Landeinnahme l\u00e4sst sich aber nicht als Gericht Gottes erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">(b) Die zweite, damit verbundene Erg\u00e4nzung ist die Idee der intrusion ethics (zuerst vorgeschlagen von Meredith Kline und diskutiert in Longman III 2003: Loc 3012ff). Gottes Gericht \u00fcber die S\u00fcnde ist grunds\u00e4tzlich bis zum Ende und bis zum letzten Gericht aufgeschoben, aber im Falle der Landeinnahme drang das Gericht in die Gegenwart herein: \u201eIn gewisser Weise ist die Zerst\u00f6rung der Kanaaniter eine Vorschau auf das endg\u00fcltige Gericht\u201c (ebd.: Loc 3018f).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese Idee hat etwas f\u00fcr sich, auch wenn sie mich nicht \u00fcberzeugt. Sie erkl\u00e4rt nicht, warum es nur diesen Teil der Kanaaniter traf. Es fehlen, wie bereits erw\u00e4hnt, die Hinweise, dass dies \u00fcberhaupt als Gericht zu verstehen ist. Als Antwort ist sie theologisch sauber, aber was ist mit der Tatsache, dass es sich um reale Menschen handelt \u2013 inklusive jener Israeliten, die Gottes Gericht ausf\u00fchren mussten? Und wie kann es sich um das endg\u00fcltige Gericht handeln, wenn es so unvollkommen und unvollst\u00e4ndig ausgef\u00fchrt wurde?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">(c) Der dritte Zusatz ist die Behauptung, dass die Kanaaniter das Land <strong>illegal<\/strong> bewohnten. Die Israeliten hatten einen Rechtsanspruch auf das Land; daher waren die Kanaaniter wie Hausbesetzer. Es war legitim, sie mit Gewalt zu zwingen, das Land an seine rechtm\u00e4\u00dfigen Besitzer abzugeben. So wird sowohl von Copan &amp; Flannagan (2014: Loc 1171ff \/ S. 62ff) als auch von Merrill (2003: Loc 1315) argumentiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese Behauptung ist nicht stichhaltig. Gott hatte versprochen, Israel das Land zu geben. Das begr\u00fcndet kein Recht, hineinzugehen und es anderen weg zu nehmen. Wenn eine Kirche oder eine christliche Organisation das Gef\u00fchl hat, dass Gott ihnen ein bestimmtes Geb\u00e4ude verspricht, k\u00f6nnen sie nicht einfach einziehen. Es gab nichts Illegales am Wohnsitz der Kanaaniter in Kanaan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>3. Es handelt sich um Theologie<\/strong>, nicht Geschichte, die r\u00fcckblickend auf die Vergangenheit projiziert wird und sie interpretiert und idealisiert. Dieser Ansatz nimmt den Text ernst als Theologie, nicht aber als Geschichte. Der Text will Gott verherrlichen und das Volk Israel lehren, sich von den Kanaanitern und ihren Praktiken fern zu halten. Bei dieser Sicht gab es also keinen Genozid.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>4. Das war g\u00e4ngige Praxis.<\/strong> Das w\u00e4re eine einfache L\u00f6sung. Wenn Israel so handeln w\u00fcrde wie die anderen Nationen damals, dann w\u00e4re es eine Frage der Akkommodation. Gott duldet, greift dann im Verlauf der Heilsgeschichte korrigierend ein. Aber ist das der Fall? Es stellt sich die Frage, was war g\u00e4ngige Praxis? Dies m\u00fcsste durch historische Beweise nachgewiesen werden, und bisher habe ich solche Beweise nicht gesehen. <em>Herem<\/em> scheint \u00fcber das hinauszugehen, was andere damals taten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>5. Es handelt sich um Jahwe-Krieg.<\/strong> Dieser wird oft als heiliger Krieg bezeichnet; das Wesentliche ist aber nicht, dass er eine \u201eheilige\u201c Aktivit\u00e4t ist, sondern dass es nicht Israels, sondern Gottes Krieg ist, obwohl Israel dazu berufen sein kann, in diesem Krieg eine Rolle zu spielen. In der Antike war es nicht ungew\u00f6hnlich, dass eine Nation glaubte, einen Krieg f\u00fcr oder mit ihrem Gott zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieser Ansatz wird von Merrill (2003) bef\u00fcrwortet. Die St\u00e4rke dieses Ansatzes liegt darin, dass er den konzeptionellen Rahmen und die Weltanschauung der alten Israeliten ernst nimmt. Es hilft uns zu verstehen, wie die Israeliten die Eroberung verstanden haben. Aber es hilft uns heute nicht, das moralische Problem zu l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>6. Die Texte m\u00fcssen im Lichte des NT neu und geistlich interpretiert werden.<\/strong> Es ist eigentlich ein Konflikt mit geistlichen M\u00e4chten. Der wahre Feind ist Satan. Was \u00fcberwunden werden muss, ist das B\u00f6se. Die Kanaaniter verk\u00f6rpern oder symbolisieren das B\u00f6se, der Eroberungskrieg ist ein Typus oder Symbol unseres Kampfes gegen das B\u00f6se. Dies ist die Ansicht von Tremper Longman III (2003).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Obwohl eine solche geistliche Neuinterpretation die korrekte Anwendung der betreffenden Texte w\u00e4re, hilft sie mir nicht, mich mit der beschriebenen historischen Realit\u00e4t zurechtzufinden. Josuas Krieg war nicht nur metaphorisch oder geistlich, sondern real und blutig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>7. Es handelt sich um eine \u00dcbertreibung.<\/strong> Copan &amp; Flannagan (2014, Kapitel 6-9) argumentieren ausf\u00fchrlich, dass die Sprache von Joshua hyperbolisch und theologisch ist. Dasselbe gilt f\u00fcr die entsprechenden Anweisungen und Befehle in der Thora. Josua soll nicht als sachlicher, historischer Bericht verstanden werden. Es gibt mehr \u00fcber das Buch Josua, seine Gattung und seine Sprache zu sagen, und ich hoffe, dies in der n\u00e4chsten Ausgabe zu tun. Es kann jedoch in Frage gestellt werden, ob dies als Erkl\u00e4rung ausreicht. Und es l\u00e4sst uns immer noch mit der Frage zur\u00fcck: Hat Gott das angeordnet, und wenn ja, wie kann das sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>8. Gott hat seine Gr\u00fcnde<\/strong>, aber er teilt sie uns nicht mit. Siehe weiter unten die Einf\u00fchrung zu Copan &amp; Flannagan (2014) in der kommentierten Bibliographie f\u00fcr weitere Informationen zu dieser Option. Ich bin (noch) nicht bereit, diese Antwort zu akzeptieren; ich m\u00f6chte zumindest versuchen, die betreffenden Aussagen der Bibel besser zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Meine Meinung zu diesem (zugegebenerma\u00dfen fr\u00fchen) Punkt im Projekt: Wichtige Faktoren sind die konzeptionelle und kulturelle Welt des AT, Akkommodation und fortschreitende Offenbarung. Das NT deutet die Darstellung im AT um, was den Weg zu einem geistlichen Verst\u00e4ndnis des Konfliktes \u00f6ffnet (die Kanaaniter sind nicht das Problem oder der Feind). Damit \u00e4ndert sich auch die Art und Weise, wie dieser \u201eKrieg\u201c gef\u00fchrt werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wegen der Komplexit\u00e4t dieser Fragen bin ich misstrauisch gegen\u00fcber Schwarz-Wei\u00df-Antworten und vereinfachende L\u00f6sungen. Eine gewisse Unklarheit ist zu erwarten; alle daraus resultierenden Spannungen l\u00f6sen zu wollen f\u00fchrt in der Regel zu einer erzwungenen und extremen Exegese.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbersicht \u00fcber das biblische Material<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Es folgt eine Auslese von relevantem biblischem Material in der Thora. Was hat Gott befohlen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Interessanterweise beziehen sich die ersten Gebote, die von <em>herem<\/em> sprechen, nicht auf die Kanaaniter und bedeuten nicht in jedem Fall Zerst\u00f6rung:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Wer den G\u00f6ttern opfert und nicht dem HERRN allein, der soll dem Bann verfallen. (2. Mo. 22,19)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Man soll Gebanntes nicht verkaufen oder abl\u00f6sen, das jemand dem HERRN durch einen Bann geweiht hat, von allem, was sein ist, es seien Menschen, Vieh oder Erbacker; denn alles Gebannte ist ein Hochheiliges dem HERRN. Man soll auch keinen gebannten Menschen loskaufen; er soll des Todes sterben. (3. Mo. 27,28-29)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Alles Gebannte in Israel soll dir [den Priestern] geh\u00f6ren. (4. Mo. 18,14)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies zeigt, dass es nicht einfach ist, das Konzept <em>herem<\/em> vollst\u00e4ndig zu verstehen. Es war Teil eines gr\u00f6\u00dferen konzeptionellen Rahmens, der bereits vorher existierte, vielleicht lange bevor die Kanaaniter ein Thema waren. Es zeigt auch die kultische Konnotation der Idee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ebenso interessant ist die erste Erw\u00e4hnung von <em>herem<\/em> in Erz\u00e4hlungen. Es stellt sich heraus, dass Israel jene Form des <em>herems<\/em> praktizierte, die wir von der Eroberung her kennen, bevor Mose \u00fcberhaupt etwas dar\u00fcber gesagt hatte und in F\u00e4llen, in denen Gott keinen <em>herem<\/em> befohlen hatte. Bedeutet das, dass die Israeliten diese Praxis kannten, unabh\u00e4ngig von Gottes Offenbarung auf dem Weg ins gelobte Land? Das w\u00fcrde es leichter machen, sie als eine Form der Akkommodation zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Zum ersten Mal wird <em>herem<\/em> erw\u00e4hnt, als der K\u00f6nig von Arad Israel angreift. In 4. Mose 21,2 gelobt Israel, Arads St\u00e4dte unter <em>herem<\/em> zu stellen, wenn Gott ihnen den Sieg gibt. Gott hat nicht darum gebeten, noch hat er es befohlen. Sp\u00e4ter in 4. Mose 21 lesen wir \u00fcber den Sieg Israels \u00fcber Sihon und Og. Es gibt hier keine Erw\u00e4hnung von <em>herem<\/em>. Erst wenn Mose in 5. Mose von den Ereignissen in 4. Mose spricht, redet er von <em>herem<\/em> (5. Mo. 2,34 und 3,6) und behauptet: \u201eDa nahmen wir zu der Zeit alle seine St\u00e4dte ein und vollstreckten den Bann an allen St\u00e4dten, an M\u00e4nnern, Frauen und Kindern, und lie\u00dfen niemand \u00fcbrig bleiben.\u201c (5. Mo. 2,34). Aber auch in diesem Fall hatte Gott es nicht befohlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gott ordnet in 4. Mo. 31 die Rache an den Midianitern an. Dabei ist von <em>herem<\/em> keine Rede. Als die M\u00e4nner Israels Frauen und Kinder als Kriegsbeute ins Lager bringen, wird Mose w\u00fctend und befiehlt ihnen, sie alle zu t\u00f6ten, mit Ausnahme der Frauen, die noch Jungfrauen sind (4. Mo. 31,14-17). Aber beachte, dass Gott an dieser Stelle nicht spricht; es gibt nur ein Gebot von Mose.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es gibt mehrere Bibelstellen vor 5. Mose, die davon reden, was Israel tun soll, wenn es ins Land kommt: 2. Mose 23,23-33, 2. Mose 34,11-16 und 4. Mose 33,50-56. Diese Passagen verwenden nicht den Begriff <em>herem<\/em>, aber sie enthalten ein Gebot zu zerst\u00f6ren. Interessanterweise sollen sie jedoch nicht die Kanaaniter, sondern die kanaanitischen G\u00f6tter und ihre Alt\u00e4re zerst\u00f6ren; die Kanaaniter selbst sollen vertrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wo ist also Gottes Befehl, an den Kanaanitern <em>herem<\/em> zu vollstrecken?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die einzige direkte Anweisung dazu findet sich in zwei Versen in 5. Mose:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schl\u00e4gst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schlie\u00dfen und keine Gnade gegen sie \u00fcben (5. Mo. 7,2; wenn von 5. Mose. 7 alle anstelle von nur einem oder zwei Versen gelesen werden, bekommt man nicht den Eindruck, dass Mose zum V\u00f6lkermord dr\u00e4ngt, sondern eine radikale Trennung von den Kanaanitern und ihren Wegen fordert, was bedeutet, dass <em>herem<\/em> hier nicht unbedingt t\u00f6ten und zerst\u00f6ren bedeutet. Als Grund f\u00fcr <em>herem<\/em> wird angegeben, dass die Israeliten \u201eein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott\u201c sind, 5. Mo. 7,6; ein solcher Aufruf zur Trennung \u2013 keine Mischehen, keine B\u00fcndnisse \u2013 macht keinen Sinn, wenn Israel gleichzeitig die Kanaaniter vollst\u00e4ndig ausrotten sollte).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Aber in den St\u00e4dten dieser V\u00f6lker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, n\u00e4mlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat. (5. Mo. 20,16f)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Beachte, dass dieses Gebot Gott indirekt zugeschrieben wird. Wir finden keine einzige Stelle in der Thora, an der von Gott berichtet wird, dass er diesen Befehl direkt ausspricht. Und es gibt nur einen Vers, in dem Mose sagt, dass Gott es befohlen h\u00e4tte. Das ist mehr als nichts, aber nicht viel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wir sto\u00dfen hier auf ein grundlegendes exegetisches Problem. Nicht alles, was die Bibel aufzeichnet, ist richtig, da sie auch Aussagen und Handlungen aufzeichnet, die offensichtlich falsch sind, oft genug, ohne explizit darauf hinzuweisen. Sogar Mose sagt und tut Dinge, die falsch sind. Wir w\u00fcrden jedoch nicht erwarten, dass der Erz\u00e4hler in seinen Aussagen falsch liegt und wir w\u00fcrden nicht erwarten, dass der Text f\u00e4lschlicherweise sagt, dass Gott etwas befohlen hat, was er eigentlich nicht befohlen hat. Wir w\u00fcrden auch Hinweise im Text erwarten, wenn von uns erwartet wird, dass wir einer Aussage nicht zustimmen oder sie missbilligen (siehe die <a href=\"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2018\/7\/cals51\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausgabe \u00fcber narrative Kritik<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Es ist mir nicht klar, ob dies hier der Fall ist und ob von uns erwartet wird, dass wir der Behauptung des Moses misstrauen, dass Gott dies befohlen habe. Es ist also nicht klar, dass dies der Ausweg aus dem moralischen Dilemma ist, aber es ist denkbar: Mose k\u00f6nnte rhetorisch \u00fcbertrieben haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">In der n\u00e4chsten Ausgabe hoffe ich zu erforschen, was das Buch Josua zu diesem Bild beitr\u00e4gt. Aber was die Thora betrifft, haben wir das relevante Material ausgewertet. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Israeliten nach der biblischen Aufzeichnung <em>herem<\/em> praktizierten. Aber ob Gott ihnen befahl, das zu tun, ist weniger offensichtlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bild<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">William Favorite, Sebastian Munster: Battle of Munster, <a href=\"http:\/\/www.tablespace.net\/prints\/Munster\/hires\/MunsterBattle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.tablespace.net\/prints\/Munster\/hires\/MunsterBattle.jpg<\/a> (<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY 2.0<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kommentierte Bibliografie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bibelzitate: Deutsche Bibelgesellschaft (1984),<em> Die Bibel nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers<\/em> (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Boyd, Gregory (2017), <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1506420753\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1506420753&amp;linkId=daa236dd389dcae72ed712e7826d5b6c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Crucifixion of the Warrior God: Interpreting the Old Testament\u2019s Violent Portraits of God in Light of the Cross<\/em><\/a> (Minneapolis, MN: Fortress Press, Kindle Edition)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dieses Buch zu lesen und zu bewerten ist mein Ziel, aber da ich noch nichts davon gelesen habe, kann ich nur sagen: Es ist eine riesige wissenschaftliche Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Ebd. (2017), <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1506420737\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=1506420737&amp;linkId=236e15d398103c08789219541aa6ad5d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Cross Vision: How the Crucifixion of Jesus Makes Sense of Old Testament Violence<\/em> <\/a>(Minneapolis, MN: Fortress Press, Kindle Edition)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><em>Cross Vision<\/em> ist eine kurze und vereinfachte Version von <em>The Crucifixion of the Warrior God<\/em>. Es ist f\u00fcr ein breites Publikum und in einem popul\u00e4ren Stil geschrieben. Bis jetzt habe ich nur Teile dieses Buches gelesen, um eine Vorstellung davon zu haben, in welche Richtung Boyd denkt, aber es ist keine wichtige Quelle f\u00fcr diese Ausgabe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Copan, Paul &amp; Flannagan, Matthew (2014), <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0801016223\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=0801016223&amp;linkId=4ae54ed773c65609b89e2a3ae6eb8bf1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Did God Really Command Genocide? Coming to Terms with the Justice of God<\/em><\/a> (Grand Rapids, MI: Baker, Kindle Edition)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies ist kein einfaches Buch; gro\u00dfe Teile davon sind eher Philosophie als Theologie oder Bibelstudium. Teil 3 (von 4) richtet sich vor allem gegen die sogenannten Neuen Atheisten und andere, die die Moral und das Recht Gottes und die Ethik der Bibel grunds\u00e4tzlich hinterfragen. Das ist weniger relevant f\u00fcr Menschen wie mich, die nicht an Gottes Recht zweifeln, das zu tun, was ihm gef\u00e4llt, oder an seiner G\u00fcte. Interessanterweise argumentiert dieses Buch, dass die Behauptung rational ist und Sinn macht, dass Gott in Ausnahmesituationen um Wille eines h\u00f6heren Wohls die T\u00f6tung von Unschuldigen anordnen kann. Gleichzeitig verzichten die Verfasser darauf, eine Erkl\u00e4rung zu wagen, was dieses h\u00f6here Wohl oder die Gr\u00fcnde Gottes im Falle der kanaanitischen Eroberung gewesen sein k\u00f6nnten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Wir haben argumentiert, dass es rational ist zu denken, dass Gott in seltenen F\u00e4llen eine Ausnahme von der moralischen Regel gew\u00e4hren k\u00f6nnte, unschuldiges menschliches Leben f\u00fcr ein h\u00f6heres Wohl zu beenden. Wir haben auch Argumente zur\u00fcckgewiesen, die vorgeben zu zeigen, dass es dem biblischen Theisten an ausreichenden Gr\u00fcnden f\u00fcr die Annahme mangelt, dass Gott bei bestimmten, in der Bibel aufgezeichneten Gelegenheiten eine solche Befreiung erteilt hat. Ein wichtiger Punkt im letzten Kapitel ist, dass die Bibeltexte uns nicht viel \u00fcber Gottes Gr\u00fcnde f\u00fcr die Erteilung dieser Befehle sagen. Die Schrift liefert den Israeliten jedoch einige Gr\u00fcnde, warum sie den Befehlen folgen sollten. Aber die Schrift l\u00e4sst uns weitgehend im Dunkeln, warum Gott die Befehle erteilt hat. (233)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Alles in allem wird in diesem Buch sorgf\u00e4ltig und richtig argumentiert, und die Abschnitte, die sich auf die Bibel konzentrieren, sind hilfreich. Dies ist insbesondere in Teil 2 der Fall, in dem es um den Befehl zum T\u00f6ten von Kanaanitern geht (dieser Befehl gilt nur f\u00fcr diese besondere Situation zu diesem Zeitpunkt) und um die hyperbolische und stilisierte Sprache, die verwendet wird, um davon zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Cowles, C. S. (2003), \u201cThe Case for Radical Discontinuity\u201d, in Gundry 2003: Loc 136-986. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Cowles vertritt eine Sicht, die der Boyds nahesteht: Diese gewaltt\u00e4tigen Befehle k\u00f6nnen unm\u00f6glich von Gott selbst kommen, da er sich im NT als die Essenz der Liebe offenbart. Diese Darstellung ist bei weitem die leidenschaftlichste der vier Beitr\u00e4ge in Gundry, aber das ist im theologischen Denken nicht unbedingt eine Tugend. Bei allem rhetorischen Feuer sagt uns Cowles nicht, wie wir das AT lesen oder verstehen sollten. Offensichtlich ist das AT (aus seiner Sicht) falsch, was machen wir also mit ihm!? Merrills Kritik in seiner Reaktion auf Cowles:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Er argumentiert, \u201edass \u201eun\u00fcberwindbare Schwierigkeiten f\u00fcr die christliche Theologie, Ethik und Praxis\u201c entstehen, wenn man versucht, solche Gr\u00e4ueltaten als heiligen Krieg \u201eder eigentlichen Absicht und dem Willen Gottes zuzuschreiben\u201c. Wie wir sehen werden, versucht Cowles, dieses Dilemma zu l\u00f6sen, indem er behauptet, dass Gott eine solche Richtlinie nie genehmigt hat, sondern nur irrt\u00fcmlicherweise so verstanden wurde. Aber das wirft ernste Fragen \u00fcber die Glaubw\u00fcrdigkeit des alttestamentlichen Zeugnisses auf. (Cowles 2003: Loc 703-7)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Anders als Boyd versucht Cowles nicht, diese Fragen zu beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Gard, Daniel (2003), \u201cThe Case for Eschatological Continuity,\u201d in Gundry 2003: Loc. 1802-2578. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Gard bietet einen eschatologischen Ansatz: \u201eIndem man die Kriegserz\u00e4hlungen eschatologisch liest \u2013 &nbsp;einschlie\u00dflich ihrer Berichte \u00fcber den g\u00f6ttlich angeordneten V\u00f6lkermord \u2013 k\u00f6nnen die Bilder des alttestamentlichen V\u00f6lkermords als Typus eines eschatologischen Ereignisses angesehen werden\u201c (Loc .1835-37). Dies f\u00fchrt zu erheblichen \u00dcberschneidungen mit Merrill und Longman III.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Gundry, Stanley N., Hrsg. (2003), <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B000SF5DZE\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B000SF5DZE&amp;linkId=fcf13bc638e93dcef6cb5a1bc0be15f4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Show Them No Mercy: 4 Views on God and Canaanite Genocide<\/em><\/a> (Grand Rapids, MI: Zondervan, Kindle Edition)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Mir hat dieses Buch gut gefallen; ich mag das Format der \u201eVier Ansichten\u201c, auch wenn es nicht unbedingt einfacher wird, sich zu entscheiden, wenn man verschiedene \u00fcberzeugende Antworten auf ein Problem erh\u00e4lt. Die vier Beitr\u00e4ge werden unter ihren Autoren Cowles, Merrill, Gard und Longman III besprochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Longman III, Tremper (2003), \u201cThe Case for Spiritual Continuity,\u201d in Gundry 2003: Loc. 2590-3302.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Longman III pl\u00e4diert f\u00fcr eine geistliche Neuinterpretation, wie oben unter \u201eM\u00f6gliche Antworten\u201c und in diesem Zitat zusammengefasst wird:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Jesus ist der g\u00f6ttliche Krieger, aber er hat den Kampf intensiviert und verst\u00e4rkt. Der Kampf ist nicht mehr ein physischer Kampf gegen Feinde aus Fleisch und Blut, sondern richtet sich gegen die geistigen M\u00e4chte und Gewalten. Au\u00dferdem wird dieser Kampf mit nicht-physischen Waffen gef\u00fchrt. (Loc. 2927-9)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich sollte hinzuf\u00fcgen, dass Longman das letzte Gericht am j\u00fcngsten Tag als die letzte Phase dieses Krieges und die ultimative Erf\u00fcllung von <em>herem<\/em> versteht. In diesem Zusammenhang erwartet er eine R\u00fcckkehr zu einem konkreteren Kampf und spricht von \u201eder mit der Wiederkunft verbundenen Gewalt\u201c (Loc. 2970f). Ich bezweifle, dass eine solche Wiederaufnahme vom Vergangenen Sinn ergibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Merrill, Eugene H. (2003), \u201cThe Case for Moderate Discontinuity,\u201d in Gundry 2003: Loc. 994-1791. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Merrill st\u00fctzt sich stark auf den Begriff <em>Jahwe-Krieg<\/em>, wie oben unter \u201eM\u00f6gliche Antworten\u201c erkl\u00e4rt. Das ist insofern hilfreich, als es uns erm\u00f6glicht, die Mentalit\u00e4t Israels zu verstehen. Es gibt uns aber keine Erkl\u00e4rung f\u00fcr heute. Merrill (2003: Loc. 1486-90) gesteht das (ein klares Beispiel der \u201eharten Theologie\u201c):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Das Thema kann also nicht sein, ob V\u00f6lkermord an sich gut oder b\u00f6se ist \u2013 seine Genehmigung durch einen heiligen Gott entscheidet diese Frage. Vielmehr geht es um den Zweck des V\u00f6lkermords, seinen Initiator und die besonderen Umst\u00e4nde seiner Anwendung. Wir haben hier argumentiert, dass das biblische Genozid Teil einer Strategie des Jahwe-Krieges ist, f\u00fcr eine einzigartige Situation, gegen ein ganz bestimmtes Volk gerichtet und in \u00dcbereinstimmung mit dem Charakter Gottes, eine Strategie, die das menschliche Verst\u00e4ndnis \u00fcbersteigt, die aber aus diesem Grund nicht ungerecht oder unmoralisch ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\"><strong>Walton, John H. &amp; Walton, J. Harvey (2017), <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0830851844\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=0830851844&amp;linkId=9968f205016cd320e9e052862049df21\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Lost World of the Canaanite Conquest:<\/em><\/a><\/strong> <strong><em>Covenant, Retribution, and the Fate of the Canaanites<\/em> (Downers Grove, IL: InterVarsity)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wie der Titel schon sagt, konzentrieren sich Walton und Walton darauf, das Weltbild, die Kultur und die Perspektiven der Menschen im Alten Orient zur Zeit der Eroberung wiederherzustellen. Dies soll uns helfen, Handlungen und \u00c4u\u00dferungen in ihrem urspr\u00fcnglichen Kontext zu verstehen. Eine wesentliche S\u00e4ule ihrer Erkl\u00e4rung der Eroberung ist eine alternative Definition und \u00dcbersetzung des entscheidenden Begriffs <em>herem<\/em>. Dieser Teil ist faszinierend (ich hoffe, ihn in der Ausgabe \u00fcber Joshua zu diskutieren).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Andere Teile des Buches fand ich allerdings unverst\u00e4ndlich oder weit hergeholt. Entweder habe ich den Text nicht verstanden oder die Argumente, die Logik und die weitgehenden Umdeutungen (die zu einigen sehr unterschiedlichen, sogar entgegengesetzten Lesarten zu denen in unseren Bibel\u00fcbersetzungen f\u00fchren) ergeben keinen Sinn. Keine der beiden Optionen pl\u00e4diert f\u00fcr dieses Buch. Au\u00dferdem gilt: Die Neuinterpretation macht die Eroberung f\u00fcr mich nicht verst\u00e4ndlicher oder gerechtfertigter. Wenn zum Beispiel die Landeinnahme kein Gericht \u00fcber die S\u00fcnden der Kanaaniter sein soll, wie im Buch ausf\u00fchrlich argumentiert wird, ist es nicht einfacher, die Eroberung als gerecht zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Ich bin entt\u00e4uscht, weil der historische Hintergrund und die Art und Weise, wie man damals \u00fcber diese Fragen gedacht hat, ein so wichtiger Teil des Puzzles ist, und ich gro\u00dfe Hoffnungen in dieses Buch gesetzt habe. Etwas widerwillig, weil es auch hilfreiches Material enth\u00e4lt, muss ich sagen, dass ich dieses Buch nicht empfehlen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate links.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich starte ein Projekt, das mehrere Monate in Anspruch nehmen wird. Das Thema ist weitreichend: Die Gewalt (oder Gewaltt\u00e4tigkeit) Gottes im Alten Testament (AT). 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