{"id":1493,"date":"2018-05-03T08:35:50","date_gmt":"2018-05-03T06:35:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/?p=1493"},"modified":"2024-08-07T12:19:24","modified_gmt":"2024-08-07T10:19:24","slug":"cals49","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wilrens.org\/de\/2018\/05\/cals49\/","title":{"rendered":"Das synoptische Problem"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"\">Matth\u00e4us, Markus und Lukas haben viel Gemeinsames, besonders im Vergleich mit dem Johannesevangelium. Diese drei werden deshalb die synoptischen Evangelien genannt (vom Griechischen <em>syn<\/em> = zusammen und <em>opsis<\/em> = Sicht oder Sehen), da sie eine \u00e4hnliche Sicht auf Jesus vermitteln. Das synoptische Problem liegt darin, wie diese \u00dcbereinstimmung erkl\u00e4rt werden kann. Bibelwissenschaftler haben zahlreiche Antworten auf diese Frage formuliert, mit einer Erkl\u00e4rung als eindeutigem Favoriten: Markus schrieb als Erster, und sowohl Matth\u00e4us als auch Lukas verwendeten das Markusevangelium und eine zus\u00e4tzliche Quelle namens Q (vom Begriff <em>Quelle<\/em>) in ihren Evangelien. In dieser Ausgabe setze ich mich mit diesem und anderen L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen des Problems auseinander, um zu sehen, ob ich zu einer klaren Schlussfolgerung oder Pr\u00e4ferenz kommen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em><span style=\"color: #800000;\">Diesen Brief gibt es in Englisch auch als<\/span> <\/em><a href=\"https:\/\/youtu.be\/Yq6_MG_TvCs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">VIDEO PODCAST<\/a> <em><span style=\"color: #800000;\">und als<\/span><\/em> <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/CALS49Synoptic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AUDIO PODCAST<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Bevor ich beginne, sollte ich meine \u201eVorurteile\u201c kundtun:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Wenn es um Urheberschaft und Daten im Neuen Testament geht, habe ich die Schriften der Kirchenv\u00e4ter immer als wichtige Belege betrachtet. Diese Schriften weisen eher auf Matth\u00e4us als auf Markus als das Evangelium hin, das als erstes aufgeschrieben wurde. Ich muss hinzuf\u00fcgen, dass ich meine Meinung zu diesem letzten Punkt ge\u00e4ndert habe. Die kirchliche Tradition \u00fcber die Reihenfolge, in der die Evangelien verfasst wurden, ist nicht so eindeutig, wie ich dachte. Au\u00dferdem fand ich die Argumente f\u00fcr die Priorit\u00e4t des Markusevangeliums \u00fcberzeugend.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Ich war immer misstrauisch gegen\u00fcber einer Quelle (in diesem Fall Q), die v\u00f6llig hypothetisch ist. Kein Fragment eines Q-Manuskripts hat \u00fcberlebt; es wird in keiner Schrift erw\u00e4hnt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mein Ansatz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Um das Problem zu l\u00f6sen, bedarf es eines detaillierten Vergleichs der drei synoptischen Evangelien, Vers f\u00fcr Vers und Absatz f\u00fcr Absatz. Dieser Vergleich muss sowohl die Reihenfolge der einzelnen Erz\u00e4hlungen und Aussagen in jedem Buch als auch die verwendeten W\u00f6rter ber\u00fccksichtigen. Die Frage ist, wie sich \u00c4hnlichkeiten und Unterschiede am besten erkl\u00e4ren lassen: In welcher Reihenfolge wurden die Evangelien verfasst? Haben die Evangelisten sich gegenseitig als Quelle verwendet? Und wenn ja, wer hat, salopp gesagt, von wem abgeschrieben? Welche sonstigen Quellen wurden eventuell verwendet?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Das ist nat\u00fcrlich eine Aufgabe f\u00fcr Spezialisten und erfordert einen enormen Zeitaufwand. Ich habe nicht versucht, diese Arbeit selbst zu machen, sondern habe stattdessen die Arbeiten einiger etablierter Experten zu diesem Thema studiert, die vier verschiedene Antworten vertreten. Im Gegensatz zu Matth\u00e4us, Markus und Lukas lasse ich euch \u00fcber meine Quellen nicht im Dunkeln. Ich fand die folgenden zwei B\u00fccher au\u00dferordentlich hilfreich und klar:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Mark Goodacre (2001), <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/synopticproblemw00good\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>The Synoptic Problem: A Way through the Maze<\/em><\/a>. Dieses Buch ist als kostenloser Download in verschiedenen Dateiformaten erh\u00e4ltlich und bietet eine gute Einf\u00fchrung in das Thema. Goodacre hat eine klare Pr\u00e4ferenz (er glaubt, dass Markus als Erster ein Evangelium verfasst hat, er glaubt aber nicht an Q), aber seine Darlegung der Argumente ist glaubhaft und ausgewogen.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Stanley E. Porter and Bryan R. Dyer (2016), <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B01HC1251Q\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B01HC1251Q&amp;linkId=0fca103181e90e482fdfa7119460e39b\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>The Synoptic Problem: Four Views<\/em><\/a>. In diesem Buch pr\u00e4sentieren Bef\u00fcrworter von vier Alternativen ihre Sicht und interagieren mit der Meinung der anderen. Im Folgenden werde ich diese vier Ansichten kurz zusammenfassen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">Meine Erwartung war, auf Grund dieser Pr\u00e4sentationen eine klare Pr\u00e4ferenz zu entwickeln. Denn wenn einer oder zwei der Evangelisten von den anderen abgeschrieben haben, ist das sicher nachvollziehbar; wie schwierig kann das sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Nun, schwieriger als ich erwartet hatte. Jede Ansicht f\u00fcr sich betrachtet klang \u00fcberzeugend \u2013 eingeschlossen die Argumente gegen die anderen Ansichten. Verschiedene Arten von Beweisen und Argumenten weisen in unterschiedliche Richtungen. Vielleicht ist dies ein Hinweis darauf, dass eine Erkl\u00e4rung komplexer ist, als wir gedacht haben. Es zeigt, dass das Thema noch lange nicht entschieden ist: Das synoptische Problem ist nach wie vor ein Problem.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Problem<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bevor ich einen \u00dcberblick \u00fcber diese vier Hauptansichten gebe, m\u00f6chte ich das Problem noch einmal darlegen. Die drei synoptischen Evangelien haben vieles gemeinsam. Von 678 Versen in Markus erscheinen \u00fcber 600 in Matth\u00e4us, Lukas oder beiden (Porter &amp; Dyer 2016:7). Sehr wenig Material ist einzigartig f\u00fcr Markus (obwohl Markus oft mehr Details in seiner Version der gleichen Geschichte gibt). Matth\u00e4us und Lukas haben etwa 230 Verse gemeinsam, die in Markus fehlen; der gr\u00f6\u00dfte Teil dieses Materials besteht aus Aussagen Jesu, nicht aus Erz\u00e4hlungen (ebd.:8).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Die \u00c4hnlichkeit zwischen den drei synoptischen Evangelien l\u00e4sst sich nicht hinreichend dadurch erkl\u00e4ren, dass sie unabh\u00e4ngig voneinander \u00fcber denselben Anlass oder dieselbe Abfolge von Ereignissen berichten. Daf\u00fcr ist die \u00c4hnlichkeit sowohl in der Reihenfolge der einzelnen Geschichten als auch in den Details der sprachlichen Formulierung zu gro\u00df. Zwei Augenzeugenberichte derselben Ereignisse werden nicht so viel gemeinsam haben, vor allem nicht, wenn sie so lang sind. Es gibt Passagen, in denen die w\u00f6rtliche \u00dcbereinstimmung so gro\u00df ist, dass es eine textliche Beziehung geben muss, d.h. entweder kopierte der eine vom anderen oder beide kopierten aus einer gemeinsamen Quelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Jetzt zu den vier h\u00e4ufigsten Erkl\u00e4rungen. Was ich im Folgenden darstelle, ist keineswegs eine vollst\u00e4ndige Zusammenfassung der Argumente, sondern eher eine Auswahl. \u00dcbrigens: Falls du Beispiele sehen m\u00f6chtest (es ist faszinierend, die \u00dcbereinstimmungen und Unterschiede in verschiedenen Passagen im Detail zu betrachten), empfehle ich das Buch von Mark Goodacre; meine Ausgabe wird sonst zu lang.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zweiquellentheorie (Q)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die am weitesten verbreitete Erkl\u00e4rung ist immer noch die Zweiquellentheorie: Matth\u00e4us und Lukas verwendeten je zwei Quellen, Markus und Q, aber nicht sich gegenseitig. (Nat\u00fcrlich enthalten beide Evangelien auch Material, das entweder f\u00fcr Matth\u00e4us oder f\u00fcr Lukas einzigartig ist, was bedeuten kann, dass einer von ihnen eine weitere Quelle benutzt hat, aber dies wird bei der Benennung der Hypothese nicht ber\u00fccksichtigt). Anders ausgedr\u00fcckt: Diese Hypothese basiert auf zwei S\u00e4ulen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Die Priorit\u00e4t des Markus: Das Markusevangelium wurde zuerst geschrieben.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Matth\u00e4us und Lukas schrieben unabh\u00e4ngig voneinander. Was sie gemeinsam haben, muss deswegen, insoweit es nicht aus dem Markusevangelium \u00fcbernommen wurde, aus einer zweiten Quelle stammen: Q.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"\">F\u00fcr den ersten Punkt k\u00f6nnen gute Argumente angef\u00fchrt werden:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Wie bereits erw\u00e4hnt, gibt es sehr wenig, was einzigartig f\u00fcr Markus ist. Es ist einfacher, sich vorzustellen, dass Matth\u00e4us und\/oder Lukas Markus erg\u00e4nzen und Material hinzuf\u00fcgen, als sich vorzustellen, dass Markus Matth\u00e4us und Lukas k\u00fcrzt. Wenn Markus eine Zusammenfassung produzieren wollte, warum ist seine Version einer Geschichte oft l\u00e4nger als die in Matth\u00e4us und Lukas?<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Wie k\u00f6nnen wir die wenigen Geschichten, die einzigartig f\u00fcr das Markusevangelium sind, am besten erkl\u00e4ren? Hat Markus sie zu seiner Zusammenfassung von Matth\u00e4us und Lukas hinzugef\u00fcgt? Oder haben Matth\u00e4us und Lukas beschlossen, sie wegzulassen? Die meisten Bibelausleger halten die zweite Erkl\u00e4rung f\u00fcr wahrscheinlicher (es ist nicht allzu schwer zu verstehen, warum Matth\u00e4us und Lukas gerade dieses Material h\u00e4tten fallen lassen), und ich stimme dem zu.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Die griechische Sprache und der Stil des Markusevangeliums sind einfacher und urt\u00fcmlicher als die der beiden anderen. Es ist eher erkl\u00e4rbar, dass Matth\u00e4us und Lukas die Sprache des Markus verbessert haben, als umgekehrt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"\">Der zweite Punkt ist umstrittener. Es gilt zu belegen, dass Lukas und Matth\u00e4us das Evangelium des je anderen nicht kannten (und deshalb auch nicht verwenden konnten):<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Viele der \u00fcber 200 Verse, die Matth\u00e4us und Lukas gemeinsam haben, die sich aber nicht im Markusevangelium finden, erscheinen bei Matth\u00e4us in einer der f\u00fcnf l\u00e4ngeren Reden Jesu. Lukas erw\u00e4hnt einiges von diesem Material an anderen Stellen, mehr verteilt in seinem Evangelium. H\u00e4tte Lukas diese Reden zerst\u00fcckelt, um die Fragmente anderswo unterzubringen? Oder war es Matth\u00e4us, der dieses Material aus seiner Quelle (Q) \u00fcbernahm und v\u00f6llig neu organisierte, w\u00e4hrend Lukas n\u00e4her an der urspr\u00fcnglichen Reihenfolge dieser Quelle blieb?<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Manchmal finden wir bei Matth\u00e4us und manchmal bei Lukas die scheinbar urspr\u00fcnglichere Form einer Aussage. Dieses ist oft schwieriger zu verstehen und wird vom anderen angepasst oder erkl\u00e4rt. Wenn Lukas Matth\u00e4us benutzt h\u00e4tte, w\u00fcrden wir erwarten, dass Matth\u00e4us immer die urspr\u00fcnglichere Form verwendet. Ein Beispiel: Lukas 11,20 spricht von dem \u201eFinger Gottes\u201c, ein Ausdruck, der nicht leicht zu verstehen und daher wahrscheinlich urspr\u00fcnglich ist; Matth\u00e4us 12,28 verwendet eine Erkl\u00e4rung: Jesus tut dies \u201edurch den Geist Gottes\u201c. Ein weiteres Beispiel sind die beiden Versionen des Vaterunsers (Mt. 6,9-13 und Lk. 11,2-4), wo die einfachere und k\u00fcrzere Version des Lukas sich eindeutig von Matth\u00e4us unterscheidet.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Wenn sich die drei Evangelien im gemeinsamen Material voneinander unterscheiden (w\u00f6rtlich oder in der Reihenfolge), stimmt Matth\u00e4us fast immer mit Markus \u00fcberein oder Lukas mit Markus; selten stimmen Matth\u00e4us und Lukas gegen Markus \u00fcberein. \u201cWenn Lukas Matth\u00e4us verwendet hat, ist es schwer zu verstehen, warum seine Reihenfolge nie mit Matth\u00e4us gegen Markus \u00fcbereinstimmt und warum es so wenige w\u00f6rtliche \u00dcbereinstimmungen zwischen Matth\u00e4us und Lukas gibt, die sich von Markus unterscheiden\u201d (Stein 1992:788).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Farrerhypothese<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Diese alternative Hypothese ist nach Austin Farrer benannt, der 1955 einen Aufsatz \u201eOn Dispensing with Q\u201c (\u00dcber den Verzicht auf Q) ver\u00f6ffentlichte. Dies ist die Ansicht von Mark Goodacre, der im Laufe der Jahre die Argumentation gegen die Existenz von Q weiter ausgebaut hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Farrell und Goodacre akzeptieren die Priorit\u00e4t des Markus, lehnen aber Q ab, weil sie diese Quelle f\u00fcr unn\u00f6tig halten. Stattdessen argumentieren sie, dass Lukas sowohl Markus als auch Matth\u00e4us kannte und benutzte. Wie erkl\u00e4rt Goodacre also seine Ablehnung der drei Argumente f\u00fcr Q?<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"\">Goodacre argumentiert, dass es gute Gr\u00fcnde gibt, weshalb Lukas das betreffende Material in Matth\u00e4us neu anordnete. Es gibt auch gute Gr\u00fcnde, warum Lukas bestimmtes Material in Matth\u00e4us weglie\u00df. Sein Evangelium ist ganz anders organisiert als das Matth\u00e4usevangelium (es ist ein Reisebericht, ohne thematische Struktur), und Lukas zeigt eine Tendenz, l\u00e4ngere Reden auch an anderen Orten zu k\u00fcrzen.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Diejenigen, die Q ablehnen, berufen sich auf die m\u00fcndliche \u00dcberlieferung, um F\u00e4lle zu erkl\u00e4ren, in denen die Version des Lukas urspr\u00fcnglicher zu sein scheint: Lukas kannte eine alternative Version (z.B. vom Vaterunser) und f\u00fcgte diese in seine Quelle Matth\u00e4us ein.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"\">Matth\u00e4us und Lukas sind sich in ihrer Abweichung vom Markusevangelium h\u00e4ufiger einig, als die Zweiquellentheorie zu erkennen gibt. Es gibt eine betr\u00e4chtliche Anzahl kleinerer \u00dcbereinstimmungen. Manchmal sind diese gar nicht so klein, wie zum Beispiel im Bericht von Johannes dem T\u00e4ufer (Mt. 3,7-12, Mk. 1,7-8, Lk. 3,7-17), in dem Matth\u00e4us und Lukas nahezu vollst\u00e4ndig miteinander \u00fcbereinstimmen und so erheblich vom Markusevangelium abweichen. Verteidiger der Zweiquellentheorie erkl\u00e4ren dies als \u00dcberschneidung von Markus und Q, d.h. Matth\u00e4us und Lukas folgen beide Q, nicht Markus, aber Markus und Q \u00fcberschneiden sich an dieser Stelle zum Teil (deswegen sieht es aus, wie wenn Matth\u00e4us und Lukas Markus auf gleiche Weise erg\u00e4nzen, das sei aber nicht der Fall, so die Zweiquellentheorie). Es gibt jedoch keine Beweise f\u00fcr diese \u00dcberschneidung. Offensichtlich stimmen Matth\u00e4us und Lukas mehrmals gegen Markus \u00fcberein.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"\">Entgegen der Behauptung der Zweiquellentheorie ist es also nicht undenkbar, dass Lukas das Matth\u00e4usevangelium kannte und benutzte. An dieser Stelle wird eine wichtige Schwierigkeit deutlich. Wir m\u00fcssen die drei Evangelien Vers f\u00fcr Vers vergleichen, um zu versuchen, die Beziehungen und Abh\u00e4ngigkeiten zwischen ihnen zu erkl\u00e4ren. Leider f\u00fchrt dieser Vergleich an einigen Stellen in eine Richtung und an anderen Stellen zu einem entgegengesetzten Resultat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zwei-Evangelien-Theorie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Die Zwei-Evangelien-Theorie argumentiert, dass Matth\u00e4us zuerst schrieb, dann Lukas, und schlie\u00dflich Markus, mit seinen beiden Vorg\u00e4ngern als Quelle. Ich fand diese Erkl\u00e4rung am wenigsten \u00fcberzeugend. Nicht einmal die kirchliche Tradition unterst\u00fctzt diese Ansicht voll und ganz: Obwohl die meisten Kirchenv\u00e4ter der Meinung sind, dass Matth\u00e4us als Erster ein Evangelium verfasste, schrieb Markus ihren Berichten nach die Verk\u00fcndigung des Petrus nieder, und war dabei nicht vom Matth\u00e4usevangelium abh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Traditionshypothesen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Gerade als ich dachte, ich h\u00e4tte das Spektrum der M\u00f6glichkeiten auf zwei reduziert, kam Rainer Riesner, ein Deutscher, mit dem Joker. Er pl\u00e4diert f\u00fcr die Bedeutung der m\u00fcndlichen \u00dcberlieferung (Erz\u00e4hlungen und Spr\u00fcche, die m\u00fcndlich weitergegeben wurden), des Auswendiglernens und der Verwendung von Notizb\u00fcchern u.a. als Ged\u00e4chtnisst\u00fctze:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">In den Schulen der Philosophen war es \u00fcblich, dass sich die Sch\u00fcler Notizen \u00fcber den Unterricht ihrer Meister machten (Epiktet, Diskurse 1.1-2; Porphyr, Leben des Plotinus 4.12). Das gleiche Verfahren ist aus fr\u00fchen rabbinischen Kreisen bekannt \u2026 B\u00fccher und Notizen dienten in der hellenistisch-r\u00f6mischen Kultur als Hilfsmittel, um sich Aussagen und Geschichten zu merken, und das gleiche gilt f\u00fcr das Judentum (2. Macc. 2:25; Josephus, Ant. 4.209-11; 20.118). (Riesner 2016:105)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Dies w\u00fcrde bedeuten, dass viel mehr Material im Umlauf war als nur die wenigen oben genannten (Mk., Q, spezielles Material, das in Mt. und Lk. verwendet wurde). Riesner zieht diese Schlussfolgerung:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"\">Von Jesus, dem messianischen Lehrer, bis zu den synoptischen Evangelien und dar\u00fcber hinaus gab es eine m\u00fcndliche Tradition, die sich durch eine flexible Stabilit\u00e4t auszeichnet \u2026 Von einem fr\u00fchen Zeitpunkt an gab es Austausch zwischen dem M\u00fcndlichen und dem Schriftlichen. Informelle Notizen dienten als Ged\u00e4chtnisst\u00fctze \u2026 Die Evangelisten kannten ihre Materialien sowohl aus m\u00fcndlichen \u00dcberlieferungen als auch aus schriftlichen Quellen \u2026 Die synoptischen Evangelien sind nicht voneinander abh\u00e4ngig, sondern nutzen teilweise dieselben Zwischenquellen. Nach dem Vorwort zu seinem Evangelium verlie\u00df sich Lukas auf die Traditionen der Augenzeugen und viele schriftliche Berichte (Lukas 1,1-4). Dies deutet auch darauf hin, dass das synoptische Ph\u00e4nomen am besten durch eine Kombination der Traditionshypothese und der Multiple-Source-Hypothese erkl\u00e4rt werden kann. (Ebd.:110-112)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"\">Riesner k\u00f6nnte Recht haben. Aber wenn ja, dann werden wir das synoptische Problem wahrscheinlich nie l\u00f6sen, weil uns keine dieser Quellen zur Verf\u00fcgung steht, am allerwenigsten die m\u00fcndlichen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Dennoch kann der detaillierte Vergleich von Versen und Passagen eine reiche Ernte einbringen. Warum unterscheiden sich diese Berichte voneinander? Was ist der besondere Schwerpunkt jedes Evangelisten? Auch wenn es uns nicht zu einer L\u00f6sung des synoptischen Problems f\u00fchrt, sind diese \u00dcberlegungen die M\u00fche wert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildnachweis und Literaturangaben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"\">Bild: Popadius (2013), \u201eThe relationships between the three synoptic gospels\u201c, <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/File:Relationship_between_synoptic_gospels-en.svg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/File:Relationship_between_synoptic_gospels-en.svg<\/a> (Creative Commons <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Attribution-Share Alike 3.0 Unported<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Farrer, Austin M. (1955), \u201eOn Dispensing with Q\u201c, in Nineham, D. E. (Hrsg<em>.), Studies in the Gospels: Essays in Memory of R. H. Lightfoot<\/em> (Oxford: Blackwell), 55-88<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Goodacre, Mark (2001), <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/synopticproblemw00good\"><em>The Synoptic Problem: A Way through the Maze<\/em><\/a>, <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/synopticproblemw00good\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/archive.org\/details\/synopticproblemw00good<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Riesner, Rainer (2016), \u201eOrality and Memory Hypothesis Response\u201c, in Porter, Stanley E. and Dyer, Bryan R. (Hrsg.), <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B01HC1251Q\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=sbsdeutschlan-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B01HC1251Q&amp;linkId=0fca103181e90e482fdfa7119460e39b\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>The Synoptic Problem: Four Views<\/em><\/a> (Grand Rapids, MI: Baker Academic)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Stein, R. H. (1992), \u201eSynoptic Problem\u201c, in Green, J. B. &amp; McKnight, S. (Hrsg.<em>), Dictionary of Jesus and the Gospels<\/em> (Downers Grove, IL: InterVarsity Press), 784\u2013792<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Disclosure of Material Connection: Some of the links in the post above are \u201caffiliate links.\u201d This means if you click on the link and purchase the item, I will receive an affiliate commission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"\">Wenn du \u00fcber diese Links etwas kaufst, hilfst du mir, die Kosten f\u00fcr Create a Learning Site abzudecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Matth\u00e4us, Markus und Lukas haben viel Gemeinsames, besonders im Vergleich mit dem Johannesevangelium. Diese drei werden deshalb die synoptischen Evangelien genannt (vom Griechischen syn = zusammen und opsis = Sicht oder Sehen), da sie eine \u00e4hnliche Sicht auf Jesus vermitteln. Das synoptische Problem liegt darin, wie diese \u00dcbereinstimmung erkl\u00e4rt werden kann. 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Ich bezog mich dabei auf ein Buch von Richard Bauckham (2007) \u00fcber Johannes. 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